Erschöpfung

Winterreise mit Duft- Teil 2

Guten Morgen… ich bin gestärkt aus dem Winterurlaub zurück und reise mit Dir gleich virtuell weiter mit und in einen Duft, den Du sicherlich kennst- allerdings lernst Du mit mir den Duft und das ätherische Öl der Ringelblume etwas anders kennen:

Ringelblume in meinem Wildgarten
  • C… wie Calendula oder Ringelblume- ist eine der ältesten und sehr gut erforschten Heilpflanzen. Für einen Liter Öl weden etwa 5000 Blüten benötigt; mit Hilfe einer Alkoholextraktion wird dann das etwas zitronig duftendes Öl hergestellt.
  • Körperlich wirkt das Öl entspannend und Haut beruhigend; mental spendet es Zuspruch und Trost, wirkt beruhigend und entspannend 🙂
  • Das erfrischende Öl wird in Salben oder Lotionen eingebracht und kann dann bei gereizter oder sehr trockener Haut verwendet werden.
  • Ringelblumensalbe lässt bspw. Windeldermatitis schneller abheilen und kann ebenfalls bei Neurodermitis Abhilfe schaffen.
  • Bei innerlicher Anwendung können Ringelblumenblüten zur Linderung von Beschwerden im Magen-Darm-Trakt oder einer schmerzhaften Menstruation (Dysmenorrhö) beitragen, da sie krampflösend wirken und aus Sicht der Chinesischen Medizin Qi und Blut bewegen. Zudem regen sie den Lymphfluss an.
  • Zur Erläuterung…Die Haut wird in der chinesischen Medizin der Wandlungsphase Metall zugerechnet. Sie schützt uns vor äußeren Einflüssen, ist damit aber auch großen Belastungen ausgesetzt. Die Ringelblume vermag Wunden zu schließen, was man auch spüren kann, wenn man sie pflückt… sie sondert ein klebriges Sekret ab. Die Farben gelb und orange deuten zusätzlich einen Bezug zum Erdelement an- das erklärt auch die Wirkung auf die inneren Organe.
  • ACHTUNG! Bei Allergieneigung auf Korbblütler darf Ringelblume n i c h t genommen werden!
  • Gemäss der Chinesischen Medizin ist Calendula kühl im Temperaturverhalten, im Geschmack bitter und wirkt auf die Funktionskreise Magen, Gedärme, Lunge, Uterus, Leber, Herz und Milz.

Das Einsatzgebiet als Kräutermedizin in der Chinesischen Medizin ist deutlich weitergefächert als in der europäischen Naturheilkunde:

  • Calendula wirkt Hitze eliminierend und Toxine ausleitend- bspw. äusserlich: bei schlechter Wundheilung, offenen Beinen, Hautentzündung, Veneninsuffizienz, Krampfadern, Analekzem, Ausschlag, Ekzem, Dermatitis, rauer Haut, Pubertätsakne, Bienenstich, Frostbeulen, Wunden, Mastdarmentzündung, Analentzündung, Bindehautentzündung und innerlich: bei Entzündung der inneren Organe, Gastritis, Magenschleimhautentzündung, Duodenitis, Colitis, Reizdarm, Diarrhö, Divertikulitis, Mastdarmentzündung, Pankreasentzündung, Magengeschwür, Darmgeschwür, Stomatitis, Mundschleimhautentzündung, Pharyngitis, Rachenentzündung, Lymphdrüsenentzündung, Angina tonsillaris, Tonsillitis, Mandelentzündung, Venenentzündung, Genitalentzündung, Dysmenorrhö, schmerzhafter Menstruationsblutun, Fieber, begleitender Krebstherapie, Masern, Exanthembildung fördernd bei Masern, Pubertätsakne, Furunkel, Leberintoxikation…
  • Nässe/Feuchtigkeit und Hitze ausleitend… bspw. bei Darmentzündung, Colitis ulcerosa, Pilzerkrankungen, Candida albicans, anderen Darmmykosen, Endometritis, Diarrhö, Eierstockentzündung, Ausfluss, blutenden Hämorrhoiden, Lymphadenitis, Lymphdrüsenschwellung, Brustdrüsenverhärtung, Milchgangentzündung, Narbenverhärtung, Struma, Kropf…
  • Blut Xue bewegend… bspw. bei Oligomenorrhoe, verminderter Blutzirkulation, Durchblutungsstörungen, Blutklumpen, Unterleibschmerzen, Verletzung, Angina pectoris
  • Qi tonisierend… bspw. bei Verdauungsschwäche, Appetitlosigkeit, Flatulenz, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, weicher Stuhl und/oder Durchfall, Leberzirrhose, Hämorrhoiden, Krampfadern, Palpitationen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Lymphflussstau
  • Qi regulierend und bewegend– bspw. bei Prämenstruellem Syndrom, Reizbarkeit, Dysmenorrhö, schmerzhafter Menstruationsblutung und Gallenflussstau.
Sonnenlächeln 🙂

Geschichten und Legenden:

Bei den Germanen war die als Sonnenbraut oder Niewelkblume benannte Ringelblume Freya als Göttin der Liebe und der Ehe gewidmet; im Christentum wurde sie später der Mutter Maria gewidmet.

Die Öl riecht zwar angenehm aromatisch, verströmt als Blume aber einen etwas penetranten an Verwesung erinnernden Geruch. Gleichzeitig wuchert sie unglaublich und immer wiederkehrend. Dadurch entwickelte sie sich zum christlichen Symbol für die Erlösung nach dem Tod und als Blume für ein ewiges Leben. In Mexiko glaubte man, sie habe sich aus dem Blut indigener Völker entwickelt, die durch die spanischen Eroberer getötet wurden- so wurde sie in Südamerika zur Blume des Todes.

Als Blume, die dem Sonnenlauf folgt; der Sonne in ihrem Erscheinungsbild ähnelt, war sie wie Gänseblümchen, Johanniskkraut oder Wegwarte eine heilige Blume, der auch Zauberkräfte zugeteilt wurden. Für einen Liebeszauber pflanzten Mädchen Ringelblumen in die Fußspuren ihres Auserwählten- dieser sollte bewirken, dass er „völlig ausgeliefert“ 😉 kam und ewige Liebe schwor.

In Südeuropa trugen Hexenmeister Ringelblumen als Talisman mit sich.

Ringelblumentee für das innere und äußere Wohlbefinden

Anwendungen:

  • als Tee… dafür zwei Esslöffel Blüten mit 70 Frad warmem Wasser übergießen- 5 Minuten ziehen lassen und dann abseihen; schluckweise trinken…
  • … den Sud wie oben ansetzen; als Gesichtswasser verwenden oder zum Abtupfen betroffener Hautareale…
  • … das ätheriesche Öl mit 3 Tropfen in Mandel- oder Jojobaöl geben; gut vermischen und dann auf die Haut aufbringen- besonders auf den Bereich Brustbein; Schulterblätter und Lungenzone; Stirn oder Schläfen; auf die Fußsohlen; den Unterbauch; die Innenseite der Oberschenkel; den Nacken…
  • … das ätherische Öl in eine neutrale Salbe, Lotion oder Creme geben; damit die betroffenen Hautaeale einreiben.

