Ganz weiß und kräftig blüht das …

… ein Wildkraut, welches jetzt an Feldwegen, in Gärten(als Unkraut zu unrecht bezeichnet) und sogar auf Halden zu finden ist. So stark und genügsam es in der Natur vorkommt, so stark ist auch seine Heilwirkung:

  • Bursae pastoris ist sein lateinischer Name, es ist scharf vom Geschmack- als Kinder haben wir es geliebt zu naschen- neutral vom Temperaturverhalten und wirkt gemäß chinesischer Medizin auf die Funktionskreise Blase, Gedärme, Uterus, Magen, Niere und Leber.
  • Das Hirtentäschel hat eine besondere Affinität zum Blut und zu Blutungen im speziellen- die Hirten haben es früher zum Stillen von Blutungen bei den Tieren verwandt; noch heute kennen wir es als d a s Blutstillungskraut im Allgemeinen und …

  • …im Speziellen bei Blutungen im Uterus und anderen Organen- Einsatz findet es ob seiner adstringierenden Wirkung bei Hypermenorrhö, zu starken Blutungen nach der Geburt, Zwischenblutung, Uterusblutung im Klimakterium, lange anhaltenden Blutungen, Blutungen auf Grund von Myomen, Zystenblutungen, Hämaturie(Blut im Urin), Nierenblutung, Darmblutung, blutenden Hämorrhoiden blutend, oft auftretendem Nasenbluten, Zahnfleischbluten, Magenblutung, Hämatemesis(Bluterbrechen), Lungenblutung und auch bei blutunterlaufenen Augen bspw. nach Verletzungen oder Blutungsneigung.
  • Eine weitere Wirkung ist die der Ausleitung von Nässe/Hitze vor allem aus dem mittleren und unteren Jiao(Erwärmer) zum Beispiel bei Harnwegs- und Nierenerkrankungen, Pilzerkrankungen(Candida albicans), Ausfluss(gelb, riechend…), Darmentzündungen, Enteritis, Nierensteinen…
  • Hirtentäschel ist eins der Heilkräuter, welches zuverlässig Hitze eliminiert und Feucher absenkt/reduziert- im Speziellen bei Hitze-Syndromen auf der Qi-Ebene infolge von äußerer Hitze eingesetzt, hier bei übermäßiger Hitze des Magens, der Lunge, des Herzens und der Leber. Ursachen sind: exzessiver Verzehr scharfer, fettiger Nahrung, ständiges Überessen, schwere psychische Störungen, Depressionen, exzessiver Alkoholkonsum und Tabakkonsum, aber auch anhaltender Leber-Qi-Stagnation. Das Hirtentäschel entfaltet dabei die beste Wirkung, wenn es mit kühlen/kalten und scharfen Kräutern kombiniert wird- der Einsatz erstreckt sich auf Magenschleimhautentzündung(Gastritis), Tonsillitis(Mandelentzündung), Konjunktivitis(Bindehautentzündung), Hypertonie, Tachykardie, Palpitationen(Erregbarkeit), Hyperthyreose(Schilddrüsenüberfunktion), Diabetes mellitus und auch bei Glaukom(Grüner Star).

  • Achtung!!! Da das Hirtentäschel eine starke absenkende und wehenfördernde Wirkung hat, darf es auf keinen Fall während der Schwangerschaft eingesetzt werden!!! Ebenfalls verbietet sich der Einsatz bei Schilddrüsenunterfunktion und bei Verstopfung.
  • In der heimischen Naturheilkunde entfaltet es durch die Inhaltsstoffe Cholin, Acethylcholin, Tyramin, Brusasäure, ätherisches Öl, Saponin, Kalium und  Gerbstoff seine blutstillende, blutreinigende, adstringierende, entzündungshemmende, harntreibende, tonisierende und wehenfördernde Wirkung bei schon oben genannten Krankheiten bzw. Zuständen.
  • Das Hirtentäschelkraut hat die wundersame Eigenschaft- ähnlich wie Weißdorn- den Blutdruck regulieren zu können. Hoher Blutdruck wird gesenkt und niedriger Blutdruck positiv gestärkt. Dies hängt mit der Wirkung auf das Blutgefäss-System zusammen. Auch gegen Arteriosklerose kann das Hirtentäschelkraut helfen- es wirkt als Frühlingskraut eben auch blutreinigend.

Die heute als Unkräuter bezeichneten Pflanzen sind ganz oft sehr wirksame Heilpflanzen- wir benötigen sie, um uns unabhängig von chemischen Medikamenten zu machen. Bei chronischen Zuständen oder auch bei Unverträglichkeiten(z.B. Hormone) sind diese Heilpflanzen oft die bessere Wahl für unsere Gesundheit. Sorgen wir doch dafür, dass der Lebensraum erhalten bleibt!!!

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