gesund

Neues und Bekanntes von Frau QUITTE…

…gibt es hier- schließlich ist jetzt die absolute Quittenzeit. Gelb, herrlich duftend und vielseitig- das dürfte bekannt sein; allerdings die Heilwirkungen ??? Sind die bekannt 😉 ???

Aber eins nach dem anderen; die Quitte gehört zu den Rosengewächsen und ist seit dem frühen Mittelalter auch im gemäßigten Mitteleuropa bekannt- vermutlich haben Kreuzritter sie von den Kreuzzügen mitgebracht. Hildegard von Bingen schätzte diese gelbe, duftende Frucht auf Grund ihrer heilenden Wirkung bei Blutarmut und Magenschwäche; bei Husten und hartnäckigen Darmbeschwerden. Leider ist die Heilwirkung der Quitte und auch ihr unvergleichlicher Geschmack in der Moderne verloren gegangen; bei jungen Menschen ist sie gänzlich unbekannt und auch so mancher Naturheilkundler kennt die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten gar nicht.

Was macht die Quitte oder wie man hier oben im Norden sagt- Kötte- so wertvoll??

  • Auf Grund ihrer Inhaltsstoffe Vitamin A, B6 und C, Gerbstoffe, Gerbsäure, Amygdalin, Emulsin, organische Säuren, Pektin, Schleim, Zink, Kalzium und Kalium, Natrium, Eisen, Kupfer, Mangan, Fluor und Folsäure wirkt sie adstringierend, blutbildend, entzündungs-hemmend, erweichend, harntreibend, erfrischend bis kühlend und schleimlösend bei zahlreichen Erkrankungen und Symptomen…
  • …wie Anämie, blutenden Wunden, Hypertonie, Brandwunden, Atemwegserkrankungen, Darmentzündungen, allgemeinen Wunden, vorbeugend bei Bettlägerigkeit- Dekubitis-, Rheuma und Gicht, Erkältungen und grippalen Infekten- auch präventiv-, Gebärmuttervorfall, Hämorrhoiden, Katarrhen der oberen Luftwege und des Halses, Magenproblemen- auch Mundgeruch und Sodbrennen; Nervosität und mentaler Schwäche, Schlafstörungen, rissiger Haut und bei wunden Brustwarzen beim Stillen…
  • Aus Sicht der Chinesischen Medizin wirkt die Quitte auf die Meridiane Lunge, Magen, Uterus-Leber und Gedärm; wirkt vom Temperaturverhalten frisch- kühl, im rohen Zustand sauer und gegart süß. Verzehrt man sie mit Schale spendet sie Vitamine A,B6 und C- siehe oben; im Kerngehäuse ist Jod enthalten 🙂 … somit findet sie ihren Einsatz als Saft, Kompott oder Beilage bei
  • … Yin Mangel in Magen und Lunge; zum Ausleiten von Hitze, Hitze-Toxinen, bei Schwermetallbelastungen, bei Nässe und Schleim, bei Nässe-Hitze, Dickdarm-Qi-Stagnation und Stuhlverhalt; adstringierend bei Durchfall und Darmentzündungen(roh).
  • Vom Quittenbaum lassen sich Samen, Blätter und Früchte als Heilmittel einsetzen.
  • Die Samen und Blätter kann man als Tee anwenden, die Früchte als Mus, Saft oder Honig. Achtung !!! Die Samen müssen unbedingt unzerkleinert verwendet werden, denn in ihrem Innern enthalten diese Blausäure.

Quittentee: Ein bis zwei Teelöffel Quittensamen (unzerkleinert) werden mit 250 ml Wasser etwa fünf Minuten lang geköchelt; abseihen und in kleinen Schlucken trinken. Den Tee aus Quittensamen kann man gegen Schlaflosigkeit, Unruhe und Verdauungsbeschwerden anwenden.

Quittenhonig: Gut gereinigte Früchte werden gewürfelt und in Bio-Honig eingelegt; nach einer Woche erhalten wir einen Sirup/Honig gegen Husten und/oder zur Stärkung des Lungen-Yin.

Quittenmus/Quittengelee/Quittenkompott…: …wird bei Entzündungen, Schwäche und Verdauungsbeschwerden eingesetzt und das von A-Z; also im Mundraum beginnend bis zum Darmausgang; aber auch um Blut aufzubauen und den Magen zu stärken.

Quittentinktur: …aus einem Saft der Früchte oder kleingehackten Früchten mit Schale und Kerngehäuse und einem medizinischen Alkohol mit mindestens 70% Alkoholgehalt wird eine Tinktur angesetzt; diese ist nach 6 Wochen bereit zum Einsatz, vorher abfiltern und in dunkle Flaschen umfüllen- sie findet Einsatz bei Eisenmangel, wirkt blutbildend und positiv auf das Knochemark.

Sitzdampfbad aus Quittenblättern: Zwei Handvoll Blätter werden zerkleinert und mit einem Liter Wasser 5 Minuten geköchelt; dann in eine Schüssel geben, in das Toilettenbecken stellen und ein Sitzdampfbad nehmen- Anwendung bei Mastdarm- oder Gebärmuttervorfall.

Kompresse aus Quittekernen: Die Kerne werden mit etwas Wasser gekocht, bis sie sich zu Schleim auflösen- dieser Schleim wird bei wunder Haut, rissiger Haut oder zur Prävention des Wundliegens(Dekubitus) eingesetzt.

In der Küche:

  • Saft, Kompotte, Gelee’s, Marmelade, süß-herzhafte Beilage zu Gemüse oder Fleisch…
  • nachfolgend mein Rezept für ein…

Quitten-Apfel-Chutney:

  • 5 reife Quitten und zwei bis drei süß-säuerliche Äpfel werden in 200 ml Orangensaft mit je einem Teelöffel ungarischer Paprikapaste, SambalOlek, je zwei Gramm Salz, Bertram, Galgant und Quendel, einem Gramm Knoblauch und einem Gramm Chilli zerkocht- etwas zerkleinern und dann…
  • …in sterile Schraubgläser abfüllen, zuschrauben und die Gläser auf den Kopf stellen- abkühlen lassen und beschriften.

Das Chutney passt zu Wildfleisch; zu Ofengemüse oder auch als herzhafter Aufstrich zu Dinkel- oder Roggenbrot.

Also- ran an die Quitte 😉 genießt den Herbst- alles Liebe wünscht Euch

Kira

Leicht, lecker, luftig, frisch…

…Sommerfrische pur- das ist diese kleine Leckerei. Ich habe anstelle der heimischen Himbeeren die chinesische Himbeere

Zu den chinesischen Himbeeren passt auch die Erdbeere 😉

(http://spiritandbalance.de/suesse-fruechtchen-nummer-zwei-in-hellrot/) im Garten 😉 ganz einfach, um dem immer mehr wuchernden Geäst zu entgehen. In diesem Jahr- nach drei Jahren Wartezeit- haben wir die erste große Ernte gehabt und das über drei Wochen- kleiner zwar als unsere Himbeeren, aber so süß- säuerlich mit feinem Aroma und einfach perfekt für ein Frühstück oder diese sahnig- frische Köstlichkeit mit Gesundheitsfaktor:

  • Cashewquark- ganz einfach selbst herzustellen aus Cashewkernen, Wasser, Vanille, Rohrohrzucker und Probiotischen Kulturen…

Ich bin zwar keine Veganerin, nein soweit würde ich nicht gehen, aber ich/wir ernähren uns an mindestens 5 Tagen in der Woche eher vegan; zum anderen kommt hinzu, dass Milchprodukte nun wahrlich nicht zu den ausgesprochen gesunden Produkten zählen- Milch als Nahrung für den tierischen Nachwuchs ist gespickt mit natürlichen Wachstumshormonen (ich als ehemalige Veterinärin weiß das ganz sicher), um eben die tierischen Nachkommen entsprechend der Art schneller wachsen zu lassen. Hinzu kommt die Belastung durch Zusatzstoffe und Zucker; wovor auch Bioprodukte nicht unbedingt frei sind. Letztendlich entsteht beim Stoffwechselabbau der Milchprodukte Phosphorsäure, die zum einen zu einer „Übersäuerung“ führt, zum anderen den Knochen eher Kalzium entzieht, als ihm damit Gutes zu tun- aber das ist ein anderes Thema- zurück zum Cashewquark…

  • Zutaten- 200 Gramm Bio-Cashewkerne grob hacken, dann mit 340 ml lauwarmem Wasser, einer Prise Vanille und Rohrohrzucker in einen Hochleistungsmixer geben und gut 2-4 Minuten pürieren lassen; dann kommt ein Päckchen-2 Gramm- Probiotika dazu- ich nehme SymbioLact com – nochmals gut durchmischen lassen.
  • Die Mischung in zwei saubere, ausgekochte Schraubgläser füllen, mit je einem dünnen Tuch und einem Gummiband verschließen und 13 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen; die Tücher dann entfernen und die Gläser mit den Deckeln verschließen- ab damit in den Kühlschrank 😉
  • Am nächsten Tag…Ein Sieb wird mit einem feinmaschigen, sauberen Tuch oder einem noch feineren Sieb ausgelegt und über eine größere Schüssel geben- den durchgekühlten probiotischen Cashew- „Ghurt“ hineingeben, das Tuch darüber zusammenlegen und die Cashewmasse über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen. Bei zwei Sieben sollte ein sauberes Tuch darüber gelegt werden- am nächsten Morgen kann der frische Quark bereits genutzt werden; ohne das Abtropfen ergibt sich eine joghurtähnliche Masse, die ebenfalls sofort verzehrfertig ist.

Für diesen Himbeerquark habe ich den „Cashewquark“ wie eine normale Quarkspeise aufgerührt- ein Schuss Sprudelwasser, Vanille, Zimt, Ahornsirup werden mit dem Cashewquark zügig verrührt bis eine angenehme Cremigkeit entsteht, dann einfach die gut gespülten Himbeeren untergeben und fertig ist ein Dessert, ein Frühstück einfach eine gesunde Mahlzeit für den Sommer.

Cashewcreme als Grundlage für eine Frühstücksmahlzeit mit Haferflocken- als OverNightMeal

Die Masse kann auch für „Quark“-Kuchen oder Ähnliches genutzt und dabei wie gewohnt verarbeitet werden.