Du siehst- eine ganz gewöhnliche Blume aus dem Bauerngarten hat so viele gesundheitsfördernde Eigenschaften… nutze Sie für Dich!

Alles Liebe…

Kira

Ringelblumenöl für eine Babymassage auf der Haut- gut bei Hausproblemen im Babyalter

Lecker…Wärmend…Genuss

Guten Morgen… wie geht es Dir nach der ersten Woche des neuen Jahres? Wie geht es Dir mit den winterlichen Temperaturen? Du benötigst Wärme, spürst immer wieder kalte Gliedmaßen oder Kraftlosigkeit mit Kälte? Dann habe ich für Dich ein ganz wunderbares, wie einfaches Rezept… wärmed, lecker, genussvoll zu essen- Widschwein-Gulasch:

  • Kaufe das Wildschwein-Fleisch beim Jäger Deines Vertrauens oder in einem Wildfleisch-Laden.
  • Wildschwein-Fleisch ist per se wärmend, enthält viel gesundes Eiweiß und sehr wenig Fett; das Fettsäureverhältnis ist sehr ausgeglichen.
  • Wildschwein-Fleisch ist eins der gesündesten Fleischsorten; denn anders als in der Tierhaltung ernährt sich das Wildschwein nur mit den Nahrungsmitteln, die tatsächlich von der Natur dafür vorgesehen sind und es bewegt sich… dadurch ist es wertvolles Muskelfleisch und Du benötigst viel weniger davon, um gut mit den Makro- und Mikro-Nährstoffen versorgt zu werden 🙂
  • 500-700 Gramm Wildscheinfleisch würfeln, etwa eine Stunde in Buttermilch einlegen; dann abgießen und abtupfen.
  • Die Würfel werden in Ghee mit Tomatenmark, etwas Senf und einer roten Zwiebel scharf angebraten; dann mit Gemüsebrühe ablöschen; 4-5 Paprika reinigen und in der Zeit in Streifen schneiden, dann zum Fleisch geben; dazu gibst Du etwa einen viertel Teelöffel Paprikapulver, gemahlene Wacholderbeeren, ein Lorbeerblatt; eine Prise Kubebenpfeffer, etwas Zitronen- und Orangenschalenabrieb und eine Prise Zimt… zugedeckt bei wenig Hitze etwa eine Stunde garen lassen; immer mal wieder umrühren.
  • Nach dem Garen mit Salz abschmecken; ggf. auch mit den anderen Gewürzen nachwürzen 😉

Serviere das Gulasch mit Reis oder Möhrengemüse.

Wirkung:

  • …wirkt postiv auf die Funktionskreise Nieren, Magen, Leber und Milz; ist süß vom Geschmack und wärmend im Temperaturverhalten…
  • … baut Yang, Qi und Blut Xue auf- tonisiert über die Hauptfunktionskreise alle Organe…
  • … ist bspw. ein wunderbares Mittel gegen Bindegewebeschwäche- kann also bei Venenschwäche, Cellulite, Krampfadern und Organsenkung hilfreich sein.
  • … enthält u.a. auf 100 Gramm 20%Protein, nur 9% Fett und davon nur 3,1 Gramm gesättigte Fettsäuren aber 0,7Gramm mehrfach ungesättigte FS; zahlreiche Mineralien und Spurenelemente wie bspw. Kalium, Eisen, Zink; die Vitamine B12 mit 200% des Tagesbedarfes eines Erwachsenen, Niacin als B3 und B6…aber auch Selen und Molybdän.

Wildschweinfleisch ist so wertvoll, dass Du aus den Knochen und dem Fleisch auch eine Kraftbrühe herstellen kannst:

  • Knochen und Fleisch, welches sonst nicht so gut verarbeitet werden kann, einfach mit 4 Litern Wasser, einer Zwiebel, Lorbeer, Piment, Wacholder, Möhren, Sellerie und ggf. etwas Porree aufkochen und dann zugedeckt mindestens 8 Stunden ganz leicht simmern lassen; immer wieder Wasser nachgeben… nach der Kochzeit die festen Bestandteile abfiltern; alles noch einmal mit etwas Suppengrün für 20 Minuten „nachkochen“ lassen; mit Salz abschmecken und heiß in Schraubgläser abfüllen; zugeschraubt auf den Kopf stellen, auskühlen lassen oder richtig „einwecken“. Die Brühe ist so gehaltvoll, dass Du ein Glas für drei Tage nutzen kannst; einfach die Brühe mit heißem Wasser verdünnt täglich zu den Mahlzeiten trinken bzw. auch zwischendurch genießen 🙂
  • Du nimmst so täglich naturbelassene Stoffe zu Dir, die Dein Yang stärken, Kälte vertreiben und Dein Blut aufbauen…

Beide Speisen sind hilfreich bei:

  • ausbleibender Menstruation
  • in der Rekonvaleszenz
  • bei Schwäche und Kälte
  • bei Organsenkungen, schwachem Gewebe
  • Erschöpfung
  • dauerhafter Müdigkeit…
  • bei Schwäche durch chronische Erkrankungen
  • nach der Geburt und im Wochenbett…
Kraftbrühe mit Gemüse und essbaren Blüten 🙂

Sichtweise der asiatischen Medizin und der europäischen Vollwerternährung ohne zu missionieren:

  • Eine rein vegetarische/ vegane Lebensweise kann unter Umständen Defizite fördern.
  • Ein bewusster Umgang mit wertvollen Lebensmitteln ist wichtig, daher werden so hochwertige Lebensmittel wie Fleisch nur maßvoll konsumiert.
  • Wildfleisch kann Dich bei Defiziten durch Deine Ernährungsform(vegetarisch, vegan, Rohkost…) unterstützen und ist sicherlich wertvoller als chemisch hergestellte Nahrungsergänzungsmittel… wird in diesem Zusammenhang als Therapie eingesetzt.

Ich wünsche Dir bei der Zubereitung viel Freude, einen guten Appetit und sage bis zum nächsten Montag „Tschüss“… alles Liebe wünscht Dir

Kira

Blüten, Blüten, Blüten

Guten Morgen zur neuen Woche… bist Du gut gestartet?

Ich schaue mittlerweile morgens immer auf unseren- zugegeben noch recht zögerlich- blühenden Apfelbaum- eine Wohltat morgens und natürlich zum Feierabend. Die zarten Blüten sind aber nicht nur für das Auge wunderbar entspannend:

  • Apfelblüten sind essbare Blüten, schmecken leicht süß-sauer und wirken aufsteigend gemäß der chinesischen Medizin; d.h. sie wirken eher im oberen und mittleren Erwärmer.
  • Eine besondere Wirkung haben sie auf Shen- den Geist; aber auch auf die Augen und auf das Herz(mental); sie können bei Unruhe, Erschöpfung, Fieber und Heiserkeit eine Wohltat sein.
  • Ihr Inhaltsstoffe treten in die Funktionskreise Herz, Leber, Lunge und Pericrd ein und wirken klärend, Hitze ableitend und blutreinigend.

