Bronchitis

Kräuter; Tinkturen und Elixiere…

…altes Wissen in neuem Format; oder Kräuter und Tinkturen für die Hausapotheke- altes Wissen neu entdeckt- so das Motto unseres Workshops am heutigen Samstag:

Wir, dass sind HPin Psych. Jeanette Runge von meinselbsterleben.com und ich-HPin Kira Schwarzrock und das hier ist mein BLOG 😉

Altes Wissen um Kräuter, die heute kaum noch jemand kennt bzw. deren Wirkungsumfang nicht bekannt sind, darum geht es heute und eines dieser Kräuter ist der

Hirschzungenfarn:

Bild aus „Das große Buch der Kräuter“
  • …der gehört zur Familie der Streifenfarngewächse; diese Farne enthalten immunstimulierende Polysaccharide (Vielfachzucker, wichtige Rolle beim Speichern der Nahrung), Schleim- und Gerbstoffe zum Schutz vor mikrobieller Zersetzung und Fäulnis sowie Bioflavonoide(Antioxidanz). Die Stoffe des Hirschzungenfarns sorgen für die Beseitigung der „Freien Radikalen“, eine Art von Molekülen die vor allem bei erhöhtem Stress entstehen, Krankheiten begünstigen und den Alterungsprozess beschleunigen.
  • Vorkommen: vorwiegend in gemäßigten Zonen im östlichen Nordamerika, Ostasien und Europa – hier in gemäßigten, atlantisch geprägten Zonen, in Deutschlands wächst der Hirschzungenfarn hauptsächlich im Südwesten und dort eher in Gebirgswäldern.
  • Die mehrjährige Pflanze hat einen ganzrandigem Blattwedel und ist dadurch leicht von allen anderen europäischen Farnen zu unterscheiden, steht unter Naturschutz; Hirschzungenfarn gilt als „besonders geschützt“ nach der Bundesartenschutzverordnung. Da uns die Erhaltung der Fauna und Flora als Naturheilkundler sehr wichtig ist, wird auch dieses Kräutlein zur Verwendung in der Kräutermedizin in Gärten kultiviert 🙂

Das Hirschzungenelixier enthält außerdem noch „Langen Pfeffer“ und Ceylon-Zimtstange- beides wärmende Kräuter/Gewürze, die eine besondere Wirkung auf zartes Gewebe haben- Lunge/Leber/Milz/Drüsen- also eher auf das Yin des Körpers wirken.

Einsatz des Elixiers- Achtung! KEIN Heilversprechen- aus der Erfahrung:

  • Zitat der Meisterin Herselfe- Hildegard von Bingen: „Die Hirschzunge hilft der Leber, der Lunge und bei schmerhaften Eingeweideleiden. (…) Das Hirschzungen-Elixier hilft der Leber, reinigt die Lunge und heilt die schmerzenden Eingeweideleiden, beseitigt innere Eiterungen und Verschleimung. (…) Trinke davon oft vor und nach dem Essen.“
  • … effektiv bei Bronchitis und Diabetes, kann aber auch als Lebermittel (bei chronischem Leber-Lungen-Husten) eingesetzt werden; Unterstützunge für sämtliche Hormondrüsen (Bauchspeicheldrüse, Schilddrüse), entgiftet den Magen-Darm-Trakt und kann wirksam vor/beiBurn-out-Syndrom und dem Chronic-Fatigue-Syndrom, bei Hormonmangel, Schlaflosigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Erschöpfung durch Stress schützen. Weiterhin ist es ein traditionelle Mittel bei Eileiter-, Eierstock-, Hoden-, Prostata- und Samenleiterentzündungen, sowie Blasen-, Gallenblasen und Adnexentzündung, ist erprobt bei bei Ausfluss und Kinderwunsch.

Das Hirschzungenelixier gibt es bei verschiedenen Anbietern fertig zu kauf; wer es selbst herstellen möchte benötigt:

  • Hirschzungenpulver, Langer Pfeffer, Ceylonzimtrinde- gibt es Fertigpulver zu kaufen ;); dazu 2 Liter Weißwein(Bio) und 200 Gramm Bio-Honig oder Honig vom Imker des Vertrauens;
  • …das Hirschzungenfarnkrautpulver-60 Gramm- in 2 Liter Wein 5 Minuten köcheln, 200 Gramm (10 Esslöffel) Bienenhonig zufügen und aufschäumen, anschließend abfiltern und heiß in -sterile-Flaschen abfüllen.

Dosierung:

  • erste Woche: 3 x täglich 1 Likörglas (25 ml) nach dem Essen einnehmen, danach vor und nach jedem Essen 1 Likörglas bis eine Besserung eintritt.
  • Empfehlenswert ist eine Kur über 6 Wochen.
  • Vor der Hirschzungen-Kur bietet sich eine Entgiftung des Körpers an- zum Bsp. mit einer Bärwurz-Birnen-Honig Kur(hier auf meiner Seite nachzulesen unter http://spiritandbalance.de/baerwurz-birnen-honig/).
Elixiere wurden und werden generell mit Wein hergestellt

Wenn ich das Interesse geweckt habe, besuche doch ab und zu meine Seite- dort erfährts Du immer unter „Aktuelles“ wann es wieder Workshops zu Kräutern und Tinkturen gibt- aber auch alle anderen Themen können interessant sein 🙂 und dann würde ich mich- wir uns- natürlich sehr freuen, DICH begrüßen zu dürfen.

Nun bleibt nur noch danke zu sagen an alle Teilnehmerinnen und danke an unsere Natur, die so viel Wertvolles für uns bereit hält!

Alles Liebe- Kira!

Zusatz: Alle Informationen zu diesem Thema beruhen ausschließlich auf Überlieferung und langjährigen Erfahrung. Sie vermitteln somit nur einen allgemeinen Überblick mit Hinweisen auf traditionelle Anwendungsmöglichkeiten und können keinesfalls eine Beratung durch Arzt/Ärztin oder Heilpraktiker/-in ersetzen. Es werden ausdrücklich k e i n e Heilversprechen gegeben!

Sommer-Feeling und…

 

Klatschmohn ist Sommer-Feeling pur- als Kind habe ich meiner Mama öfter einen Feldblumenstrauss mit nach Hause gebracht- Klatschmohn durfte nie fehlen. Das dieser auch eine Heilpflanze ist, weiss ich seit meinem 8en Lebensjahr- als meine Oma mir die Heilwirkung der verschiedenen Wildkräuter erklärte:

  • Klatschmohn ist eines der ältesten Schmerz- und Schlafmittel der Menschheit- zwar deutlich milder als die Mohnpflanzen(Schlafmohn), aus denen Opium gewonnen wird; dennoch recht wirksam und auch leicht giftig!!! Daher darf auch Klatschmohn nicht ohne Achtsamkeit eingesetzt werden.
  • Diese rot blühende Feldblume hat neben dem roten Farbstoff in den Blüten noch die Inhaltsstoffe Alkaloid Rhoeadin, Anthocyanglykoside, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Saponine und Schleimstoffe; wirkt auf die Meridiane Herz, Leber, Gallenblase, Uterus als Sonderorgan und Magen; durch Erfahrungen der Volksmedizin auch auf die Lunge.