Cashewcremekuchen ohne Backen

Viel Spaß und Freude beim Probieren und eine schöne Zeit- alles Liebe

Kira

Bilder 2-4 mit lieben Dank an Download Free Pictures

EINFACH mal VEGAN

Vegan kochen- ist nicht kompliziert; ist sehr schmackhaft und wirklich für jeden/jede geeignet. Ich möchte hier nicht missionieren und in der Ernährung gemäß der chinesischen Ernährungslehre gibt es keinen Verzicht- was mir aber wichtig ist, dass ist der Umgang mit den Lebensmitteln. Dazu zählt für mich auch der Verzicht auf massenproduziertes Fleisch, Eier aus industrieller Produktion oder Fisch aus konventionellen Kulturzüchtungen. Ich setze auf Bio, ggf. Weideschlachtung und nachhaltig gefangenem/produziertem Fisch und… 1-2x/Monat nur Fleisch; 1x/ Fisch und gerne mal 2-4x/Woche Eier- je nach Belastung und Bedarf. In der restlichen Zeit wird vegetarisch/ vegan gegessen und das sehr lecker zum Bsp. mit diesem Curry:

Zutaten:

  • 2 Möhren, zwei junge Kartoffeln, Gemüsebrühe(300ml), 200ml Kokosmilch oder zwei Esslöffel Cashewmus, ein Glas weiße Bohnen, 4 Esslöffel Linsen-wie-Reis; zwei Handvoll Cashewkerne, je einen halben Teelöffel Liebstöckel, Curry, Galgant, Bertram und etwas frische Petersilie für das Tüpfelchen; Gemüse gut schrubben…
  • …und dann geht alles in den Reiskocher- außer die frische Petersilie- im Standardprogramm wird es gegart;
  • Im Topf könnt Ihr auch alles auf einmal garen- ein One-Pot-Curry sozusagen 😉 – da braucht es etwa 20-30 Minuten, bis alles gegart ist.
  • Vor dem Servieren gebt Ihr die frische Petersilie oder andere frische Kräuter darüber.

Ich liebe meinen Reiskocher; er ist multifunktionell, spart Zeit und die Energie der Lebensmittel bleibt durch die schonende Garung erhalten. Es gibt sehr gute Geräte auf dem Markt, mit denen Ihr auch Frühstück, Congee und sogar Backwaren(Brot, Kuchen) zubereiten könnt.

Wertigkeit der Mahlzeit:

  • …punktet mit einem hohen Anteil an leicht verdaulichem, pflanzlichem Eiweiß; guten Kohlenhydraten und jeder Menge Vitamine und Spurenelementen; ebenfalls leicht verdaulichem Fett und guten Fettsäuren.
  • Es ist ein absolutes Superfood für Sportler nach dem Training und zur Erhaltung der Muskelmassen- und nicht nur für Sportler 😉
  • Ihr haltet damit den Blutzuckerspiegel konstant- positiv eben auch bei Stoffwechselproblemen.
  • Aus chinesischer Sicht baut es Qi und Blut auf; leitet Feuchtigkeit aus; stärkt die Mitte und sorgt für einen ruhigen Geist!!!

Viel Spaß und gutes Gelingen und nun „Guten Appetit“- esst mal wieder vegan!

Alles Liebe- Kira

Frühsommer trifft Herbst…

…wenn Erdbeeren und Birnen eine Liason eingehen. Wie können auch sagen, wenn Metall(Element)- die Herbstfrucht Birne- auf Holz(Element)- die Frühjahrsfrucht Erdbeere- trifft 😉 Vielleicht sieht dieser Fruchtsalat im ersten Moment völlig gegensätzlich aus- in der Wirkung und im Geschmack ergänzen sich beide recht gut:

  • Erdbeeren wirken thermisch frisch; haben einen süß-herb-säuerlichen Geschmack und wirken positiv auf die Meridiane Leber, Milz, Niere und Lunge…
  • Birnen sind thermisch frisch-kühl, süß-säuerlich im Geschmack und wirken positiv auf die Meridiane Lunge, Gedärm, Gallenblase und Milz…
  • …beide gehören zu den Rosengewächsen und haben generell eine positive Wirkung auf das Qi, das Blut Xue, leiten pathologische Feuchtigkeit aus, reinigen das Blut und tonisieren das Yin…
  • …das macht beide hervorragend geeignet für den Aufbau von Säften/Yin.

Diese Früchtekombination ist besonders gut für Menschen mit Leere-Hitze geeignet- die Merkmale sind Hitze an den Hand- und Fußflächen, Nachtschweiß, Trockenheitsgefühl, Erschöpfung und „Nicht-Wollen“…- aber auch für alle, die am Abend eher unruhig sind. Alle Frauen, die in die Wandeljahre gehen(etwa ab 35.-49. Lebensjahr) profitieren von der Kombination- natürlich in Maßen genossen und die Früchte müssen zwingend sehr reif sein. Auch sollte diese Speise immer erst nach einer gegarten Mahlzeit, bspw. einer leichten Suppe oder Brühe, genossen werden; damit können die hervorragenden Wirkungen besonders auf die Mitte und die Säfte viel besser vom Körper erfahren werden.

Wir können uns glücklich schätzen, dass Birnen Lagerobst sind und Erdbeeren oft bereits ab Mai reifen- in einem warmen Jahr können wir daher beide Früchte für einen guten Monat zusammen genießen; es ist gerade in dieser Übergangszeit, in der es oft schon heiße Tage gibt, eine tolle Kombination um Hitze- und Säftemangel vorzubeugen. Einzig Menschen, die eine sehr schwache Milz(Durchfall, Schwäche, vor allem sehr füher, breiiger Stuhlgang(morgens ab 4 Uhr…) sollten auf diesen „Salat“ verzichten oder ihn nur sehr maßvoll in kombination mit einem Congee konsumieren.

Einfach, lecker und gesund- viel Freude und Genuss wünscht Ihnen/Euch Kira!

Kraft durch eine stabile Mitte

Eine starke Mitte- wir können aufrecht, stabil und trotzdem flexibel durch das Leben gehen- entsteht durch viele Faktoren:

  • gute Anlagen
  • eine ausgeglichene Erziehung
  • Bewegung
  • typgerechte und gesunde Ernährung
  • mentale und geistige Stärke/Stärkung
  • Balance zwischen Be- und Entlastung
  • Loslassen und Neuanfang
  • ….

Heute geht es mal nicht wieder um Essen, Kräutermedizin; Meditation…sondern tatsächlich um Schwitzen, Anstrengung, Herausforderung und Körperarbeit- das Core-Training:

  • Für eine starke Mitte benötigt es nicht einhundert-100- SitUps/Crunches/Tag- im Gegenteil; ein einseitiges Training mit Überlastung der Muskelgruppen der Mitte führt zu einer Verkürzung; die Muskeln werden unflexibel und es kann zu Beschwerden im Bereich des Rückens kommen.
  • Ein vernünftiger Ansatz sind Komplexübungen- derer gibt es viele… Kreuzheben, Squats, MoutainClimber; Plank…- ich habe mich heute drei Komplexübungen aus dem Yoga gewidmet, die in Abwandlung ein hervorragendes Komplextraining für die Mitte darstellen.
  • Eine stabile Verbindung zwischen dem oberen und unteren Bereich des Körpers- den entsprechenden Muskelketten- sorgt für eine aufrechte Körperhaltung, eine gesunde Spannkraft- schützt vor Rückenschmerzen; senkt das Verletzungsrisiko; stabilisiert dich im wahrsten Sinn für und im Leben; lässt dich andere Sportarten viel intensiver und effektiver erfahren…
  • Die Atmung- wie auch im Yoga- ist deine Waffe gegen den inneren Schweinehund(der schaut sicher immer mal wieder hervor 😉 )- atme ruhig durch die Nase etwa 4-6 Sekunden ein- dann etwas aus-Atemverharren- und dann während der Belastung ruhig und komplett aus.
  • Alle Übungen, die die Körpervorderseite gut öffnen, stärken die Mitte; gleichzeitig erfolgt eine leichte Dehnung der Muskeln entlang der Wirbelsäule, die HWS bleibt aufrecht/hält den Kopf stabil; das Gesäß und der Beckenboden arbeiten eingespielt und trainieren sich so ganz nebenbei 😉 …
  • …alle Komplexübungen bzw. Bewegungen bei denen die Gesäß- und Schultermuskulatur als große Muskelgruppen/Muskelketten trainiert und beansprucht werden, aktivieren die gesamten Muskelgruppen der Mitte viel effektiver- treiben den Puls in die gewünschte Richtung; aktivieren den Stoffwechsel deutlich effektiver 🙂
  • Sixpack hin oder her- ein gutes Training sollte nicht nur auf die Kosmetik/Optik fixiert sein- zugegeben 😉 auch wenn so ein Sixpack schon toll ist; viel wichtiger ist, dass du tatsächlich und sinnvoll Kraft in der Mitte entwickelst.

Ich kann dir nicht versprechen, dass du innerhalb von 4-6 Wochen einen flachen Bauch bekommst- was ich dir aber versprechen kann, ist ein schweißtreibendes Training, welches dir in 6 Wochen eine stabile Mitte beschert, die in Funktionalität nicht zu überbieten ist- vorausgesetzt du trainierst die Übungen 3-4 x/Woche zu deiner sonstigen Bewegung!

  • Wärme Dich vor der Einheit gut auf oder absolviere ein lockeres Geh-, Jogging- oder anderes -Training von 10-20 Minuten- dann oder auch als Alternative kannst du gerne das Yogaprogramm „Entspannt Sein“ nehmen 🙂

Danach konzentriere dich dann auf das Core-Training:

Die Pfeile zeigen dir an, worauf es bei den Übungen ankommt; zieh immer leicht das Kinn zur Brust, drück den Hinterkopf leicht nach hinten, bleib in der Ausführung immer in Spannung mit dem Beckenboden und…atme(wie oben beschrieben) 🙂

  1. Der Seitstütz- Seitlage rechts/links; Ellenbogen unter der Schulter- Schulter über Schulter; Beine übereinander; Beckenboden aktiv-Bauchmuskeln aktiv-„Gesäß zwischen die Beine schieben“- untere Fußsohle zeigt zum Boden/Füße übereinander; Hüfte heben und senken; Kopf bleibt in Verlängerung der HWS; nie komplett absenken; Spannung halten- fange bei 1 an und dann arbeite dich langsam an die 3 Sätze a 15 Wiederholungen/ Seite heran…
  2. Reverse-Crunch oder auch Schulterstand in Abwandlung- nämlich dynamischer und kraftvoller- suche dir eine Wand/Tisch/Möbelstück, an dem du dich in Rückenlage mit ausgestreckten Armen festhalten kannst; alternativ nimm schwere Hanteln oder Kettleball…- Spannung im Körper aufbauen-BeBo aktiv- aus der Kraft der Mitte heraus beide Beine heben und das Gewicht langsam in den oberen Rücken geben-Gesäß hebt- Beine drücken in Richtung Decke- Füße-Knie-Becken bilden eine Linie- dann langsam wieder absenken…
  3. Seitgehen oder „Core-Jumps“- fang mit dem Seitgehen an; Sprünge sind nur etwas für Fortgeschrittene und für gesunde Gelenke- aus dem Vierfüsslerstand mit angehobenen Knien setze re./li. einen Fuß nach dem anderen zur Seite- jeweils zur rechten/linken Hand, bis beide Füße rechts/links stehen- dann zurück zur Mitte. Hast Du Probleme mit der Schulter, stütze Dich vorne erhöht ab(Block, niedriger Hocker; Fensterbank- je nach Level)- arbeite konzentriert- auch zwei Wiederholungen je Seite reichen zu Beginn!

