Hormonschwankungen

Bekannt als Futter- und Wiesenpflanze ist die…

Als ich das erste Mal mit der Heilkraft des Rotklee’s konfrontiert wurde, war ich gerade einmal 10 Jahre alt. Ich hatte nach meiner Mumps- Erkrankung keinen Appetit und meine Omi gab mir einen Rotklee-Tee mit etwas Honig über einige Tage und bald schon war wieder ein gesunder Appetit zurück. Mittlerweile kenne ich die tolle Wirkung dieser Wiesen- und Weidenpflanze etwas besser 😉 Klee generell kann als Heilpflanze eingesetzt werden:

  • …er wirkt durch Isoflavone, Proteine, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Glykoside und Phenole blutreinigend und auch erweichend; wird in unserer westlichen Naturheilkunde bei Appetitlosigkeit, Gicht, Leberstörungen, Hautproblemen und zur Linderung hormoneller Störungen nicht nur in den Wechseljahren eingesetzt.
  • Gemäß der chinesischen Kräutermedizin hat er durch seinen mild süßen- salzigen Geschmack und die frisch- kühlende Wirkung einen besonderen Einfluss auf die Funktionskreise Leber, Uterus als Sondermeridian, Herz, Nieren, Magen, Lunge und Blase. Er tonisiert das Yin und Qi, aktiviert und kühlt das Blut Xue, leitet Toxine und toxische Hitze aus; kühlt und wärmt zugleich zum Beispiel bei Kälte-Bi und kann trotzdem bei Sommerhitze helfen;
  • …auch bei Hautleiden durch die Ausleitung der Hitze und Tonisierung des Yin;
  • …er leitet feuchte Hitze vor allem auch aus dem unteren Erwärmer(Jiao) aus, bspw. bei Ausfluss, Blasenentzündungen u.s.w.

Zusammengefasst: krampflösend, schleimlösend, nährend, befeuchtend, entspannend, zusammenziehend, erweichend, antitumoral, Östrogenbildung anregend 🙂

Rezept für ein Brustöl: zu gleichen Teilen nimmt man

  • Löwenzahn, das ganze blühende Kraut mit Blättern, Stengeln und Blüten
  • Frauenmantel
  • Angelikawurzel
  • Salbei (wahlweise bei starkem Schwitzen)
  • Schafgarbe
  • Rotklee
  • Pflanzenöl (z.B. Ölivenöl)

Die Kräuter können frisch oder getrocknet sein. Bei getrockneten Kräutern kann man außer der beschriebenen Methode mit dem heißen Wasserbad auch einen Kaltansatz machen, bei frischen Kräutern sollte man jedoch das Wasserbad verwenden und nur wenige Tage ziehen lassen damit sie nicht verderben(im Öl). Nun geht es an’s zubereiten: Fülle ein Glas etwa zu zwei Drittel mit den geschnittenen Kräutern. Gieße das Bioöl über die Kräuter und Wurzel- verschließe das Glas. Jetzt das Öl im Wasserbad erhitzen und etwa 15 Minuten köcheln lassen, dann abstellen und langsam abkühlen lassen- warm stellen. In den nächsten drei Tagen das Gefäß immer mal wieder schütteln und dann geht es an’s Abfiltern und Abgießen mit einem Kaffeefilter oder Tuch/feines Sieb und einem zweiten Gefäß. Setze den Kaffeefilter/Tuch/Sieb über das zweite Glas, so dass der Rand übersteht und den Kaffeefilter/Sieb/Tuch an Ort und Stelle hält. Gieß Öl und die Kräuter in den Kaffeefilter…- das Öl beginnt abzutropfen. Es dauert einige Stunden- hab Geduld, bis alles abgetropft ist 😉 Ganz zum Schluss fülle das Filtrat in eine dunkle Flasche und beschrifte es- dieses Öl hilft nicht nur bei Brustschmerzen; die Kräutermischung hilft, die Brust zu straffen, die Angst vor Brustkrebs zu nehmen, Brustspannen zu lindern, gegen Brustknoten, Brustzysten und Milchstau. Sinnvoll ist es, das Brustöl ein- bis zweimal täglich liebevoll in die Brust einzumassieren. Gehen Sie mit Respekt mit dem Busen um, aber auch nicht zu zimperlich- er dankt es mit einem guten Gefühl. Das Öl kann auch leicht angewärmt auf die Region des Uterus bei Regelschmerzen einmassiert werden.

Tee: zwei Esslöffel der Blüten frisch oder getrocknet mit 250 ml abgekochtem, etwa 80 Grad heißen Wasser übergießen und 8-10 Minuten ziehen lassen, langsam trinken, ggf. mit einem Teelöffel Honig süßen(aber erst auf Trinktemperatur abkühlen lassen)- zwei bis drei Tassen/ Tag nehmen- für Kinder nimmt man ein Viertel der Dosis 🙂

Gutes Gelingen und gute Gesundheit- alles Liebe- Ihre Kira Schwarzrock

Die Tage vor den Tagen

Fühlen Sie sich vor der Periode matt, unausgeglichen oder verspüren Sie Druck/ Schmerzen in der Brust oder im Unterleib- dann sind Sie ggf. vom PMS, dem Prämenstruellen Syndrom, betroffen.