Der Tee:

  • Zupfe sorgsam eine Innenhand Blüten vom Außenrand, übergieße diese mit maximal 70 Grad heißem Wasser, lass den Sud etwa 5 Minuten ziehen- die Blättchen kannst Du essen; den Sud langsam trinken- er schmeckt mild süß- sauer; gib ggf. etwas Honig hinein 🙂

Solltest Du eine starke Erschöpfung spüren, dann kann dieser Tee- 3x täglich getrunken- eine erste Hilfe sein.

Die Essenz:

  • Sammle Apfelblütenblätter in einer Kristallschale, fülle diese mir klarem, kalten Wasser und stelle sie für 3-5 Stunden in die Sonne- mehr yangig oder den Vollmond- mehr Yin aufbauend.
  • Dann kannst Du die Flüssigkeit abfiltern; fülle diese in eine dunkle Flasche; ohne medizinischen Alkohol oder „Korn“ ist die Essenz nicht so lange haltbar, aber sehr hilfreich- Du kannst sie ebenfalls bei Erschöpfung oder bei Unruhe einsetzen. Solltest Du sie lange haltbar machen wollen, dann fülle zuerst den Alkohol zu 1/3 in das Fläschchen und dann die Blütenflüssigkeit- gut verschließen und beschriften; dunkel stellen und öfter aufschütteln.
Essenzen kannst Du auch in den Tee geben

Die Apfelblüten haben eine starke, sehr tiefgeifende Wirkung auf Shen- den Geist- im Positiven- nicht nur der Apfel selbt ist „Die Frucht der Erkenntnis“- auch seine Blüten und deren Essenz- egal ob als Tee oder Blütenessenz- reinigen die Emotionen und erzeugen in Dir das Gefühl einer inneren Klarheit und Reinigung.

Beides- Tee und Essenz- ist hilfreich zum Erkennen und Auflösen schlechter Gewohnheiten bzgl. der Gesundheit und unterstützen uns, klare Antworten zu erfahren. So zart ihr Aussehen und die Materie ist- so hilfreich dringt sie bis in die Zellen vor und lässt damit Belastendes schneller auflösen/ ausleiten. Apfelblüten, aber generell auch Blüten anderer Pflanzen/Bäume, gehen “ an des Pudels Kern“, bringen diese an die Oberfläche… und werden ausgeschieden 🙂 – friedvolle Klarheit ist das Ergebnis.

Die Apfelblüten können noch mehr- schau Dir ihr Verhalten am Baum an- sie sind wie Sterne…sehen zwar zerbrechlich aus, trotzen aber den Widrigkeiten- sie dienen unserer Willensstärke bzgl. zu erreichender Ziele, helfen uns „am Ball zu bleiben“ und uns nicht von Emotionen, körperlichen Manifestationen oder abstrusen Gedankenkonstrukten ablenken zu lassen. Wie Sterne können Sie Dir eine Richtung weisen- den Weg gehen musst Du allerdings selbst 😉 .

Vielleicht genießt Du heute schon Deinen Apfelblüten-Tee- freue Dich auf Leichtigkeit, Zentrierung- ich wünsche Dir einen angenehmen Tag; alles Liebe

Kira

Erschöpft nach Infektionskrankheiten?

Herzlich Willkommen in der neuen Woche und zu diesem Beitrag.

Im Herbst steht unser Immunsystem jedes Jahr auf’s Neue vor Herausforderungen- sei es, dass wir im Sommer zuviel Kaltes konsumiert haben oder generell eine Schwäche im Metall-Element und WeiQi haben.

Allerdings sind es nicht nur die Infekte, die den Betroffenen zu schaffen machen; es sind ebenfalls die Erschöpfungsmomente, die sich gerade nach schweren Infektions-Verläufen bemerkbar machen.

Die Betroffenen- und da ist es egal ob eine Epstein-Barr oder COVID-SARS 19 Infektion vorlag- erholen sich nicht mehr richtig…

Frauen und Männer können gleichermaßen betroffen sein

…Müdigkeit, Atembeschwerden bei Belastungen, Schlafstörungen und eine allgemeine Erschöpfung, Angst, neurologische Probleme, kognitive Störungen bis hin zur Melancholie/ Depression bestimmen den Alltag.

Sehen wir uns diesen Aspekt doch einmal näher an:

  • Echte Infektionskrankheiten sind durch Wind-Hitze- unter Umständen auch Feuchtigkeit/WenBing/WenBingXue- entstanden; daher muss zwingend eine Eliminierung dieser Pathogene erfolgen. Durch die Infektion kommt es zu trüben Nässe-Schleim, Blut-Stasen, Blockaden der Blutgefäße- daher blockiert auch das Qi bspw. von Lunge, Herz und Hirn. Es reicht nicht aus nur symptomatisch zu arbeiten. Da es ein gesetzliches Behandlungsverbot für HeilpraktikerInnen bei Infektionskranheiten gibt, bleibt uns nur die Prävention und Nachbehandlung…
  • Prävention– heißt in diesem Fall das WeiQi stärken- bspw. mit einer ausreichenden Vitamin,- Mineralstoff- und Spurenelementeversorgung hier vor allem Vitamin D3/K2; Vitamin C hochdosiert; Selen und Zink… bestimmte Kräuterrezepturen, die individuell zusammengestellt werden, kommen zum Einsatz; auch Eisenkraut mit täglich 10 Gramm als Dekokt; Glechoma hederacea Urtinktur 3x 5 Tropfen… sind hilfreich.
  • Nachbehandlung– Kräuterrezepturen wie DuHuoJiShengTang oder ErChenTang… werden individuell modifiziert und leiten Restpathogene aus den Luo und Meridianen; dazu kommt eine individuell abgestimmte Akupunktur und Ernährungstherapie; ergänzt mit TuiNa, Atemtherapie und QiGong/Yoga-Therapie. Auch das Schröpfen ist hilfreich…
  • zusätzlich sollte auf jeden Fall auf folgende Nahrungsmittel für mindetens drei Wochen verzichtet werden: Joghurt, kalte Getränke, Industriezucker und dessen Produkte, Weizenprodukte, Bohnen- und Getreide-Kaffee, Soja, AloeVera, Banane, Zitrusfrüchte, Tomate, grüner Salat, Aubergine, Rohkost-Gemüse; Eiscreme- diese Nahrungsmittel/Genussmittel wirken sehr kalt und schwächen zusätzlich das WeiQi und die Kraft der Mitte.
leicht verdauliche Eintöpfe für Milz, Magen und Herz

Für die Fachleute unter Euch:

  • Akupunktur gegen ShiWen: Blase 13, Lunge 7, Milz 5… und andere;
  • Akupunktur gegen Übelkeit: Pericard6, Magen 36, RenMai 12… und andere;
  • Akupunktur bei Dysurie: Blase 40; RenMai9… und andere;
  • Akupunktur bei helmartigen Kopfschmerzen: Magen 8; M-HN-1; Moxa an Niere 1 und andere…;
Akupunktur an GB20- FengChi, um Wind auszuleiten; die Speerspitze aller Pathogene und wichtig zur Behandlung von Erschöpfungs-Kopfschmerz
  • Akupunktur bei TAN und Blut-Stase/Thrombose(mit der gebotenen Achtsamkeit parallel zur ärztlichen Therapie): Lunge 6; Herz 6; Pericard 6; SanJiao5; Herz 5… und andere…

Natürlich kann an den entsprechenden Punkten auch geschröpft werden; wichtig ist, dass gleichzeitig die Stärkung der Nieren und der Milz erfolgt- nicht nur ausleiten, auch stärken ist wichtig!