Die angegebenen Sätze und die Anzahl sind ein Ziel- den Weg dahin darfst du selbst beschreiten- es wird Tage geben, da fällt es dir leichter und dann gibt es diese Tage… da ist es nicht einfach- allerding 😉 eine starke Mitte formt auch den Geist und den Willen, etwas zu erreichen!

Sag nie „Das schaffe ich nicht/nie“- sag zu Dir „Ich bin stark, ich kann-ich will- ich erreiche alles!“

Viel Erfolg und Freude beim Training und gute Gesundheit- auf eine gute Zeit- Eure/Ihre Kira

Frühstück für gute und schlechte Zeiten

Wir stehen alle vor Herausforderungen – gerade in dieser Pandemiezeit benötigen Körper und Geist gute, einfache und leicht verdauliche Nahrung.

Das Frühstück mit Buchweizen ist schnell zubereitet; stellt keinen großen Anspruch in der Vorbereitung dar und schmeckt Kindern wie Erwachsenen:

  • vorgegarter Buchweizen- eine Tasse; Buchweizen wird wie Reis gekocht; er ist gemäß der chinesischen Ernährungslehre thermisch neutral, süß-bitter vom Geschmack, tonisiert das Milz-Qi (Verdauung) und reguliert allgemein das Qi (z.b. bei Durchblutungsstörungen); wirkt positiv auf die Funktionskreise/ Meridiane Milz, Magen, Gedärme und Herz; transformiert Feuchtigkeit und Schleim, leitet diese aus; gleichzeitig eliminiert er Hitze und Toxine aus dem gesamten Körper; stärkt die Säfte, ist glutenfrei, reich am Bioflafonoid Rutin (stärkt die Kapillaren und Blutgefässe) – Kupfer – Lysin – Lecithin und ungesättigten Fettsäuren;
  • Ein Teelöffel Kokosöl wird in der Pfanne erhitzt; der gesäuberte und gewürfelte Apfel(ein bis zwei mittelgroße Bio-Äpfel) wird dazu gegeben; mit mittlerer Hitze anbraten; dazu den gegarten Buchweizen und die gerösteten Mandeln(eine Hand voll) geben- immer wieder umschwenken oder umrühren bis die Apfelstücken weich sind…
  • …dann den Herd abschalten; dazu kommen dann die Gewürze Zimt, Kardamom, Koriander, Muskat und Nelke- je eine Messerspitze bzw. eine Prise- wenn es nicht zu stark gewürzt werden soll. Möglich ist natürlich auch nur das Würzen mit Vanille und Zimt.
  • Ganz zum Schluss den Honig(Bio oder direkt vom Imker)- ein bis zwei Teelöffel- unterrühren und warm servieren.
  • Das Frühstück ist auch abgekühlt schmackhaft; kann also auch in’s Büro, die Praxis… oder zur Arbeit im Betrieb mitgenommen werden- einfach in ein Schraubglas füllen und daraus löffeln 😉

Das Buchweizenfrühstück ist sehr gut geeignet für:

  • Menschen mit schwachem Milz-Qi(Verdauungsprobleme, Unverträglichkeiten),
  • Hitze-Typen- dann die Gewürze auf Vanille und Zimt beschränken bzw. nur mit Honig beträufeln,
  • bei Schwäche
  • für Sportler
  • für Menschen in Stresssituationen….

für J e d e r m a n n 🙂

Natürlich ist die Zubereitung mit jedem saisonalen Obst möglich und…

wer eher auf herzhaft steht; mit Gewürzen, Kräutern und bspw. Möhren lässt sich diese Buchweizenpfanne auch herzhaft zubereiten 🙂

Guten Appetit- bleiben Sie- bleibt Ihr- gesund und alles Liebe!

Kira Schwarzrock

Frisches Möhren-Paprika-Curry mit…

…Granatapfelkernen- die allerdings auch weggelassen werden können 😉 .

Dieses leicht wärmende Curry ist ein schnelles Abendessen und perfekt zum Mitnehmen geeignet:

  • 5 Möhren, eine gelbe Paprika, eine kleine Zwiebel putzen und grob zerkleinern…
  • …einen Telöffel Kokosöl in einem großen Topf erhitzen, das Gemüse darin andünsten; mit 250ml Gemüsefond(selbstgekocht) und 300-500ml Kokosmilch ablöschen…
  • …dazu kommt eine große Tasse rote Linsen wie Reis, ein Teelöffel Kurkuma, eine Messerspitze GaramMasala, eine Messerspitze Knoblauch und ein Esslöffel Liebstöckel(getrocknet).
  • Das Curry für etwa 25-35 Minuten sanft köcheln lassen; im Schnellkochtopf ist es bereits nach 5-8 Minuten fertig(je nach Gebrauchsanweisung des Topfes).
  • Zum Schluss die Granatapfelkerne und frische Petersilie- gehackt- unterheben und ggf. nachsalzen- fertig 🙂

Gemäß der chinesischen Ernährungslehre hat dieses Curry eine positive Wirkung auf:

  • Qi von Milz, Magen, Lunge und Leber;
  • baut Yang auf
  • befriedet das Blut Xue
  • baut Blut Xue auf
  • nährt das Yin
  • tonisiert das Qi der Lungen

…und ist einfach nur lecker.

Mein Tipp für das Büro/ die Arbeit: Das Curry heiß in ein etwas größeres, schmales Glas mit Schraubdeckel geben( so etwa 300-500 ml), gut zuschrauben, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen; so ist es im Kühlschrank mindestens 14 Tage haltbar. Auf Arbeit zum Mittag einfach das Glas für 15-20 Minuten in heißes Wasser(Wasserkocher) stellen und dann genussvoll löffeln- es ist ein gesund-leichtes und stärkendes Mittagessen 🙂 , um das Sie/Euch Einige beneiden werden.

Guten Appetit und viel Erfolg beim Nachkochen- Ihre/Eure Kira Schwarzrock

Entspannte Leber; basisch lecker

Auch wenn wir uns noch im tiefsten Winter befinden- unser Körper benötigt bereits jetzt ab und an mal eine Entlastung für die Leber- schließlich ist die Nahrung im Winter etwas gehaltvoller und unser größtes Entgiftungsorgan soll nicht „versauern“. Was bietet sich da mehr an als das Gemüse mit dem stärksten Bezug zur Leber- die Artischocke:

  • …ist eine Gemüse aus dem Mittelmeerraum, mittlerweile seit einem Jahrhundert nicht mehr nur Luxus in der Ernährung, sondern auch Heilmittel mit goßem Potenzial.
  • Gemäß der chinesischen Ernährungslehre kühl vom Temperaturverhalten, vom Geschmack her bitter-süss, mit einer positiven Wirkung auf die Funktionskreise Leber, Gallenblase, Blase und Magen.
  • Wissenschaftlich nachgewiesen wurden cholesterinsenkende, entgiftende, Hepatozyten regenerierende, Leber regenerierende, galletreibende und choleretische Wirkungen- zusammengefasst wirkt sie antiphlogistisch, antioxidativ, appetitanregend und blutzuckersenkend.
  • Artischocken sind reich an Vitaminen B1 und C, dem Provitamin A, sowie Eisen, Calcium, Magnesium und auch Inulin(wichtig u.a. für Diabetiker).
  • Die Eigenschaften geben die Wirkungen vor- Hitze, feuchte Hitze und Toxine ausleitend, Nässe/Schleim ausleitend, Nässe/Hitze-Kälte bei Bi-Syndromen ausleitend(Rheuma), Qi regulieend und bewegend, Blut(Xue) aufbauend und auch Nahrungsstagnation auflösend- somit ein Tausendsassa für den Körper bei Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Bauchspeicheldrüsenschwäche, Blähungen, Cholesterinablagerungen lösend und Cholesterin senkend, Diabetes, Fettverdauung verbessernd, Gallenschwäche, Gallesteinen, Übelkeit, Leberschwäche, Leberzellen positiv stimulierend/wachsen lassend…

Die Zubereitung der Artischocke ist denkbar einfach- dafür ist sie frisch zubereitet eine Delikatesse:

  • Die frische Artischocke unter kaltem Wasser abwaschen und mit einem Handtuch abtrocknen. Den Stiel mit einem scharfen Messer kurz hinter dem Blütenansatz abschneiden. Die Schnittfläche mit Zitronensaft einreiben.  Der Zitronensaft hilft auch gegen die Verfärbung der Hände/ alternativ Einweghandschuhe anziehen 😉
  • Alle äußeren Blätter und alle Blätter, die beschädigt sind, mit den Fingern direkt am Ansatz abreißen, auch die Spitzen der restlichen Blätter abschneiden. Diese können stachelig sein und dem Genuss der Artischocke einen „stechenden“ Abbruch bescheren. Das obere Viertel des Gemüses mit einem Sägemesser abschneiden und die Artischocke anschließend sofort in die Schüssel mit Zitronenwasser legen- so bleibt die kräftig grüne Farbe erhalten. 
  • Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Eine Prise Zucker und den Rest Zitronensaft hinzugeben. Die vorbereiteten Artischocken vorsichtig hineinlegen und zusammen mit Zitronenhälften bei mittlerer Hitze 30-45 Minuten kochen. Die Artischocken sind fertig, wenn sich ein Blatt leicht herauszupfen lässt; gegarte Artischocken aus dem Topf heben und abtropfen lassen.
  • Dazu passen – natülich basisch verschiedene Gemüsesorten oder Wintersalate- aber auch Fleischgerichte; allein ist es eine wunderbare Vorspeise. Dazu passt dann ein Dip aus Avocado und Gewürzen oder auch mit Knoblauch- der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Frische Artischocken sind auch für den Tee oder zum Saft pressen geeignet

Anwendungen in der Naturheilkunde:

  • Urtinktur
  • Die Artischocke wird auch homöopathisch eingesetzt- Cynara Scolymus D2, D4, D6 Globuli- die Wirkung ist in dieser niedrigen Potenzierung die gleiche wir bei der Heilpflanze.
  • Tee
  • Saft

Artischocken-Tee: Man nimmt 1 Teelöffel getrockneter Artischocken-Blätter und übergießt diese mit 150 ml kochendem Wasser.
Abgedeckt 10 Minuten ziehen lassen, anschließend durch ein Sieb gießen und bei Bedarf den bitteren Tee mit Honig süßen.
Zur Steigerung des Appetits eine halbe Stunde vor dem Essen eine Tasse trinken.
Für die gute Verdauung direkt nach der Mahlzeit eine Tasse trinken.
Artischocken-Saft: Den Saft presst man aus frischen Blättern oder kauft ihn als fertigen Frischpflanzenpresssaft; von dem Saft trinkt man etwa 25 ml- hilft gut bei Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und steigert das Wohlbefinden.