  • Die Wirkungen auf den Körper sind beruhigend, erweichend, schleimlösend, schmerzlindernd und tonisierend bei Husten, Nervosität, Schlaflosigkeit, nervöser Unruhe, leichter Erschöpfung, Heiserkeit, verhaltener und schmerzhafter Menstruation , Schmerzen und auch Hautproblemen. Die Volksmedizin nennt den Klatschmohn auch Blutblume- daher erklärt sich auch die Wirkung gemäß CM auf das Blut und die Funktionskreise Leber, Uterus als Sonderorgan und Herz.
  • Verwendet werden alle Pflanzenteile; ich selbst nutze nur die Samen und Blüten für Teezubereitungen und einen Hustensirup. Blätter, Stiel und Blüten können aber auch als Abkochung bei Hautproblemen genommen werden- damit werden dann betroffene Hautstellen abgewaschen oder mit Kompressen versehen.
  • Beim Klatschmohn- wie übrigens bei allen anderen Kräutern auch- erkennt man durch die Blühzeit auch die Wirkweise- er wirkt besonders auch gegen Hitzeerkrankungen, die im Frühsommer und Sommer auftreten.
  • Klatschmohn in der Küche- die Mohnblüten- und -blätter können als Zutat in Salaten eingesetzt werden. Sie haben einen angenehmen gurkenähnlichen und leicht nussigen Geschmack. Gut eignen sich die vor allem jungen Blätter in Kombination mit Nüssen oder Pinienkernen. Außerdem lassen sich die Blätter als Spinatersatz verwenden- der Geschmack ist allerdings nicht vergleichbar. Die Klatschmohnblüten können als Dekoration für Obstsalate oder Torten. Die kleinen schwarzen Samen des Klatschmohns lassen sich ebenfalls als Kuchenbelag verwenden. Aber Achtung- keinen ganzen Mohnkuchen daraus backen- größere Verzehrmengen führen zu Vergiftungserscheinungen. Der typische Backmohn stammt übrigens vom Samen des Schlafmohns, der u.a. für die Herstellung von Morphin bzw. Heroin verwendet wird. Die Samen selbst enthalten zwar auch einige geringe Anteile an Alkaloiden, sind aber für gesunde Erwachsene unproblematisch, Kinder und Schwangere sollten nicht davon essen!!!

Klatschmohnsirup bei Heiserkeit und Husten:

  • Schraubflaschen oder Schraubgläser
  • 100 g Zucker
  • Zitronensaft
  • 150 ml Wasser
  • eine Handvoll Blütenblätter
  • Die Blütenblätter mit dem Wasser aufkochen lassen; vorher ein paar Tropfen Zitronensaft als Farbstabilisator beigeben.
  • Über Nacht stehen lassen und am nächsten Tag abseihen.
  • Mit Zucker und etwas Zitronensaft aufkochen- dann sofort steril in Flaschen oder Gläser abfüllen, diese fest verschließen und auf den Kopf gestellt abkühlen lassen.

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Klatschmohn- altes Heilmittel, Kindheitserinnerung und elfengleiche Feldblume; Bienenblume und Farbtupfer. Ich wünsche mir, dass alle Bauern immer ein Stück Feldrain übrig lassen, damit wir in Zukunft immer diese schöne Feldblume im Sommer blühen sehen können.

Seeluft und Meerwasser für…

 

Kneipp war Vorreiter der Hydro-Therapie mit dem Wasser allgemein und die alten Griechen erkannten sehr früh, dass Meerwasser eine ganz besondere Wirkung auf den menschlichen Körper hat. Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte dann der französische Biologe René Quinton, dass das Meerwasser ähnlich dem menschlichen Blutplasma ist. Seine Studien zur Aufnahme der Inhaltsstoffe durch den Menschen war der Durchbruch für die Therapie mit dem Wasser und den Stoffen aus dem Meer- endlich war eine wissenschaftliche Basis geschaffen 😉

Der Begriff Thalasso wird vom griechischen Wort „Thalassa“ für Ozean oder Meer abgeleitet- es ist die Behandlung von Erkrankungen oder Befindlichkeiten mit Meerwasser und Produkten aus dem Meer – früher reichte die Wattwanderung, der Strandgang an der Wasserkante oder im flachen Meerwasser, die Algenpackung auf der Haut- heute wird es teuer… teure Kosmetikprodukte und Nahrungsergänzungsmittel sollen besonders wirksam sein.

Was wahr ist…Meerwasser und Algen/ Tang/Seegras enthalten u.a. die Mineralstoffe Kalzium, Natrium, Kalium, Magnesium, Phosphor, aber auch die Spurenelemente Chrom, Eisen, Zink, Selen und besonders Jod- alles wichtige Stoffe für unsere Gesundheit. Wird das Meerwasser- natürlich vorher gereinigt- auf ca. 34 Grad erwärmt, entfaltet es seine besonders positive Wirkung. Trinkkuren mit Meerwasser lindern Magen-Darm- und Gallenbeschwerden, Schlick- und Algenpackungen wirken bei Akne, Schuppenflechte und Ekzemen,  Allergiker und Menschen mit chronischen Erkrankungen der oberen Luftwege schätzen das Meeresklima – ein Strandgang lässt alle durchatmen.
Nicht nur in Japan und in der asiatischen Küche kennen wir Algen und deren Präparate- diese gehören zum Ernährungsplan einer Thalasso-Therapie: als Tabletten, in Pulverform, als Ampulle oder in Lotionen sollen sie abwehrsteigernd, entschlackend und aufbauend wirken. Neben den Mineralstoffen und Spurenelementen enthalten sie Alginate, die Schadstoffe im Körper binden und damit zu einer Entschlackung/ Entgiftung des Körpers beitragen. Bei uns in Mecklenburg-Vorpommern kennt man zusätzlich noch die Behandlungen mit Kreide/Heilkreide von der Insel Rügen- die Haut dankt es sehr.

Die Form der Wassertherapie wird allerdings- wie so oft- nicht von den Krankenkassen übernommen; somit ist es eine Wellnessbehandlung und man findet sie oft nur in guten Wellnesseinrichtungen oder Hotels- ob es dann immer die richtige Qualität ist, muss jeder für sich herausfinden.

Achtung!!! Thalasso-Therapien/- Behandlungen sind nicht für jeden geeignet. Wer unter einer Jodallergie, einer Schilddrüsen-Überfunktion oder dem Hashimoto-Syndrom leidet, sollte unbedingt den Hausarzt/ Hausärztin und/oder HeilpraktikerIn konsultieren. Trotzdem können auch diese Betroffenen vom Meeresklima profitieren- denn alles ist Thalasso:

  • Strandgänge für längere Zeit- mindestens 30 Minuten, vor allem bei leicht windigem und nicht sonnigem Wetter- die Gischt oder der Gischt-Nebel klärt die Haut, wirkt befreiend auf die Atemwege und lindert Schmerzen im Kopfbereich- aber bitte entsprechend anziehen.
  • Barfuß durch das seichte Meerwasser, den Schlick oder Algenteppich laufen- prima für die Füße, die Haut und die Nägel- über den osmotischen Austausch werden „Giftstoffe“ aus dem Körper geschwemmt und die Spurenelemente/Mineralstoffe können auch so prima wirken. Das erkennt man daran, dass nach einem ausgiebigen Fußbad in Meerwasser die Haut seidenweich ist und bspw. harmlose Verfärbungen der Nägel verschwunden sind. Auch wenn die Ostsee keinen hohen Salzgehalt hat, ist es eine Wohltat für Ekzem-Geplagte und andere. Noch wirkungsvoller sind natürlich die Bäder im Ozean oder Toten Meer.
  • Algenpackungen lassen Akne deutlich zurück gehen; aber nicht nur das…Als ein echtes Kraftpaket der Natur wird nicht ohne Grund die Braunalge Kelp bezeichnet. In der asiatischen Kultur sind die vielzähligen Vorteile dieser Braunalge längst bekannt- nicht nur als Lebensmittel mit Eiweisspower. Reich an wichtigen Mineralstoffen, Spurenelementen, Ballaststoffen, Vitaminen und vor allem auch Jod, sollte sie auch bei uns immer mehr an Bedeutung gewinnen. Die Naturheilkunde macht sich die Braunalge schon länger zu Nutzen; bei Schilddrüsenunterfunktion, Hauterkrankungen, Diabetes und auch Fettstoffwechselstörungen sind sie eine wertvolle Ergänzung zur Therapie- natürlich neben der Ernährungstherapie. Durch die bereits oben beschriebenen Inhaltsstoffe des Meeresproduktes wirkt Kelp entzündungshemmend- somit eröffnet sie ein breites Wirkspektrum zur Behandlung unterschiedlicher Krankheitsbilder. In Dänemark und Norwegen werden Braunalgen mittlerweile auch gezüchtet und verarbeitet.