Eine hervorragende Wirkung kann der Einsatz der Mineralstofftherpie haben:

  • DHU Bicomplex Nummer 5 ist die Kombination für Nerven und Muskeln- nach individueller Dosierung einnehmen;
  • Schüssler Salz Nummer 5-Kalium phosphoricum D6- 3-6x täglich 1 Pastille als Nervenaktivator;
Ferrum kann ebenfalls zum Einsatz kommen
  • Schüssler Ergänzungs-Salz Nummer 19-Cuprum arsenicosum D6 mit 3x 1 Pastille wird gegen Nerven- und Muskel-Schmerzen eingesetzt; allerdings muss immer individuell anhand der Zungen- und Gesichtsdiagnostik entschieden werden;
  • Schüssler-Ergänzungs-Salz Nr. 13-Kalium arsenicosum D6- ist bei ausgeprägter Schwäche mit diffusen Ängsten … es sind hier besonders die Ängste des Herzens; besonders bei ängstlichem Erwachen zwischen 24 und 2 Uhr mit Unruhe, einer absoluten Schwäche am gesamten folgenden Tag(mental und körperlich)- die Dosierung beträgt auch hier 3x 1 Pastille/Tag sollte aber individuell angeglichen werden.

Zusätzliches:

  • Hochdosiert Vitamin C mit 1500mg/Tag- verteilt auf 3-5 Dosen am Tag;
  • Vitamin B-Komplex-Substitution nach individueller Voraussetzung
  • D3/K2- Substitution nach individueller Voraussetzung
  • tägliche Frischluftbäder und Atemübungen an frischer Luft
  • QiGong zu den 5 Elementen und Yogatherapie für die Meridiane ist hilfreich gegen die körperliche Erschöpfung und hilfreich bei Konzentrations- und Atemstörungen…
ZEN für Konzentration und Focus

Die Naturheilkunde bietet viele Möglichkeiten zur Behandlung einer Erschöpfung- Hilfe zur Selbsthilfe und Unterstützung. (Alle hier genannten Möglichkeiten sind k e i n e Heilversprechen!)

Scheue Dich nicht, Hilfe einzufordern oder anzunehmen!

Alles Liebe und gute Gesundheit wünscht Dir

Kira

Lukian sagte: “ Wahrer Reichtum ist nur der innere Reichtum der Seele.“

Stockrosenblüten unterstützen die Lungenfunktion

Energie aus der Natur

Guten Morgen… wie bist DU in den Tag gestartet?

Bist Du ein Energiebündel- raus aus dem Bett und ab in den Tag? Oder… fehlt Dir die Energie, den Tag kraftvoll zu starten und Dein Pensum zu schaffen?

Dann probiere diese Energiegeber aus der Natur:

  1. Morgens anstelle des Bohnenkaffee’s Rosmarin-Tee- Rosmarin wärmt und aktiviert den Kreislauf; einfach zwei Zweiglein Rosmarin frisch mit kochendem Wasser überbrühen; 6 Minuten ziehen lassen und trinken… dieser Aufguss ist für alle geeignet, die morgens einen zu niedrigen Blutdruck haben und daher keine Energie verspüren.

2. Vermeide morgens als erstes Getränk Bohnen-Kaffee- er ist bitter und wirkt absenkend und im Endeffekt kühl- damit raubt er Dir letztendlich mehr Energie, als er im ersten Moment zuführt und irgendwann benötigst Du immer mehr Koffein. Solltest Du gerne das Röstaroma morgens genießen, dann trinke Dinkel- oder Lupinen-Kaffee- diese wärmen und geben ebenfalls Energie 🙂

3. Engelswurz und Tragantwurzel- das sind zwei Bausteine für einen langfristigen Stärkungstee: Engelswurz stärkt Xue- das Blut; bewegt und nährt es; Tragantwurzel lässt das Qi aufsteigen; vermehrt und stärkt es und aktiviert die Energie der Mitte- beide sind die Kräuter, die bei Müdigkeit, Energie- und Antriebslosigkeit, aber auch Blutmangel, Infektanfälligkeit, Trockenheit der Augen, Haut und Haare helfen können.

Dekokt:

  • Zerkleinerte 5 Teile Tragantwurzel(Astragalus)+1Teil Engelwurz(Angelica) 10 Minuten mit etwa einem Liter Wasser 10 Minuten sanft köcheln lassen; abseihen und die Flüssigkeit in eine Thermoskanne füllen- über den Tag trinken; die Kräuter können noch ein zweites Mal für ein Dekokt verwendet werden- dabei dann 15 Minuten köcheln.
pink flower in green grass field during daytime
Tragant in der Blüte
Tragant-Wurzel
Engelwurz in Blüte

Die Zutaten bekommst Du in jeder Apotheke oder in gut sortierten Kräutershop’s- achte dabei auf Bio-Qualität, damit Du gesunde Ware erhälst.

Weitere Empfehlungen:

  • Trockenbürsten
  • Wechselwarme Güsse
high-angle photography of woman bathing below waterfalls during daytime
…im Sommer auch gerne mal im Freien 😉
  • Schüssler Salze Nummer 5- morgens; 3-mittags und 7- abends- jeweils 2-3 Pastillen unter der Zunge zergehen lassen.
  • Yoga- Rückwärtsbeugen oder die Krieger-Varianten geben Energie für den Tag; auch 7 Sonnegrüße- für Yoga-Geübte- bzw. 8 für die Männer sorgen für mehr Energie
woman stretching wearing black bra and pants
Stehende Kobra als Rückbeuger gibt sehr viel Energie
  • Sauerstoff-„Dusche“ am Morgen- ein straffer Spaziergang von 10-15 Minuten mit bewußtem, tiefen Atmen sorgt für einen aktiven Kreislauf
  • Selbstverständlich kann eine regelmäßige Akupunktur bzw. Moxa-Behandlung ebenfalls dazu beitragen, dass sich DEIN Energielevel dauerhaft steigert bzw. erhalten bleibt; für die Fachleute unter Euch: tonisierende Akupunktur an RenMai 4 und 6; DuMai4 und 14; Niere 7… als eine Möglichkeit- für mehr Fachwissen buche gerne eine Konsultation von 90 Minuten in meiner Praxis oder per Video-Call.
  • Konsumiere gegarte und/oder warme Mahlzeiten mit leicht verdaulichen Lebensmitteln und trinke täglich etwa 250ml Kraftbrühe zu den Mahlzeiten.
  • Energiekekse nach Hildegard von Bingen- konsumiere 4-5 dieser Kekse täglich; sie wärmen Dein Yang und stärken Dich mental und körperlich 🙂 ; den Beitrag dazu findest Du hier auf meinem Blog.
Energiekekse nach Hildegard von Bingen- Kraft durch Genuss 🙂

Probiere die Hinweise aus- solltest Du mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein oder Deine Beschwerden halten an, dann lass uns gemeinsam analysieren, welche Ursachen Deiner Energielosigkeit zu Grunde liegen- individuell und unkomliziert!

