Ernährung

Herzlich Willkommen zur Fragerunde… wie wird Butter in der chinesischen Medizin diskutiert

Ich bin beeindruckt, wieviele Fragen und Anregungen mich per Mail erreichten- vielen Dank für Euer/ Ihr Interesse!

Butter- gold-gelb und in der Ernährungslehre der asiatischen und auch europäischen traditionellen Medizin tatsächlich Gold wert.

Butter ist das JING der Milch; Butter ist so wertvoll für unsere Ernährung und das Verwenden von echter Butter in Bio-Qualität ist sinnvoll:

  • Butter ist ein sehr wertvolles, nahrhaftes und JING und Blut- aufbauendes Nahrungsmittel; es sollte maßvoll, aber regelmäßig konsumiert werden…
  • …dabei ist auf Bio-Qualität zu achten oder sie sogar selbst aus Bio-Milch, Rohmilch… herstellen 🙂
  • Butter ist neutral vom Temperaturverhalten, im Geschmack süss und wirkt positiv auf die Funktionskreise Milz, Lunge, Niere, Leber und das Gedärm.

Für die Butter gelten drei wesentliche TCM Wirkungen; im Körper wirkt sie:

1. Yin tonisierend…

…bei Trockenheit, unproduktivem Husten, Blut im Sputum, Schleimhauterkrankungen besonders in den Atemwegen, Verstopfung, rissiger, trockener und welker Haut, Krätze, Mundgeschwüren, Durst, Nachtschweiß, Erschöpfung, Auszehrung, auch bei Diabetes mellitus durch Leere-Hitze und Alterserkrankungen.

verwende zum Backen gute Butter in Maßen anstatt minderwertiger Öle oder Ersatzprodukte

2. Qi tonisierend…

auf das Nieren-Qi, bei Kraftlosigkeit, Müdigkeit, mentaler und geistiger Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Überanstrengung, Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit, Immunschwäche und sie wirkt stark tonisierend auf das Wei-Qi.

3. Blut tonisierend auf…

das Leber-Blut, auf die Haut, auf die Sinnesorgane und besonders bei Schwindel und verschwommener Sicht, das Blut nach Entbindungen, schweren Operationen…

Butter verstärkt das Qi von Eintopf, Suppe oder Brühe 🙂

Neben einem guten Verhältnis der Fettsäuren liefert Butter zahlreiche Vitamine wie bspw. A und B12… daher ist es eine Mähr, dass Butter generell einen schlechten Einfluss auf die Blutfettwerte und das Cholesterin hat. Cholesterin kommt natürlich im Körper vor; das schlechte LDL-Cholesterin erhöht sich in erster Linie durch den maßlosen Konsum von „schlechten“ Fetten aus qualitativ ungenügenden Nahrungsmitteln, aus zuviel an Fleisch, Fett und Wurst.

Fazit: maßvoll genossen ist Butter sehr wertvoll in der Ernährung und für unsere Gesundheit und es ist allemal besser, am Nachmittag ein gutes Bio-Brot(getoastet oder in der Pfanne geröstet) mit etwas Butter anstatt Kuchen zu essen 😉 … denn Butterbrot ist ursprünglich tatsächlich „nur“ Brot und Butter- und vielleicht mit der nachfolgenden 😉 Kräuterbutter…

Rezept:

250 Gramm Bio-Süßmolkebutter werden mit je einer Prise Salz, Pfeffer und Paprika und mit je einer Handvoll fein gehackten Kräutern- Petersilie, Bärlauch, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln- und einigen Zweigen Dill und Basilikum gut vermengt und mehrfach durchgerührt; dann in kleine Förmchen gepresst und zu Pellkartoffeln oder Ofengemüse serviert 🙂 – guten Appetit! Im Frühjahr nehme ich auch sehr gerne Wildkräuter wie Giersch, Vogelmiere, Gundermann und Löwenzahn dazu.

Nächste Woche wird das Thema Neurodermitis diskutiert- kurz und knapp… ich wünsche Euch/Ihnen einen guten Start in die Woche- alles Liebe

Kira

Herzlich Willkommen zur Fragerunde… wie wird Obst in der chinesischen Medizin diskutiert

…danke für diese Anfrage- wie spannend, da ja landläufig die Meinung besteht, dass Obst immer nur gesund sein kann 😉

Erdbeere und chinesische Himbeeren 🙂

Generell wird Obst als ein wertvolles Lebensmittl angesehen; Obst ist so wichtig für die Tonisierung von Yin, den Säften, vom Blut- gleichzeitig so wertvoll zur Ausleitung von Nässe und Hitze; es sind allerdings ein paar Empfehlungen wichtig, damit uns die gute Energie von Obst auch tatsächlich zur Verfügung steht:

  • Verwende generell Bio-Obst
  • Nutze das regionale und saisonale Obst- dementsprechend werden die entsprechenden Elemente tonisiert… bspw. ein Apfel reift im Spätsommer/Herbst- er tonisiert das Metallelement mit Lunge und Dickdarm- hat einen positiven Einfluss besonders auf das Lungen-Qi und die „Arbeit“ des Dickdarm’s
  • Obst ist generell frisch vom Temperaturverhalten- bei gutem Willen auch neutral 😉 ; d.h. Obst wirkt immer auch frisch im Körper, wenn es roh verzehrt wird- daher ist die beste Zeit der Nachmittag für den Obstkonsum- vielleicht nimmst Du anstatt eines Kuchens eher mal eine Portion Obst am Nachmittag zu Dir 🙂
Zitrusfrüchte wirken frisch-kühl, eignen sich besonders im Sommer für eine Erfrischung am Nachmittag
  • Jegliche Form von Obst ist bekömmlicher, wenn es als leichtes Kompott gegessen wird- dann ist es auch zum Frühstück perfekt…
  • Sommerobst ist tendentiell frischer und kühlender als Obst, das im Herbst heranreift…
  • Südfrüchte sind immer kühl in der Qualität und wirken daher sehr abkühlend; sind bspw. gut gegen Hitze geeignet… also im Sommer als frischer Drink oder Smoothie gut und erfrischend gegen die Sommerhitze- allerdings … maßvoll genossen und mit ein paar Gewürzen wie Zimt oder Kardamom deutlich bekömmlicher; hier besonders für Menschen mit Yang-Mangel(frieren, blass…) oder mit Milz-Qi-Schwäche(blass, wenig Appetit, viel Feuchtigkeit und sehr dünner Stuhlgang/ häufiger, eher dünnerer Stuhlgang);
  • Südfrüchte können in Massen gegessen sehr stark Feuchtigkeit produzieren- hier sei stellvertretend die Banane genannt; Bananen sind sehr wertvoll, allerdings besteht die Gefahr des Entstehens von Feuchtigkeit- daher sind Bananen für Menschen mit geschwollener Zunge, Schweregefühl, Aufgedunsenheit, Ödemen, benebeltem Kopf, verzögerter Sprache… nicht geeignet;
  • Regionales Obst zeichnet sich dadurch aus, dass je nach Saison eine sehr starke- positive wie auch negative- Wirkung auf die jeweiligen Elemente, Meridiane und Organe ausgeübt werden kann- zuviel an Erdbeeren bspw. löst Allergien, Durchfall, Blähungen aus; maßvoll gegessen tonisieren sie die Säfte und erfrischen, leiten Hitze aus und wirken vitalisierend; Beerenfrüchte des Sommers erfrischen, wirken gegen toxische Hitze und Entzündungen- bspw. Blaubeeren im Juli/ August sind exzellent gegen Hitze-Rheuma oder auch Sommer-„Entzündungen“…
Feigen tonisieren sehr stark Blut und Yin allgemein

Obst sollte immer nach einer warmen Mahlzeit genossen werden bzw. mit einem wärmenden Getränk oder einer Brühe- dann ist es leichter verdaulich; als Kompott kann es im Zusammenhang mit anderen Lebensmitteln aber auch allein verzehrt werden.

Aus schulmedizinischer Sicht enthält Obst sehr viel Zucker- logisch; bei Beerenfrüchten ist es etwas weniger… daher sollte Obst maßvoll täglich mit einer Portion genossen werden. Eine Portion entspricht (d)einer Innenhand voll; d.h. dass ein kleiner oder mittelgroßer Apfel bspw. eine Portion darstellt; und auch aus dieser „modernen“ Sicht hift viel nicht viel…Diabetes bspw. ist eine Störung im Kohlenhydratstoffwechsel- daher hierbei das Obst auf jeden Fall zum Abend meiden und tatsächlich nur eine Portion am Tag nehmen- bei diesem Kranheitsbild(Feuchte Hitze) eher zu grünem Gemüse und Gemüse mit wenig Zuckeranteil greifen(Sellerie, Kohl, helle Wurzeln, grüne Gemüsesorten…) und heimischem Obst mit wenig Zucker- alte Apfelsorten- greifen 🙂

Was wichtig zu wissen ist, dass unser heutiges Obst- besonders die neuen Züchtungen- weniger Bitterstoffe enthalten, dafür mehr Zucker und durch die Formen der Haltbarmachung leider auch weniger Mikronährstoffe. Selbst wenn wir täglich einen Apfel essen 😉 „One apple a day…“ oder anderes Obst kann es sein, dass wir ein Defizit an Vitaminen und Spurenelementen haben/ entwickeln. Daher kann es wichtig sein, dass die Blutwerte wenigstens einmal/ Jahr dahingehend überprüft werden.

Obst ist wertvoll- mit der gebotenen Ehrfurcht vor diesem energetisch wichtigen Nahrungsmittel ist es wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden 🙂

Backäpfel mit Zimt- hervorragend für ein Frühstück oder zum Mittag

Genießt Obst und habt eine gute Woche- zur Gesundheit und liebe Grüße

Kira

Herzlich Willkommen zur Fragerunde… wie werden Emotionen in der Chinesischen Medizin diskutiert…

…spannende Frage- danke dafür; Emotionen haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden, auf unsere Gesundheit, auf unser Leben:

  • Emotionen wie Lebensfreude, maßvoller Genuss, Liebe und Frohsinn beeinflussen unser WeiQi- das Immunsystem- und unsere innere Balance positiv- wir fühlen uns wohl, sind leistungsfähig und in der Lage, dem Leben aufmerksam, aufgeschlossen und positiv zu begegnen.

Was uns krank werden lässt, sind die negativen Emotionen, die im Übermaß auftreten können und die so genannten Geistesgifte sind:

Angst lähmt
  • Angst ist den Nieren zugeordnet und führt im Übermaß zur Auflösung des Nieren Qi; das MingMen-Feuer wird geschwächt- Yang und Yin werden instabil; das unkontrollierte, nicht mehr verankerte Yang steigt nach oben und führt zu muskulärer Anspannung und Stauung; und das schwache Yin kann das Qi nicht halten- es kommt zu einer Schwäche bspw. im Yang-Organ Blase und dies führt zu Blasenschwäche oder Inkontinenz. Das zu starke Yang im oberen Jiao führt zu einem pathologischen Herz-Feuer… der Mund wird trocken, es stellt sich ggf. ein bitterer Mundgeschmack ein und es kann zu Störungen in der Sprache kommen- Angst, eine Symptomatik, die mir im letzten Jahr in zahlreichen Facetten sehr oft in der Praxis begegnet.
  • Zorn führt zu einem aufsteigenden Yang der Leber/ Gallenblase und führt zu innerem Wind und Qi-Stase bspw. zu Migräne und Neuralgien…
  • Trauer führt zu einem „Zusammenbruch“ des Lungen-Qi; die Zukunft wird in Frage gestellt; Haut, Funktionen des Dickdarm’s, der Lunge und Lebensfreude verändern sich bzw. schwinden-Astma, Luftnot, Husten stellen sich ein; Akne, Neurodermitis u.a. mehr verstärken sich…
  • Nachdenklichkeit und Grübeln stören die Energie von Magen, Milz und Bauchspeicheldrüse; deren Energie staut sich, kann nicht mehr absteigen und es stellen sich verschiedenste Beschwerden ein die sich im Bereich von Akne bis Zysten bewegen können; chronische Gastritis bspw. ist typisch für den „Dauergrübler“ ohne Resultat…
  • Begierde und „Dauerfreude“ zerstreuen das Herz-Qi; es stellen sich Unruhe, Schlafstörungen, Sprachstörungen und Herzschwäche im engeren und weiteren Sinn ein…

…und die schlimmsten der Emotionen sind…

Agression kann mit Neid/Eifersucht einher gehen
  • Eifersucht und Neid/ böser Tratsch– es ist hier dieses obzessive Verhalten gemeint; das Verhaften in der Vergangenheit ohne die Gegenwart oder Zukunft zu focussieren; es ist eine vorherrschende Dysbalance zwischen dem Wasser- und Holzelement, welche zu einer zentralen Störung im Körper führen kann…
  • …zum einen kann diese Emotion zur Aggression mit aufsteigendem Leber-Yang und stauendem Qi führen(häufig bei Männern)- am Ende der Kette stehen dann nachtragenden Vorwürfe, Verlustangst und Depressionen; zum anderen steht zuerst die Verlustangst(Frauen), die ggf. in Agressivität, Hass, Grübeln und dem verhaftet sein in der Vergangenheit mündet;
  • … beides- sowohl die Qi-Stase, als auch die Angst im Rahmen von Eifersucht/Neid/Tratsch führen zu feuchter Hitze, die das Ansammeln von Toxinen im Körper als Substanz und dem Blut begünstigen.