Sicher hat nicht jeder die Ostsee, Nordsee oder den Atlantik vor der Haustür- allerdings kann ein Urlaub an der See auch schon Einiges bewirken- wenn man denn den Spruch beherzigt „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung“ – raus an die Luft, an den Strand und ordentlich Seeluft getankt- kostengünstig und mit wunderbaren An- und Aussichten.

 

 

 

Wunderbar in Magenta…

 

…blüht zur Zeit die Taubnessel- ein unscheinbares Kräutlein mit großer Wirkung. Sowohl in der westlichen Kräutermedizin als auch aus Sicht der Chinesischen Medizin hat Lamium album- die Taubnessel- eine große Wirkbreite:

  • Diese Pflanze aus der Familie der Lippenblütler ist von neutralem Temperaturverhalten, leicht scharf- süsslich vom Geschmack und wirkt auf die Meridiane Lunge, Niere, Blase, Gedärme und das Sonderorgan Uterus als Haus des Blutes.

  • Durch die Inhaltsstoffe Triterpensaponine, Secoiridoidglykoside wie Lamalbid, Flavonoide, Lamiaceen-Gerbstoffe, Schleimstoffe und ätherische Öle wirkt sie unter anderem adstringierend, aber auch Schleim transformierend, Nässe und Hitze ausleitend und Qi tonisierend(damit auch indirekt auf das Blut Xue).
  • Aber die Wirkung geht noch weiter- als mildes Kräutlein und somit auch für Kinder geeignet, ist eine antibakterielle, beruhigende, blutreinigende, blutstillende, harntreibende und krampflösende Wirkweise nachweisbar.
  • Somit findet die Taubnessel Einsatz bei allen Atemwegserkrankungen, bei Erkältung, Fieber, Verdauungsschwäche, Magenentzündung, Darmstörungen, Hämorrhoiden, Blasenleiden, Schlaflosigkeit, Menstruationsbeschwerden, Weissfluss, Wechseljahresbeschwerden,  gutartigen Prostatavergrößerungen, Krampfadern, leichten Brandwunden, Furunkel, Ekzemen, und schlecht heilende Wunden zum Beispiel bei Diabetes… das ist nur ein kleiner Auszug der Einsatzmöglichkeiten.
  • Einzigartig ist die Wirkung als Helferkraut in Mischungen zur Reinigung des Uterus gerade bei Kinderwunsch- Kräutermischungen.

Da die Taubnessel ein Frühlingskraut ist, hat sie vor allem auch eine reinigende Wirkung- hier eine wunderbare Kräuterrezptur zur Reinigung des Blutes im Frühling:

  • Alle Kräuter werden zu gleichen Teilen gemischt: Ehrenpreis, Taubnessel-Blüten, Veilchen-Blätter, Schlüsselblumen-Blüten, Birken-Blätter und Hufflattich-Blüten- für eine größere Menge Tee sollten die Kräuter zu gleichen Teilen abgewogen werden(bspw. jeweils 15 Gramm…), ist es nur eine kleine Menge, reicht es, die Kräuter einfach zwischen drei Fingern als Prise zu nehmen. Das sind dann gleiche Teile nach Volumen, macht aber bei diesem Rezept nur einen relativ geringen Unterschied.
  • Ein Esslöffel der Mischung wird mit abgekochtem, nicht mehr kochenden Wasser übergossen, 10-15 Minuten ziehen lassen, abseihen und genießen- ggf. etwas Honig vor dem Trinken dazu geben. Die Kräuter können auch noch als Kompresse(in sterile Gaze legen) genommen werden. Drei Tassen am Tag reinigen den Körper sanft.

Frauenmittel Taubnesselblüten-  Außer bei Weissfluss setze ich  die Taubnessel auch gerne begleitend bei Frauenbeschwerden ein, seien es schmerzhafte Menstruationsblutungen oder Wechseljahrsbeschwerden.

Die Taubnessel kann bei konsequenter und längerer Anwendung die Stärke der Blutungen regulieren, starke Blutungen werden abgeschwächt, schwache gestärkt.

Äußerliche Anwendung:

  • Tee aus den Taubnesselblüten kann man als Waschung, Bad oder Umschlag gegen verschiedene Hautunreinheiten einsetzen.
  • Als Kompresse eingesetzt erweicht er Furunkel und lässt sie reifen; Ekzeme werden gelindert und schlecht heilende Wunden können abheilen. Immer mit einer sterilen Kompresse verwenden!!!

Die Taubnessel blüht in verschiedenen Farben- magenta ist sehr weit verbreitet, die golden-weißen Blüten sind selten geworden- selten aber am wirkungsvollsten. Lassen Sie ruhig eine Ecke im Garten für die Taubnessel- sie hat es  verdient 🙂 🙂

Das kalte Yin klären mit…

 

Kalium chloratum(Kcl) ist das Schüssler Salz Nummer 4 und stellt das wichtigste Schleimhautmittel der Biochemie dar:

  • Kcl kommt ebenfalls in den Körperzellen vor, regt dort den Stoffwechsel an und wird generell bei allen Erkrankungen der Schleimhäute eingesetzt.
  • Aus Sicht der TCM geht es vor allem um kalten Yin-Schleim- weißlich- grau; der innere Kälte anzeigt. Die Schleimhäute sind durch diese innere Kälte zusammen gezogen, nicht richtig durchblutet und weisen dadurch einen zähen, festsitzenden und schwer zu lösenden Schleim auf.
  • Entsteht durch Entzündungen jeglicher Art kalter Schleim im Gewebe, beginnt das Qi zu stocken; es kommt zu Schwellungen und Schmerzen, die durch Wärme und Ruhe gebessert werden…
  • Kcl löst den Yin-Schleim auf- immer als zweites Entzündungsmittel bsp. nach Ferrum phosphoricum, bei Stockschnupfen, Blutverdickung und Besenreißern; aber auch bei zähem, weißem, undurchsichtigen Schleim und wenn die Zunge weiß belegt ist.
  • Kcl immer dann, wenn Yin-Schleim zu Schwellungen und QiStau führt- z.B. bei weichen Gewebeschwellungen nach Verletzungen oder/und Entzündungen, Schmerzen, Hexenschuss, kaltem Gelenkrheumatismus und Drüsenschwellungen- alles wird durch Bewegung und Kälte (vor allem kalte Getränke) schlimmer, Besserung tritt durch Ruhe und Wärme ein.
  • Kcl immer dann, wenn das Yang-Qi der Schleimhäute aktiviert werden muss- um die Schleimhäute zu wärmen, bei chronischem Husten mit weißlichem Schleim oder weißem Zungenbelag, bei Schleimhusten, Stockschnupfen und Kälte-Bronchitis.
  • Der energetische Zustand von Kcl trifft das Kalte, Zusammengezogene und Erstarrte- es herrscht eine Fülle von Yin-Je(das Trübe des Yin) und Qi-Stau- die energetische Wirkung ist wärmend, ausdehnend, Qi lösend, Kälte und Schleim werden ausgeleitet und/oder aufgelöst.
  • Kcl ist ein Entzündungsmittel für die Yin-Kälte- nämlich nicht zu Beginn der Erkrankung einzusetzen, sondern erst, wenn die Gefahr besteht, dass die Erkrankung chronisch wird oder sich Kältezeichen zeigen- d.h. die Erkrankung ist vom heißen Yang-Stadium in das kalte Yin-Stadium übergegangen.