Hab einen guten Start in die neue Woche- mit Kraft und viel Freude- alles Liebe…

Kira

Gegarte Mahlzeiten für Energie und Kraft- bspw. ein Chili mit verschiedenen Bohnen und wer mag auch Fleisch

Herzlich Willkommen zur Fragerunde… wie wird Butter in der chinesischen Medizin diskutiert

Ich bin beeindruckt, wieviele Fragen und Anregungen mich per Mail erreichten- vielen Dank für Euer/ Ihr Interesse!

Butter- gold-gelb und in der Ernährungslehre der asiatischen und auch europäischen traditionellen Medizin tatsächlich Gold wert.

Butter ist das JING der Milch; Butter ist so wertvoll für unsere Ernährung und das Verwenden von echter Butter in Bio-Qualität ist sinnvoll:

  • Butter ist ein sehr wertvolles, nahrhaftes und JING und Blut- aufbauendes Nahrungsmittel; es sollte maßvoll, aber regelmäßig konsumiert werden…
  • …dabei ist auf Bio-Qualität zu achten oder sie sogar selbst aus Bio-Milch, Rohmilch… herstellen 🙂
  • Butter ist neutral vom Temperaturverhalten, im Geschmack süss und wirkt positiv auf die Funktionskreise Milz, Lunge, Niere, Leber und das Gedärm.

Für die Butter gelten drei wesentliche TCM Wirkungen; im Körper wirkt sie:

1. Yin tonisierend…

…bei Trockenheit, unproduktivem Husten, Blut im Sputum, Schleimhauterkrankungen besonders in den Atemwegen, Verstopfung, rissiger, trockener und welker Haut, Krätze, Mundgeschwüren, Durst, Nachtschweiß, Erschöpfung, Auszehrung, auch bei Diabetes mellitus durch Leere-Hitze und Alterserkrankungen.

verwende zum Backen gute Butter in Maßen anstatt minderwertiger Öle oder Ersatzprodukte

2. Qi tonisierend…

auf das Nieren-Qi, bei Kraftlosigkeit, Müdigkeit, mentaler und geistiger Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung, Überanstrengung, Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit, Immunschwäche und sie wirkt stark tonisierend auf das Wei-Qi.

3. Blut tonisierend auf…

das Leber-Blut, auf die Haut, auf die Sinnesorgane und besonders bei Schwindel und verschwommener Sicht, das Blut nach Entbindungen, schweren Operationen…

Butter verstärkt das Qi von Eintopf, Suppe oder Brühe 🙂

Neben einem guten Verhältnis der Fettsäuren liefert Butter zahlreiche Vitamine wie bspw. A und B12… daher ist es eine Mähr, dass Butter generell einen schlechten Einfluss auf die Blutfettwerte und das Cholesterin hat. Cholesterin kommt natürlich im Körper vor; das schlechte LDL-Cholesterin erhöht sich in erster Linie durch den maßlosen Konsum von „schlechten“ Fetten aus qualitativ ungenügenden Nahrungsmitteln, aus zuviel an Fleisch, Fett und Wurst.

Fazit: maßvoll genossen ist Butter sehr wertvoll in der Ernährung und für unsere Gesundheit und es ist allemal besser, am Nachmittag ein gutes Bio-Brot(getoastet oder in der Pfanne geröstet) mit etwas Butter anstatt Kuchen zu essen 😉 … denn Butterbrot ist ursprünglich tatsächlich „nur“ Brot und Butter- und vielleicht mit der nachfolgenden 😉 Kräuterbutter…

Rezept:

250 Gramm Bio-Süßmolkebutter werden mit je einer Prise Salz, Pfeffer und Paprika und mit je einer Handvoll fein gehackten Kräutern- Petersilie, Bärlauch, Schnittlauch, Frühlingszwiebeln- und einigen Zweigen Dill und Basilikum gut vermengt und mehrfach durchgerührt; dann in kleine Förmchen gepresst und zu Pellkartoffeln oder Ofengemüse serviert 🙂 – guten Appetit! Im Frühjahr nehme ich auch sehr gerne Wildkräuter wie Giersch, Vogelmiere, Gundermann und Löwenzahn dazu.

Nächste Woche wird das Thema Neurodermitis diskutiert- kurz und knapp… ich wünsche Euch/Ihnen einen guten Start in die Woche- alles Liebe

Kira

Die Fünf „Müdigkeiten“…

… beschreiben Faktoren, die gemäß der chinesischen und tibetanischen Medizin unser Körpergefühl, das Wohlbefinden und die Gesundheit negativ beeinflussen:

  • zu viel Sitzen– schwächt die Milz, damit die Bereitstellung und Transformation des Nahrungs-Qi und schädigt auf lange Sicht das Gewebe im Körper und dessen Funktionsweise; dabei sind das Bindegewebe, das Gewebe der Organe und auch die Funktionsweise der Organe gemeint;
  • zu viel Liegen– schwächt die Lunge und damit die Funktionsweisen von Haut und Schleimhäuten; daher sollten auch Kranke möglichst oft aufstehen oder zumindest zum Sitzen kommen( denken wir an Lungenentzündungen u.s.w….);
  • zu viel Stehen– schwächt und schädigt die Funktionsweise der Nieren und damit das gesamte Skelettsystem/ Zähne und Haarstruktur; die Nieren mit ihrem Nieren-Yang sind bspw. für einen schmerzfreien unteren Rücken zuständig- zu viel an Stehen schwächt dieses…;
  • zu viel Laufen– schwächt und schädigt die Funktionsweise der Leber und deren zugeordnete Strukturen wie Sehnen/Bänder/Muskeln und Faszien; Beispiel siehe unten;
  • zu viel an „Augenarbeit“/ Lesen/Denkarbeit- schädigt sowohl das Herz als Sitz des Geistes und Kaiser des Körpers, als auch die Augen und unser Gehirn auf lange Sicht; das Herz hat im Rahmen der Meridianstruktur eine direkte Verbindung zu den Augen, daher diese besondere Funktionskette;

Das Fazit dieser Empfehlungen- alles sollte im Gleichmaß und mit Maß und Ziel erfolgen- ein Beispiel:

  • Das Training eines Leistungssportlers… ohne Regeneration in Form eines guten und ausreichenden Schlaf’s und ohne Ausgleichtraining drohen Verletzungen und/oder die Leistung kann nicht punktgenau abgerufen werden

Ein weiteres Beispiel ist das Symptombild der Erschöpfung bzw. des BurnOut:

  • zu viel an Arbeit schädigt sowohl den Geist/ das Herz als auch das Blut…
  • zu wenig an Struktur und zu viel an „Verzetteln“; Perfektionismus… führen zur Erschöpfung- ein Automotor kann auch nicht 1000 km bis zum Anschlag gefahren werden…

Wir benötigen alles- Bewegung, Ruhe, geistige und körperliche Herausforderungen, gute Ziele und Meditation- dann bleiben Körper und Geist im Gleichgewicht und Gesundheit steht nicht’s im Weg.