Diese feuchte Hitze, die Toxine, die Blut-Hitze macht den Betroffenen angreifbar für alle äußeren Einflüsse, die Meridiane sind dann bereits komplett gestört und die Organe(ZhangFu) werden geschädigt… es treten solche Symptome wie Ausfluss, Leberprobleme, Entzündungen, Asthma, verstärkte Akne im Bereich des Rückens, der Genitalien aber auch Uterus- oder Prostata-Entzündungen auf…

Migräne als Zustand einer unverarbeiteten Emotion

Diese feuchte Hitze-Symptome sind so vielfältig und müssen vom Therapeuten/ der Therapeutin sorgfältig eroiert werden; die Behandlung ist sehr langwierig- neben der Akupunktur kommen als notwendige und unabdingbare Behandlungsmethoden Meditation, Ernährungstherapie und Kräutermedizin zum Einsatz.

Die Assoziationen zwischen Emotionen und Krankheiten sind in allen ganzheitlichen Medizinrichtungen bekannt- in der Chinesischen Medizin, der Medizin aus Tibet, dem Ayurveda und der Klostermedizin in Europa(Hildegard von Bingen)- so ganzheitlich ist dann auch der Behandlungsansatz.

Aderlass nach Hildegard von Bingen

Emotionen und Krankheiten- ja, der Zusammenhang ist erkennbar- unsere Aufgabe in der Therapie… wir müssen unvoreingenommen und genau hinschauen und mit dem Herzen zuhören- dann erkennen wir “ des Pudels Kern“

Welche Möglichkeiten gibt es bei mir in der Praxisarbeit:

  • Yogatherapie
  • Kräutermedizin
  • Meditation
  • Ernährungstherapie
  • Akupunktur, TuiNa, Aderlass nach Hildegard von Bingen
Meditation

Emotionen spiegeln unseren Zustand, unsere Seele- wichtig ist, dass wie uns von ihnen nicht beherrschen lassen, sondern wir sie für uns und unser Wohlbefinden nutzen.

Alles Liebe und einen guten Start in die neue Woche wünscht Euch

Kira

Herzlich Willkommen zur Fragerunde… wie wird Hörsturz in der Chinesischen Medizin diskutiert…

Vorab: Vielen Dank für Eure Zuschriften und Anfragen- ich bin überrascht, wie groß das Interesse ist!

Ein Hörsturz erwischt Dich kalt- aus dem Nichts heraus- so ist die Situation aus der Empfindung der Betroffenen. Während in der modernen Medizin mittlerweile auch Stress und Durchblutungsstörungen als Ursache anerkannt sind, wissen wir in der Chinesischen Medizin, dass es für den Hörsturz und allgemein „Ohren-Symptome“ wesentliche auslösende Faktoren gibt, die extrem vielfältig sind:

  • Das Ohr wird von verschiedenen Funktionskreisen innerviert- verstehe das Ohr aus Sicht der Chinesischen Medizin und du verstehst den „Hörsturz“; es sind die Gallenblasen-, Dünndarm(Verstehen im engeren und weiteren Sinn)-, SanJiao(Stoffwechsel)- und Magen- Meridiane, dann eine spezielle Abzweigung des Dickdarms- der Dickdarm- Luo-Mai-, die das Ohr „versorgen“ und zusätzlich hat das Ohr über die Luo(kleine Verbindungsmeridiane) einen direkten Bezug zum Ren- und Du-Mai; über das Ohr öffnet sich der Funktionskreis der Nieren(Hören im eigentlichen Sinn mit Yin und Jing) und auch der Leber-Funktionskreis kann sich über das Ohr „äußern“(Leber-Feuer).
  • Alle diese Meridiansysteme wirken auch bei weiteren Erkrankungen mit; Hörsturz und „Ohren-Symptome“ sind oft Begleitphänome anderer Erkrankungen wie z.B. von chronischen Nebenhöhlenprozessen, Zahn- und Kieferproblemen, Bluthochdruck, Rückenproblemen aller Wirbelsäulenabschnitte, Panik und Ängsten, chronischen Entzündungen oder auch Fibromyalgie…
  • … andererseits werden „Ohren-Symptome“ und der Hörsturz selbst auch durch eine schwere- berufliche- Stressphase ausgelöst und kann sich nicht mehr zurückbilden, obwohl der Betroffene ansonsten vollkommen gesund erscheint. In den meisten Fällen ist der Organismus viele Jahre überfordert; konnte er in der Vergangenheit vielleicht noch eine gewisse Balance halten, so bringt jetzt ein akutes Ereignis- wie Stress, eine Erkältung oder ein emotionales Trauma- das „Baumhaus zum Einsturz“.
  • Als Ursachen nach den Kriterien der Chinesischen Medizin kommen sowohl biographisch erworbene Spannungsdysbalancen im ShaoYang, in der Skelettmuskulatur(Qi- und Blut-Stasis) in Frage, aber auch Verschlackungstendenzen(Feuchtigkeit und Schleim Tan), Kälte-Invasionen(Wind-Kälte) oder Bluthitze(Wind-Hitze, Yin-Mangel mit Schädigung der Essenz, aufsteigendes Feuer) dominieren; es herrscht in vielen Fällen eine Dysbalance zwischen Holz- und Wasserelement.
Meditation; Yoga mit MUDRA’S

Behandlungsmöglichkeiten- immer individuell:

  • Stressreduktion und lösen von Spannungsfeldern im Lebensalltag- YangShen(Lebenspflege) im Alltag;
  • Kräutermedizin mit westlichen und/oder chinesischen Kräutern;
  • Akupunktur- unentbehrlich, Schröpfen, Moxa-Therapie;
  • Aderlass;
  • Ernährungstherapie und/oder Fasten;
  • TuiNa; Shiatsu
  • QiGong und Yoga; Walking; Atemtherapie;
TuiNa oder Shiatsu

Mein Tipp:

  • Massiere täglich beide Ohrmuscheln; dies wirkt als Prävention, aber auch bei „Ohr-Symptomen“- beginne an der Ohrspitze, massiere das Ohr außen bis zu den Ohrläppchen, ebenfalls innen und auch den Übergang zum Gesicht- wiederhole die Massage drei- bis viermal oder auch öfter- einfach bis zur merklichen guten Durchlutung des Ohres.

Sehr wichtig ist, dass die/der Betroffene wieder richtig gut und erholsam den Schlaf erlernen und auch praktizieren.

Ernährungshinweise:

  • Bei Ohrproblemen verbieten sich Knoblauch, Zwiebeln und andere Lauchgewächse, Alkohol, Scharfes, keine Fertigprodukte, bei Schleim keine Milchprodukte und kein Brot

Noch eine Anmerkung: Hören und Verstehen sind zwei Paar Schuhe- allerdings lässt sich beides mit den oben genannten Möglichkeiten behandeln.

Die Behandlung von „Ohr-Symptomen“ ist langwierig; die Erkrankung baut sich oft über Jahre auf- daher benötigt es Monate bis zur Linderung oder Gesundung- und auch hier gilt:

Nur zusammen ist es zu schaffen- gemeinsam für Dich/Euch- nutze die Möglichkeiten… alles Liebe

Kira

QiGong und TaiJiChuan als Unterstützung

Die Fünf „Müdigkeiten“…

… beschreiben Faktoren, die gemäß der chinesischen und tibetanischen Medizin unser Körpergefühl, das Wohlbefinden und die Gesundheit negativ beeinflussen:

  • zu viel Sitzen– schwächt die Milz, damit die Bereitstellung und Transformation des Nahrungs-Qi und schädigt auf lange Sicht das Gewebe im Körper und dessen Funktionsweise; dabei sind das Bindegewebe, das Gewebe der Organe und auch die Funktionsweise der Organe gemeint;
  • zu viel Liegen– schwächt die Lunge und damit die Funktionsweisen von Haut und Schleimhäuten; daher sollten auch Kranke möglichst oft aufstehen oder zumindest zum Sitzen kommen( denken wir an Lungenentzündungen u.s.w….);
  • zu viel Stehen– schwächt und schädigt die Funktionsweise der Nieren und damit das gesamte Skelettsystem/ Zähne und Haarstruktur; die Nieren mit ihrem Nieren-Yang sind bspw. für einen schmerzfreien unteren Rücken zuständig- zu viel an Stehen schwächt dieses…;
  • zu viel Laufen– schwächt und schädigt die Funktionsweise der Leber und deren zugeordnete Strukturen wie Sehnen/Bänder/Muskeln und Faszien; Beispiel siehe unten;
  • zu viel an „Augenarbeit“/ Lesen/Denkarbeit- schädigt sowohl das Herz als Sitz des Geistes und Kaiser des Körpers, als auch die Augen und unser Gehirn auf lange Sicht; das Herz hat im Rahmen der Meridianstruktur eine direkte Verbindung zu den Augen, daher diese besondere Funktionskette;

Das Fazit dieser Empfehlungen- alles sollte im Gleichmaß und mit Maß und Ziel erfolgen- ein Beispiel:

  • Das Training eines Leistungssportlers… ohne Regeneration in Form eines guten und ausreichenden Schlaf’s und ohne Ausgleichtraining drohen Verletzungen und/oder die Leistung kann nicht punktgenau abgerufen werden

Ein weiteres Beispiel ist das Symptombild der Erschöpfung bzw. des BurnOut:

  • zu viel an Arbeit schädigt sowohl den Geist/ das Herz als auch das Blut…
  • zu wenig an Struktur und zu viel an „Verzetteln“; Perfektionismus… führen zur Erschöpfung- ein Automotor kann auch nicht 1000 km bis zum Anschlag gefahren werden…

Wir benötigen alles- Bewegung, Ruhe, geistige und körperliche Herausforderungen, gute Ziele und Meditation- dann bleiben Körper und Geist im Gleichgewicht und Gesundheit steht nicht’s im Weg.

Unterstützung in der Naturheilkunde geben bspw. :

  • Akupunktur, Tuina, Moxa, GuaShaFa, BaGuanFa,
  • Ernährungstherapie
  • Kräutermedizin
  • QiGong und Yoga
Tuina zur Stärkung der Nierenenergie
Meditatives Gehen aus dem QiGong- wirkt Geist beruhigend und bewegt Qi

Einen guten Start in die Woche und genießt den Frühling- alles Liebe

Kira

Die kleine Reihe der Klassischen Chinesischen Medizin Teil IX…

…räumt ein bisschen mit dem Mytos der chinesischen Ernährungslehre auf- denn es ist kein Hexenwerk:

  • Die Ernährungstherapie war und ist einer der wichtigsten Pfeiler in der chinesischen Medizin. Es gibt viele Parallelen zu unserer abendländischen Erfahrungsheilkunde und Ernährungstherapie bspw. der Ernährung in der Klosterheilkunde.
  • Ernährungstherapie ist preiswert und ohne Risiko, anders wie dies etwa bei einseitigen Diäten sein kann. Dabei ist sie sehr effektiv in ihrer Anwendung, denn schon im Altertum wusste man: „Lass deine Nahrung dein Heilmittel sein“.
  • Die Ernährungstherapie in der chinesischen Medizin beinhaltet eine gründliche, individuelle Diagnostik, auch wenn sicherlich nicht alle Krankheiten „nur“ mit Ernährungstherapie zu heilen sind. Allerdings- ohne eine typgerechte Ernährung ist es schwierig, Gesundheit zu erhalten oder neu zu gewinnen.
  • Die Ernährungstherapie unterstützt zu 80 % die Gesundung, denn viele Nahrungsmittel, Gewürze und Kräuter haben in ihrer Ursprünglichkeit tatsächlich „Heilwirkung“… als Beispiel nenne ich hier Galgant- ein Gewürz bspw. eine Wurzel ähnlich dem Ingwer; Galgant ist hilfreich bei einem kalten und schwachen Magen; oder Möhren- eine reine Möhrensuppe kuriert Verdauungsstörungen und wirkt diätetisch bei schweren Erkrankungen oder lindert die Beschwerden bei einer Chemotherapie.