Indikationen:

  • Schleimhauterkrankungen, Schleimhautentzündungen mit Kältezeichen
  • Yin-Schleim-Husten- der Schleim ist zäh, dick, weiß oder grau, löst sich sehr schwer
  • Schwellungen durch Yin-Kälte oder nach Yang-Entzündungen- Wärme und Ruhe bessern!!!
  • Schmerzen durch Kälte und Bewegung
  • Blut klären- das Kcl Blut ist zäh, dick, schwarz- Durchblutungsstörungen und Gefäßzeichnungen sind typisch
  • bei kalter Verdauung- Magen-Kälte- die Zunge ist weiß belegt, der Magen schmerzt, Kälte wird gar nicht vertragen, fette Speisen werden sehr schlecht verdaut- hier wird Kcl mit Nacl, Maph, Caph zusammen eingesetzt
  • Haut-Heilmittel bei weißlich- grauen Absonderungen; vertrocknen diese bildet sich ein mehlartiger Belag, auf der Haut entstehen Reizungen, bläschenförmige Schwellungen.

Leitsymptome und Lebensrhythmus:

  • Kälte und Bewegung verschlimmern, Unverträglichkeit von kalten Getränken,
  • kalter, weißlich- grauer, festsitzender und zäher Schleim
  • Schleimhautüberempfindlichkeit
  • leicht erkältet und immer mit Husten
  • Kcl ist das Mittel nach starken hitzigen Erkrankungen- immer wenn die Gefahr besteht, dass sich die Erkrankung festsetzt.
  • Es ist das Mittel nach der Yang-Hochphase, aber auch bei Kindern besteht Bedarf, da die starken Hitze-Yang-Erkrankungen eine große Empfindlichkeit für den Yin-Schleim provozieren.
  • Die Kcl Psyche zeigt sich in Trägheit, Antriebslosigkeit- die betroffenen Menschen sind bequem, brav, entschlussscheu- sie wissen nicht, was sie wollen und neigen zu Ärger- es sind „die korpulenten Rheumatiker, die sich leicht erkälten und zur Drüsenschwellung neigen“(Zitat Dr. Schüssler).

Anwendung und Allgemeines:

  • Schüssler Salz Nummer 4 in der Regelpotenz D6
  • Mittel für chronisch werdende Erkrankungen
  • akut- alle 30 Minuten ein-zwei Pastillen; chronisch- bis zu achtmal eine bis zwei Pastillen
  • in der Potenz D3- sehr starke lösende Wirkung
  • Salbe- nach allen Verletzungen nach dem ersten Stadium der Entzündung- bei Schleimbeutelentzündungen, Blutergüssen, Muskelrheuma(Fibromyalgie)
  • Die Betroffenen sollten alle schleimbildenden Nahrungsmittel generell meiden- Milchprodukte, Süßigkeiten, Zuckerwaren, Mehlspeisen, Brot, Honig, Schweinefleisch, FastFood und Fertignahrung

„Wir sind nur so gesund wie es unsere Lebensmittel sind…“- bleiben Sie gesund!

Die große Entgiftung mit…

 

Das biochemische Mittel Nummer 6 kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein Yang-Sauerstoffmangel im Körper vorherrscht und dadurch der Stoffwechsel wie ein schlechtes Feuer nur schwelt und nicht richtig brennt:

  • Kalium sulfuricum(KaS) als großes Entgiftungsmittel verbessert die Sauerstoffübertragung in der Zelle. So wie Feuer nicht ohne Sauerstoff brennen kann, kann auch das gesunde Yang im Gewebe nicht ohne Sauerstoff wirken. Die Nummer 6 der Schüssler Salze sorgt dafür, dass Erkrankungen, die im Körper nicht richtig „rauskommen“ , nicht chronisch werden und erst einmal richtig auskuriert werden können.
  • KaS  d a r f  n i e bei akuten Yang- Erkrankungen eingesetzt werden, da es eine starke anregende Wirkung auf das Yang-Qi hat- das unterscheidet die Nummer 6 von der Nummer 3(Ferrum phosphoricum).
  • KaS ist das Heilmittel für das Endstadium einer Erkrankung, immer dann wenn im Heilungsstadium der Natur das „Feuer“ fehlt- z.B. ein Schnupfen oder Husten, der nicht richtig abklingen will… Es reinigt das Yang von den „Reststoffen“ der Entzündung.
  • KaS- entfacht das Yang-Feuer mit Sauerstoff z.B. bei Yang-Qi-Mangel mit Mattigkeit, Müdigkeit, Schwindel, Herzklopfen und/oder Gliederschmerzen- die Beschwerden werden immer besser bei frischer, kühler unverbrauchter Luft und verschlimmern sich gegen Abend oder in geschlossenen Räumen.
  • KaS- bei Yang-Schleim mit gelblichen bis gelblich-bräunlichen Absonderungen(Schleim bei Schnupfen, Husten, Hauterkrankungen…)
  • KaS- immer bei Neigung zu chronischen Krankheiten und im dritten Entzündungsstadium.
  • KaS- immer als Aktivierung für das Haut- und Schleimhaut-Qi z.B. bei chronischen Hauterkrankungen, Schuppen, Muttermalen, Neurodermitis, chronischer Bronchitis…
  • KaS- Mangel- je nach Örtlichkeit und Größe des Mangels an schwefelsaurem Kalium können folgende Symptome entstehen: Müdigkeit, starke Mattigkeit, auch Schwindel, Frösteln, Herzklopen, Ängste und Ängstlichkeit, Traurigkeit, Zahn-, Kopf- oder Gliederschmerzen…
  • KaS charakterisiert den energetischen Zustand des Yang-Feuer-Mangels(es brennt nicht richtig), einer Yang-Schleim- Fülle und hat die energetische Wirkung der Yang-Schleimlösung, eine anregende Wirkung auf das Feuerlement und den Stoffwechsel und ein Vitalisieren.
  • KaS hat einen starken Leberbezug- alle gelblich- bräunlichen Verfärbungen zeigen an, dass der Leberfunktionskreis nicht richtig funktioniert- somit ist KaS mit NaS zusammen die Lebermittel der Biochemie.

Leitsymptome:

  • Sauerstoffmangel- der Betroffene hat ein starkes Bedürfnis nach frischer Luft
  • Neigung zu chronischen Schleimhaut- und Hauterkrankungen, zu Krankheiten, die eher nach innen gehen und nicht richtig ausheilen
  • gelber bis gelb- bräunlicher Schleim oder Hautmerkmale, die gleb oder bräunlich sind;

Anwendung:

  • KaS ist Schüssler Salz Nummer 6 in der Regelpotenz D6
  • bei chronischen Erkrankungen 6-8x täglich 2 Pastillen unter der Zungezergehen lassen
  • das Alternativmittel, wenn nichts anschlagen will
  • in der Potenz D3 hat es eine starke Qi-Wirkung bei eiternden Prozessen der Schleimhäute besonders im Hals-Nasen-Ohren-Bereich
  • KaS-Salbe- bei chronischen Hauterkrankungen, bei eitrigen Wunden, rheumatischen Beschwerden und Lebererkrankungen(als Salbenkompresse auf die Leber bringen)

Lebensrhythmus- Bezug:

KaS ist das Mittel im Yang-Lebensrhythmus für die fortgeschrittene Yang-Zeit; Kinder und Jugendliche benötigen die Nummer 6 eher selten, da sie meistens die Erkraunkungen als starke akute Yang-Erkrankung durchleben. KaS hilft eher den Erwachsenen- diese bleiben allzu häufig in der Yang-Schleim-Erkrankung „stecken“ und benötigen dann die reinigende Wirkung von Kalium Sulfuricum.

Menschen mit einer KaS-Konstitution sind oft weinerlich, ängstlich, traurig, depressiv(dann mit Kalium phosphoricum zusammen), melancholisch, haben eine große Müdigkeit, sind matt aber reizbar, ungeduldig, missmutig, sehen „alles schwarz“, haben wenig Selbstvertrauen und sind eher geistig wie körperlich träge.