Die Saison für dieses wunderbare Heilgemüse beginnt bald- leider gibt es sie nicht regional zu kaufen; allerdings rechtfertigt die positive Wirkung den Kauf aus einer Bio-Produktion und in den milden Regionen Deutschlands wird die Artischocke mittlerweile auch angebaut.

Bleiben Sie gesund- alles Liebe- Ihe Kira

Heimtückisch, gefährlich…

sind die stillen Entzündungen. Sie wirken im Verborgenen, sind oft nicht zu spüren und fordern das Immunsystem ständig heraus. Diese Entzündungsherde haben das Yin des Körpers erreicht; sie wirken im Inneren und gehen häufig ohne typische Entzündungszeichen einher.

Die klassischen Entzündungszeichen sind:

  • Rubor- Rötungen,
  • Tumor- Schwellungen,
  • Dolor- Schmerzen,
  • Calor- Hitze/Überwärmung und
  • Functio laesa- eingeschränkte Funktion

Wie ein Schwelbrand breitet sich eine stille Entzündung im Körper aus. Dabei spielen bspw. Viren wie das Eppstein-Bar oder Varizella Zoster eine nicht unerhebliche Rolle; aber eben auch massives Bauchfett(auch bei äußerlich schlanken Menschen), oxidativer Stress, Zytokine, mangelnde Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente „füttern“ stille Entzündungen:

  • Schwäche, ständige Infektionen, Müdigkeit
  • schnelle Ermüdung
  • immer leicht erhöhte Entzündungswerte im Blut
  • wechselnde, dumpfe Schmerzen
  • Ödeme, Muskelschmerzen
  • Hormonschwankungen
  • Melancholie
  • Schlafstörungen
  • gestörtes Temperaturverhalten-mal kalt, mal heiß
  • ggf. zum Abend erhöhte Temperatur
  • Schwellungen…

Eine nicht unerhebliche Rolle kommt unserer Ernährung zu:

  • Stark verarbeitete Lebensmittel mit Konservierungsstoffen, Farbstoffen und Zusätzen befeuern Entzündungsherde- besonders im Darm und an den Schleimhäuten.
  • Weissmehl, denaturierte Nahrungsmittel, Zucker, rotes Fleisch und die Produkte daraus geben Öl auf das schwelende Feuer.
  • Mangelnde Bewegung, Dauersitzen, Genussmittel sind ebenfalls Brennstoff für die stillen Entzündungen.
  • Ein weiterer Faktor sind Umweltgifte, Strahlenbelastung, Belastungen durch Düngemittel, Insektizide und Pestizide, Antibiotika und Arzneimittelrückstände- leider viel zu oft heute auch im Trinkwasser, Grundwasser und als Rückstände in Gemüse und Obst zu finden.
  • Fehlende Spurenelemente wie Zink, Selen und Mangan; Vitamine wie A, C, E, D, B3,6,12… sind essentiell, um stille Entzündungen abzubauen.

Die Folge des exessiv ausgelebten modernen Lebensstils sind Zivilisationskrankheiten, die ihre Ursache in stillen Dauerentzündungen haben- Demenz, Parkinson, Tumore, Diabetes, Krankheiten des Herz- Kreislaufsystems u.s.w.

Eine vegetarisch betonte Ernährung; der sinnvolle Umgang und Konsum von tierischen Produkten, ausreichende Bewegung und ein maßvoller Konsum von Genussmitteln sind Schritte zum Abbau bzw. der Vermeidung von stillen Entzündungen. Dazu zählt auch der sinnvolle Einsatz von Nahrungsergänzung auf natürlicher Basis und nach entsprechend aufgenommenem Status(Blutunteruchung):

  • Substitution ist notwendig, wenn der Mittelwert der empfohlenen Referenzwerte unterschritten wird- das ist ein Zeichen dafür, dass der Körper bereits mehr konsumiert, als ihm zur Verfügung steht.

Wie nun handeln?

Weniger von: Weißmehl, Zucker und deren Produkte; Schweinefleisch/ rotem Fleisch und deren Produkte; Kuhmilch und Milchprodukte, gesättigte Fette/Fettsäuren, Alkohol/Nikotin, mangelnde Bewegung und natürlich dem Dauerstress

Mehr von: natürlich belassenen Lebensmitteln, Gemüse und Obst in bunter Vielfalt, Beerenfrüchte, Kräuter und Bitterstoffe, gesunde Fette und ungesättigte Fettsäuren, Mahlzeitenreduktion auf zwei bis drei/Tag; ggf. Intervallfasten oder Dinnercanselling

Nahrung kann ein heilendes Mittel sein- hier einige Beispiele:

  • Haferkleie- eleminiert das LDL-Cholesterin und baut Entzündungen ab
  • Beeren jeglicher Art außer Erdbeeren(Histamine)- reich an Antioxydantien, die den oxydativen Stress minimieren
  • Rote Bete bzw. alle Bete-Sorten- enthält Betain, dass das Homocystein senkt; weiterhin Anthocyane zum Schutz vor Krebs und gesunde Nitrate zur Senkung des Blutdruckes(Saft)
  • Staudensellerie- neben Vitaminen und Mineralstoffn ein absoluter Entzündungskiller- mehr dazu hier unter http://spiritandbalance.de/?s=staudensellerie

Ein Wort zum Sport- maßvoll, mit Ziel, individuell und mit Freude- dann wirkt Sport als Stresskiller; auch der tägliche flotte Spaziergang zählt zur Bewegung, die stille Entzündungen eindämmt. Allerdings sollte ein Zuviel an Sport vermieden werden- wenn die Lust an Bewegung eher zum Frust wird, dann entsteht wieder Stress und das führt wiederum zu einer Schwächung des Immunsystems.

Die Ernährung nach den Fünf- Elementen der chinesischen Medizin, nach ayurvedischen Maßstäben oder auch gemäß der Klosterheilkunde der Hildegard von Bingen; einer ausgeglichenen Vollwertkost, mit bestimmten Besonderheiten die vegetarische und vegane Ernährungsform können stille Entzündungen abmindern oder vermeiden- lassen Sie sich gerne individuell beraten- Ernährung muss immer zwingend individuell sein- denn Sie nehmen ja auch nicht einfach die Medikmente vom Nachbarn ein 😉

Alles Liebe und gute Gesundheit!

Ihre Kira

Sonnenfrüchte Trauben

In dieser sonnendurchfluteten Zeit reifen die Trauben heran und bescheren uns eine wunderbare Ergänzung in der Ernährung. Reif, voller Kraft des Sommers und mit noch mehr positiven Inhaltsstoffen prall gefüllt, sind Weintrauben ein saisonales Obst für eine kurze Zeit:

  • Trauben bestehen zu einem hohen Prozentsatz aus Wasser, liefern daher einen guten Anteil der nötigen Flüssigkeit für uns pro Tag.
  • Sie punkten mit guten Kohlenhydraten(Fruchtzucker), immerhin 3 Prozent Eiweiss(Proteine) und 9% positver Fette(Kerne).
  • Die Traube selbst ist ein Mulitalent in Bezug auf sekundäre Pflanzenstoffe und Radikalfänger- enthält zum Beispiel Resveratrole, Procyanidine, Catechine, Quercetin, Flavonoide, Pflanzensäuren und ihre Salze, unter anderem die Vitamine B1,2,5,6, C und E; in ausgewogenem Maße die Mineralstoffe Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor.
  • Resveratrol ist eine Unterstützung gegen Tumorerkrankungen, wirkt gegen degenerative Hirnerkrankungen; Catechine sind Arterienputzer.
  • Gemäß der chinesischen Medizin und in der Ernährungslehre gehören die Trauben zu den neutralen Lebensmittel- sind also für jeden Typ geeignet. Vom Geschmack her süss- sauer wirken sie auf die Funktionskreise Leber, Milz, Lunge und Niere.
  • Trauben sind ein absolutes Yin- Tonicum; bauen Qi und Blut auf, bewegen Xue(z.B. bei Arteriosklerose, Angina pectoris…), leiten Feuchtigkeit aus, können positiv auf Kälte-Feuchtigkeits-Bi(Kälte-Rheuma) wirken.
frischer Traubensaft mit Honig

Rezept bei extrem dunklem Urin- Typ Hitze:

  • frische, blaue Trauben auspressen, so dass 500 ml Frischsaft entstehen; diesen dickflüssig einkochen; dann etwa einen Esslöffel Honig der Flüssigkeit zusetzen- gut umrühren und nochmals kurz aufschäumen- abfüllen- 3x täglich einen Esslöffel mit gut warmem(so heiß, wie es vertragen wird) Wasser einnehmen.

Die Traubenkur aus alter Zeit- auch Hildegard von Bingen schwörte darauf- ist eine gute Möglichkeit, den Körper auf den Herbst vorzubereiten und das Immunsystem zu stärken- ich habe sie für mich „chinesisch und TCM- like“ abgewandelt 😉 :

  • Zu jeder Mahlzeit wird ein Teller Reiscongee gegessen; dieses wird mit etwas Kurkuma und Zimt gewürzt;
  • Für diese Kur verwendet man dunkle Trauben und natürlich mit Kernen wegen des OPC- die dunklen Sorten enthalten mehr von den wertvollen Inhaltsstoffen und als einzige Anthocyane und Proanthocyanidine.
  • Nach dem wärmenden Reiscongee gibt es dann zum Frühstück und Mittag jeweils 750 Gramm Trauben; zum Abendessen 500 Gramm; über den Tag werden zusätzlich 1 Liter ungesüsster, möglichst frischer , mit Wasser verdünnter Traubensaft getrunken.
  • Die Kur sollte mindestens zwei, maximal 14 Tage durchgeführt werden- darüber entscheidet der Zungenbefund und der Typ des Durchführenden.
  • Die gesundheitfördernden Ergebnisse sind: Reduktion der Säuren und besonders Harnsäuren, Senkung der Rheumawerte, Stärkung von Leber und Galle, Aufbau der Eisenspeicher, Reinigung aller Organe und des Blutes, Normalisierung der Darmtätigkeit durch den hohen Anteil an Ballaststoffen, Erholung der Gefäße und Stärkung des Herzens.
  • Achtung!!! Kaufen und nutzen Sie nur reife Trauben; diese reifen nämlich nicht nach. Nutzen Sie Bio- Trauben und reinigen Sie diese bspw. mit einer Lösung aus einem Teil Essig und neun Teilen Wasser- die Trauben darin für 15 Minuten einlegen und dann abspülen.
  • Diabetiker können ebenfalls profitieren- halbieren Sie die Menge der Trauben, nehmen mehr Reiscongee und nutzen nur dunkle, saure Früchte.
Trauben in Mecklenburg-Vorpommern

Viel Freude beim Naschen oder Kuren- alles Liebe und gute Gesundheit- Ihre Kira.