Unterstützung in der Naturheilkunde geben bspw. :

  • Akupunktur, Tuina, Moxa, GuaShaFa, BaGuanFa,
  • Ernährungstherapie
  • Kräutermedizin
  • QiGong und Yoga
Tuina zur Stärkung der Nierenenergie
Meditatives Gehen aus dem QiGong- wirkt Geist beruhigend und bewegt Qi

Einen guten Start in die Woche und genießt den Frühling- alles Liebe

Kira

Haut- und Seelengeflüster…

…oder die Haut als Spiegel der Seele; und die Ringelblume ist ein Seelen- und Haut-Kräutlein:

  • Calendula officinalis wirkt frisch-kühl, hat einen leicht bitteren Geschmack und wirkt auf die Funktionskreise Magen, Gedärm, Lunge, Uterus, Leber, Herz und Milz.
  • Durch die Inhaltsstoffe Faradiol und Taraxasterol; Triterpensaponine (Oleanolsäureglykoside), ätherische Öel mit Cadinol als Hauptbestandteil, Carotinoide, Flavonoide und Polysaccharide wirkt diese gelb- orange, vom Mai bis in den November blühende Gartenblume entgiftend, menstruationsfördernd, entzündungshemmend, wundheilend, galletreibend, geschlechtstriebhemmend, Prolaktin hemmend, Hypothlamus-Hypophysen-Korpus luteum wirksam, Progesteron anregend und auch Östrogen anregend.
  • In der Chinesischen Medizin wird die umfassende Wirkung auf Körper und Seele sehr geschätzt- die wichtigste ist Hitze und Toxine ausleitend- besonders bei Hauterkrankungen und bei der Wundheilung- Ringelblumendekokte, Urtinktur, Tinkturen in Kombination mit anderen Kräutern, Salben und Cremes werden bei allen Hautproblemen, Schleimhautentzündungen äußerlich und innerlich und auch bei Pilz- oder Warzenerkrankungen eingesetzt;
  • Desweiteren wirkt die Ringelblumenblüte Qi- und Blut bewegend, Nässe/Hitze ausleitend und auch aufbauend auf Blut und Qi- gerade in der Frauenheilkunde ist die Ringelblume sehr beliebt und findet einen breiten Einsatz!
  • Blüten wirken ja auch besonders gut im Bereich des oberen Erwärmers; Ringelblumenblüten finden daher auch Einsatz bei Erschöpfung, Energiemangel, Konzentrationsstörungen…eben für das seelische Gleichgewicht 🙂 🙂

In der heimatlichen Naturheilkunde und auch der Klostermedizin kennen wir die Goldblume oder Warzenblume ob ihrer:

  • abschwellenden, adstringierenden, antibakteriellen, anregenden entzündungshemmenden, krampflösenden, pilztötenden, reinigenden und schweisstreibenden Wirkung bei
  • Juckreiz im Bereich der Haut und des Analbereiches, Angstzuständen, Ekzemen, Furunkeln, Warzen, allen entzündlichen Hauterkrankungen, Menstruationsbeschwerden und -unregelmäßigkeiten, Leberbeschwerden und -schwäche, Übersäuerung und Ausleitungsschwäche, Geschwüren, Warzen, Hautkrebs, Windeldermatitis, wunden Brustwarzen(Stillen)… und noch zahlreichen anderen Beschwerden.

Zum Einsatz kommen:

  • Dekokte
  • Salben
  • Tinkturen
  • Bäder
  • Dampfbäder
  • Auszüge

Alle Zubereitungen können leicht selbst hergestellt werden; es gibt sie allerdings auch in Drogerien oder/und Apotheken von zahlreichen Herstellern zu kaufen.

Fussbad

Die Ringelblume ist einfach zu ziehen und „wohnt“ schon seit dem 12. Jahrhundert in den Bauern- und Klostergärten. Sie vermehrt sich über die zahlreichen Samen und erfreut das Auge mit gelb bis orangen Blüten.

Tee aus Blüten

Bekannt ist das Verwenden der Blüten; aber auch die Blätter können zu einem Frischpresssaft verarbeitet werden- dieser kann auf die Haut aufgetragen werden oder Smoothies zugesetzt werden.

So gewöhnlich- und so vielfältig und heilend- die Ringelblume.

Gute Gesundheit und eine gute Woche wünscht Euch

Kira

Ringelblumen in meinem Garten

Der unterschätzte Wirkstoff in der Medizin…

…ist das Vitamin C. Es ist seit langem bekannt und ein Vitalstoff von enormer Wirksamkeit. Ohne dieses Vitamin können wir als Menschen nicht leben; ein Mangel führt zu schwersten Krankheiten- am bekanntesten dürfte der Skorbut sein. Diese „Seefahrerkrankheit“ machte bereits zu Zeiten von da Gama und Kolumbus von sich Reden und das war im 13.Jahrhundert. Seeleute waren es auch, genauer ein schottischer Schiffsarzt(J.Lind), die heraus fanden, dass frischer Zitronensaft die Beschwerden des Skorbut lindert- angefangen von Blutungen, bis hin zu Muskelschwund und tödlichen Herzmuskelerkrankungen; Zahnausfall und Gelenkproblemen; Siechtum und Tod. Nachdem dann James Cook im 16. JH. den Handel mit Zitrusfrüchten betrieb, seine Besatzungen diese aßen und nicht mehr erkrankten, war klar, dass es eine Bewandnis mit diesen Früchten haben muss und ab den 1920er Jahren wurden Lebensmitteln auf die „Ascorbinsäure“(Säure gegen Skorbut) untersucht- somit wissen wir heute, dass bsp. Paprika und Hagebutte, Sanddorn und auch Kohl … entsprechende Mengen an Vitamin C enthalten.

Kühlende Früchte mit Ingwer- so wird es bekömmlicher und das Vitamin C vereint sich mit der Krft des Ingwers

Wir als Menschen sind leider nicht mehr in der Lage- anders als zahlreiche Tiere- das Vitamin C selbst herzustellen- uns fehlt dazu ein entscheidendes Enzym. Daher sind wir auch mit am anfälligsten für Infektionskrankheiten- ahhhh …

Holunder- Zitronen-Getränk im Winter

Nun wird auch heute noch eine hochdosierte Vitamin C-Therapie von einigen Medizinern belächelt oder sogar als Unnötigkeit abgetan.