Die Ernährung in der KCM beruht auf dem Prinzip der 5-Elemente; diese fünf Elemente sind Holz mit dem Geschmack sauer, Feuer mit dem Geschmack scharf, Erde mit dem Geschmack süß, Metall mit dem Geschmack scharf und Wasser mit dem Geschmack salzig. Sie beeinflussen die Körperfunktionen in unterschiedlicher Weise und sind den verschiedenen Organen zugeordnet- ähnlich auch wie in der Kräutermedizin in der KCM- siehe mein Beitrag hier unter ….http://spiritandbalance.de/die-kleine-reihe-zur-klassischen-chinesischen-medizin-teil-viii/

Die Tradition der Ernährungstherapie ist wohl eine der ältesten in der asiatischen Welt- wie generell in der chinesischen bzw. asiatischen Medizin geht es um die Harmonisierung der „sich gegenseitig anziehenden Gegensätze“, Yin (Materie) und Yang (Energie)- denn nur wenn zwischen diesen ein harmonisches Gleichgewicht herrscht, kann die Lebensenergie Qi ungestört fließen- Gesundheit, Wohlbefinden und seelische Ausgeglichenheit werden gestärkt und können sich entfalten 🙂

Generell vereinigen wir alle fünf Meridiansysteme, alle Geschmäcker und auch alle Temperaturen in unserer Nahrung- das eine oder andere überwiegt- ist uns deutlich zuträglicher… haben wir für einen bestimmten Geschmack oder eine bestimmte Temperatur eine Vorliebe, kann dies schon ein Hinweis auf eine Dysbalance sein- auch wenn keine Symptome von Krankheiten vorliegen. Hilfreich wäre hier die folgende Auflistung, um selbst eine Vorab-Einschätzung vornehmen zu können:

Erde-Milz/Magen-süß:

  • baut Qi auf
  • befeuchtet und entspannt
  • wirkt kräftigend
  • wirkt sättigend
  • die zugeordneten Nahrungsmittel machen bzw. sollten den Hauptteil der Ernährung ausmachen

Holz-Leber/Gallenbalse/sauer:

  • wirkt zusammenziehend und bewahrt die Säfte
  • wirkt kühlend
  • stärkt die Substanz

Feuer-Herz/Dünndarm/SanJiao/Herz als Meister(Pericard)- bitter:

  • trocknet aus
  • leitet nach unten
  • wirkt kühlend
  • verdauungsfördernd
  • reinigend
  • austrocknend
  • ist maßvoll hilfreich bei Übergewicht

Metall-Lunge/Dickdarm/scharf:

  • bewegt das Qi stark nach oben
  • löst Stagnationen und verteilt die Energie
  • wirkt wärmend und trocknend

Wasser-Niere/Blase/salzig:

  • leitet Qi nach unten
  • wirkt aufweichend bei Schleimansammlungen oder Geschwüren
  • bindet Wasser im Körper
  • ausleitende Wirkung
  • übermäßiger Salzkonsum führt zu Verhärtung, bspw. zu Arteriosklerose

Die thermische Wirkung- hierbei geht es mehr um die energetische Wirkung(Yang, Yin…)- dabei entspricht die energetische Temperatur eines Lebensmittels eher selten der tatsächlichen Temperatur- ein warmes Lebensmittel muss nicht warm sein, aber es wird dem Körper Wärme zuführen usw.:

  • kalte Nahrungsmittel wie bspw. Algen oder das kälteste- die Wassermelone- verlangsamen den Stoffwechsel, kühlen den Körper stark ab
  • erfrischende Lebensmittel wie bspw. Birnen oder Gerste- bauen die Körpersäfte (Körperflüssigkeiten) auf, tonisieren (stärken) das Blut, halten das Yin zusammen
  • neutral wirkende LM wie bspw. Reis, Amarath, Quinoa, Wurzelgemüse und vor allem gekochte Speisen- sorgen für Ausgewogenheit, stärken den gesamten Organismus und gleichen aus
  • warme LM wie bspw. Hafer, Kirschen, Ingwer…- stärken Yang und Qi, wärmen die Mitte und schützen den Körper vor äußeren Einflüssen,
  • heiße LM wie bspw. getrocknete Gewürze, Lamm und Wild, starke alkoholische Getränke…- bewegen das Qi, führen verstärkt Wärme zu und können schnell zu Überhitzung führen

Neben diesen Eigenschaften spielt die Zubereitung und der Reifezustand eine wesentliche Rolle zur Wirkung auf den menschlichen Körper:

  • Erwärmen– kochen, dünsten, dampfgaren, schmoren, blanchieren, backen, zerreiben, reiben, pürieren, in Essig einlegen, trocknen;
  • Erhitzen– grillen, rösten, braten, frittieren, mit oder in Alkohol zubereiten, scharfe Gewürze verwenden
  • Kühlen bzw. als Erfrischung– keimen lassen, in Wasser einlegen, in Sojasauce einlegen oder marinieren;
  • Kalt– in Salz einlegen oder tiefkühlen

Zwischen den fünf Elementen und allem, was zu ihnen gehört, bestehen zyklische Wechselwirkungen, die in Form von zwei Kreisläufen dargestellt werden, dem sogenannten erzeugenden oder nährenden und dem destruktiven Zyklus. Beim erzeugenden Zyklus nähren sich die Elemente gegenseitig: Das Holz nährt beim Verbrennen das Feuer, die dabei entstehende Asche wird zu Erde; in der Erde bilden sich Metalle, die das Wasser anziehen, und dieses ernährt wiederum die Pflanzen und Bäume. (Diese Reihenfolge der fünf Elemente wird oder sollte auch beim Kochen beachtet werden, damit die fertigen Speisen in energetischer Hinsicht möglichst harmonisch sind- allerdings sollte es im Alltag nicht ganz so streng gesehen werden 😉 )

Bei der Ernährung nach den fünf Elementen geht es nicht um die Einhaltung einer strikten Diät, sondern um die schrittweise Entwicklung einer gesunden Ernährungsweise. Im Rahmen der chinesischen Ernährungstherapie wird besonders auf die Verwendung von frischen und gehaltvollen Nahrungsmitteln aus regionalem und saisonalem Anbau geachtet. Das Verwenden von verarbeiteten Lebensmittel, wie bspw. Milchprodukten, sollte auf ein Mindestmaß beschränkt werden und Fast Food, raffinierte Lebensmittel … sollten gar nicht gegessen werden.

Hilfreich sind diese allgemeinen Hinweise:

  • frisch, saisonal, regional
  • zwei warme Mahlzeiten
  • regelmäßige Mahlzeiten ggf. intuitiv gegessen wie Frühstück zwischen 6-11; Mittagsmahl zwischen 12-15 Uhr ggf. das Abendessen dann vor 19 Uhr und alles maßvoll
  • warme Getränke
  • frische Kräuter und maßvoll getrocknete Gewürze
  • wenig Fleisch und Fisch, überwiegend pflanzenbasierte Nahrung
  • Suppen, Eintöpfe und Brühen sind prima als dritte Mahlzeit des Tages oder zum Frühstück
  • Rohkost immer nach einer gegarten Nahrung bzw. dazu bspw. Pellkartoffeln mit Ruccola und Ei…

Ernährungstherapie- kein Mysterium, sondern auch in der modernen Medizin mittlerweile sehr geschätzt…

Die individuellen Pläne erstelle ich immer nach einer umfassenden Anamnese- Rezepte gibt es dazu auch immer mal wieder hier auf meinem BLOG und jeder Patient/jede Patientin bekommt entsprechende Rezeptempfehlungen/ Buchempfehlungen.

Mein Tipp: Schritt für Schritt die empfohlenen Maßnahmen umsetzen und langsam sich an die größeren Unternehmen wagen; nicht stressen lassen- wenn mal das eine oder andere nicht gleich gelingt 😉 Nehmen Sie doch einfach mal an einem der Workshop’s in meiner Praxis teil- da sehen Sie, dass es tatsächlich kein Hexenwerk und sehr einfach umzusetzen ist.

Alles Liebe und eine gute Woche…vielleicht mit einem frischen Frühstück jeden Morgen 😉

Spinat-Frittata mit Vollkornbrot und frischen Kräutern

Kira

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil V…

…stellt euch heute das Pathogen Trockenheit vor. Trockene Haare, Haut, Augen… das alles können Symptome für Trockenheit sein; ja… auch parallel zu Feuchtigkeit und den anderen Pathogenen. Ganz häufig existieren mehrere Pathogene gleichzeitig im Körper; allerdings tritt Trockenheit oft erst in späteren Lebensjahren auf bzw. ist abhängig von den wärmeren Jahreszeiten und natürlich dem Typ Mensch:

  • An sich gehört die Trockenheit zu den Spätsommer- oder Herbst-Krankheiten; die entsprechenden Organe sind die Lungen, der Dickdarm, die Haut, Nase und die Oberfläche- unser modernes Leben lässt Trockenheit aber in jeder Jahreszeit auftreten 🙁
  • Die Lunge kontrolliert die Zerstreuung und das Absinken vom Qi; unser großes Atmungsorgan regiert das Qi und natürlich die Atmung. Externe Pathogene können die Lunge über Nase und Haut attackieren ; dies äußert sich bspw. durch Erkältungsanfälligkeit; Kehlkopfreizungen… allerdings entsteht innere Trockenheit bspw. durch Trauer/ Traurigkeit.
  • Trockenheit bewirkt, dass das Lungen-Qi „verschlammt“ und sich nicht ausbreiten kann. Die Absenkung des Qi ist gestört, daher bewegt sich das Lungen-Qi in umgekehrte Richtung nach oben. Entsprechende Krankheitssymptome wären Husten, Atemgeräusche oder Atemnot; Lungenkrankheiten beinhalten allerdings auch häufig eine chronische Schleimproblematik- Schleim wird in der Mitte von Milz und Magen produziert, aber leider in der Lunge gespeichert- daher kommt es irrtümlich zur Diagnose Schleim… ist aber in Wirklichkeit Trockenheit bzw. der Lösungsansatz sitzt im blockierten Qi.

Symptome:

  • Kurztmigkeit und Atemnot; schweres Atmen, Husten; gestörte Ausatmung wie beim Asthma… Schwäche im Lungen-Qi
  • äußere Trockenheit provoziert einen gereizten und trockenen Hals, trockene Schleimhäute, trockene Haut, trockenes Haar und mündet oft in…
  • …innere Trockenheit mit Juckreiz, Verstopfung, Lustlosigkeit, Erschöpfung mit einer unbestimmten Trauer
  • Unspezifischer wirken sich die täglichen Überforderungen,  stundenlange Bildschirmarbeit, Klimaanlagen, Heizungen und ungeeignetes Essen, Trinken, zuviel an Genussmitteln aus- all das  „trocknet“ uns aus…
  • … und führt zum Yin-Mangel- dem Fehlen oder Mangel an Säften, Blut und guter Feuchtigkeit- mit zunehmendem Alter, bei starker, körperlicher Beanspruchung(—Leistungs—Sport; Geburten…); mentaler Belastung; häufigem oder Dauergenuss von Genuss- und Suchtmitteln wie Kaffee, Nikotin, schwarzem Tee… tritt Trockenheit vermehrt auf.

Wie wird Trockenheit behandelt:

  • Akupunktur und Kräutermedizin behandeln sowohl die akuten Symptome als auch die Ursachen
  • Ernährungstherapie ist am wirkungsvollsten…
  • Lebenshygiene

Ernährung und Genuss- zu empfehlen:

  • ein warmes, gekochtes Frühstück, z.B: Congee oder warmer Gersten- oder Reisbrei
  • drei warme oder gegarte Mahlzeiten am Tag
  • Hühnerkraftsuppe, so lange es geht gekocht (sehr blutbildend), Hühnerfleisch hier generell bevorzugen, da es sehr gut für die Säftebildung ist;
  • regelmäßig dunkelgrünes Blattgemüse auf den Speiseplan setzen (Spinat, Endiviensalat, Petersilie), auch Maulbeeren, Datteln, rote Bete (gekocht als Salat), rote Obstsorten (und Säfte daraus) wie z.B.Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren…
  • saftige Kochmethoden bevorzugen (dünsten, blanchieren, mit Wasser kochen, klare Suppen, Eintöpfe, Currys, mit Deckel kochen)
  • Hochwertige Öle verwenden- wie Algenöle, Leinöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Kürbiskernöl, Weizenkeimöl verwenden;
  • Kochen mit kleinen Saaten (Sesam, Sonnenblumen, Mohn etc.)
  • weich gekochtes Ei
  • Kokosmilch für Eintöpfe, cremige Suppen
  • Birnen, Weintrauben, Mandeln (Mandelmus, Marzipan) sind typische Lungen-Lebensmittel gegen Trockenheit
Biren-Reis mit Honig hilft gegen Trockenheit
  • Milch-Reis mit Birnen- oder Pflaumenkompott als Frühstücksvariante oder zum Mittag; genommen wird Mandeldrink und dann etwas Butter und/oder süße Sahne dazu gegeben

V e r m e i d e:

  • Süßigkeiten, Schokolade, Kuchen/Torte & Co
  • Rohkost (rohes Obst und Gemüse)
  • Trocknendes- wie Kaffee, schwarzer/grüner Tee, Nikotin; rotes Fleisch…
  • Knäckebrot, Brotmahlzeiten generell- da der entstehende Schleim das Lungen-Qi blockiert,
  • Rotbuschtee
  • Scharfes- getrocknete Gewürze wie Chili, Pfeffer, getrockneten Ingwer, Curry, Knoblauch, Lauch,
Maßvoll getrocknete Gewürze- eher meiden
  • hochprozentiger Alkohol
  • abendliches Fernsehen, Computerarbeit bis zum späten Abend und ohne Pausen, nächtliches Lernen
  • Nachtarbeit, spätes Schlafengehen
  • starkes Schwitzen (Sauna, Hitze)- dabei ist ein Durchgang in der Feuchtsauna(Biosauna) ggf. gut, um Schleim zu transformieren 😉
Kaffee maßvoll und selten…Bitteres trocknet aus

Fazit- Trockenheit und Feuchtigkeit können zusammen im Körper auftreten– irgendwann kann Feuchtigkeit zu Trockenheit führen bspw. bei Neurodermitis…:

  • Die Antwort ist, dass der Körper ein weites Feld ist; der eine Landschaft- Stelle dir vor, dass es verschiedene Bereiche in dieser Landschaft gibt…
  • …an einem Ort befindet sich ein Moor oder Sumpf (die pathogene Feuchtigkeit zum bsp. im Darm), an einem anderen Ort ein klarer, ruhig dahinfließendes Gewässer- Deine guten Körpersäfte und Blut bspw. in Deinen Augen, Mund oder Muskeln und an einem dritten Ort ist es zu trocken und der „Boden“ rissig und schrundig ( die Trockenheit) zum Bsp. Deine Haut oder die Haare
Ei und Grünes für Säfte und Blut 🙂

Achte gut auf Dich- Mäßigung im Genuss; ein gutes Maß an Belastung und Ruhe kann Trockenheit vermeiden- und wenn sie Dich doch erwischt, dann überprüfe als Erstes Deine Nahrung und stelle Deine Kost um; streiche Kaffee und andere Genussmittel… und wenn das nicht hilft, lass Dich beraten!

Gute Gesundheit und eine schöne Woche wünscht Dir

Kira

Die kleine Reihe zur Klassischen Chinesischen Medizin Teil IV…

stellt heute das Pathogen Feuchtigkeit/Schleim vor. Leider zeigt sich Feuchtigkeit in unserem Körper nicht so schön wie auf dem Beitragsbild.

Feuchtigkeit und Schleim sind in unserer Lebenswelt weit verbreitet- häufig gepaart mit Hitze oder Kälte. Shi und Tan- so die chinesischen Bezeichnungen- entstehen in erster Linie durch falsche und einseitige Ernährung:

  • Kohlenhydratreiche Kost mit leicht verfügbaren Kohlenhydraten aus Mehlerzeugnissen, raffiniertem Zucker, Kaltem, Milchprodukten, Eis, nicht-saisonaler Kost,
  • mangelnde Bewegung,
  • geistige Überbelastung durch zu viel an Computerarbeit, Konsum neuer Medien, „geistige Vermüllung“,
Lecker- ja; aber Schleimproduzenten per se (:

Das perfide ist, dass Feuchtigkeit und Schleim träge und unbeweglich in jeder Hinsicht machen, sich aber auch an den Organen anlagern und so in einen Teufeldskreis führen.

Entstehung von Schleim- einfach erklärt:

Stelle dir vor, deine Verdauung verwandelt alles, was du isst, in eine heiße, wärmende Suppe- der Dampf, der aus der Suppe aufsteigt, ist Dein Qi- Deine Energie- die Du aus D e i n e r Nahrung gewinnst.

Wenn Deine „Suppe“ so köchelt, entsteht selten Feuchtigkeit/Schleim 🙂

Doch was passiert, wenn die Suppe zu kalt wird?

Sie kann nicht mehr verdampfen (kein „Qi“) und steht jetzt in deinem Magen- der in diesem Fall wie ein Kochtopf ohne Wärme wirkt.

Was macht die kalte Suppe? Sie sucht sich andere „Wege“- sie wird nicht richtig verdaut; es bilden sich „Entzündungen“, die Leber speichert sie als Fett, leider erfolgt bspw. eine Umwandlung zu sichtbarem Fett in Form von Übergewicht… oder sie sinkt in die Beine hinunter und du bekommst Ödeme (geschwollene Beine und Füße). Auch eine Anlagerung in den Lungenfunktionskreis ist möglich, was Du als ständig rinnende Nase oder Schleim im Rachen merkst.

So lecker der Kaffe-Latte ist- er produziert Schleim im Körper 🙁

Die kalte Suppe ist die Feuchtigkeit– die sich wie folgt bemerkbar macht:

  • Die Zunge zeigt sich oft dicker, geschwollen, mit weißem oder auch gelblichen Belag(bis quarkig) und mit Zahneindrücken; die Haut wirkt aufgepufft bis ödematös; es können Lip-Ödeme auftreten, aber auch Lipome…;
  • …die Pulse sind tief, sehr langsam, der Betroffene fühlt sich müde, träge, unbeholfen, aufgedunsen, neigt zu Übergewicht oder Wasseransammlungen…
  • …die Konzentration kann gestört sein; insgesamt fällt die Arbeit schwer…
  • …weitere Symptome können Hautunreinheiten, Ausfluss, Durchfall oder puffiger, fettiger Stuhl, erhöhte Blutfettwerte, erhöhte Cholesterinwerte, dumpfe Kopfschmerzen, Fatique… sein…
  • …aber auch mangelndes Durstgefühl, wenig Trinkverlangen, ständige schleimige Infekte, Ohren, Rachen…

Was tun, wenn Schleim sich in unserem Körper festsetzt?

Als erstes muss klar sein- ohne Änderungen der Ernährung und der Lebensgewohnheiten wird man den Unruhestifter nicht los.

Anti-Schleim-Leben:

  • Bewegung und Detox bei den modernen Medien
  • Iss zwei bis drei gegarte/ warme Mahlzeiten
  • Lass für mindestens sechs Monate Käse, Milchprodukte, Schweinefleisch, raffinierte Zucker/Zuckerprodukte, hochverarbeitete Mehle und Fertigprodukte und frittierte Speisen aus Deinen Speiseplan weg.
  • Führe eine Hirse-Reis-Kur durch: 3-5x täglich ein Congee aus Hirse und Reis- damit leitest Du Feuchtigkeit aus und stärkst das Verdauungs-Qi…
Gewürze, die Schleim eleminieren 🙂

Rezept:

  • Koche eine Tasse Reis und eine Tasse Hirse(beides im Topf trocken anrösten) mit 3-4 Liter Wasser etwa 3 Stunden bei kleiner Hitze- gieß alle Stunde etwas Wasser nach; von diesem Congee iss vor jeder Mahlzeit eine Schale.

Du kannst das Congee auch als Hauptbestandteil Deiner Mahlzeiten nutzen, iss dazu gegartes Obst, Gemüse oder auch Fisch oder Fleisch. Für einen besseren Effekt empfehle ich, das Congee für drei Tage nur mit Gemüsesuppe zu essen; besonders bei starken Wassereinlagerungen und Durchfall.

Reis-Sellerie-Suppe

Alles andere wäre über eine individuelle Ernährungsplanung zu klären- denn nur über eine umfassende Diagnostik und Anamnese kann die genaue Ursache gefunden und die individuelle Ernährungs-Therapie erstellt werden.

Therapiemöglichkeiten:

  • Ernährungsumstellung und -therapie,
  • Kräutermedizin und warmes Wasser zum Trinken
  • Akupunktur
  • Moxabehandlung- auch in der Häuslichkeit nach Einweisung und Absprache
  • Bewegungstherapie
  • Lebenshygiene
Schleim bei Gelenkbeschwerden- mit Moxa behandelt

Schleim und Feuchtigkeit belasten den Körper und können zu ernsten Erkrankungen führen- Arteriosklerose, Trombosen, Herzerkrankungen, Fettleber… anhand eine Mikroblutuntersuchung kann die Diagnostik unterstützt werden.

Arbeite selbst präventiv und lass Dir Deine individuelle Ernährungstherapie zusammenstellen- mit dieser kannst Du selbst aktiv etwas für eine gute Gesundheit tun…. und keine Sorge- Du verzichtest auf das, was Dich krank machen kann aber nimmst leckere Speisen zu Dir, die gut für Dich sind 🙂

Möhrenfrittata mit Feldsalat 🙂

Gutes Gelingen und hab Mut- eine gute Woche wünscht Dir/Ihnen

Kira

Putz Dich mit Zitrone und Knoblauch…

… und zwar von innen. Sicher wird der eine oder andere jetzt die Augen rollen und „What“ sagen- ja… für unsere Gesundheit gehen die beiden Lebensmittel Zitrone und Knoblauch gerne eine Liason ein:

  • Die Kur mit Zitronen und Knoblauch stammt sowohl aus der Russischen Volksmedizin als auch aus der Volksheilkunde verschiedenster Länder; sie wird teilweise im Ursprung Europa(Süden) als auch Asien zugesprochen- ursprünglich stammt die Zitrone tatsächlich aus Asien und wurde erst vor ca. 800 Jahren nach Europa „importiert“- somit kann diese Kur auch aus Indien, China oder eben auch bspw. Griechenland stammen.
  • Letztendlich egal- es ist ein wertvolles Rezept, welches in seiner Wirkung- zumindest für die einzelnen Bestandteile- sogar wissenschaftlich belegt wurde.
  • Zitronen haben allgemein eine beachtliche Wirkung- sie werden in dieser Kur komlett mit Schale verarbeitet und punkten dabei nicht nur mit dem enthaltenen Vitamin C, sondern auch mit den Flavonoiden Naringenin und Hesperitin- oxidativer Stress hat damit kaum eine Chance, was natürlich besonders die Gefäße freut 🙂
  • Die Flavonoide in der Zitronenschale halten außerdem den Blutzuckerspiegel im Rahmen, der ab pthologischer Höhe ebenfalls den Blutgefässen schaden würde. Auch hier wirkt die Zitronen-Knoblauch-Kur auf diese- ihre – Weise einer Verkalkung der Blutgefässe entgegen. Chronisch erhöhter Blutzuckerspiegel gilt als einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung einer Arteriosklerose beim Menschen allgemein und bei Diabetikern im besonderen.
  • Hinzu kommt bei der Zitrone noch eine blutverdünnende Wirkung; sie fördern die Durchblutung und entspannen die Blutgefässe- also erfolgt auch damit eine Prävention zur „Silent Inflammation“ und Arteriosklerose.
  • Knoblauch- der Tausendsassa schlechthin, wenn es um gesunde Gefäße, gesunden Blutdruck und „saubere Arterien“ geht- und die gute Nachricht- belegt durch eine Studie von 1999 an der Berliner Charite- bildet sich eine bestehende Verkalkung sogar in einem gewissen Maß zurück.
  • Etwas aktueller- nämlich 2016- untersuchten Forschungsgruppen in den USA und Kanada die Auswirkungen des Knoblauchs auf verschiedene Parameter wie Blutdruck, Cholesterinspiegel, Entzündungswerte und Koronarkalk (Verkalkung der Herzkranzgefässe). Der Knoblauch konnte den Blutdruck sowie den Cholesterinspiegel in nicht unerheblicher Weise senken. Allerdings zeigten sich die besten Effekte, wenn gereifter Knoblauchextrakt verwendet wurde. Dieser spezielle Extrakt („Aged Garlic Extract“- kurz AGE) konnte auch die Verkalkung der Herzkranzgefässe positiv beeinflussen, so dass ein solches Präparat z. B. im Anschluss an die Zitronen-Knoblauch-Kur dauerhaft eingenommen werden könnte, denn auch kalkfreie Ablagerungen können mit dem AGE reduziert werden.
  • Unterstützt werden Zitrone und Knoblauch durch Ingwer, schwarzen Pfeffer und Kurkuma- ebenfalls nachweislich Gewürze, die eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung haben.

Rezept:

  • Alle Zutaten sollten in Bio-Qualität genommen werden!
  • 5 Bio-Zitronen und 5 Gramm frischer Ingwer werden in einer Mischung aus Apfelessig und warmem Wasser gründlich gebürstet; dann grob geschnitten in einen Mixer geben- dazu kommen 2 Teelöffel Kurkuma, ein halber Teelöffel frisch gemahlener schwarzer Pfeffer und 20-30 gereinigte Knoblauchzehen; bei Bioknoblauch muss das Häutchen nicht entfernt werden…
  • … ganz zum Schluss kommen 1300 ml abgekochtes lauwarmes Wasser dazu- dann alles gut im Mixer pürieren…
  • …die Masse in einen Topf geben und einmal kurz aufkochen, dann im Topf abkühlen lassen.
  • Zum Abschluss das Gemisch mit einem Filtertuch oder feinen Sieb abfiltern und in dunkle Flaschen füllen.