Dojo-Zeit- Vom Sommer zum Herbst

Ganz subtil und fein schleicht er sich heran- der Herbst. In den asiatischen Zeitrechnungen haben wir bereits den Herbst- immer ab Anfang August beginnt der Herbst des Inneren- die Natur ist bereit für die Ernte ihrer Früchte.

Reifende Äpfel

Auch wir Menschen sollten uns jetzt wieder auf die Vorbereitung zur Sammlung und Gesunderhaltung besinnen- in der chinesischen Medizin behandelt man im Sommer präventiv die möglichen Widrigkeiten des Herbst und Winter; im Winter die des Frühjahr’s u.s.w.

Es ist Zeit für das DOJO- die Ernährung mit den Nahrungsmitteln des neutralen Temperaturverhaltens und des Erdelementes(siehe Beitrag hier zu DOJO).

Damit können wir Erkrankungen des Herbst und Winters vorbeugen- ständig wiederkehrenden Gelenkbeschwerden bspw. oder auch einer Unbeweglichkeit im Nacken-Schulterbereich … Erkältungen, Blasenreizungen…

Hier ein Auszug der typischen- geeigneten- Nahrungsmittel:

Süßreis(Mochi), Hirse/Sorghumhirse, Gerstengries, Mais, Quinoa, Amarant, Hiobstränen, Erbsen, Kichererbsen, Adzukibohnen, süß schmeckende Gemüsearten wie Kürbis und Möhren, süße Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kartoffeln und Süßkartoffeln, maßvoll Milch und Sahne(wenn man kein Schleimproblem hat), maßvoll Bio-Öle, Vanille, Honig, Rosinen, Mandeln, maßvoll Tofu, Nüsse und Kerne, Sesam, Honig, Gerstenmalz, Butter

Mandelmehlpancake mit Apfel und Tapiokasirup

Das Erdelement ist durch den süßen Geschmack gekennzeichnet- sowohl im Gesunden als auch im Pathologischen- es handelt sich jedoch um keine Süßigkeiten, Kuchen oder Coca-Cola – hier geht es um die natürliche Süße des Obsts, des Gemüses und der passenden Getreidepflanzen. Diese Nahrungsmittel sollten den überwiegenden und großen Teil der üblichen Alltagsernährung darstellen. Nach der CM verteilt die Erde die Nahrungsenergie im Organismus, sie sichert die Elastizität der Gewebe und Muskeln ab, befeuchtet und bringt die Sättigung in alle Sinne. Der Magen Wei, die Milz Pi inklusive Pankreas sind die Präsens-Organe der Erde. Die Hauptaufgabe ist die Verdauung und das Verteilen des Nahrungs-Qi- die Gewinnung der Energie für den gesamten Körper und Geist. Das Energiegleichgewicht des Magens und der Milz wird durch schnelles und unkontrolliertes Essen, durch Fast-Food, zu vielen Süßigkeiten, von Fertignahrung, hoch verarbeiteten Nahrungsmitteln und auch von durch lange Transporte minderwertig-geschwächte Lebensmittel gestört. Ein mit Sorgfalt zubereitetes, mit Genuss und in Ruhe verspeistes Essen hingegen wirkt sich positiv aus. Die geeignetste Speisezubereitung ist das kurze Garen (bis 10 Minuten).

Frühstück in der Dojo-Zeit- alles leicht angedünstet und als Grundlage etwas Reiscongee(siehe Beitrag hier)

Soweit dazu- schauen Sie ruhig ab und zu einmal bei Instagram für ein paar Inspirationen vorbei- zu finden bin ich unter spirit.and.balance; sollten Sie eine Beratung benötigen, dann vereinbaren Sie per Mail oder telefonisch einen Termin.

Übrigens- das richtige Essen in den Dojo-Zeiten lässt häufig Verdauungsbeschwerden oder Unverträglichkeiten alt aussehen 😉

Gute Gesundheit und alles Liebe!

Nicht nur drei Haselnüsse für Aschenbrödel- wir dürfen auch- leicht im Ofen gebacken, werden sie bekömmlicher

Die kleinen und großen Radieschen…

Wer kennt sie nicht- spätestens ab dem Frühjahr sind sie in den Gärten im Freiland zu ernten- die Rettiche oder Radieschen in den verschiedenen Formen, Größen und Schärfen:

  • Die Radieschen sind gemäß der Ernährungstherapie in der chinesischen Medizin leicht frisch- kühl im Temperaturverhalten, vom Geschmack scharf, süss und wirken auf die Funktionskreise Lunge und Magen; dank der enthaltenen Vitamin B9,C und K, der Elemente Kalium, Kupfer und Eisen sowie Senfölglycoside, Anthocyane, Phenole, Zimtsäuren und Indole wirken sie antientzündlich, gegen Pilze und sogar präventiv gegen bestimmte Krebszellen- die Senföle habe eine bis zu 90%ige Bioverfügbarkeit.
  • Achtung Diabetiker Typ 2 und 3– profitieren Sie von einem verstärkten Radieschen-Verzehr. So unterdrückt zum Beispiel das Sulforaphan laut neuesten Erkenntnissen eine erhöhte Zuckerproduktion in den Leberzellen und verbessert die Glukosetoleranz. Dies hat zur positiven Folge, dass der Körper auf Kohlenhydratverzehr nicht mehr so stark mit Blutzuckerschwankungen reagiert und den Zucker besser verarbeiten kann. Die gegen die typischen Diabetes-Symptome gerichtete Wirkung lässt sich laut einer Studie an der Jordan University of Science and Technology auf verschiedene Wirkmechanismen zurückzuführen: die enthaltenen Antioxidantien erhöhen zunächst die körpereigenen Abwehrmechanismen und reduzieren den oxidativen Stress- beides mindert das Diabetesrisiko. Darüber hinaus wird der Blutzuckerspiegel reguliert, indem die Glukoseaufnahme in die Zelle gefördert und gleichzeitig die Glukoseresorption im Darm gesenkt wird. Wenn dann dazu noch ausreichende, gezielte Bewegung und eine maßvoll- individuelle Ernährung kommt, dann ist Diabetes Typ 2 und 3 gut zu behandeln bzw. sogar zu eleminieren.
  • Die Heilwirkung auf einen Blick: hustenstillend, entgiftend, antibiotisch, diuretisch, appetitanregend, antiviral, galletreibend und lebergallefördernd.

Weitere Wirkung gemäß CM:

  • Schleim auflösend/transformierend- Erkältungen mit Schleimbildung, aber auch Halsschmerzen-zum Beispiel den Rettich mit Vollrohrzucker ansetzen und Saft ziehen lassen oder Saft aus 350 g Rettich; 30 g frischen Ingwer auspressen; mehrmals täglich trinken- auch einsetzbar bei Stoffwechselschlacken infolge von zuviel Fleischkonsum, Gallensteine, Nephrolithiasis, Nierensteine, Krebs-Prophylaxe und Fettleber;
  • Feuchtigkeit und Hitze ausleitend- zum Beispiel bei Gallensteinen, Nephrolithiasis, Nierensteinen (täglich 1 Esslöffel klein geschnittenen Rettich während mehreren Wochen einnehmen), Leberentzündung (roh essen, die kühlende Wirkung bringt die Hitze und Nässe aus dem Körper;)
  • Hitze eliminierend und Blut kühlend, Toxine ausleitend- zum Beispiel bei Blut im Sputum, Toxine im Körper, Blut im Stuhl u.s.w.
  • Nässe ausleitend und Diurese fördernd bei Ödemen(roh) und Wasseransammlungen,
  • Qi regulierend und bewegend- zum Beispiel bei Übelkeit und Brechreiz- senkt das Qi ab (gegart), bei verminderter Gallenproduktion roh essen,
  • Nahrungsretention auflösend- bei Verdauungsblockade (gegart), Magenschmerzen, Spannungsgefühl, Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen, Blähungen (Rettich garen oder Rettichsaft mit in heißem Wasser aufgelöstem Kandiszucker vermischen; vor dem Schlafengehen an 3 bis 5 Abende einnehmen);
  • Yin tonisierend- vor allem in der Lunge bei Lungentrockenheit, Säftemangel (roh), begleitend zur Therapie bei Leberzirrhose
  • Qi tonisierend- bei Appetitlosigkeit, tonisiert das Wei-Qi bei Abwehrschwäche/Infektanfälligkeit/ Immunschwäche

Somit haben diese roten oder weißen, kleinen oder größeren- mild-scharfen Knollen eine so große Wirkung für unsere Gesundheit- perfekt, um ohne großen Aufwand gesund zu werden oder/und zu bleiben.

Übrigens- mein Favorit zum Mittag oder Abendessen ist tatsächlich ein Vollkorn-Dinkelbrot einfach mit Butter und Radieschen.

Guten Appetit und gute Gesundheit- alles Liebe!

Was ist resistente Stärke?

Vielleicht haben Sie schon einmal den Begriff „resistente Stärken“ gelesen, gehört… und sich gefragt, was das eigentlich ist?

Resistente Stärken sind Stärkeverbindungen, die unser Körper nicht zu Zucker verarbeiten kann. Unsere Darmbakterien fermentieren sie und erzeugen dabei neben Futter für sich selbst kurzkettige Fettsäuren, die einen (kleinen) Teil unseres Kalorienbedarfs decken können- diese sind extrem wichtig für die Darmzellen- das sind ihre Energiequellen.

Man bekommt resistente Stärke am einfachsten, wenn man die Reste der stärkehaltigen Speisen, zum Beispiel  Kartoffeln oder Reis, kalt werden und etwa 12 bis 24 Stunden ruhen lässt. Je häufiger man bspw. Kartoffeln(Pellkartoffeln) erhitzt und wieder abkühlen lässt, umso mehr resistente Stärken entstehen (nach sechsmaliger Wiederholung dieses Vorgangs ist zwar der Anteil an resistenter Stärke optimal- allerdings kein Genuss mehr.