Allerdings belegen zahlreiche Studien, unter anderem von Dr. F.Klenner, dass eine hochdosierte Therapie mit Vitamin C Infektionen lindert oder auch zur Ausheilung bringt. In Deutschland ist diese Hochdosistherapie mit dem C-Vitamin unter anderem durch Dr. Krebs aus München erforscht worden: “ …ist der meistunterschätzte Wirkstoff der Medizin…; kein anderer Stoff verfügt über eine derart große Bandbereite an verschiedenen positiven Wirkungen auf den menschlichen Organismus…“(Dr. Krbes- Leitfaden Vitamin C-Hochdosistherapie).

Cranberrys

Was macht Vitamin C so besonders? Ein paar Fakten:

  • Entzündungshemmer und Viren- und Bakterien-Killer- hochdosiert, ggf. über Infusionen
  • Immunbooster und Helfer bei Erschöpfung(stille Entzündung)- besonders bei Fatique und EBV-Belastung(Eppstein-Barr-Infektion)
  • wichtigstes wasserlösliches Antioxdans
  • Aufbaumittel für Kollagen- wichtig bei Arthrose, Zahnfleischentzündungen, schlecht heilenden Wunden…
  • Schutzmittel für die Gefäße; besonders Arterien;
  • Vitamin C ist ein Fettstoffwechselbooster- erhöht das gute HDL-Cholesterin, senkt den Homocystein-Spiegel, senkt die schädlichen Blutfettwerte;
  • Neutralisator für Gifte, bei Schwermetallbelastungen und toxischen Belastungen;
  • Minimiert den Stresshormon-Spiegel, wirkt gegen Erschöpfung, Reizbarkeit, Schmerzempfindlichkeit und Erschöpfung der Nebenniere
  • Prävention von Krankheiten und stark unterstützende Wirkung in der Krebstherapie….

Wo finden wir Vitamin C und in welcher Form?

  • Ascorbinsäure-Pulver- nicht zu empfehlen, da es den Magen reizt und keine gute Bio-Verfügbarkeit hat
  • Natriumascorbat- Salz der Ascorbinsäure, deutlich verträglicher, aber auch künstlich und keine gute Bio-Verfügbarkeit
  • Infusionen mit hochdosiertem Vitamin C intravenös oder auch intramuskulär umgehen den Verdauungstrakt, somit ist hier eine gute Verfügbarkeit gegeben
  • Liposomales Vitamin C- hat durch seinen Aufbau eine sehr starke Bio-Verfügbarkeit und ist eine absolute Innovation im Einsatz des Vitamin C- 1 Gramm entspricht in etwa der Bio-Verfügbarkeit 4 Gramm normalem Vitamin C

Soweit die „Chemie“ 😉 ; die natürlichen Vorkommen für eine sinnvolle Nahrungsaufnahme des Vitamin C kommen jetzt:

  • Hagebutten
  • Sanddorn
  • Schwarze Johannisbeere
  • Petersilie
  • rote Paprika
  • Kiwi
  • Zitrusfrüchte, heimische Beeren
  • Moosbeeren
  • Holunderbeeren
  • Kohl…
  • exotische Frucht Camu-Camu und Acerolakirsche

Was ist noch wichtig?

  • Vitamin C ist wasserlöslich; daher kommt es zu einem schnellen Abbau und einer relativ zügigen Ausscheidung über den Urin- also wohldosiert und über den Tag verteilt aufnehmen bzw. ein Depot-Präparat verwenden
  • Die individuell benötigte Menge ist schwer festzulegen- allgemein gilt eine tägliche Dosiermenge zwischen 2 und 18 Gramm für Erwachsene- erst dann ist eine gute Wirksamkeit gegeben; die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hinkt da ganz schön hinterher- mit gerade einmal 95 mg/Frauen und 110mg/Männer mag zwar der Grundbedarf gedeckt sein; allerdings reicht das für einen Aspekt im Sinne der Prävention und Therapie nicht aus.
  • Für Sportler, Menschen mit schwachem Immunsystem, älteren Menschen sollten mindestens 2 Gramm täglich ein Muss sein.
  • Entscheidend für eine orale Einnahme oder Infusion sollte die entsprechende Ausgangssituation des Betroffenen sein.
  • Personen, bei den bereits Oxalsteine(Blasen/Nierensteine) oder ein Enzymdefekt im Oxalsäurestoffwechsel vorhanden sind, sollten mit der Zufuhr von Vitamin C in höheren Dosen vorsichtig sein; das trifft auch für Personen zu, die Blutgerinnungshemmer nehmen.
  • Achtung! Nicht geeignet ist eine VitaminC-Therapie oder die hochdosierte Zufuhr über die Nahrung bei Menschen mit der Hämochromatose(Eisenspeicherkrankheit_) oder Personen mit Netzhautblutungen.
  • Als Nebenwirkungen können auftreten: leicher Durchfall, Blähungen, bei Infusioen Anstieg der Körpertemperatur, eventuell Schüttelfrost, Kältegefühl und Schwindel.
Rosenkohl und heimischen Gemüse- geballte Viamin-Power

Wirkung aus Sicht der chinesischen Medizin:

  • Zitrusfrüchte wirken- da in warmen Regionen wachsend- eher kühlend auf den Körper und können das Milz-Qi schwächen; allerdings bauen sie Yin auf, eleminieren Hitze und sind somit bei Hitze-Infekten und Hitze-Erkrankungen(Bakterien) ein gutes unterstützendes Mittel
  • Heimische Vitamin C- Träger sind besser wirksam auf den Körper; obwohl alle Vitamin-C-Träger eher frisch/kühl wirken und nur im Zusammenhang mit wärmenden Gewürzen oder Nahrungsmitteln genommen werden sollten. Da Vitamin C bei der Zubereitung mit großer Hitze verloren geht, sollte auf eine schonende Garmethode zurück gegriffen werden bzw. die Lebensmittel nach einer wärmenden Suppe ehr bissfest/roh gegesssen/getrunken werden.

Die „heiße Zitrone“ ist ein Mythos- aber die Zitrone, der Sanddornsaft, Holundersaft… in etwa 35 Grad warmem Wasser sind durchaus gut für die Gesundheit. Die warme Suppe bildet eine gute Grundlage für das Vitamin C aus rohen Nahrungsmitteln und ist aus Sicht der chinesischen Medizin dann auch gut verträglich. Menschen mit einem schwachen Milz-Qi(Durchfälle, Schwäche, Gedunsenheit, Appetitlosigkeit) sollten eher auf Infusionen oder Spritzenkuren zurück greifen.

Vitmain C kann in richtiger Anwendung ein Supervitamin sein- entgegen aller Unkerei: Allerdings wird kein Pharmakonzern ein Interesse daran haben, Studien durchzuführen- dazu ist Vitamin C zu günstig herzustellen und bietet keine Basis für großen Profit- Ausnahmen bestätigen hier die Regel 😉

Heimisches Vitamin-C-Kraftpaket

Für Ihre persönlich beste Variante zur Anwendung vereinbaren Sie gerne einen Termin- gemeinsam finden wir den für Sie passenden Einsatz.

