Prävention Herzinfarkt?

 

Ja, bitte!!! Wie jedes Jahr habe ich auch in diesem September an der Fortbildung für die Herzsport- Lizenz teilgenommen. Auch wenn ich selbst keine Herzsportgruppe betreue, ist es immer wieder spannend, neue Impulse für „meine“ Patienten zu bekommen. Sie wissen ja bereits, dass Bewegungstherapie immer zum Behandlungskonzept gehört. Wie ist es nun mit der Geißel der Moderne, dem Herzinfarkt. Gibt es eine Prävention, gibt es Alternativen zur Chemie. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch! Ich habe großen Respekt vor der Intensivmedizin und auch in meiner Praxis gibt es einen Defibrilator, ich beherrsche die Notfallhilfe – selbstverständlich. Aber ich denke einfach, dass wir einen anderen, natürlichen Ansatz benötigen. Denn immer mehr Medikamente sind nicht gut für den Stoffwechsel, das Wohlbefinden und die Lebensqualität. Was spricht dafür, auch andere Wege zu gehen:

  • Alle modernen Medikamente haben Nebenwirkungen- mehr oder weniger- Blutdruckmittel greifen in den Fettstoffwechsel ein, erhöhen teilweise den Cholesteringehalt- schwupps gibt es das nächste Medikament.
  • Warum wurden etwa Mitte der 90er Jahre die Blutdruckgrenzen gesenkt?`Bis dahin galten Obergrenzen bis 160/90- 100, je nach Alter. Manch älterer Mensch benötigt einfach einen höheren Blutdruck(140/80- 150/90), um überhaupt in die Gänge zu kommen. Wenn sonst alles in Ordnung ist und dieser Betroffene sehr agil durch den Alltag geht, sich bewegt und seinem Befinden entsprechend die Ernährung gestaltet ist doch alles gut!
  • Warum werden probate, relativ nebenwirkungsarme Mittel wie Strophantin gar nicht mehr eingesetzt? Strophantin ist ein im Körper gebildetes Hormon aus der Nebennierenrinde- ist also im Körper natürlich vorkommend. Aber auch in der pflanzlichen Natur gibt es dieses- in Schlingpflanzen, die vor allem in Südamerika vorkommen. Mehr dazu können Sie unter chemie.de(Herzglykoside) lesen. Strophantin ist herzwirksam, sowohl als Mittel zur Prävention als auch als Notfallmittel. Heilpraktiker dürfen dieses hochwirksame Mittel nicht mehr verordnen, es unterliegt der ärztlichen Verschreibungspflicht. Leider gibt es nur noch wenige Ärzte, die sich die Zeit nehmen, den Patienten über diese Möglichkeit aufzuklären und den Einsatz von Strophantinpräparaten individuell zu prüfen(siehe auch Sendung des NDR „Die herzkranke Gesellschaft“).
  • Generell werden alle natürlich vorkommenden Mittel vom Körper besser verarbeitet, als wenn Sie als chemisch- künstlicher Baustein eingeschleust werden. Natürliche Quellen sind weiterhin: Fingerhutgewächse, Adonisröschen, Maiglöckchen, Tragant, Meerzwiebel, Bischofskraut und eben Strophantusgewächse… auch der Einsatz von Arnicapräparaten und Weißdorn hat bekannterweise einen positiven Effekt auf die Herzgesundheit!
  • Das Zusammenspiel aller Präventionsmöglichkeiten- Bewegung, Ernährung, positives Stressmanagment und der Einsatz von geeigneten pflanzlichen Präparaten- kann einem Herzinfarkt vorbeugen und ggf. einen Reinfarkt verhindern. Schließlich steht der Infarkt am Ende eine Kette von Stoffwechselstörungen- Sauerstoffunterversorgung- schlechtem Zellstoffwechsel, in folge dessen eine Verengung von Gefäßen und dann…Infarkt, trotz möglicher Kollateralen(Umgehungskreisläufe bei Gefäßverengungen).
  • Individuelle Beratung ist wichtig- angefangen bei der Bewegung, über die Ernährung bis hin zu einer individuellen Medikation, erst dann kann dem Einzelnen gerecht werden.
  • Wir sind “ Bewegungstiere“- d.h. um gesund zu bleiben, m u s s  ich mich bewegen- optimal sind 2-3 x/ Woche ein individuelles Ausdauertraining und 2-3 x/ Woche das Muskeltraining- ebenfalls auf die Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt. Dazu kommen dann in der Altersgruppe 50+ und den Risikopatienten(Disposition, metabolisches Syndrom) individuelle Übungen(Sturzprophylaxe, Balancetraining…).

In meiner Sprechstunde können Sie mich auf die Präventionsmöglichkeiten ansprechen. Bei Ernährung und Bewegung kann ich Ihnen direkt helfen, für die Kräutermedizin ebenfalls, für Strophantin sprechen Sie mit dem Kardiologen oder Hausarzt- bleiben Sie da stark! Sicher ist auch das kein Allheilmittel, aber den Einsatz zu prüfen lohnt sich immer, frei nach dem Motto: „Nur soviel wie nötig, nicht soviel wie möglich“!

Bleiben Sie gesund!

 

 

 

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