Wir benötigen für einen gesunden Darm Ballaststoffe- anders als die Bezeichnung vermuten lässt, sind diese Stoffe kein negativer Ballast, sondern wichtig für die Darmgesundheit- möglich sind eben resistente Stären oder Pektine( z.B. im Apfel…).

Was sicher nicht nur für die Gewichtsreduktion interessant ist- diese resistenten Stärken wandern nicht generell auf die Hüften, sondern sorgen für eine gesunde Verdauung- wenn sie in Kombination mit frisch zubereitetem Gemüse oder bspw. fermentiertem Gemüse gegessen werden. In Saucen und mit Fertigprodukten versagen sie ihren Dienst und man hat wieder nichts gewonnen 🙁

Einfache Möglichkeiten ohne auf Kapseln und Pulver zurückzugreifen:

  • Reis vorkochen, im Kühlschrank aufbewahren; nach bereits acht Stunden ist ein perfekter Ballaststoff und zudem noch wertvoller Makronährstofflieferant fertig; Reissalat- ähnlich wie Kartoffelsalat- ist eine perfekte Mitnahmemahlzeit;
  • Pellkartoffeln auf Vorrat kochen- als Kartoffelsalat mit frischem Gemüse ebenfalls perfekt- zudem eine gesunde, einfache Mahlzeit für die Arbeit als Lunch;
  • Alte Apfelsorten liefern besonders viel Pektion und haben deutlich weniger Fruchzucker als die modernen- “ One apple a day…“ 😉

 

Mal etwas Unbekanntes ausprobieren…

…so bin ich an ein PILAW herangegangen- sehr lecker und ganz einfach nachzukochen. Ein Pilaw kommt traditionell aus dem arabischen Raum und ist ein Reisgericht:

  • Pilaw aus gekochtem Reis ist nicht nur einfacher zubereitet als mit der klassischen Methode, sondern hat auch gesundheitliche Vorteile (Stichwort resistente Stärke). Dazu gibt es marinierte und gebratene Jack-Fruit(siehe Artikel hier auf meinem BLOG) und ein Kräuter-Joghurt mit frischer Minze und Koriander.
  • Für das Pilaw nehme ich etwa zwei bis drei Tassen vorgekochten Reis(Vollkorn), etwa 30-50 Gramm gehackte Mandeln, getrocknete Rosinen und Cranberrys(getrocknet), eine Knoblauchzehe, vier Esslöffel Olivenöl, ein bis zwei Teelöffel Ras el Hanout oder die daran enthaltenen Kräuter auch lose, wer sie hat; eine Msp. Salz- Knoblauch(fein gehackt) wird im Olivenöl angeschwitzt, dazu kommen die Gewürze, Mandeln und Trockenfrüchte, etwas schärfer anbraten;
  • wenn alles eine schöne Bräune bekommen hat kommt der Reis dazu; ggf. dann noch einmal nachwürzen und gut bräunen lassen; immer wieder umrühren und bei kleiner Hitze durchziehen lassen;
  • die Jackfruit( gestückelt und vakuumiert in Bio-Qualität gekauft) wird etwa eine Stunde vor dem Braten mit einem Esslöffel Olivenöl, Salz, Pfeffer und Majoran mariniert und dann mit einer halben Knoblauchzehe und einer viertel Zwiebel scharf angebraten und so lange gebraten( immer wieder umschwenken), bis die Stückchen kräftig braun sind- wie gegrillt aussehen 😉 ;
  • etwa 150 Gramm Naturjoghurt(Bio) mit einem Teelöffel Olivenöl aufrühren, frische Minze und Koriander, eine Prise Salz und ggf. Petersilie dazu geben, gut aufschlagen und dann…
  • mit dem Reis, der Jackfruit zusammen servieren.

Wirkung aus Sicht der CM:

  • Reis- neutral, süss, wirkt auf die Meridiane Milz und Magen, indirekt auf Lunge und Dickdarm; da es Reis ist, der „geruht“ hat, wurde die Stärke zu resistenter Stärke umgewandelt und steht somit dem Körper als nicht auf die Hüften wandernder Ballaststoff zur Verfügung, der Reis tonisiert Qi , transformiert Schleim und leitet Nässe aus;
  • Knoblauch- warm/ heiß, scharf vom Geschmack, wirkt auf die Meridiane Lunge, Niere, Milz, Magen und Dickdarm, tonisiert Yang und Qi, löst Schleim und Feuchtigkeit auf, wärmt ds Innere, hat eine wunderbar entgiftende Wirkung( siehe Beitrag hier auf meinem BLOG)…;
  • Trockenfrüchte- wirken auf das Yin(die Säfte), tonisieren Qi und Blut, leiten Nässe aus und bewegen das Blut; insgesamt eher neutral und süß wirken sie in dieser Mahlzeit harmonisierend und ausgleichend ob der vielen wärmenden bis heißen Gewürze;
  • Mandeln- süss, bitter und wirken auf die Meridiane Lunge, Gedärme, Magen, Milz und Herz, sind ein Yin- Tonicum, wirken positiv auf das Qi und Blut, transformieren Schleim und leiten Nässe aus;
  • Gewürze im Ras el Hanout- sehr wärmend, wirken auf die Mitte, vertreiben Kälte und tonisieren Qi und Yang;
  • Jackfruit- neutral/süß- weiteres hier auf meinem BLOG(http://spiritandbalance.de/mal-ausprobiert/)
  • Joghurt(Kuhmilch)- leicht frisch/kühl, süss-sauer und wirkt auf die Meridiane Lunge, Magen und Gedärme- er wirkt sehr stark Yin- tonisierend und eliminiert Hitze durch Yin-Mangel- zu dieser Mahlzeit schafft er den willkommenen Ausgleich zu den wärmenden und heißen Komponenten.

Dieses Gericht ist für jeden geeignet; besonders durch den hohen Gehalt an Ballaststoffen wirkt es positiv bei zahlreichen Krankheitsbildern im Bereich Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse und bei Übergewicht und Diabetes.

Ich wünsche gutes Gelingen und dann guten Appetit!

Theodor Fontane:

Alles Alte, soweit es den Anspruch darauf verdient hat, sollen wir lieben; aber für das Neue sollen wir eigentlich leben“

Gefüllte Paprika und Zucchini- leicht und lecker…

 

… im Frühjahr- passend zur Jahreszeit ohne Fleischfüllung- diese würde das Yang zu stark aufsteigen lassen- Schlafstörungen, Migräne, Unruhe… wären die Folge.

Nun aber zum Rezept:

  • Paprika vom „Dach“ befreien, innen säubern und gut abtrofen lassen; genau so mit den Zucchini verfahren- diese noch zusätzlich halbieren und das Innere ausschälen, so dass ein Schiffchen übrig bleibt ggf. schälen, die Gemüsereste ganz fein würfeln/schneiden
  • In eine Schüssel etwas zwei Hand voll Haferflocken geben, dazu eine Hand voll geschrotete Haferflocken, einen Esslöffel Olivenöl, etwas handwarmes Wasser, Gewürze nach gusto- ich nehme die bewährten Drei- Galgant, Bertram und Quendel(je einen halben Teelöffel)-, dazu noch Pfeffer und Bärlauchsalz nach Geschmack; eine halbe weiße Zwiebel fein gehackt- diese Zutaten gut verrühren; sollte die Masse sehr trocken sein , dann noch etwas handwarmes Wasser dazu geben; dann kommen Kräuter(TK Bio-Anbieter oder frisch Schnittlauch, Petersilie, Kerbel,…) und die feinen Gemüsereste(siehe oben)dazu, ganz zum Schluss etwas geriebenen Parmesan mit unterrühren- das gibt einen würzigen Geschmack und bindet die Masse ab;
  • diese Masse dann in die Paprike und Zucchini füllen, etwas Parmesan darüber geben und in einer leicht geölten Form etwa 30-45 Minuten im Backofen bei 150-180 Grad garen lassen; die Reste der Masse können mit Parmesan überstreut auch separat garen- es ist wie ein kleiner Hackbraten ohne Hack 😉

  • Paprika– frisch/ leicht kühl; süss, bitter, scharf; Meridiane Milz, Magen, Dickdarm, Herz; Schleim auflösend, Qi tonisierend, Hitze ausleitend; antioxidativ;
  • Zucchini– frisch/kühl; süß-bitter, Meridiane Milz, Magen, Lunge, Niere; Hitze ausleitetnd, Qi aufbauend, Stuhlgang fördernd, Schleim transformierend, entzündungshemmend, Diurese fördernd,
  • Haferflocken– neutral, süß-bitter, Meridiane Milz, Magen, Herz, Lunge, Gedärme, Niere, Qi tonisierend, Shen beruhigend, Yin und Yang tonisierend, Nässe/Schleim transformierend und ausscheidend, Hitze und Toxine ausleitend;
  • Kräuter frisch– frisch- kühl- neutral, Meridiane wie oben; entlasten die Leber, ansonsten wie oben…
  • Parmesan– süß, sauer, salzig, neutral, Meridiane Lunge, Milz, Qi und Yin tonisierend

Für die Hitzigen reicht man gerne noch einen marinierten Feldsalat dazu- einfach mit Avocadoöl leicht durchkneten und mit Kresse/ frischen Kräutern würzen.

Mit diesem Rezept ist das Mittag- oder Abendessen gesichert und Man(n)/Frau schläft danach gut- guten Appetit!

Wärmendes in der Dojo-Zeit

 

Zugegeben- der Beitrag kommt einige Tage zu spät- aber die Temperaturen lassen so ein wärmendes Curry durchaus zu- schließlich sollen wir uns auch bei den Mahlzeiten vom Wetter leiten lassen 😉

Ein Curry stärkt unsere Mitte(Milz/Magen und damit das Milz-Qi)- besonders wenn es aus den folgenden Zutaten zubereitet wurde(für zwei bis drei Personen):

  • 2-3 Möhren(süß, neutral, Mitte tonisierend…), 2 Petersilienwurzeln(Qi und Yang aufbauend, Blut bewegend- Vorsicht in der Schwangerschaft…), drei bis vier Stängel Staudensellerie(Qi tonisierend, bewegend, Feuer ausleitend…), eine mittlere helle Zwiebel(Qi tonisierend, Blut bewegend…)- alles in einem Teelöffel Ghee nach einander andünsten; mit der Zwiebel beginnen; vorher wird das Gemüse natürlich gesäubert und in Würfel bzw. Scheiben geschnitten; ruhig etwas grober;
  • …dann das angedünstete Gemüse mit 100 ml Gemüsefond und 150 ml Kokosmilch(Qi und Blut tonisierend, Hitze kühlend…) ablöschen; dazu kommen dann je ein viertel Teelöffel Kurkuma und Liebstöckel, je eine Messerspitze Salz, Kubebenpfeffer, Galgant oder Ingwer, Kreuzkümmel, Zitronengras und eine Prise Chili(wer mag)- dann das Ganze ca. 20-30 Minuten garen lassen- danach noch einmal abschmecken.
  • Das Curry wärmt, durch die Zutaten Kokosmilch und Staudensellerie- beide wirken auch Säfte aufbauend und erfrischend/kühlend- wirkt es aber nicht heiß, sondern neutral bis wärmend. Die Gewürze sorgen für eine gute Bekömmlichkeit und gerade Kurkuma wirkt entzündungshemmend.
  • Das Curry kann gut während einer echten Erkältung gegessen werden, da es die Kälte aus den Knochen vertreibt, gegen Gliederschmerzen(kalte Gelenke) angeht und das Immunsystem auf Trab bringt.