Dosierung:

  • 1-3 x täglich 25 ml vom Sud einnehmen- immer zur Hauptmahlzeit; ggf. den dritten Anteil schon am Nachmittag einnehmen, da ggf. Schlafstörungen durch die erhöhte Zellreinigung auftreten können.
  • Die Kur wird 3-4 x für 20 Tage durchgeführt (Menge reicht aus)…
  • …1. Tonus 20 Tage- dann eine Woche Pause; zweiter Tonus 20 Tage…

Die Saftkur sollte immer für drei Wochen frisch hergestellt werden… UND keine Sorge; es geht nicht zuviel Vitamin C verloren- es geht in erster Linie um die Flavonoide.

Es gibt auch noch ein Rezept ohne das Aufkochen, dann ist der Sud allerdings nicht so lange haltbar:

  • 2 gewaschene Biozitronen würfeln, dazu 8 Knoblauchzehen, schwarzen Pfeffer, frischen Ingwer und Kurkuma geben- alles in den Mixer, soviel abgekochtes, lauwarmes Wasser zugeben, dass ein sehr flüssiger Brei entsteht, in ein Schraubglas abfüllen und in den Kühlschrank stellen; jeden Morgen 2 Esslöffel in einem Glas Wasser trinken.

Ach ja- wir brauche ja keinen Schutz vor Vampiren 😉 – bei der Aufkochvariante besteht kein Grund zur Sorge vor der „Knobi-Fahne“; auch „vernichtet“ die Zitrone diese; bei der Frischvariante kann es einen Knobi-Duft geben- dann frische Petersilie kauen.

In Tibet kennt man die Kur mit einer Tinktur aus frischem Knoblauch – 350 Gramm Bio- Knoblauch putzen, sehr stark zerkleiner und mit 250 ml 70% Alkohol ansetzen; möglich sind auch 40% Wodka oder Klarer- nach 10 Tagen abfiltern, in Pipettenflachen umfüllen und im Kühlschrank 3 Tage ruhen lassen. Die Einnahme wird gestaffelt durchgeführt- beginnend mit der ersten Mahlzeit 1 Tropfen, dann 2, 3,… ab Tag 6 wieder rückwärts und ab Tag 11 dann 25 Tropfen/Mahlzeit; die Tinktur immer in warmem Wasser einnehmen.

Knoblauch:

  • wirkt stark antibiotisch, antioxidativ, hilft daher bei der Bekämpfung oxidativen Stresses und freier Radikale
  • …hilft Fetteinlagerungen abzubauen, senkt den LDL-Cholesterinspiegel, erhöht das HDL-Cholesterin(„Hab Dich lieb-Cholesterin“), reduziert die Blutfettwerte (Triglyzeride),
  • … hilft bei der Thrombose-Prävention, beugt also Blutgerinnseln vor und wirkt „blutverdünnend“; erweitert die Blutgefässe und wirkt somit durchblutungsfördernd;
  • …unterstützt die Senkung eines zu hohen Blutdrucks(Systole u n d Dyastole);
  • …verbessert die Leberfunktionen und aktiviert den Pfortaderkreislauf;
  • …verbessert die Nierenfunktionen und vermindert Ödeme;
  • …stärkt das Immunsystem und aktiviert Qi und Blut;
  • …unterstützt mit antikarzinogener Wirkung die Krebstherapie,
  • … wirkt durch die Gefässerweiterung- auch im Unterleib- entspannend und damit positiv auf Libido und Erektion 😉
  • …ist hilfreich bei Entzündungen im Mund-, Hals- und Rachenraum; den Nasennebenhöhlen und auch bei Pilzinfektionen in der begleitenden Therapie.

Relative Kontraindikationen:

  • Menschen, die Blutverdünner einnehmen (Knoblauch könnte die blutverdünnende Wirkung verstärken, da er selbst auch als blutverdünnend gilt)- ggf. absprechen, ob der Blutverdünner abgesetzt werden kann;
  • Allergie bei Knoblauch und Lauch,
  • Menschen mit starken Magen-Darm-Problemen (Magengeschwüre, Darmgeschwüre, chronische Darmerkrankungen),
  • Menschen mit Alkoholproblemen
  • bei akuten Erkrankungen, einer Leberschwäche haben oder Medikamenteneinnahme

Der Trester:

  • …kann mit 200ml Apfelsaft noch einmal aufgekocht werden, kurz einreduzieren und mit Gewürzen nach gusto verfeinern- das ergibt ein scharf- saures Chutney für Fisch, Fleisch oder Ofengemüse- in Gläser heiß abfüllen, fest zuschrauben und „auf den Kopf“ gestellt abkühlen lassen 🙂
Trester wird zu Chutney 🙂

…und so wird auch diese Liason aus gelb und weiß + gelb und schwarz- zu unserem Wohl- probiert es aus- die Natur kennt die besten Wege 🙂

Auf die Gesundheit und auf Euer/Ihr Wohl!

Alles Liebe für Euch wünscht

Kira

…und sinnvoll mit Mehrwert…

Seit dem 17.2.2021 läuft ja die typische Fastenzeit. Jeder möchte jetzt fasten- der eine verzichtet auf Kaffee oder Fleisch; der nächste fastet mit Tee oder Saft; der dritte fastet durch Verzicht auf Alkohol… Fasten scheint in aller Munde.

Ich habe an dieser Stelle schon einige Artikel zum Thema geschrieben…http://spiritandbalance.de/fasten-zeit-der-einkehr/ – da sind einige grundsätzliche Aspekte nachzulesen 😉

In diesem Jahr sind viele Menschen erschöpft- die gesamte- aufgezwungene- Situation im Alltag fordert Tribut- trotzdem entscheiden sich viele meiner Patienten*innen für das Fasten- jeder möchte dem Körper etwas Gutes tun. Fasten ist eine gute Möglichkeit dazu; nur was ist für

m i c h / d i c h / s i e die richtige Wahl??

Das energetische Niveau ist entscheident:

  • Fülle-Typ mit Hitze oder feuchter Hitze- klassisches Fasten mit Tee, Brühe und Wasser/ ggf. verdünnte Säfte oder Fasten nach der chinesischen Ernährungslehre
  • Kälte-Typ mit Yang-Mangel- Meridianfasten mit Suppen oder basisches Fasten
  • Typ mit Feuchtigkeit/Schleim- Meridianfasten mit Suppen oder Klosterfasten nach Hildegard von Bingen
  • Balance-Typ- freie Wahl 🙂

Interessant ist für jeden Typ das Fasten nach den Richtlinien der CM- dabei werden drei Kategorien bestimmt und für jeden die Methode festgelegt- die Basis bilden Reiscongee, Wurzelgemüse, Miso-Gemüsebrühe und etwas Saisonobst.

Sellerie-Apfel-Smoothie zum Abend; davor gibt es pures Reiscongee

Focus bei Schwäche/ Qi-Mangel ist das Meridianfasten mit speziellen Gemüsesuppen und passende Kräutermischungen(Tee; Dekokt), die in der ersten Woche an jedem Tag ein bestimmtes Meridianpaar bzw. die Sondermeridiane ansprechen; ab der zweiten Woche geht es dann um die Meridiane, die nach der eingehenden Diagnostik im Ungleichgewicht sind. Dazu gibt es dann individuelle Kräutermischungen, um die Regulation zu unterstützen.

Fastentee zum Ausleiten von Nässe und Kälte

Diese Form des Fastens ist gerade für Menschen mit einem Qi-Mangel besonders gut geeignet, aber auch für Fasten-Einsteiger. Die Suppen und Kräutermischungen lassen sich für die gesamte Zeit vorkochen und so auch mit zur Arbei nehmen; im Homeoffice in kürzester Zeit zuzubereiten oder auch am Abend in Kürze auf den Tisch zu bringen.

Ein großer Vorteil ist, dass der Fastende kein Qi verliert, das dringend benötigt wird- die asiatische Medizin und Ernährungslehre möchte den Menschen nicht in ein Qi-Defizit bringen.

Selleriesuppe mit Gemüseschnitzen- besonders wirksam für den Lebermeridian

Durch das längere Köcheln geht die Energie der verschiedenen Gemüse- bzw. Obstsorten in die Suppe über; wer gleich mehr davon kocht, kann direkt eine Brühe abschöpfen 🙂 und diese sogar zwischendurch als wärmenden Kraftspender genießen.

Möglich sind Obst-, Gemüse- oder Mischsuppen- wie bsp. folgend eine Möhren-Mango-Suppe:

Möhren-Mango-Suppe für das Magen- Milz- Meridian-Paar; beim Fasten bitte auf die Cashewkerne verzichten

Als Frühstückssuppe bspw. favorisiere ich diese basische aus Äpfeln, Birnen und Datteln + Zimt:

Beim Suppenfasten- ähnlich wie beim basischen Fasten- können bestimmte Nüsse/Kerne mit genutzt werden, da diese als Darmputzer fungieren; dabei sollte unbédingt auf eine sehr gute Qualität geachtet werden:

  • Mandeln
  • Macadamianüsse
  • Paranüsse
  • ganz frische Walnusskerne
  • Sonnenblumenkerne
  • Kürbiskerne

…die Kerne oder Nüsse können mitgegart werden 🙂 – damit kommen Biß und Geschmack in die Suppe.

Die Fastenbegleitung sieht wie folgt aus:

  • Diagnose; ggf. bei Notwendigkeit Blutbild über die Kapillarblutanalyse
  • Absprache zu den geeigneten Fastenmethoden mit entsprechendem Fastenplan
  • Begleitung mit Akupunktur und Moxa-Therapie; ggf. basische Wickel
Moxa und Akupunktur zum Ausgleich vom Magenmeridian als Fastenbegleitung
  • „Fastenbrechen“ mit einem Abschlussgespräch und Auswertung; ggf. erneute Blutbildanalyse
  • Kosten: nach Gebührenordnung für HP- je nach Aufwand und Behandlungszeiten; die Kosten für die ggf. notwendigen Laboruntersuchungen sind selbst zu tragen(ca. 150,- Euro/Blutbild) und direkt an das Labor zu zahlen; private Kassen und Beihilfe/Heilfürsorge MV tragen die Kosten je nach Tarif und Erstattungsvorschriften.

Ich wünsche eine gute Fastenzeit- Zeit für Einkehr und Besinnung; seelische und körperliche Reinigung- alles Liebe

Kira

Knollensellerie im Winter…

…ist ja nun ein typisches Wintergemüse; bedeutet für uns in der chinesischen Ernährungslehre, dass die weiße Knolle eine wesentlichen Platz in der Behandlung des Wasserelemtes mit Niere und Blase einnimmt, aber auch auf die Meridiane Herz, Lunge, Uterus und Milz hat er einen guten Effekt:

  • er wirkt frisch und scharf, aromatisch, etwas bitter; Nieren-YANG tonisierend, Qi regulierend & bewegend,
  • Schleim auflösend/transformierend (Stichwort Immunsystem);
  • Blut bewegend (für FRAU besonders wichtig);
  • Wind-Kälte eliminierend- besonders wichtig zur jetzigen Zeit

Allgemeines:

Von den Inhaltsstoffen her unterscheidet sich der Knollensellerie nicht viel von anderen Wurzelgemüsesorten. Er enthält jedoch sehr viel Kalzium und wird daher auch präventiv zur Knochensubstanzstärkung und begleitend bei Osteoporose eingesetzt. Seine harntreibende Wirkung verdankt er den ätherischen Ölen; auch die Bitterstoffe kommen im Sellerie nicht zu kurz. Sein typischer Duft ist auf hormonähnliche Substanzen zurückzuführen, die den Sexuallockstoffen ähneln… 😉 😉 wie passend heute am Valentinstag…

gedünsteter Sellerie auf Kartoffelstampf

Sellerie ist aber nicht nur harntreibend, er regt auch den Gallenfluss und damit die Verdauung an. Ob dieser Inhaltsstoffe ist er perfekt bei schwächelnder Verdauung mit Verstopfung, aber auch bei Rheuma und Gicht. Durch seine entwässernde Wirkung (hoher Kaliumgehalt) ist die weiße Knolle hilfreich bei Bluthockdruck und Herzdysbalancen. Dank des B-Komplexes im „Scharfmacher“ stärken wir unser Nervensystem- er ist ein Klassiker unter den Anti-Stress-Gemüsen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten sind:

  • Ödeme,
  • Durchfall
  • Libidomangel, Impotenz
  • Harninkontinenz
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung
  • Halsschmerzen
  • Erkältung
  • Bronchitis
  • verschleimte Nase
  • Kältegefühl
  • Atemwegsinfekte

Ein Tee aus Knollensellerie:

Schneide gut 1/4 einer mittelgroßen Knolle in feine Stückchen, übergiesse es mit kochend-heissem Wasser- fünf bis zehn Minuten ziehen lassen und abseihen, fertig. Noch besser kannst du den Tee im Topf zubereiten und noch etwas köcheln(10 Minuten) lassen. Dieser Tee spült durch und empfehle als Entgiftungskur- zum Beispiel bei zu viel Magensäure; bei ständiger Verschleimung, bei zu hohen Cholesterinwerten…

Achtung!!!Vorsicht!!! Pro Tag reichen drei Tassen. Personen mit einer Nierenentzündung bitte verzichten; Schwangere ebenso, da Sellerie stark abortiv wirkt. Bei zu lange gelagerten Knollen bitte aufpassen; sie haben viele Cumarine gebildet, um vor Pilzinfektionen geschützt zu sein. Bei Verzehr dieser Knollen kann es sein, dass die Haut lichtempfindlicher wird und es zu Rötungen und schneller zu Sonnenbrand kommt.