Empfehlungen:

  • Luftbäder sind bei Bedarf an KaS sehr zu empfehlen, der Betroffene sollte sich viel an frischer Luft aufhalten und sich „darin“ bewegen.
  • Atemtechniken sollten zum täglichen Ritual werden, vorzugsweise an und in frischer Luft- damit wird die Lungenkapazität erhöht und die Sauerstoffversorgung des Körpers deutlich verbessert.
  • Rauchen ist absolut tabu!!!
  • Es empfehlen sich auch „Bäder“ in den Salzgrotten oder am Meer, da in Verbindung mit den Mineralien KaS besser wirken kann.

Wie hat Louis de Funes es treffend formuliert:

Lachen ist für die Seele
dasselbe wie Sauerstoff
für die Lungen.

 

 

Kräuterkraft gegen Schmerzen…

 

…so kann Beinwell bzw. Symphytum eingesetzt werden. In der Rüganer Boddenlandschaft wächst Beinwell ganz unbehelligt, aber auch in anderen Landschaftsbereichen kann man ihn finden- das alte Heilkraut von Paracelsus und Hildegard von Bingen bei Verletzungen der Knochen:

  • Symphytum gehört zu den bitter- süßen Kräutern und wirkt auf die Funktionskreise Lunge, Magen und Niere. Alle diese Meridiane haben mehr oder weniger den Bezug zur Struktur und somit zu den Gelenken, Knochen und Muskeln.
  • Beinwell hat hervorragende Eigenschaften- es wirkt entzündungshemmend, wundheilend, kallusbildungsfördernd, schleimhautreizungsmildernd, schleimlösend, auswurffördernd, anregend, zusammenziehend, es fördert die Zellneubildung, weiterhin wirkt es abschwellend, wundreinigend, lokal reizlindernd und schmerzstillend. Aber Achtung! Durch die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide kann ein zu langer Einsatz und/oder eine Überdosierung die Leber schädigen. Daher sollte Beinwell nicht vom Laien innerlich eingesetzt werden!
  • Aus Sicht der TCM tonisiert Symphytum das Yin- alle Yin- Erkrankungen in den oben genannten Funktionskreisen können sehr gut auf Beinwell ansprechen, besonders im Bereich Lungenerkrankungen, Erkrankungen der Haut, bei Knochenbrüchen oder anderen Erkrankungen der Knochen(Osteoporose…). auch bei Yin- bedingten Magengeschwüren ist Symphytum in Kräuterrezepturen enthalten.
  • Weiterhin wirkt es Schleim und Hitze auflösend z.B. bei Lungenschleim, Husten und Asthma und auch bei einem rauhen Gefühl im Hals(Hitze bzw. Yin schädigt die Schleimhäute) kann Beinwell gute Dienste leisten.
  • Beinwell ist ein absolut wichtiges Kraut, wenn der Körper durch Yin- Hitze erkrankt… Symphytum eliminiert diese Hitze und kann z.B. bei subfebriler Temperatur infolge Yin-Mangels, Fieber, Entzündungen, Halsentzündungen, Laryngitis, Bronchitis und auch Tuberkulose(Behandlungsvorbehalt!!! beachten) sehr gut die Kräutermischungen in ihrer Wirkung verstärken.
  • Homöopathie: Der Schwerpunkt dieses eher kleinen Mittels wird in der Unterstützung von Heilungsvorgängen gesehen, besonders wenn Verletzungen mit Beteiligung von Knochen und Gelenken vorliegen. Zu den wichtigsten bewährten Indikationen zählen Knochenbrüche, Verletzungen von Sehnen und der Knochenhaut, Geschwüre des Magens und des Zwölfingerdarms sowie Nervenschmerzen. Es ist ein hervorragendes Notfallmittel- das charakteristische Leitsymptom ist der stechende Schmerz an der verletzten Stelle/ Wunde. Dieser Schmerz kann auch bestehen bleiben, wenn die Wunde schon abgeheilt ist oder der schmerzende Körperteil schon entfernt wurde- Phantomschmerz. Für die Hausapotheke empfehlen sich Potenzen von D6 bis D12- 3x tgl. 3-5 Globulie.

Achtung! Wegen der toxischen Eigenschaft sollte Symphytum officinale in prozessierter oder behandelter Form (Spagyrik oder mit entgiftenden Kräutern)verabreicht werden. Nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden!

Vielleicht entdecken sie beim nächsten Spaziegang dieses blau- lila- weiß blühende Kräutlein und erinnern sich an seine Hilfskraft!

 

Ein Akupunkturpunkt mit starken Seiten…

ist der Akupunkturpunkt Lunge 10- YuJi- in der Übersetzung auch Fischbauchgrenze(auf Grund der Lage in der Mitte des Daumenballens, an der Grenze zwischen dem roten und weißen Fleisch), Region der Fische oder Zeitpunkt der Fische genannt. Was verbirgt sich hinter diesem Punkt, der bei der Nadelung durchaus zu merken sein kann:

  • Lunge 10 ist ein Bach-Punkt- sprudelnd schnell einer Quelle gleich, die zum Bach wird und somit ist der Punkt in der Lage eine enrgetische Situation rasch zu klären… so wie ein schnell dahin schießendes Wasser alles klärt…
  • Gleichzeitig entspricht er einem Feuer-Punkt, dem Bezug zum Herzen und dem Element Feuer im Lungenmeridian, spricht somit direkt die Körperseele Po an- Po, der weiße Dämon, ist die Schattenseite unserer Seele, der Anteil, der am Triebhaften hängt und Instinkte, Leidenschaften und Begierden erregt. Die Körperseele entspricht dem stofflichen Aspekt im menschlichen Dasein, sie haftet am und unterhält den Körper und kehrt im Tod zur Erde zurück, wo sie zerfällt…“
  • Das Qi der Lunge ist andieser Stelle sehr üppig vorhanden, so dass es ausgehend von diesem Punkt zu Stauungen, Hitze… kommen kann. Das Setzen der Nadel an dieser stelle wirkt wie ein Öffnen, so dass sich die Pathogene verflüchtigen, das Qi frei fließen kann und der Lungenmeridian frei wird.

Die Funktionen sind recht vielfältig:

  • korrigiert gegenläufiges Lungen-Qi,

  • klärt Lungen-Hitze,

  • harmonisiert den Magen und das Herz,

  • kühlt Blut-Hitze,

  • wirkt fiebersenkend und schweißtreibend (bei akuten lnfekten), wandelt Schleim besonders in Verbindung mit Hitze um,

  • befreit die Kehle (bei Entzündungen im Rachenraum), in der Durchstichtechnik zu oder von Dickdarm 4( HeGu) wirkt er positiv bei Migräne, Kopfschmerzen, schwerem Kopf…

  • Zitat nach dem Zhen Jiu Ju Ying: “ Krankheiten durch Alkohol, Abneigung gegen Wind und Kälte, Hitze im Inneren, gelbe Zunge, Wärme des Körpers mit Kopfschmerzen, Husten mit Brechreiz, Schweisslosigkeit bei Kälteerkrankungen, im Brustkorb und dem Rücken ist ein starker Schmerz, der daran hindert, sich zu bewegen, wanderndes Bi, Unruhe und Besorgtheit wegen Atemnot, Bauchschmerzen mit Unmöglichkeit, zu essen, Kontrakturen der Ellbogen und Schwellungen der Glieder, Trockenheit in der Kehle“

Im Übrigen steht der Fisch für freie Entfaltung, für die Befreiung von allen Zwängen, für Reichtum, harmonische Partnerschaft und eine gute Reproduktion(Potenz und Fruchtbarkeit)…