Noch etwas zur Petersielienwurzel- da diese sehr stark Blut bewegend wirkt, kann das Curry bei Menstruationsbeschwerden hilfreich sein. Allerdings sollte in der Schwangerschaft auf die Petersilienwurzel verzichtet und durch Pastinaken(Blut tonisierend…) ersetzt werden. Petersilie allgemein und dazu zählt die gesamte Pflanze wirkt in größeren Mengen abortiv.

Ich koche übrigens alle Eintöpfe und dazu zählt auch das Curry im Schnellkochtopf(sehr Energie zuführend, da mit großem Druck gearbeitet wird) und verzichte daher meistens auf Chili. Das spart Zeit und die Mahlzeiten stehen bereits nach 10-15 Minuten auf dem Tisch 😉

Zu den Mengen- meine Oma, von der ich das Kochen gelernt habe, kam immer ohne Kochbuch aus- „Deern, dat brucken wi nich, dat geit nah Geschmack-“ Mädchen, das brauchen wir nicht, das geht nach Geschmack“ 😉 ; ich werde bei den nächsten Rezepten alles genau abwiegen- versprochen!

Viel Freude und gutes Gelingen beim Nachkochen und dann- guten Appetit!

Kraft mit Wurzelgemüse

Novemberzeit- die Wurzelzeit hat schon längst begonnen. Herbst und Winter sind die Zeit, um sich zu regenerieren und Kraft für den Frühling zu schöpfen. Ruhe, Meditation und eine ausgewogene Ernährung können die Balance wiederherstellen zu unserem oftmals hektischen und schnell ablaufenden Leben. Wenn wir also diese Rückzugszeiten zum Auftanken nutzen, werden wir in Phasen der Aktivität erfahren, dass wir voll in unserer Kraft stehen. Anders gesagt: Sind Metall- und Wasser-Element im Gleichgewicht, wirkt sich dies stabilisierend auf unser ganzes Leben aus. Dazu dienen vor allem Gemüsesorten, die ihre Kraft tief aus dem Boden schöpfen wie bspw. die Schwarzwurzel:

  • Die Schwarzwurzel hat gemäß der chinesischen Ernährungslehre eine leicht kühlende Thermik und sollte immer mit neutralen oder leicht wärmenden Nahrungsmitteln/ Gewürzen kombiniert werden; vom Geschmack her bitter- süß wirken die tollen Wurzeln auf die Meridiane Milz und Leber- indirekt damit auch auf den Nierenfunktionskreis.
  • Durch ihre Inhaltsstoffe Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Mangan, Kupfer, Eisen, alle B-Vitamine, alle fettlöslichen Vitamine, Folsäure, Inulin, Bitter- und Ballaststoffe stellen sie ein hohes Potential in der Ernährung dar; wirken anregend auf den Leberstoffwechsel- das ist besonders für Menschen mit Stoffwechselstörungen wichtig.
  • Im Einzelnen wirkt die Schwarzwurzel gemäß der TCM tonisierend auf das Blut(Anämie, mangelndes Herz-und Leber-Blut), tonisierend auf das Qi im Allgemeinen und speziell auf das Milz-Qi bspw. bei Diabetes Mellitus Typ 2 und Magenempfindlichkeit und…
  • …Schwarzwurzeln leiten Hitze/Nässe aus, was besonders bei Patienten mit einer Übersäuerung des Magens und des gesamten Körpers wichtig ist.
  • Da Schwarzwurzeln sehr viele Ballaststoffe und auch schwer verdauliche Kohlenhydrate enthalten(können Blähungen verursachen) sollte immer Kombualge mitgekocht werden- diese macht die Wurzeln bekömmlicher.

Alle Wurzeln, die so tief in das Erdreich ragen, sind hervorragende Spender für Vitamine und Spurenelemente/ Mineralstoffe. Der „Winterspargel“ oder „Bauernspargel“ ist das beste Beispiel dafür, dass wir nicht immer zu chemischen Präparaten greifen müssen. Ihre neutralisierende Wirkung bei Übersäuerung macht sie für Sportler sehr interessant- die Regeneration nach dem Training kann durch einen Konsum von Schwarzwurzeln positiv beeinflusst werden.

In meinem Rezept habe ich die Schwarzwurzeln(Bio) mit Olivenöl und verdauungsfördernden und wärmenden Kräutern wie Fenchel, Majoran, Chili und Kubebenpfeffer mariniert(1 Stunde) und dann im Backofen auf einem Blech ca. 45 Minuten bei 180 Grad gegart- auch das führt Wärme zu und lässt dadurch den kühlen Charakter der Wurzel schwinden; dazu gab es Hühnchenfilet(Bio) aus dem Kontaktgrill.

Altes Gemüse neu aufgelegt- für dich, mich, Sportler, Kinder… saisonal und regional- mehr geht nicht!

Guten Appetit!

Kakao…hmmm

Wer mag ihn/sie nicht- Kakao oder gute Schokolade? Eine kleine Sünde , die aber durchaus gesund sein kann:

  • Maßvoll und in der richtigen Zusammensetzung hat Schokolade positive Wirkungen auf den Körper. Das liegt an dem guten Kakao, der z.B. in einer Schokolade mit mehr als 70% Kakaoanteil enthalten ist. Diese Sorten haben sehr wenig Zucker in sich, dafür um so mehr von den guten Eigenschaften des Kakao(Bio).
  • In meiner Erinnerung war es immer ein Fest für die Sinne und den Gaumen, wenn meine Oma den guten Kakao aus dem Schrank nahm, diesen mit viel Vanille, etwas Zimt und Zucker, Sahne und Milch und v i e l Liebe Sonntags zur Nachmittagszeit für uns Kinder zubereitet hat. Heute koche ich ihn selbst:

Rezept für die Sinne und zum Wärmen:

  • 300 ml Mandeldrink oder Milch(Bio, Vollmilch) in einem Topf erhitzen, dann jeweils eine Messerspitze Zimt und Vanille, zwei Esslöffel guten Kakao(Bio) und einen Teelöffel Kakaonibs dazu geben und kurz aufkochen lassen, gut mit dem Schneebesen umrühren; etwas abkühlen lassen und vor dem Trinken mit etwas Rohrohrzucker oder Birkenzucker süßen; nehmt Ihr noch etwa einen Esslöffel Stärke verrührt in etwas kalter Milch oder Mandeldrink dazu und rührt es in den fertigen heißen Kakao, dann wird es ein leckerer Schokopudding(nur kurz aufkochen) 😉 und Ihr habt eine lecker- gesunde Nascherei

Kakao aus Sicht der TCM:

  • Kakao ist vom Temperaturverhalten eher warm, hat einen bitteren Geschmack und wirkt daher positiv auf die Funktionskreise Magen, Herz, Blase und Niere.
  • Dank seiner Inhaltsstoffe kann er zum Aufbau von Qi und Blut, zum Bewegen von Blut, zur Beruhigung von Shen(Geist- Herz) aber auch zum Ausleiten von Nässe/Feuchtigkeit in Verbindung mit Hitze genutzt werden.
  • Kakao senkt in Maßen Bluthochdruck und den LDL-Cholesterinspiegel, sorgt für eine bessere Wundheilung bei Nässe-Hitze; wirkt gegen Appetitlosigkeit und baut das Qi von Magen und Herz auf- er ist ein „Seelentröster“ im wahrsten Sinn des Wortes.

Was ist nun drin in diesen Samen eines zu den Malvengewächsen gehörenden Strauch’s? Was macht ihn zu einem natürlichen Therapeutikum bei Erschöpfung, Appetitlösigkeit, Melancholie…?

  • Kakao enthält ca. 54 % Kakaobutter, 11.5 % Eiweiß, 9 % Cellulose, 7.5 % Stärke und Pentosane, 6 % Gerbstoffe (z.B.: Tannin) und farbgebende Bestandteile, 5 % Wasser, 2.6 % Mineralstoffe und Salze, 2 % organische Säuren und Geschmackstoffe, 1.2 % Theobromin, 1 % verschiedene Zucker, 0.2 % Koffein und noch ca. weitere 300 aktive Substanzen wie Anandamid, Arginin, Dopamin (Neurotransmitter), Epicatechin (Antioxidantien), Histamin, Magnesium, Serotonin (Neurotransmitter), Tryptophan (dient dem Körper u.a. als Vorstufe für Serotonin), Phenylethylamin, Polyphenole (Antioxidanz), Tyramin und Salsolinol sowie Flavonoide( Quelle: therapeutika.ch)
  • Durch den Eiweißgehalt und die enthaltenen positiven Substanzen ist ein Kakao wie oben zubereitet ein natürliches Mittel zur Regeneration nach anstrengender Arbeit, bei Erschöpfung und auch nach dem Training. Der Körper erholt sich relativ schnell und durch die wärmende Wirkung des Kakao’s regenerieren die Muskeln deutlich schneller. Positiv ist auch, dass durch den Kakao der gewünschte „Nachbrenneffekt“ anhält und somit den Stoffwechsel positiv beeinflusst.
  • Gute Nachricht- in Maßen Kakao bremst den Heißhunger auf Süßes, denn die Bitterstoffe wirken positiv auf die Leber und somit hat „Süßhunger“ keine Chance 🙂

Also kein schlechtes Gewissen bei Kakao oder Schokolade mit viel Kakao- „… die Dosis macht das Gift“

 

Waffelliebe – Frühstück…

 

…Mittag oder zum Abendessen- Waffeln in den verschiedensten Variationen gehen immer:

  • Waffeln lassen sich lieblich und herzhaft zubereiten; für die herzhafen einfach das Süßungsmittel weglassen und  klein gewürfeltes oder gehacktes Gemüse dazu geben- sehr lecker zum Mittagessen im Büro sind Waffeln aus Erdnussmus, Ei, Buchweizenmehl und Spinat- da kommt noch einmal ein Beitrag dazu 😉
  • Auf dem Beitragsbild seht Ihr Waffeln aus Erdnussmus(zwei Esslöffel), einem großen Ei(Bio), drei Esslöffeln Erdmandeln(gemahlen), einem Esslöffel Dinkelmehl, drei Esslöffeln Haferflocken, je einer Messerspitze Vanille und Zimt und einem Esslöffel Kokosblütenzucker- alles gut miteinander vermengen, etwa fünf Minuten durchziehen lassen, dann noch einmal gut aufrühren und ab damit in das Waffeleisen( ich habe eins mit Keramikbeschichtung)- gut durchbacken lassen und dann…
  • auskühlen lassen, sie werden knusprig- dazu passen sehr gut Blau- und Brombeeren; man kann aber auch anderes Obst dazu essen.
  • Aus Sicht der TCM ist das Frühstück eine ausgewogene Mahlzeit, das Qi aufzubauen(Haferflocken, Ei), den Darm mild zu befeuchten(Erdmandeln), das Yin aufzubauen(Früchte, Haferflocken, Ei), Blut aufzubauen(Ei), Toxine und Hitze auszuleiten(Ei) und natürlich entspannt(Shen beruhigend- Haferflocken) in den Tag zu starten 🙂

Im Übrigen- so ein Keramikwaffeleisen ist so vielfältig einsetzbar- selbst Pancakes kann man damit abbacken- es spart Zeit und Strom, dazu kommt noch, dass man fettfrei damit backen kann.