Eine winterliche Suppe für SIE und IHN:

  • Säubere eine mittelgroße Knolle Sellerie und drei Pastinaken, schneide sie in Würfel; dazu eine weiße Zwiebel würfeln und dann das Gemüse mit einem Esslöffel gelbe Linsen(müssen nicht eingeweicht werden) im Topf in einem Esslöffel Ghee anschwitzen; mit 150 ml Wasser ablöschen und dann 200 ml Kokosmilch dazu geben;
  • …hinzu kommen Gewürze wie Kreuzkümmel, Galgant, Bockshornklee, weißer Pfeffer und Steinsalz- je zwei Msp., bei Salz erst nach dem Kochvorgang abschmecken.
  • Es kann gut sein, dass du während des Kochens noch ein wenig Wasser dazu geben musst 😉 – Kochzeit etwa 20-30 Minuten;
  • …wenn das Gemüse und die Linsen weich sind püriere alles; schmecke mit Salz ab und gib ein Bund gehackte Petersilie dazu- lass alles gut durchziehen.
  • Röste Pinienkerne in einer Pfanne trocken an und gib diese dann vor dem Servieren über die Suppe- ich nehme eine Handvoll/Portion.

Wärmend, lecker und genau das Richtige nach einem Winterspaziergang oder langen Arbeitstag…

…viel Spaß mit der weißen Knolle- gebt ihr eine Chance 😉

Alles Liebe- Kira

…für das Besondere im Alltag…

ist diese Wurzelgemüsesuppe mit Kernen und roter Bete genau richtig.

Die Kraft der Wurzel verbindet sich mit der Energie von Kernen; gespickt mit einer gehörigen Portion für den Blutaufbau wird diese Suppe vielleicht auch DEIN Liebling:

  • 300 g Pastinake, Petersielienwurzel und Knollensellerie – schälen und in kleine Würfel schneiden
  • 150 g Pinien- und Sonnenblumenkerne fettfrei anrösten
  • 1 Liter Wasser
  • 3 Esslöffel(EL) hitzebeständiges Bio-Öl(Sesam oder änliches)
  • 3 EL Teriyaki-Sauce
  • 2 EL Hefeflocken
  • 1 EL geriebener Ingwer und einen Teelöffel Galgant
  • 2 EL gehackte Petersilie oder Kerbel
  • 50 ml Hafersahne
  • 250 Gramm rote Bete, gekocht – grob in Streifen geschnitten
  • 2 EL Kartoffelstärke
  • Steinsalz und Pfeffer- gemörst oder aus der Mühle

Zubereitung:

  • Das Öl in einem Topf erhitzen und das Gemüse zusammen mit den Kernen und dem Ingwer 3 – 4 Min. anschwitzen, dann mit Wasser ablöschen, Teriyaki einrühren, salzen und pfeffern, leicht aufkochen lassen, die Temperatur reduzieren und ca. 15-20 Min. köcheln lassen, dann fein pürieren; die Hefeflocken und Hafersahne(kann auch vor dem Servieren sein) einrühren und nochmals mit den Gewürzen abschmecken.
  • Die rote Bete-Streifen mit der Kartoffelstärke bestäuben, etwas Pfeffer darüber geben und alles einwirken lassen; auf die heiße, in Schalen abgefüllte Suppe geben- kurz mit durchziehen lassen- wer mag, kann noch Kerne und natürlich frische Kräuter- Petersilie oder Kerbel- darüber geben.

Diese Suppe ist ausgewogen im Yang und Yin; wärmt den Magen, entlastet die Leber und baut das Blut auf. Sie ist perfekt zum Mitnehmen; selbst Kinder werden den Geschmack lieben.

Wurzelgemüse ist besonders wichtig für unsere Nierenenergie; dieses stärkt den unteren Rücken und festigt bspw. auch das Gewebe.

Rote Bete ist der „Eisen-Booster“ überhaupt und perfekt für den Aufbau von Blut.

Alle Kerne geben dem Körper eine gute Feuchtigkeit; sind für eine gesunde Funktion des Darms unerlässlich. Außerdem enthalten sie gute Fette in einem ausgewogenen Verhältnis der Fettsäuren.

Nehmen wir also gerne einen Teller mehr 🙂 🙂 …alles Liebe und guten Appetit wünscht Euch/Ihnen

Kira

Exotisch in gelb…

…kommt sie daher- die Ananas. Zugegeben- es ist keine regionale Frucht 😉 und mit sicher nicht ganzjährig saisonal- aber ein wunderbares Nahrungsmittel und ein Lebensmittel mit einer gewissen gesundheitlichen Wirkung:

  • Die Ananas wird dem Erde-Element zugeordnet; wirkt thermisch neutral bis erfrischend auf unseren Körper- damit ist sie so ganz anders als alle Südfrüchte-denn fast alle Südfrüchte sind thermisch frisch/kühl bis kalt!
  • Geschmacklich besticht sie mit einem süß-saueren Geschmack- sauer macht nicht nur lustig, sondern entspannt die Leber, und der süße Geschmack stärkt die Mitte.
  • Ananas wirken positiv auf die Funktionskreise Leber (indirekt), Lunge, Magen und Milz.
  • Die mit Bromelain gespickten Früchte aus der Familie der Bromelien 😊 wirken auswurffördernd, entzündungshemmend, leicht diuretisch (harntreibend) und sogar stimmungsaufhellend.
  • Abgesehen von Biotin und den Vitaminen B12 und E enthält die Ananas sämtliche Vitamine und 16 Mineralstoffe. Besonders hoch ist ihr Gehalt am Enzym Bromelain(Eiweißverdauung)- dieses zerstört Eiweiße der Membranen von Bakterien im Darm , hemmt die Blutgerinnung, verbessert die Fließfähigkeit des Blutes, wirkt entzündungshemmend und wirkt entspannend bei Muskelspasmen . Gleichzeitig ist dieser Enzymkomplex verdauungsfördernd und blutreinigend- die Wirkung ist ähnlich dem der Säfte aus der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Erstaunlich ist die Wirkung bei Wurmbefall im Darm.
  • Tryptophan ist übrigens auch enthalten- daher auch die positve Wirkung auf das Leber-Qi, d.h. unsere Stimmung 😊

TCM Wirkungen

  • Yin-Mangel-Hitze: zum Bsp. bei Gastritis, Magenschleimhautentzündung chronisch, Magenkrebs-Prophylaxe, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Brechreiz trocken, Hypertonie, Bluthochdruck
  • Feuer/Hitze reduzierend- zum Bsp. bei Hypertonie, Bluthochdruck, Diarrhö, Durchfall, Fieber, Entzündung
  • Sommerhitze eliminieren- zum bsp. bei Schlaflosigkeit, Unruhe, Nervosität, Durst, Sonnenstich (1/3 Ananassaft mit 2/3 kaltem Wasser einnehmen)
  • Verdauungsblockaden auflösend- bspw. bei verlangsamter Verdauung, erschwerter Eiweiß-Verdauung, Appetitlosigkeit, Adipositas, Übergewicht, Untergewicht, Übelkeit, Brechreiz
  • Yin tonisierend bei Trockenheit, Durst, Halstrockenheit, Mundtrockenheit, Unruhe, Lungentrockenheit…
  • Qi tonisierend- bspw. bei Magen- und Milz-Qi-Schwäche, Magenschwäche und eingeschränktem Magen-Tonus, Gastroptose, Magensenkung, Eiweiß-Verdauungsschwäche, Adipositas, Übergewicht
  • Nässe ausleitend- bspw. bei Ödemen, Aufgedunsenheit, Adipositas, Übergewicht- fördert die Diurese
  • Schleim transformierend- bspw. bei Husten, zähem Schleim, zur Unterstützung in der Krebstherapie, bei Thrombosen
  • Wind-Kälte/Hitze-Nässe eliminieren- bspw. bei Rheuma/Bi-Syndrom, akuten Entzündungen, Arthritis- Ananas wirkt trotz der Säure basisch 😊
  • Blut Xue bewegend- bspw. bei/nach Verletzungen zur Unterstützung der Wundheilung, nach chirurgischen Eingriffen, Durchblutungsstörungen und auch bei Angina pectoris- der Vitamin C-Gehalt spielt hier eine bedeutende Rolle, wie auch die Mineralstoffe und Spurenelemente z.B. der relativ hohe Eisengehalt 😊

Tipp bei Sonnenbrand/Sonnenstich oder Hitze auf der Haut/ im Kopf: 1/3 Ananassaft mit 2/3 lauwarmem Wasser vermischen und trinken; dazu dann Schüssler Salz Nummer 3 in der Potenz D6 mit 5-8 Pastillen im Mund zergehen lassen.

Kältetypen: Ananas in Maßen gegessen, stabilisiert dich- auch die Zubereitung ist entscheidend- vielleicht probierst Du folgendes…

Rezept:

Frische Ananas mit etwas Chili würzen und dann grillen oder im Backofen mit Straußenfleisch backen 😊

Ich liebe Ananas pur- so wie auf den Foto’s oder auch mal herzhaft mit Rettich, Radieschen, Staudensellerie, Kernen und Avocado… und dann natürlich in Bio-Qualität!

Es ist wie immer- schau, ob die Ananas in DEIN Ernährungsprofil passt und dann entscheide, wie oft oder weniger oft Du diese leckere und gesunde Frucht konsumierts.

Gute Gesundheit und alles Liebe-

Kira

Zeit für Grünkohl

…ist für mich immer- denn ich liebe dieses so typisch nordische Gemüse. Allerdings muss auch ich mich auf den Winter beschränken… denn j e t z t ist Saison für die „grüne nordische Palme“.

Die meisten von uns kennen Grünkohl mit Kassler und einer ordentlichen Knacker- spricht ja auch nichts dagegen so ab und zu… ich sage allerdings, da geht noch mehr und zwar deutlich gesünder:

  • Wie alle Gemüsesorten, die so typisch in unseren Breiten und im Winter sind, wirkt der Grünkohl warm vom Temperaturverhalten, vom Geschmack her süss-bitter-scharf und hat eine besondere Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Magen, Gedärme und Leber- das macht ihn nämlich zu einem heimischen Superfood in Bezug auf Prävention und Behandlung von Zivilisationskrankheiten.
  • Neben seinen allgemeinen verdauungsanregenden und antioxidativen Eigenschaften weißt er unter anderem in erheblicher Menge die Inhaltsstoffe Chlorophyll(basisch wirkend), Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen und Vitamine A(Betacarotin), B, C, Senföle(besonders hoch beim heimisch- nordischen), Flavonoide (u.a. Quercetin) auf.