Kieferduft nicht nur im Winter

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von Ihnen noch an die Kinderzeit, wenn aus der Badewanne ein intensiver Duft nach Wald und Kiefernadeln strömte- oder Sie nehmen heute noch bei Erkältungen ein Bad mit einem Badezusatz, der diesen intensiven Duft verströmt. Die Kiefer gehört zu den ältesten Heilmitteln der Welt- schließlich gibt es sie ja auch schon einige Milliarden Jahre 😉 …

  • Die Kiefer wirkt durch ihre ätherischen Öle( Camphen, Fenchol, Pinene, Sabinene, Terpene, Terpineol)antibakteriell, blutreinigend, blutstillend, schleimlösend und schmerzstillend, auf seelischer Ebene sowohl anregend als auch entspannend und entfaltet die Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Gedärm, Leber und Niere.
  • Das Einsatzgebiet für einen Tee oder das ätherische Öl sind sämtliche Infekte der oberen Luftwege- auch bei Bronchitis und Asthma-, bei Blutungen und Blutergüssen, bei Hautproblemen, Harnwegsinfektionen, Muskelschmerzen, Gicht und Rheuma.
  • Die heilenden und nervenstärkenden Eigenschaften der Triebe kommen in Auszügen zum Inhalieren, für Tee, als Badezusatz und als Tinktur zum Einsatz. Man kann selbst im Frühjahr die frischen, jungen Triebe ernten, diese sollten aber gründlich gereinigt werden.
  • Der Tee: Besonders bekömmlich wird der Tee mit Honig oder Agavensirup. Mit antibakteriellen, schweißtreibenden, beruhigenden und erfrischenden Eigenschaften hilft das heiß-aromatische Getränk bei Erkältung mit Husten oder auch bei Asthma, außerdem ist er mit seinem Vitamin-C-Gehalt bei Frühjahrsmüdigkeit hilfreich. Für eine Tasse Tee benötigt man: 3 ganze Triebe oder 1 TL kleingeschnittene Nadeln 150 ml Wasser – die Ästchen werden mit den Spitzen nach unten in die Tasse gesteckt und mit heißem Wasser aufgegossen. Alternativ die geschnittenen Nadelstückchen übergießen. Nach fünf Minuten die Triebe bzw. Nadeln entfernen.
  • Die schleimlösenden ätherischen Öle der Fichte und Kiefer eignen sich hervorragend zum Inhalieren bei Bronchitis, Stirnhöhlenentzündung und verstopfter Nase- für ein ätherisches Salz(Meersalz) werden 250 g frische Zweigspitzen kleingeschnitten und schichtweise mit 500 g Meersalz oder Himalajasalz in ein Schraubglas gegeben. Das Gefäß mit einem Deckel verschließen und durchschütteln- je länger es steht(immer wieder aufschütteln), um so intensiver wird das Salz. Für eine 20-minütige Inhalation werden 2-3 TL Nadelsalz mit ein paar Tropfen Olivenöl mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen- nehmen Sie alt hergebracht eine Schüssel+Handtuch über dem Kopf oder ein modernes Inhalationsgefäß.
  • Auch Badezusätze gegen Rheuma, Muskelschmerzen oder Gicht lassen sich aus den Nadeln bzw. Trieben herstellen…

Nutzen Sie die Kiefer/Fichte für Ihre Gesundheit und nicht nur zum Abdecken der Pflanzen- übrigens hier lässt sich ein guter Zusammenhang erkennen- die Pflanzen werden schützend umhüllt- das macht das ätherische Öl der Kiefer auch mit uns! Übrigens gibt es bei verschiedenen Anbietern noch Tannenhoniglutschbonbons- nach alten Rezepten hergestellt- hilfreich bei Husten und Erkältung.

Alles Liebe und bleiben Sie gesund!

Noch einmal Liebstöckel- kurz und knackig…

Ich habe ja verschiedentlich schon zu Liebstöckel geschrieben- für diesen Beitrag habe ich ihn in einem Eintopf aus Topinambur, Wurzelgemüse, roten Linsen und wer mag- mit einem Wiener Würstchen vom Biometzger- verarbeitet- denn ich habe Schnief- richtigen Schnupfen, der bei Liebstöckel aber ziemlich schnell das Weite sucht:

  • Schnupfen durch Wind-Kälte-Schleim kommt man am besten mit warmen Kräutern bei…und das ist Liebstöckel…
  • …süss, scharf, leicht bitter, aromatisch macht er jede Suppe, Kräuterrezeptur zu einem unvergleichlichen Erlebnis- man riecht es förmlich, selbst bei Schnupfen…
  • …wirkt auf die Meridiane Leber, Niere, Blase, Lunge, Magen, Milz und alle Gedärme- ein Zuviel hat eine abführende Wirkunge- gewünscht übrigens, wenn die Erkrankung bereits im unteren Erwärmer angekommen ist…
  • …gemäß der TCM wirkt Liebstöckel Nässe/Schleim auflösend und Yang wärmend, Qi regulierend, bewegend und tonisierend, Inneres wärmend(besonders bei Flatulenz…) und jetzt entscheidend bei allen Atemwegserkrankungen- Schleim und Kälte auflösend und Wind- Kälte eleminierend…
  • …das Besondere bei Gicht und Rheuma- er wird beim Bi-Syndrom in unterschiedlichen Dosierungen und in der Nahrungstherapie sowohl bei Wind-Kälte-Nässe als auch bei Hitze-Nässe eingesetzt.
  • Achtung– und nun von wegen alles Palcebo- unsere Zweifler mal aufgepasst 😉 : Liebstöckel hat Nebenwirkungen- er darf während der Schwangerschaft( wehenfördernd, kann bei Nachgeburtverhalt zum Einsatz kommen…) ob seiner absenkenden Wirkung gar nicht eingesetzt werden(nur in der Nahrung in geringen Mengen) und er steigert die UV-Sensibilität- deshalb immer Rücksprache mit einem TCM- Therapeuten mit pharmakologischem Abschluss halten!!!

Topinambur, Wurzelgemüse, rote Linsen, etwas Salz, Hildegardgewürze und Liebstöckel- that’s it- wer will nimmt noch etwas Rindfleisch bei viel Kälte

Also, sollte Sie der Schnupfen mal kalt erwischen- Liebstöckel oder auch Maggikraut genannt im Haus ? Dann brühen Sie sich davon einen Tee oder kochen einen leckeren Eintopf!

Bronchitis, betroffen sind…

…Alt und Jung- besonders jetzt im Herbst, wenn das Metallelement regiert- trennend, scharf, kantig betrifft es die Meridiane Lunge und Dickdarm. Wie ist jetzt das „Symptom Bronchitis“ aus Sicht der chinesischen Medizin einzuordnen:

  • Eine Bronchitis entsteht im Herbst häufig, wenn das WeiQi zu schwach ist, die Poren noch geöffnet sind und damit Wind, Kälte oder Hitze(Zunge sieht blass- weiß oder rot- gelblich aus) und der Feuchtigkeit ein Eindringen leicht macht- manchmal sind es aber auch Restpathogene, die von einer Sommergrippe oder anderen Erkrankungen im Sommer „übrig“ geblieben sind- da hilft nur eins…
  • …Kräutermedizin, Akupunktur und GuaShaFa oder BaGuanFa(Schröpfen) leiten diese Pathogene aus, entlasten die Bronchien/ die Lunge und lassen das Lungen-Qi wieder absteigen.
  • Symptome: starker, quälender Husten mit oder ohne Schleim, rote oder blasse Zunge mit gelbem oder weißem Belag, ggf. Atemnot(Spasmen), pfeifende oder giemende Atmung, unter Umständen leichtes Fieber, Appetitlosigkeit, die Lust an Bewegung ist gedämpft, ggf. Bedürfnis nach Kühle(Hitzepathogen) oder Wärme(Kältepathogen) und auf jeden Fall Ruhe;
  • In meiner Praxis wende ich sowohl westliche Kräuter wie Spitzwegerich, Hahnenfuss, Thymian… als auch chinesische Kräuter wie ChenPi, XingRen, ZiSuZi, Sangbaipi… an, daraus stellen die Apotheke sehr wirksame Kräutermischungen her, dazu kommt dann Akupunktur und GuaShaFa, ggf. BaGuanFa und Atemübungen, um die Lunge zu belüften… weiterhin untestützend setze ich Mineralstoffe ein und verschiedene Lebensmittel(Frühlingszwiebel, Mandarinenschale…), um die Erkrankung auszuheilen.
  • Möglich sind auch Urtinkturen z.B. von der Firma Ceres aus Thymian oder aus Spitzwegerich…es kommt aber immer darauf an, was für eine Bronchitis vorliegt- Kälte- oder Hitze- Bronchitis…
  • Eine gute Möglichkeit zur Linderung sind auch feucht- warme Wickel und Einreibungen, Dampfbäder und Inhalationen mit den passenden Kräutern und deren Salben/ Öle.
  • Erste Hilfe für zu Hause: Rettich- oder Zwiebelsirup ansetzen, ein Tee aus Minze, Efeu, Seifenwurzel, Süssholz und Schafgarbe(das genaue Rezept erfahren Sie bei mir oder Ihrem Heilpraktiker/Ihrer Heilpraktikerin) mit einer hohen Dosierung(4-5 Tassen/Tag) und ein feucht- warmer(nicht heißer!!!) Brustwickel lindert, wenn am Wochenende oder abends kein Arzt/Heilpraktiker greifbar sein sollte.
  • Achtung!!! Lassen Sie die Bronchtis immer genau diagnostizieren und bleiben Sie auf jeden Fall zu Hause- damit ist nicht zu spaßen und es kann leicht auf die Lunge schlagen… Ihr Arzt/ Ärztin oder wir HeilpraktikerInnen beraten Sie da fachgerecht- bitte keinen falschen Ergeiz entwickeln. Antibiotika sollten wirklich nur im äußersten Fall(genaue Feststellung der Bakterienstämme) eingesetzt werden und nur wenn klar ist, dass es sich um eine bakterielle Infektion handelt- die meisten Bronchitiserkrankungen sind viralen Ursprungs und damit sind Antibiotika tabu- weil nicht wirksam.

Auf den Bildern sind die verschieden Möglichkeiten zu sehen- ich wünsche Ihnen gute Gesundheit!!!

Alltagsgewöhnlich….

ist die Kartoffel eher als Nahrungsmittel bekannt, die Volksheilkunde kennt auch den Kartoffelwickel, aber ansonsten??

Solanum tuberosum möchte ich heute aus Sicht der chinesischen Medizin betrachten und damit einige einfache Anwendungen bekannt machen:

  • Die medizinsch verwendbaren Pflanzenteile beschränken sich auf die frische Knolle, deren Geschmack leicht süßlich ist, das Temperaturverhalten ist neutral(dadurch für alle Temperaturtypen geeignet), die Kartoffelknolle wirkt befeuchtend(Säftebildung), alkalisierend, schleimauflösend, lindernd und öffnend.
  • Sie wirkt auf die Funktionskreise Magen, Milz und Lunge.
  • Therapeutisch lässt sich die „Potato“ bei Magenhitze einsetzen- entzündliche Schleimhauterkrankungen im Magen, Darm, Speiseröhre, bei Ulcus ventriculi, starker chronischer Magenübersäuerung, Dyspepsie- sie wirkt vor allem auch beruhigend auf die inneren Schleimhäute.
  • Die Kartoffel tonisisert das Qi von Magen und Milz(die Mitte)- sie ist als Brei gekocht das einzig gut verträgliche Nahrungsmittel bei akuter Pankreatitis(Entzündung der Bauchspeicheldrüse), puffert das Gewebe bei Übersäuerung(auch als Bad)mit den enthaltenen basischen Substanzen, kann bei Rheuma- und Gichtschmerzen(Bi-Syndromen) eingesetzt werden und wirkt besonders, wenn die Erdverbundenheit verloren gegangen ist(Shen-Erde).
  • Äußerlich wirkt die Kartoffel reifend, lösend, bewegend und ausleitend (heiße Auflage)- bei allen Wind-Hitze-Erkrankungen des oberen Sanjiao und der Atmungsorgane(Husten, Bronchitis, Pneumonie) als großflächige Auflage aus heißen, zerdrückten Kartoffeln, bei Schleim-Kälte in der Lunge und den Bronchien, bei starker Verschleimung, bei allen Katarrhen der oberen Luftwege(Luftröhre und Kehlkopf), zur Sammlung und Ausleitung eitriger Prozesse(Otits media, Zahnwurzeleiterungen, infizierten OP-Wunden)…
  • Mit einem Brei aus der frischen Knolle(Reiben) kann die Kartoffel bei Verbrühungen oder Verbrennungen eingesetzt werden und der Saft der frischen Knolle ergibt einen basischen Säurepuffer als Badezusatz.
  • Der Saft kann bei Übersäurerung des Magens besser helfen, als alle Säureblocker aus dem Labor, weil die Inhaltsstoffe die Schleimhaut schützen. Das enthaltene Solanin wirkt beruhigend und verstärkt die Yin-Qualität der ansonsten schweren Kartoffel.
  • A c h t u n g ! Alle grünen Teile der Kartoffel sind giftig!Also, nur eine gesunde, reife Knolle verwenden.
  • Bei hyperacider Gastritis: mehrmals täglich 1/8 Liter frisch gepressten Kartoffelsaft trinken, ebenfalls bei Entzündungen der Speiseröhre… für Auflagen werden heiße, gekochte Kartoffeln zerdrückt und in einem Baumwolltuch(Säckchen) auf die zu behandelnden Stellen aufgelegt…. bei nicht heilenden, entzündlichen Operationswunden(nacheiternd) führt die Kartoffelauflage zur Fistelbildung und Ausscheidung, so dass unter Umständen eine Antibiotikagabe oder Drainage nicht oder in deutlich geringeren Dosen notwendig wird.
  • Ernährung: Die Kartoffel, in Maßen genossen(ca. 200 Gramm/Tag), baut das Erdelement im Körper auf, sorgt für ein gesundes Basen-Säure-Verhaltnis im Körper- aber nicht als Salz- oder Bratkartoffel, sondern als Pellkartoffel!

Und mal ganz unter uns- Pellkartoffel mit Kräutern und etwas Butter(5 Gramm)- das schmeckt nach Kindheit und Geborgenheit- auch eine Möglichkeit für das seelische Gleichgewicht oder „um nicht sauer zu werden“- Alles Gute für die Woche!

Gelbe Blüten…

und ein saftig- grünes Kraut zeichnen die Narzissen aus. Sie gehört zu den ersten Blumen, die im Frühling ihre Blüten öffnen. Früher war die gelbe Narzisse in Deutschland an vielen Standorten zu finden, mittlerweile ist sie in Ihrer Wildform fast ausgestorben und daher an bekannten Standorten streng geschützt.

Die Narzisse ist eine alte Heilpflanze- bereits Hippokrates setzte sie ein und im 19. Jahrhundert wurde sie in das Heilpflanzenbuch aufgenommen, wird heute aber ob ihrer Giftigkeit nur noch als Homöopatisches Mittel eingesetzt:

  • Früher wurde die gelbe Narzisse bei Durchfall und gegen Krämpfe verwendet. Aufgrund der hohen Toxizität dieser Pflanze in allen Teilen ist von einer Verwendung als Rohdroge in der Naturheilkunde dringend abzuraten.
  • Sie enthält als Wirkstoffe das Alkaloid Narcissin, viele ätherische Öle, Quercetin, Carotine, rückfettende Öle und Wachs- die Alkaloide wirden sehr giftig- daher meiden Weidetiere die  Narzisse.
  • In der Homöopathie wird die Narzisse gegen Bronchitis, Schnupfen und Durchfall eingesetzt, findet aber auch Anwendung bei Asthma, Pertussis, Migräne und Stirnkopfschmerz sowie unter Umständen bei Epilepsie- immer mit dem gebotenen Maß an Verantwortung zum Nutzen der Patienten!
  • Sie wirkt krampflösend und sedativ und einsetzbar sind Potenzen der weißen Narzisse von D12 bis C200- aber V O R S I C H T !! bitte nicht selbst behandeln- es muss immer eine Rücksprache mit einem naturheilkundlich ausgebildeten Arzt oder Heilpraktiker erfolgen!!