Als PMS werden gesundheitliche Beschwerden vor der Periode bezeichnet. Die moderne Medizin bezeichnet die Summe der Beschwerden nicht als eine Krankheit, das Syndrom beeinflusst jedoch erheblich die Gesundheit der Frau sowie ihr ganzes Umfeld. Die westliche Medizin misst diesem Zustand und seinen Beschwerden keine große Bedeutung bei und bagatellisiert dies häufig. Diese Einstellung ist falsch. Die Frau und ihre Gesundheit/ das Hormonsystem ist wie ein leicht zerbrechliches Tongefäß und als solches sollte sie immer behandelt werden. Das sehr anspruchsvolle Leben der heutigen Frau, beeinflusst vom hektischen modernen Lebensstil und der stressigen, schnelllebigen Zeit wirkt sich zusammen mit anderen Faktoren auf den gesundheitlichen Zustand und somit auch auf die Menstruation aus. Alle psychischen und physiologischen Abläufe im Körper einer Frau hängen während der gesamten fruchtbaren Lebenszeit eng mit der Periode zusammen. Eine gesunde Menstruation, d. h. eine Menstruation die regelmäßig (nach 26-29 Tagen) einsetzt, nicht schmerzhaft ist, etwa 5 Tage dauert, und bei der keine Schmierblutungen und Ausflüsse sowie keine Symptome vorher auftreten, ist für die Funktionalität und das Wohlbefinden/ die Gesundheit von grundlegender Bedeutung. Das prämenstruelle Syndrom ist an sich keine Krankheit, sondern ein Komplex von Symptomen, die zwar einzeln nicht so schwerwiegend sind, aber in ihrer komplexen Auswirkung eine ganze Reihe an Krankheiten verursachen können. In den asiatischen Ländern werden diese Symptome deshalb auch mit der nötigen Wertung bedacht und konsequent behandelt, damit es nicht zu tiefgreifenden Erkrankungen kommt.

Wie erkennt “ Frau“ nun aber, ob ein PMS vorliegt? Es gibt zwei Arten von Beschwerden – psychische und physische. Zu den typischen psychischen Symptomen gehören schneller Stimmungswechsel, Gereiztheit, Weinerlichkeit, Melancholie bis hin zu depressiven Verstimmungen, oder auch erhöhte Arbeitsaktivitäten, Wortkargheit oder Redseligkeit … –  oft sagt dann der Partner schon “ Ah, es ist wieder soweit, Du bekommst Deine Periode „. Zu den physischen Symptomen zählen Schmerzen und Vergrößerungen der Brüste, Druck auf der Brust, Kloß im Hals, häufiges Seufzen oder Gähnen, aufgeblähter und vergrößerter Bauch, Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen, geschwollene Beine oder ein geschwollenes Gesicht , Akne oder Ekzeme, übermäßige Lust auf Süßes, Eierstockzysten(zyklische Zysten), Bindegewebe-Verhärtungen in den Brüsten, Kopfschmerzen, leichter Ausfluss…

In der chinesischen Medizin wird das PMS wie folgt gesehen:

Bei der Menstruation spielen diese drei Meridianen eine entscheidende Rolle: die Nierenleitbahn, die Leberleitbahn und die Milzleitbahn. Für die Beschwerden sind im Wesentlichen die Leberleitbahn und die Milzleitbahn verantwortlich. Die Milzleitbahn „produziert“ das Blut und die Leberleitbahn übernimmt die Rolle eines “ Reservoirs“. Dieses stellen wir uns als ein Gefäß vor, das sich bei einer gesunden Frau- optimal – 27 Tage lang füllt, um dann am 28. Tag – dem Eintritt der Blutung- überzulaufen. “ Die Blutung einer Frau sei wie ein leichter Sommerregen“- sagen die Klassiker. Jede psychische Belastung wird gleichzeitig zuerst in die Leberleitbahn geleitet. Im Prinzip ist es egal, ob es sich um unterdrückte und zurückgehaltene oder aggressive Emotionen handelt – alle führen am Ende zu einem langsamen Fluß  von Blut und Energie(Qi) in der Leberleitbahn bis hin zur Blockade/ Stagnation. Der blockierte Fluß von Blut und Qi im Lebermeridian unterdrückt dann den Funktionsfluß des Milzmeridians, welcher dadurch nicht mehr genug Energie und Blut produziert. So entsteht ein Teufelskreis. Die Beschwerden- mental wie auch physisch- sind die Folge von Stagnation in der Leber aufgrund von Blut- und Energieblockade. Ursächlich stehen dafür:

  1. Emotionen – ob schwache, aber dafür häufig auftretende, oder starke in Form von nicht verarbeiteten Ängsten, Sorgen oder Zorn,
  2. „schwaches“ Blut in der Leber – sinnbildlich wie eine Quelle oder ein Brunnen mit wenig Wasser, welches keine Kraft mehr zum Fließen hat und damit den Brunnen oder die Quelle zum Versiegen bringt oder aus diesen einen „Tümpel“ macht- eine Stagnation entsteht.