In der chinesischen Ernährungslehre setzen wir den Grünkohl gerne ein, da er:

  • Blut tonisiert- hier vor allem das Leber-Blut bspw. bei Anämie, rauer Haut, Haarausfall und Sehschwäche;
  • Qi reguliert und bewegt bspw. bei Qi-Stagnation im Brustbereich, herabgesetzten Muskeltonus, Verdauungsschwäche mit Nahrungsstau und verlangsamter Darmperistaltik;
  • Hitze eliminiert und toxisches Feuer reduziert bspw. bei Magengeschwür, Zwölffingerdarmgeschwür (hier wird frischer Saft oder Frischpresssaft genommen);
  • Qi tonisierend wirkt- bspw. bei schwachem Lungen-Qi(schwache Stimme, schwache Atmung, Wassereinlagerungen) und schwachem Magen-Qi(allgemeiner Verdauungsschwäche und Appetitlosigkeit);
  • Nässe auflöst und Schleim transformiert bspw. wichtig in der Krebs-Prophylaxe besonders hier durch seine Wirkung auf das Lungen Qi und Darm-Qi zur Lungenkrebs-Prophylaxe und Dickdarmkrebs-Prophylaxe, aber bspw. auch bei zu hohem Cholesterin, zu hohen Blutfettwerten und bei/ gegen Arteriosklerose positiv wirkt.
Genuss in GRÜN- in einer Frittata

Tipp:
Füge pro Liter Kochwasser 1 TL Natron hinzu- das macht den Kohl weicher und somit bekömmlicher, außerdem behält er seine Farbe 🙂

Dein Grünkohl-Süßkartoffel-Curry:

  • 200 Gramm Süßßkartoffel, 300-400 Gramm Grünkohl, eine Hand voll rote Linsen, je eine rote und eine weiße Schalotte, eine kleine Knolle Ingwer, ein Bund Andenknoblauch/Schnittknoblauch, ein Teelöffel Kurkuma oder etwa 10 Gramm frische Kurkumawurzel(raspeln), je eine Msp. Kreuzkümmel, Muskat und Zimt, 250 ml frische Gemüsebrühe, 250-300 ml Kokosmilch, 3-4 El Sesamöl oder einen Esslöffel Kokosöl, Saft von einer kleinen Limone, 50 Gramm gerösteten Cashewbruch, für den Kältetyp(ständig kalt, blass, extrem kälteempfindlich) kommt ein Teelöffel Chiliflocken dazu, ansonsten bunten Pfeffer und ein gutes Steinsalz zum Würzen dazu geben…
  • Das Gemüse säubern/schälen und zerkleinern;
  • Das Öl im Topf schmelzen, die Gewürze(Zwiebeln, Schnittknobi und Kurkuma) anrösten, rote Linsen und Süßkartoffelwürfel dazu geben- alles mit der Brühe ablöschen, langsam dann die Kokosmilch dazu gießen- einkochen lassen, bis alles gegart ist- dann erst mit gemörstem Pfeffer und Steinsalz abschmecken…
  • ganz zum Schluss den grob gehackten Grünkohl mit durchziehen lassen…
  • vor dem Servieren kommen der Cashewbruch, der Limonensaft und- so gewünscht- die Chiliflocken über das Curry

… und dann mmhhh- den Duft und diese Grünkohl-Variante genießen- bewegt Qi, lässt Dich gut durchatmen, schützt Dein Herz, wärmt Dich durch und macht gute Laune 🙂

Ich habe für diesen Beitrag das Curry allerdings püriert und als Suppe zum Essen serviert- ebenfalls sehr lecker.

Für Sportler und Low-Carb-Fans gibt es eine Grünkohl-Frittata:

  • 500 Gramm Grünkohl säubern und grob hacken; mit der Gewürzmühle Steinsalz und bunten Pfeffer darüber geben- kurz die Gewürze einziehen lassen; eine kleine weiße Schlotte würfeln
  • 2 Vollei und vier reine Eiweiß verquirlen
  • eine Pfanne heiß werden lassen, einen Teelöffel Ghee schmelzen- die Schalottenwürfel und den Grünkohl dazu geben- anschwitzen; dann darüber die Ei-Flüssigkeit geben- die Hitze runterregulieren und mit einem perforierten Deckel abgedeckt alles einstocken lassen; mit frischen gehackten Kräutern servieren…

Bei dieser Mahlzeit profitierst Du von jeder Menge Chlorophyll, Eisen und natürlich einer guten Portion Proteine- perfekt nach dem Training!

unser Frühstück heute- und dazu neben Schnittlauch… noch mehr grün 😉 ein Dinkel-Roggen-Brötchen ohne alles nur mit dem Guten aus Vollkorn und Kürbiskernen 🙂

Grünkohl kann- leicht vorher in der Pfanne angeschwenkt- mit Apfelsaft/Wasser, Kiwi, grünem Apfel, Datteln und Banane auch hervorragend zu einem Green-Smothie verarbeitet werden- super gut, um die Leber zu harmonisieren 😉 :

Also- ran an die grüne nordische Palme und eine gute Portion „Immunsystem“ getankt- alles Liebe und viel Freude beim Zubereiten- Eure

Kira

…ein Schatz aus der Natur…

…dieser „BIENENSCHIET“ 🙂 .

Unsere Natur ist sehr reich an Hilfsstoffen für die Gesundheit- viele Blätter, Blüten und auch Gräser sind essbar- voll mit Gesundstoffen für den Menschen- und Propolis, entstanden aus dem Blütenstaub, ist ein ganz besonderes und wertvolles Mittel. Daher sollte es mit Bedacht und wohldosiert eingesetzt werden:

  • Feng Jiao- so heißt Propolis in der chinesischen Medizin, weißt eine bittere- leicht scharfe und frische Energie auf.
  • Die gold-gelben Körnchen wirken auf die Funktionskreise Milz Pi und Magen Wei…
  • …aktivieren das Nieren-Yin und sind positiv für das Lungen-Yin. Sie leiten die toxische Hitze Re Du aus dem Blut aus.
  • Diese sehr wertvolle Medizin stärkt den Körper, lindert auszehrenden Durst, wirkt positiv auf die Blutfette, klärt Toxine und löst Schwellungen/Gewebeansmmlungen auf.
  • Propolis fördert die Geweberegeneration und wird innerlich gegen Gedächtnisschwäche, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus Typ 1, Tonsillitis, Bronchitis, Stomatitis, Gingivitis, Enteritis, Zystitis und Arteriosklerose eingesetzt- innerhalb von bestimmten Kräutermischungen werden dann die entsprechenden Dosierungen dazu gegeben 🙂
  • FengJiao trägt zur Stärkung des Immunsystems bei.
  • Äußerlich finden Propolispräparate bei rissiger Haut, Verbrennungen und Verbrühungen Anwendung.
  • Die Dosierung beträgt 0,2 bis 0,6 Gramm/Tag.
  • Nach neuesten Studien lassen die Ergebnisse hoffen, dass Probolis gegen multiresistente Keime helfen könnte- die Wirksamkeit zeigt sich zumindest im Labor 🙂

Eine Propolis-Tinktur kannst Du selbst herstellen 🙂 :

  • Gib auf eine Flasche(steril bzw. in Wasser abgekocht) von 500 ml(Braunglasflasche nehmen) etwa 1/3 Propolis(Bio) und 2/3 70% Alkohol (z.B. Primasprit), gut verschließen und einen Monat stehen lassen- immer mal wieder schütteln.
  • Für die Stärkung oder Unterstützung zur Gesundung nimm 3 x 10 bis 20 Tropfen pro Tag mit etwas Honig und Gelee Royale, um das Yin zu nähren und Toxine zu beseitigen.

Hier ein ACHTUNG !!! Allergiker sollten Propolis nicht anwenden!!!

Nun noch etwas für den Praktiker der chinesischen Medizin und für den Interessenten als Information- wir haben vier Syndrome, bei denen Propolis allein oder in Kombination mit anderen Kräutern/Bestandteilen eingesetzt werden kann:

  • Yin-Mangel führt zu Leere Hitze; diese führt zu Blut-Hitze und Blutungen, die lokal gerinnen; daraus entsteht der heiße Schleim Tan (z.B. bei Arteriosklerose) und/oder es bilden sich Giftstoffe, die den Körper schädigen;
  • Ein Nieren-Yin-Mangel führt wieder zu einer Leere Hitze, diese setzt sich im unteren Jiao fest und führt zu Blasen-Hitze und Toxin-Belastung in den Harnwegen ( zum Beispiel bei einer Zystitis); die Yang-Meridiane, die von unten nach oben aufsteigen, können belastet werden und somit führt Magen-Hitze und daraus entstehende Blut-Toxine zum Beispiel zu Gastritis, Stomatitis oder Ulkus; aber auch ein bestehender Lungen-Yin-Mangel wie oben bereits beschrieben führt zu Leere-Hitze und es können Asthma oder auch chronische Bronchitis entstehen.
  • Wind als Speerspitze aller Erkrankungen führt bei mitgeführter Hitze zu trockener Hitze und Toxin-Belastung; es entsteht bspw. ein Lungen-Yin-Mangel und ggf. Magen-Feuer; das Magen-Qi steigt unphysiologisch auf und führt durch die Toxine zu Tonsillitis/Angina und ggf. auch zu einem Hitze- Husten mit ggf. gelbem Auswurf;
  • Extern- im Bereich der Haut und bei geschwächtem Wei-Qi entstehen Hautausschläge, Abszesse, Furunkel und Wunden/ Infektionen an der Haut- dann kann ein Extrakt aus Propolis und Honig auch zur Haut- und Wunddesinfektionen eingesetzt werden. Das gehört aber definitiv in die Hände von Fachleuten!!!

Bei allen Infektionen sollte Rücksprache mit einem (Naturheil) Arzt/Ärztin oder HeilpraktikerIn gehalten werden!! … und es gibt hier keine Heilversprechen!!!

Bienen liefern nicht nur Honig; auch Propolis ist uns zu Nutzen- danken wir dafür und nutzen die Heilkräfte der Natur sinnvoll und mit Maß und Ziel- bleibt gesund- alles Liebe

Kira

…und das ist nicht nur ein geflügeltes Wort…

Unser Leben und die Gesundheit werden maßgeblich von dem bestimmt, was wir zu uns nehmen- erschrenkend ist für mich immer wieder, wieviele Menschen auf Fertigprodukte zurückgreifen, ohne diese genau unter die Lupe zu nehmen. Versteht mich nicht falsch- ich greife auch ab und an dazu- allerdings i m m e r in BIO und nie in Massen. Außerdem geht immer noch der Irrglaube um, dass Fertigprodukte günstiger sind- völliger Humbuck- die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit 😉 wie dieses Rezept beweißt- Kosten pro Portion ca. 1,20 Euro zzgl. Gesundheit und wahrhafte Sättigung für Stunden:

  • Zutaten- alles Bio- ein Teelöffel Butter, 4 Möhren, 3 Riesenchampigons, eine kleine rote Zwiebel, eine Handvoll Feldsalat, 3 Volleier und zzgl. 4 Eiweiß(aus der Flasche, im DM oder Kühlregal zu bekommen), frische Petersilie oder aus dem Frost nehmen- das Gemüse putzen; die Möhren brauchen nur mit einer Gemüsebürste geputzt werden 🙂 – diese mit der Zwiebel in der Küchenmaschine fein häckseln; die Champigons würfeln, die Eier mit dem Eiweiß verrühren…
  • …eine gute Pfanne(mit Sandwich-Boden) erhitzen, Butter schmelzen und die Zwiebel und Möhren anschwitzen, dann die gewürfelten Champigons dazu geben und alles etwas anbräunen- die Temperatur herunter regeln; nun das Eigemisch dazu geben, mit Gewürzen nach gusto würzen- ich nehme je eine Msp. Steinsalz, bunten Pfeffer, Galgant, eine Prise gemahlene Zitronenschale, eine Prise Chili und geröstetes Paprikapulver- durchrühren; dann gebe ich eine perforierte Spritzschutzhaube darüber und lasse alles mit kleinster Temperatur stocken…
  • kurz vor dem Garsein gebe ich den Feldsalat und die Petersilie dazu- so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten- nochmals abdecken- die Mahlzeit benötigt etwa 8-12 Minuten inklusive Vorbereitung und je nach Herdart.
  • Wer mag, kann noch vor dem Servieren andere frische Kräuter darüber geben oder mit einer gewürzten Avocado genießen 🙂

Es dürfte ja bekannt sein, dass Kalorien nicht gleich Kalorien sind und schon gar nicht in der chinesischen Ernährungslehre 😉 – hier habt ihr alle guten Makro-Nährstoffe in einem ausgewogenen Verhältnis vereint und die Mikros lassen sich auch sehen; diese Kombination hält den Blutzuckerspiegel in Schacht, baut Qi und Blut auf; wärmt; wirkt positiv auf Magen, Milz, Leber und Nieren.

Für Sportler: Genieße die Frittata nach dem Training und die Regeneration ist gebucht; deine Muskeln profitierem von der hohen Bioverfügbarkeit des Eiweißes!

Ich wünsche Euch gutes Gelingen, ein schönes Wochenende und natürlich „Guten Appetit“- alles Liebe-

Kira

Du bist, was du isst. Also sei nicht schnell, billig oder ein Imitat „

… und-mmhhh- Kompott geht eine Liason mit Proteinpncakes ein…

…und zaubert an trüben Tagen ein Lächeln auf jedes Gesicht oder sorgt einfach für gute Laune am Morgen.

Als Kind habe ich die Kompotte meiner Oma geliebt- ob süß, süß-sauer oder herzhaft- es war immer etwas Besonderes; auch weil ich bspw. im Herbst beim Äpfel- oder Birnen- Schälen geholfen habe 🙂

Solche liebwerten Erinnerungen- geblieben ist die Liebe im Herzen zu meinen Omi’s und ihre tollen Rezepte- wie das Apfel-Kompott- ich habe es ein wenig an die Ernährungslehre der chinesischen Medizin angeglichen 😉 , die teile ich hier gerne mit Euch :

  • Nimm gute Bio-Äpfel und reinige diese; du kannst sie mit der Schale verarbeiten; einfach grob würfeln/ schneiden(Kerngehäuse, Blütenrest und Stiel entfernen);
  • …diese werden mit – auf ein Kilo Äpfel- 5 Datteln, zwei bis fünf Sternanis und 0,5 Liter naturtrübem Bio-Apfelsaft aufgekocht; Temperatur dann runterregeln und mit je einer Msp. Zimt, Vanille, Galgant und dem Abrieb einer Bio-Orange würzen- lass alles einreduzieren, bis der Saft eher ein bisschen wie Sirup ist.
  • Serviere dieses Kompott mit einem Reisgericht, zu den nachfolgenden Pancakes oder iss es s o l o zum Frühstück.
  • Möchtest Du es einkochen, dann wie oben verfahren, aber zusätzlich mit 1 Liter Wasser aufgießen, etwa 10 Minuten köcheln lassen und dann kochend heiß in Schraubgläser füllen- du kannst die Gewürz-Sternchen belassen- das verstärkt das Aroma 🙂 – stell die Gläser nach dem festen Verschließen einfach auf den Kopf- das sich bildende Vakuum sorgt für eine längere Haltbarkeit.