Erfreuen wir uns im Garten und in der wilden Natur an den quittegelben Blüten- schließlich kündigen sie vom Frühling- der seit dem 1.3. zumindest meterologisch Einzug hält.

Petit-Narzisse in meiner Frühlingspflanzschale

Sonnengelb- der Huflattich…

 

…ist eine der sehr genügsamen Heilpflanzen und aus der chinesischen wie auch westlichen Naturheilkunde bekannt.

Huflattich(-blüten)-  Kuan Dong Hua oder Tussilaginis farfarae- hat ein breites Einsatzspektrum:

  • …und wirkt adstringierend, anregend, antibakteriell, blutstillend, entzündungshemmend, erweichend, schleimlösend, schweisstreibend und tonisierend durch …
  • … die Inhaltsstoffe Polysaccharide, Pyrrolizidinalkaloide, Schleimstoffe, Sterole, Bitterstoffe und Gerbstoffe.
  • Dadurch wird der Huflattisch bzw. in erster Linie seine Blüten eingesetzt bei allen Erkrankungen der Luftwege, aber auch bei Brustfellentzündung, Fieber, Erkältung, Heiserkeit, Kehlkopfentzündung, Augenentzündung, Ohrenentzündung, Frühjahrsmüdigkeit, wirkt bei schwachem Stoffwechsel anregend, bei Appetitlosigkeit, findet Einsatz bei Magen- Darmkatarrh, Gastritis, Darmentzündung, Verstopfung, Durchfall, Nervenschmerzen und bei schwachem Nervensystem(Melancholie…), entzündete Wunden, schlecht heilende Wunden, Unterschenkelgeschwür, Venenentzündung, Pickel, Furunkel, Ekzeme, Gesichtsrose und leichte Brandverletzungen.
  • aus chinesischer Sicht wirkt er auf den Funktionskreis Lunge- dieser beeinflusst die Haut und Schleimhäute- ist von scharfem Geschmack und warm vom Temperaturverhalten, wirkt in der chinesichen Kräutermedizin im Verbund mit anderen Kräutern zum…

Huflattich in meinem Garten

Huflattich in meinem Garten

  • Beseitigen von Husten-
    Anwendung bei Husten, chronischem Husten, Husten und Hüsteln im Alter zwischen 60 und 80, Husten durch Kälte in Verbindung mit Qi- Schwäche und Mangel im Lungenfunktionskreis,
  • Beseitigung von Keuchen-
    Anwendung bei erschwerter und geräuschvoller Atmung, Schwellungen im Inneren des Halses,
  • Umwandlung von kaltem Schleim-
    Anwendung bei Schleim im Rachen und Schleim im Lungenbereich;
  • Absenkung des Qi-
    Anwendung bei allen Erkrankungen der oberen Luftwege mit Husten und keuchender Atmung, erschwerter Atmung und auch Schwellungen im Bereich des Halses.
  • Kuan Dong Hua wird als Tee (Dekokt) mit anderen Kräutern oder als Tinktur eingesetzt.
  • Teerezept bei Husten: zu gleichen Teilen werden Huflattich, Süßholz und Königskerze gemischt, mit abgekochtem, nur noch leicht sprudelndem Wasser übergossen, 10 Minuten ziehen lassen und nach dem Abseihen langsam trinken.
  • Fußbad für müde und geschwollene Füße: ein Hand voll Huflattichblüten in heißes Wasser geben, leicht abkühlen lassen und dann die Füße darin ca. 8 Minuten baden- immer wieder mit den Blüten die Füße abreiben.
  • Den Tee kann man auch sehr gut als Kompresse bei Hauterkrankungen verwenden.
  • Auch das Rauchen ist möglich bzw. das Inhalieren des Rauches- dieser lindert genauso den Husten und ist eine gute Alternative zum Trinken(Kinder mögen den Tee häufig nicht).

Das Einsatzgebiet für den Korbblütler(Achtung bei Unverträglichkeit oder Allergie) ist groß, obwohl er unscheinbar und sehr genügsam überall zu finden ist.

Nutzen Sie die sonnengelbe Kraft!

Kleine Früchte- große Wirkung

In der chinesischen Kräutermedizin werden komplette Pflanzen oder die Pflanzenteile für Mixturen genommen- so auch kleine Früchte wie die Schisandra- Beere oder Wu wei zi.

Der Steckbrief:

  • Wu wei zi- Schisandra chinensis fructus oder eben Schisandra- Beere gehört zu den adstringierenden und stabilisierenden Kräutern. Sie wird auch der “ Fünf- Geschmäcker- Samen“ genannt- eben weil sich bei Genuß alle fünf Geschmäcker entfalten.
  • Die Hauptwirkung dieser kleinen, leicht sauer- süß- salzig- bitter- scharf schmeckenden Früchte liegt in der Stabilisierung des Lungen Qi- damit kommen die Früchte häufig bei Mischungen gegen Husten, Kurzatmigkeit und Keuchatmung zum Einsatz. Gleichzeitig stärken sie das Lungen- und Nieren- Qi und halten die Essenz Jing zurück.
  • Schisandra gehört in jede Frauenmedizin für Frauen jenseits der 40. Sie stärken das Ying der Nieren und wirken sehr gut in Rezepturen, die bei Wechseljahresbeschwerden zusammen gestellt werden. Gleichzeitig beruhigen sie Shen(den Geist) und wirken im Zusammenhang mit anderen Kräutern positiv auf den Schlaf und die Schlafqualität.
  • Wu wei zi- …ist von warmer Qualität, hat einen sauren Geschmack, beeinflusst vor allem die Meridiane Lunge, Niere und Herz. In der Dosierung bis 3 Gramm/ Rezeptur wirkt Schisandra als Einflussmittel z. B. bei chronischem Husten, bis 9 Gramm/ Rezeptur wirkt es als Tonikum.
  • „Die Dosis macht das Gift“- Schisandra ist nicht giftig, aber eine Überdosierung führt zu Unruhe, Schlafstörungen und ggf. Dyspnoe.
  • Bei richtiger Handhabung kann „Frau ab 40“ die kleinen Beeren als Tonicum einsetzen, morgens drei bis vier der kleinen Säuerlinge in die Morgenmahlzeit( ein Congee aus Reis, Birne, Hagebuttenmark, Birnendicksaft, Berberitzen- und Schisandrafrüchten) geben und damit in den Tag starten- das baut die Essenz auf, stabilisiert allgemein Qi und treibt unnötige Feuchtigkeit aus dem Körper.
  • Einsatz- in Rezepturen gegen Husten, Dyspnoe, vaginalen Ausfluss, frühmorgendlichen Durchfall, übermäßiges Schwitzen mit Durst und trockenem Rachen nach Fieber, Diabetes mellitus Type II, Schlafstörungen…gegen Altersschwäche, Leberschwäche und bei Lustlosigkeit von Frau und Mann.

Schisandra wächst in unseren Breiten, sie ist eine Kletterpflanze, die im Mai bis Juli blüht und dann die Früchte ausbildet. Man kann sie problemlos im Garten anpflanzen, der Boden sollte nur regelmäßig gelockert werden oder durchlässig sein. Ich besitze diese Pflanze seit 8 Jahren in meinem Garten, sie rankt an der Pergola und wird von Jahr zu Jahr kräftiger.

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Wu wei zi- eine tolle Frucht der Natur für unsere Gesundheit.

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