Ich wünsche einen entspannten Sonntag!

 

Entspannt altern…

 

… geht das in unserer Zeit überhaupt?

In letzter Zeit habe ich in meiner Sprechstunde immer wieder festgestellt, dass meine männlichen und weiblichen Patienten das Altern nicht so wirklich annehmen können bzw. wollen. Das “ Frau/ Man(n) heute mit 60 noch nicht aussehen will wie 60 oder sich gar so fühlen möchte wie 60 kann ich ja auch ein Stück weit nachvollziehen- schließlich wollen wir alle vital und fit bleiben. Jedoch wir altern, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht… es ist eine dieser Wahrheiten, die sich nur bedingt ändern lassen:

  • Altern bedeutet nicht gleich „alt'“werden, wir altern bereits, wenn wie im Mutterleib gezeugt wurden. Das Qi von Mutter und Vater schmelzen zusammen, ein neuer Mensch entsteht und von Beginn an altern wir.
  • Altern bedeutet nicht zwangsläufig, gebrechlich und hinfällig zu werden, denn ich kann dafür sorgen, dass ich mich ausreichend bewege, gesund und ausreichend ernähre, mich entspanne und auch ausreichend schlafe- einfach darauf achte, dass Anspannung und Entspannung in Waage sind.
  • Altern bedeutet nicht, nicht mehr arbeiten zu können- aber in Maßen, denn…
  • Altern bedeutet spätestens ab dem 50. Lebensjahr, dass ich mit meinen Energieressourcen anders haushalten muss. Ab dem 49. Lebensjahr bei den Frauen(häufig Beginn der Wandeljahre) und dem 48. Lebensjahr bei den Männern(ja, ja auch Männer haben Wandeljahre ;)) schwindet unsere Essenz- das Jing- einfach stärker. Das macht sich an bestimmten Veränderungen bemerkbar und ist bei jedem anders- schnelleres Ermüden, der Schlaf ist nicht mehr so tief, die Haare werden dünner oder grauer(übrigens je eher, desto weniger Jing ist vorhanden bzw. das Yin der Nieren ist generell recht schwach), bestimmte Arbeiten dauern länger…

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Ich musste immer lächeln, wenn meine Oma früher oft sagte “ Ach meen Deern, dat Oller is ja nu komisch, de Tied vergoht so dull, ick weit nich wo dese blieft, an so’n Dag is oftiens nix dran“- heute kann ich es verstehn- je älter wir werden, um so mehr Zeit benötigen wir einfach für bestimmte Dinge- Lernen, Aufräumen, Einkaufen, bestimmte Arbeiten im Haushalt und in der Arbeit… das Lesen, Sehen, Erfassen… alles braucht seine Zeit. Das Gute aber ist:

  • wir sind heute anders alt und nicht verbraucht wie unsere Großeltern es waren- kein Krieg, keine Entbehrung, keine Sorge im Sinne des Überlebens- meine Großeltern waren mit Ende 50 alt, sie waren zwar agil, aber alt und grau, Opa war voller Lebensfalten im Gesicht- auch durch das Wetter gegerbt, denn er war Landwirt, und Oma musste manchmal ganz schön die Zähne zusammen beißen, wenn ihre Beine schmerzten von der schweren Arbeit. Sie waren lebenslustig und nahmen den Tag einfach an und eben auch das Alter. Nun ist unsere Familie mit einem relativ hohen Alter gesegnet- Großeltern, die 80, 85 oder gar 90 Jahre alt werden sind ein Segen für die Familie und besonders für die Enkel/ Urenkel- und eins hab ich gelernt- Spruch meines Opa’s: “ Deern, Du künnst öller warn un öll as ne Kauh, aver liehrst alltiet noch dortau. Wat du liehrnst is dien, dat künn di ne een afknöpen. Rögen hät Segen un blot up dei Fuulbank sitten, dat is nich gaut“- genau das ist es, was uns jünger erhält, als unsere Großeltern:
  • Wir haben heute Möglichkeiten, mit einer gewissen „Jugendlichkeit“ zu altern- Zeit, Muße, Möglichkeiten, aber was machen einige von uns damit??
  • Es muss immer alles auf einmal und schnell sein, bei Erkrankungen werden Antibiotika genommen- ob jetzt vom Arzt zu schnell verordnet oder auch gefordert vom Betroffenen sei mal nicht berücksichtigt- damit man wieder schnell in der Arbeit ist, Sport wird bis zum Exzess betrieben- auch bei Erkrankungen, die sportliche Betätigung verbieten, Stress wird ausgehalten auf Teufel komm raus, das Essen wird zwischendurch an der Tanke oder am Stand oder bei Fast Food Ketten erledigt, Frühstück ist der Kaffee und die Zigarette- mal ganz ketzerisch gesagt-, der Fernseher läuft bis nach Mitternacht, Bier oder Alkohol am Abend sollen dann Entspannung bringen… das ist leider nicht nur Übertreibung… die Liste ließe sich beliebig weiter führen- leider- alles muss noch laufen wie mit 20???

Und dann brechen die Betroffenen irgendwann zusammen- nicht unbedingt gleich mit Infarkt, sondern anders- Erkrankungen heilen nicht aus, Müdigkeit und Schwäche machen sich breit, man fühlt sich nur noch gestresst, Lustlosigkeit im Beruf und in der Freizeit breiten sich aus, Reizmagen und Reizdarm entstehen, bei Frauen wie auch Männern lässt die Libido nach, Männer bekommen Probleme im sexuellen Bereich…und dann kommt noch die magische 50, 60…

Ich sage „Ja“- natürlich, logisch…aber in Würde und mit dem Annehmen und mit der Chance gesund, fit, vital und entspannt alt zu werden:

  • Struktuieren Sie Ihren Tag neu- anders als mit 20.
  • Nehmen Sie sich mehr Zeit für Ihre Arbeit- Sie benötigen einfach mehr Zeit, weil alle Prozesse im Körper etwas langsamer ablaufen- so ist es nun einmal. Ihren Lieblingsoldtimer scheuchen Sie ja auch nicht mehr mit 160 über die Autobahn, sondern fahren gemächlich über die Landstraße;)
  • Nehmen Sie sich Zeit für drei ausgewogene Mahlzeiten mit deutlich weniger Kalorien als mit 20- wir benötigen ab der magischen 50 unter Umständen 300 bis 500 kcal weniger/ Tag- die Mahlzeiten sollten aus Gemüse, etwas Obst, Fisch, in Maßen Fleisch, sehr wenig Brot und Brotbelag und aus sehr, sehr wenig Süßem bestehen- Zwischenmahlzeiten streichen, denn die belasten nicht nur die Kalorienbank, sondern auch unser älter werdendes Verdauungssystem.

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  • Bewegung- beugt der Zellalterung vor, schützt in gewissem Maß vor Knochenschwund und einem zu starken Übergewicht- aber in Maßen und in Muße- gehetzt zwischendurch bringt es gar nichts, denn in der Ruhe liegt die Kraft- ideal sind zwei Einheiten Ausdauer/ Woche, ein- bis zwei Einheiten Krafttraining und eine Einheit Stretching/ Entspannung- ideale Sportarten sind Walking, leichtes Jogging für Geübte, Muskeltraining mit Freihanteln, Schwimmen, Aquafit- Kurse, Yoga oder QiGong, moderater Kampfsport wie WingTsung, Karate oder Aikido…
  • Lesen Sie, bilden Sie sich weiter- ein interessanter Vortrag, jede Woche ein kleines Sachbuch, lesen Sie über Gesundheit und Körper, absolvieren Sie nur für sich eine Ausbildung im Bereich Gesundheit oder, oder, oder… erweitern Sie einfach Ihren Horizont- das hält im Kopf rege und wer weiß, vielleicht starten Sie mit einer gewissen Gelassenheit noch einmal beruflich neu durch?
  • Gehen Sie zur Prävention- die Kasse zahlt Untersuchungen zur Früherkennung von schweren Erkrankungen und nutzen Sie die Möglichkeit, z. B. mit Hilfe der chinesischen Medizin präventiv tätig zu werden- zum Wohl einer Gesundheit, die Sie in Würde und Gelassenheit altern lässt. Akupunktur und Kräutermedizin können nämlich die Zipperlein noch ein wenig warten lassen. In der Chinesischen Medizin und auch in diesem Kulturkreis ist das Altern kein Stigma, im Gegenteil, die Weisheit des Alters wird sehr geschätzt. Jing und Yang, aber auch Yin nehmen ab, der ältere Mensch benötigt mehr Pausen…na und…dafür greift er auf einen unsagbaren Schatz an Erfahrung zurück, ist deutlich gründlicher in allem was er anpackt und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen- sollte er zumindest nicht;)
  • Lernen Sie zu meditieren- Meditation ist keine Spinnerei- Meditation ist Körperarbeit mit dem eigenen Ich, sie schult Achtsamkeit und Geduld mit sich, mit anderen und mit … dem Älterwerden;) und sie gibt uns Gelassenheit(nach R. Niebuhr):

“ Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

So sollten wir es auch mit dem Altern halten- er ist nicht aufzuhalten- des Lebens Weg, aber wir erhalten mit dem Altern die Weisheit, es gelassen zu sehen und … zu lächeln.

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