Achtung! Auch wenn es ohne Zucker hergestellt wird- es ist auch eine Süßspeise und sollte maßvoll genossen werden- auf jeden Fall ist es eine wunderbare Alternative bei Süßhunger anstatt Schoki oder Kuchen 😉

Die Pfannkuchen/Pancakes- für 2-3 Personen; je nach Hunger 😉 :

  • Du benötigst flüssiges Eiweiß- 6-8(Bio-in der Flasche im Supermarkt oder auch in den Drogerien/Biomärkten); ein Esslöffel Dinkelmehl(610) und 4 Esslöffel Backprotein( siehe unten); dazu noch einen Teelöffel Weinsteinbackpulver, Zimt und Vanille nach Geschmack; einen halben Teelöffel getrocknete Orangenschale und entweder Erytrit oder Kokosblütenzucker nach Geschmack- der Teig wird mit dem Mixer oder Küchengerät aufgeschlagen- er sollte dickflüssig sein; wenn der Teig zu fest ist, gib einfach etwas Apfelsaft dazu…
  • …dann Ghee oder Kokosöl in der Pfanne schmelzen und den Teig in Portionen abbacken- ich gebe immer zwei bis drei Esslöffel hinein, dann haben sie eine gute Größe und backen ohne Probleme gut durch.

Serviere sie mit dem Kompott oder auch mit frischem Obst, vielleicht einer selbstgekochten Marmelade oder einem Obstmus; wenn Du die Süße weglässt, dann passen die „Kuchen“ auch zu Gemüse 🙂 🙂

Zum Backprotein- unbezahlte Werbung:

  • Ich nehme das Backprotein von Basoprotein.com- es besteht aus reinen und natürlichen Zutaten, hat keine Zusatzstoffe und lässt sich sowohl für süßes als auch herzhaftes Backwerk verwenden. Das Backprotein kann als anteiliger Ersatz für Mehl genommen werden und beeinträchtigt auf keinen Fall den Geschmack.
  • Außerdem deckt das Backprotein deinen Bedarf an Proteinen zu den Mahlzeiten, du bist länger satt und nimmst weniger Kohlenhydrate zu Dir.

Wirkung des Kompott’s in der chinesischen Ernährungslehre:

  • wärmend und Yang, Qi und Blut Xue aufbauend;
  • leitet Nässe aus, baut Schleim ab
  • bei Schwäche stark tonisierend, ohne zu belasten
  • bewegt Blut Xue
  • liefert Spurenelemente, Mineralstoffe und sorgt so für einen Aufbau von Blut Xue
  • bewegt Qi und wärmt den Magen, tonisiert die Milz
  • hilft bei Nahrungsretension

Nun aber viel Freude beim Kochen und Backen- habt eine gute Woche- alles Liebe!

Kira

…Exotisch einheizen…

… mit dieser einfachen Mango-Erdnuss- Möhren- Suppe; die ist so lecker- ich koche sie auf Vorrat 😊

Wir sind jetzt mitten in der HAN- der großen Kälte; die letzte Sonnenperiode des „Chinesischen“ Winters hat begonnen und da ist es wichtig, sich mit Suppen und entsprechenden Kräutern zu wärmen. Auch geht es um die Nährung des Blutes, um den Körper bestmöglich auf das kommende Frühjahr vorzubereiten :)…

Eine kleine Vorgeschichte…Vor einiger Zeit habe ich mich entschlossen, mir einen Getreide-Nuss-Drink-Bereiter mit Suppenfunktion zuzulegen.

Damit stelle ich mir meinen Mandeldrink/Reisdrink/Haferdrink… selbst her und auch für eine sämige Suppe ist dieser Multifunktionskocher bestens geeignet. Die Zutaten werden mit Wasser und Gewürzen zusammen hinein gegeben und durch den Mixmechanismus ist nach einer halben Stunde alles fertig- ohne anzubrennen oder Aufsicht 😊- also der Fortschritt hat auch seine guten Seiten.

Nun aber zur Suppe:

  • Möhren, Zwiebel und Ingwer reinigen, grob zerkleinern; bei Bioprodukten reicht gutes abbürsten 😊
  • In einem Topf wird Kokosöl geschmolzen, gib einen Teelöffel Tomatenmark und die Zwiebeln dazu…
  • …lass alles anschwitzen und dann gib das Gemüse, zerteilte, getrocknete Mangostreifen(Bio), zwei Esslöffel Erdnussmuss oder eine Handvoll Erdnüsse, je eine gute Messerspitze Knoblauch, geräucherten Paprika edelsüss, bunten Pfeffer und Chili dazu- mit Wasser, Wasser + Kokosmilch(250ml) oder Wasser+Gemüsefond(250ml) aufgießen und dann alles auf kleiner Hitze garen lassen…
  • …im Suppenkocher dauert es 20-30 Minuten; im Kochtopf bei gelegentlichem Umrühren etwa 40 Minuten- hier muss dann noch püriert werden- schmecke erst dann mit einem guten Steinsalz ab…
  • …garniere mit frischen Kräutern nach gusto, ein paar Erdnüssen und gehackten Mangostreifen

Ich habe alle drei Varianten- Wasser, Kokosmilch, Gemüsefond- ausprobiert und muss sagen, dass mir die mit Kokosmilch/Wasser am besten geschmeckt hat.

TCM Wirkungen

  • Qi tonisierend
  • Blut Xue bewegend😊 und aufbauend
  • Yang tonisierend- gut wärmend
  • Milz und Magen wärmend
  • Geist beruhigend

Vorsicht bei zu viel Hitze- hier lieber mit Wasser kochen und Chili zum Bsp. nur sehr sparsam nehmen und das Anschwitzen weglassen.

Guten Appetit und eine gute Zeit- lasst es fließen!

Kira

Obst und Gemüse ohne Reue genießen…

…kannst DU in erster Linie, wenn DU einige Hinweise übernimmst und umsetzt:

  • Konsumiere saisonal
  • Konsumiere regional
  • Konsumiere in erster Linie Bio-Waren
  • Konsumiere Rohkost immer zu oder nach einer gegarten Mahlzeit
  • Konsumiere maximal eine Portion/Mahlzeit an rohem Obst- eine Portion entspricht Deiner Innenhand

Was tun, wenn DU nur herkömmlich produziertes Obst und Gemüse zur Verfügung hast?

  • Auch diese Lebensmittel haben ihren Wert!
  • Gare sie durch!
  • Entferne immer die Schale!

Wenn DU Obst essen möchtest, welches konventionell hergestellt wurde, ggf. gespritzt oder gewachst wurde o d e r wenn DU dem Bio-Siegel nicht traust, dann:

  • ist eine erste Hilfe das Waschen mit w a r m e m  Wasser- ggf. mit einer Gemüsebürste gut schrubbeln 😉
  • Zweitens- Gib die Lebensmittel in eine große Schüssel, fügen einen halben Teelöffel Salz hinzu und füllen Sie die Schüssel mit warmem Wasser bis alles bedeckt ist. Wasche das Obst und Gemüse kräftig- ggf. wieder mit einer Bürste- und spülen es im Anschluss mit normalem Wasser ab.
  • Besser- Gib die Lebensmittel in eine große Schüssel, fülle diese wieder mit so viel warmem Wasser, bis alles bedeckt ist. Gib nun einen Esslöffel Apfel-Essig dazu. Lasse das Obst und Gemüse 10-15 Minuten in dem Essig-Bad ruhen; .danach mit klarem Wasser abspülen 😊 Diese Variante ist eine der sichersten, die Lebensmittel von einem Großteil der Auflagerungen zu befreien, besonders auch das Wachs von Äpfeln und Birnen.
Apfelessig zum Reinigen- bspw. von Zitrusfrüchten, Südfrüchten oder einfach herkömmlich produziertem Obst und Gemüse

Die aufwendigere, aber mit Abstand beste Methode:

Vermische einen Liter warmes Wasser und 0,25 Liter Haushaltsessig- ich nehme i m m e r Apfelessig. Du kannst die Mengen bei Bedarf im Verhältnis 4-5:1 variieren, also vier oder fünf Teile Wasser auf einen Teil Essig-bei Essenz nehme ich etwas mehr Wasser. Dazu gibst du 4-5 Esslöffel Natron und den Saft einer halben Zitrone. Tauche dein Obst, Salat oder Gemüse in diese Flüssigkeit und lasse es mindestens 20 Minuten darin ruhen 😊. Anschließend unter klarem Wasser mit einer Gemüsebürste abbürsten und abspülen. Du wirst manchmal auf der Wasseroberfläche in der Schüssel einen schmierigen oder undurchsichtigen Schleier / Film sehen; das sind die Stoffe, die du bestimmt nicht auf deinem Obst/Gemüse haben willst- diese wurden von den Schalen entfernt bzw. sogar ausgeschwemmt😊.

Du kannst Dir auch ein Spray herstellen, um dann „glattes“ Obst/Gemüse damit zu behandeln:

  • 1 Tasse Wasser ¼ Tasse weißer Haushaltsessig oder Apfelessig 2 Esslöffel Natron Saft einer Zitrone mischen, abfüllen

… und dann bei Bedarf diese Mischung aufsprühen, 20 Minuten wirken lassen, danach wie oben beschrieben verfahren 😉

Also- keine Panik- Genuss, auch von Südfrüchten ist gut möglich. Mach es Dir nur zur Gewohnheit, Apfelessig a u c h als Reiniger für Deine Lebensmittel zu benutzen.

…und die Energetik der Früchte/ des Obst bleibt ebenfalls erhalten 🙂

…nach der Reinigung können auch die Schalen unbedenklich verwendet werden 🙂

Auf die Gesundheit- alles Liebe

Kira

Wintergemüse als Suppe…

…die perfekte Symbiose- der Winter ist ja immer ein bisschen sparsam mit frischem Gemüse; da ist es gut, auf Wurzeln und Knollen zurückzugreifen.

Welch eine Metapher- im Yin des Yin- also im Winter- nähren wie unsere Ursprungsenergie, unsere Wurzel- also ab an das Wurzelgemüse:

  • Je zwei Innenhände voll Sellerie, Möhren, Pastinaken und Zwiebeln putzen, grob würfeln und alles…
  • … in einem Esslöffel Ghee anschwitzen; dann etwa zwei bis drei Esslöffel rote Linsen dazu geben und mit einem- 1,5 Litern Gemüsebrühe aufgießen, mit Gewürzen nach gusto, einer Msp. Chili und einem Teelöffel mildem Curry würzen- bei mittlerer Hitze garen lassen.
  • Ist das Gemüse weich kann alles püriert werden; schmecke jetzt mit einem Schuss Reiswein und gutem Steinsalz ab.
  • Ganz zum Schluss lässt Du etwas fein geriebenen Parmesan, Cashewparmesan oder Hefeflocken einrieseln und die Suppe auf kleinster Hitze etwa 10 Minuten durchziehen.
  • Gib frische Kräuter vor dem Servieren darüber; auch gehackte Walnüsse oder Sesam sind perfekt dazu 😊
  • Meine Gewürze sind bei Suppen immer: Kurkuma, Kreuzkümmel, Galgant, Bertram, Paprika, Pfeffer, getrocknete Orangenschale, Bockshornkleesamen, Fenchel- alles gemahlen 😊
  • Im Winter gebe ich noch Igelstachelbartpulver(1-3 Teelöffel) dazu- dieser stärkt Magen, Milz und Nieren-Energie; wirkt positiv auf den Darm und die Leber. Indirekt hat er eine positive Wirkung auf den Geist- macht gute Laune und ergänzt das Gemüse durch einen hohen Eiweißgehalt.
…hier die Variante mit Hafersahne :), rotem Pfeffer und Kräutern

TCM Wirkungen

  • Qi tonisierend
  • Blut Xue bewegend😊 und aufbauend
  • Yang tonisierend
  • Milz und Magen wärmend
  • Geist beruhigend
  • Nieren-Qi und Jing nährend
  • Hitze-Toxine eliminierend

Diese Suppe ist auch sehr schnell im Büro oder auf der Arbeit heiß gemacht- nimm sie im Schraubglas mit und stelle dies einfach in heißes Wasser- dazu getoastetes Roggenbrot und die Mahlzeit ist perfekt.

Gutes Gelingen- hab eine gute (Suppen)-Zeit 😉

Kira

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