„Sich selbst erkennen ist von Wert“

… ist eine fernöstliche Weisheit mit ganz aktuellem Bezug. Selbsterkenntnis- einer der ersten Schritte, um zu gesunden bzw. gesund zu bleiben.

Ich frage mich ganz oft, gerade wenn eine Therapie sehr lange dauert oder trotz aller Überprüfungen der Therapieansätze nicht greift, warum ? Im Gespräch mit den betroffenen Patienten/ Patientinnen ergibt sich häufig, dass die Sichtweise auf und das kritische Hinterfragen des eigenen Verhaltens gar nicht oder nur sporadisch existiert. Formulierungen wie : Ich werde es versuchen…“, „…wenn ich Zeit dafür finde“, „…es ging nicht, ich hatte Urlaub“… und ähnliche mehr weisen immer darauf hin, dass der Wunsch nach der Wunderpille größer ist, als das eigene Engagement. Sicher gibt es immer Zeiten, wo das Umsetzen der Ernährungsumstellung/ Ernährungstherapie, das Zubereiten der Kräutermedizin oder die Übungen zur Genesung schwerer ist, als am Wochenende oder in der Freizeit…Und natürlich sind wir als Menschen so eingestellt, dass, wenn es uns besser geht, wir schnell vergessen oder meinen, bestimmte Dinge nicht mehr tun zu müssen. Dann aber kann es sehr schnell passieren, dass unser Gleichgewicht wieder kippt.

Natürlich kann es sein, dass die chinesische Medizin nicht jedermanns Sache ist. Darum geht es auch nicht. Es geht um die schon so alte Erkenntnis, das Gesundheit immer auch Veränderung bedeutet- da ist es egal, ob ich Hilfe bei und mit der CM, der Homöopathie, der Osteopathie, dem Yoga… suche.

Gesundheit- das ist die Einstellung und der Wille zur Veränderung, um gesund zu bleiben oder zu werden. Es ist völlig natürlich, dass jeder Mensch Sorge und Angst vor Veränderungen hat. Hey, aber das Leben ist Veränderung. Jeder Tag ist neu, jeden Tag verändern wir uns- was ein natürlicher Ablauf ist, kann doch an sich keine Angst verursachen. Warum also, wenn es um das höchste Gut geht, was wir Menschen haben.

  1. Es liegt an der klaren Formulierung des oder der Ziele! Was will ich wirklich? Sind die anderen „Schuld“, ist etwas anderes „schuld“ an dem, was ich erlebe oder an meiner Erkrankung oder an meinem nicht gesund werden? Sicher gibt es schwere Erkrankungen und eine Disposition, bei der diese Frage nicht eindeutig beantwortet werden kann. Aber eindeutig wird es bei den alltäglichen, eher harmloseren Beschwerden/ Befindlichkeitsstörungen. Warum bin ich nur immer erkältet? Muss mein Rücken immer schmerzen? Warum habe ich ständig Kopfweh bei der kleinsten Anstrengung? Warum vertrage ich bestimmte Lebensmittel nicht mehr?…. Die Reihe der Fragen ließe sich beliebig fortführen, ja warum?
  2. Es liegt an meiner eigenen Lebenshygiene- ich nenne es einmal so. Bin ich bereit, auf die “ Errungenschaften“ der Lebensmittelindustrie zu verzichten/ den Konsum einzuschränken- Labornahrung, Süßigkeiten, Fertigprodukte, ein zuviel an Genussmitteln…? Bin ich bereit, mich jeden Tag 30 bis 45 Minuten zu bewegen? Schalte ich die neuen Medien, den Fernseher oder mein Telefon auch einmal am Tag ab oder benutze diese gar nicht? Lache ich jeden Tag? Bekomme ich ausreichend Schlaf?
  3. Es liegt daran, wie ich mit mir umgehe. Wertschätze ich, was ich erreicht habe, wertschätze ich mich mit dem nötigen Respekt? Nur mit dem Respekt mir selbst gegenüber, kann ich gesunden bzw. gesund bleiben!

Machmal höre ich dann “ Ja , Sie, Sie haben leicht reden, ich muss arbeiten…habe die Kinder… komme erst spät nach Hause…“- Auch ich muss mich jeden Tag meinem „Drachen“ stellen- dem Drachen der Bequemlichkeit- das bedeutet Gymnastik, 20 Minuten Crosstrainer oder Schwimmen am frühen Morgen, der 12 Minuten- Schnellschritt vom Parkplatz am Mühlendamm zur Praxis und nach der Sprechstunde wieder zurück, das wärmende Reiscongee am Morgen, Gemüse schnippeln am Abend…und dann denke ich an…

eine Weisheit, die  besagt “ Ich kann, weil ich will, was ich muß“- in diesem Sinn- Können Sie, weil Sie es wollen, was sich ändern muss!

 

 

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