„Was tun“ sprach schon Zeus?

Die Blockade von Energie und Blut im Lebermeridian ist mit einem „Schnüren der Körpermitte“ zu vergleichen. Wie bei einem Korsett entsteht von der Taille nach oben ein Überschuss und nach unten ein Mangel oder „innere Hitze“ in der oberen Körperhälfte und ein Kältezustand in den unteren Gliedmaßen… Dieser Zustand wird in der modernen Medizin gar nicht klassifiziert und damit auch nicht behandelt. Patientinnen mit fortgeschrittenen Beschwerden enden dann beim Psychologen oder Psychiater, losgelöst vom Ganzen betrachtet und im schlimmsten Fall mit Antidepressiva behandelt.

In der CM wird das PMS recht erfolgreich behandelt, es dauert nur seine Zeit- Patient und Behandler müssen sich Zeit nehmen! Anhand eines Beispiels lässt sich das Vorgehen gut erklären- der berühmte Globus hystericus (subjektives Gefühl eines „Kloß im Hals“ oder dauerhaftes zusammenziehendes Gefühl auf der Brust, das sich vor allem beim Stress verstärkt- alles ohne organische Ursache) ist aus der Sicht der CM absolut logisch zu erklären. Es geht um eine bestehende Blockade von Energie und Blut in der Leberleitbahn, zu der durch emotionalen Stress eine weitere Energie- und Blutblockade kommt. Ähnlich sind auch alle anderen Symptome beim PMS erklärbar – vor der Menstruation entsteht eine physiologische Blut- und Energieblockade in der Leberleitbahn (das Blutreservoir wirkt vor allem 3-5 Tage vor der Menstruationsblutung wie ein Druckkochtopf). Wenn diese natürliche Blockade auf einen bereits pathologisch blockierten Bereich  stößt (ob emotional oder infolge von Blutmangel), dann führt es zu den bekannten Beschwerden. Durch die Blockade, die früher oder später in innere Hitze umgewandelt wird, wird auch der Geist(Shen, das Herz) unruhig, gereizt und launenhaft, die innere Hitze drängt ggf. nach Außen (Akne, Ekzeme, gerötete und sensible Haut). Ähnlich deutet auch Seufzen, Gähnen und häufiges tiefes Durchatmen darauf hin, dass der Organismus „mechanisch“ versucht die Blockade von Qi im Brustbereich zu lösen. Diese führt nicht selten zu Kopf- oder Brustschmerzen, denn gemäß der CM ist jeder Schmerz wie “ Hunger des Gewebes und der Schrei nach freiem Qi „zu sehen. Daher wird das Hauptaugenmerk bei der Behandlung diese Beschwerden auf das Lösen der Blockade und die Harmonisierung/ das Ausbalancieren der Meridiane ausgerichtet. Das ist eine sehr feine und anspruchsvolle Arbeit- Akupunktur, Kräutermedizin, Tuina/ Shiatsu und Qi gong stehen mir/ uns zur Verfügung.

Diese Beschwerden sind sehr ernst zu nehmen, die Ursache muss genau ergründet werden, denn…

…aus der Sicht der CM besteht das Risiko darin, dass jede Blockade später auch physische Auswirkungen haben kann – “ der Brunnen/ die Quelle ist verstopft“ und kann sich in Form einer Zyste oder eines Geschwulst, z. Bsp. eines Myoms „stauen“… ein Teufelskreis aus Sorge, Angst, körperlichen Beschwerden entsteht und führt immer wieder zu einer Verstärkung der Beschwerden oder zu wirklich schlimmen Ekrankungen. Deshalb… wehret den Anfängen. Dazu wird die Blockade des Leber- Qi gelöst und die Leberleitbahn und damit auch die Emotionen “ freigeschaufelt“,  damit wird die Milz gestärkt und das Blut genährt und in Fluß gebracht .

Zur Unterstützung der Akupunktur- eine Woche vor der Menstruation und zur Zeit des Eisprungs durchgeführt- gibt es drei Kräutermischungen, welche direkt auf das Blut und Qi des Lebermeridains zielen, die Milz ernähren und den Shen(Geist) beruhigen. Auch mit westlichen Kräutern/ Urtinkturen lässt sich dabei gut arbeiten. Und… Frau sollte sich bewegen, denn Bewegung fördert den freien Fluß von Qi und Blut- mit einfachen Übungen aus dem Yoga und Qi Gong lassen sich die PMS- Symptome lindern und in der Endkonsequenz im Zusammenhang mit Akupunktur und Kräutern können diese auch ganz verschwinden.

Lesen Sie dazu “ Der Weg der Kaiserin“- ein wunderbares Buch für Frau und Mann!

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