Alles Liebe und bleiben Sie gesund- Ihre Kira Schwarzrock

Fühle Dich wie ein Frühlingsmorgen

Gerade in der dunklen Jahreszeit fühlen sich viele Menschen in unseren Breiten morgens schlapp und ohne Energie- unkonzentriert und ausgelaugt.

Das passiert voe allem in sehr anstrengenden Phasen unseres Alltags; eigentlich ist Rückzug und Besinnung angesagt, doch die Zeit ab November sieht bei den meisten von uns ganz anders aus.

Auch kann ein gerade überstandener Infekt oder die Rekonvaleszenz nach einer schwere Erkrankung die Ursache dafür sein. Ebenso gestaltet sich der Wechsel zwischen Winter und Frühjahr nicht immer energiegeladen- der Serotoninspiegel ist nach der dunklen Jahreszeit häufig sehr stark abgesunken.

Abgesehen von einem Vitaminmangel an zum Beispiel D3/K2 und B12 können fehlende Mineralstoffe eine Ursache sein.

Einen Lösungsansatz bietet die Mineralstoffkur nach Dr. Schüssler:

  1. Morgens direkt nach dem Aufstehen 2-4 Tabletten der Nummer 3- Ferrum phosphoricum D12- in warmem Wasser auflösen und langsam trinken; danach ein belebendes Fußbad mit Rosmarin für 5 Minuten- dann Wechselduschen- allerdings nur die Beine bis zu den Knien kühl abbrausen. Nach dem Abtrocknen den Körper mit einer Körperbürste(Klosterbürste) gut bürsten- am Kopf beginnen und dann an den äüßeren Bereichen nach unten, den inneren Bereichen nach oben streichen.
  2. Mittags 2-4 Tabletten der Nummer 5- Kalium phosphoricum D6 oder D12-wie oben und eine kurze Luftdusche mit Atemübung.
  3. Abends 2-4 Pastillen der Nummer 7- Magnesium phosphoricum D6 oder D12 und zusätzlich nach einem kurzen Spaziergang ein beruhigendes Fußbad mit Fenchel oder einer basischen Salzlösung/Natron.

Die Kur sollte mindestens 3 bis längstens 6 Wochen durchgeführt werden; ist auch in der Schwangerschaft geeignet; dazu empfehle ich:

gesundes Essen ist nicht langweilig
  • morgens einen Individual-Tee, den ich nach einer eingehenden Beratung zusammen stelle;
  • morgendliche Gymnastik oder Yoga für 10 Minuten
  • Bewegung an der Luft- egal bei welchem Wetter
  • Überprüfung des Vitaminstatus, um eine Unterversorgung zu erkennen und ggf. entgegen zuwirken.
  • Ernährung gemäß der Saison und nach den Richtlinien der CM, Ayurveda oder Vollwertkost
  • Ruhepausen, so dass sich Belastung und Ruhe im Gleichgewicht befinden
  • Schlafenszeiten, die vor 23 Uhr beginnen und morgens immer zur selben Zeit aufhören- für Schichtarbeiter gilt- während der Nachtschicht nicht essen; Essenzeiten wie am Tag einhalten und möglichst vor dem Schlafen eine kurze Meditation einlegen 🙂

Ein allgemeines Kräuterrezept gegen den Energiemangel ist folgendes:

  • ein Teelöffel Rosmarin-frisch oder gerebelt- mit einem halben Teelöffel Ural-Süssholzwurzel und Galgantwurzel mischen- etwa 5 Minuten mit 250 ml Wasser sieden lassen und morgens trinken- das harmonisisert, gibt Energie, regt den Appetit an und sorgt für einen gesunden Blutdruck(wirkt gegen niedrigen Blutdruck).
  • Achtung! Während der Schwangerschaft und bei Bluthochdruck ist diese Kräutermischung nicht geeignet!

Ich wünsche gute Energie und alles Liebe- bleiben Sie gesund- Ihre Kira

Kakao…hmmm

Wer mag ihn/sie nicht- Kakao oder gute Schokolade? Eine kleine Sünde , die aber durchaus gesund sein kann:

  • Maßvoll und in der richtigen Zusammensetzung hat Schokolade positive Wirkungen auf den Körper. Das liegt an dem guten Kakao, der z.B. in einer Schokolade mit mehr als 70% Kakaoanteil enthalten ist. Diese Sorten haben sehr wenig Zucker in sich, dafür um so mehr von den guten Eigenschaften des Kakao(Bio).
  • In meiner Erinnerung war es immer ein Fest für die Sinne und den Gaumen, wenn meine Oma den guten Kakao aus dem Schrank nahm, diesen mit viel Vanille, etwas Zimt und Zucker, Sahne und Milch und v i e l Liebe Sonntags zur Nachmittagszeit für uns Kinder zubereitet hat. Heute koche ich ihn selbst:

Rezept für die Sinne und zum Wärmen:

  • 300 ml Mandeldrink oder Milch(Bio, Vollmilch) in einem Topf erhitzen, dann jeweils eine Messerspitze Zimt und Vanille, zwei Esslöffel guten Kakao(Bio) und einen Teelöffel Kakaonibs dazu geben und kurz aufkochen lassen, gut mit dem Schneebesen umrühren; etwas abkühlen lassen und vor dem Trinken mit etwas Rohrohrzucker oder Birkenzucker süßen; nehmt Ihr noch etwa einen Esslöffel Stärke verrührt in etwas kalter Milch oder Mandeldrink dazu und rührt es in den fertigen heißen Kakao, dann wird es ein leckerer Schokopudding(nur kurz aufkochen) 😉 und Ihr habt eine lecker- gesunde Nascherei

Kakao aus Sicht der TCM:

  • Kakao ist vom Temperaturverhalten eher warm, hat einen bitteren Geschmack und wirkt daher positiv auf die Funktionskreise Magen, Herz, Blase und Niere.
  • Dank seiner Inhaltsstoffe kann er zum Aufbau von Qi und Blut, zum Bewegen von Blut, zur Beruhigung von Shen(Geist- Herz) aber auch zum Ausleiten von Nässe/Feuchtigkeit in Verbindung mit Hitze genutzt werden.
  • Kakao senkt in Maßen Bluthochdruck und den LDL-Cholesterinspiegel, sorgt für eine bessere Wundheilung bei Nässe-Hitze; wirkt gegen Appetitlosigkeit und baut das Qi von Magen und Herz auf- er ist ein „Seelentröster“ im wahrsten Sinn des Wortes.

Was ist nun drin in diesen Samen eines zu den Malvengewächsen gehörenden Strauch’s? Was macht ihn zu einem natürlichen Therapeutikum bei Erschöpfung, Appetitlösigkeit, Melancholie…?

  • Kakao enthält ca. 54 % Kakaobutter, 11.5 % Eiweiß, 9 % Cellulose, 7.5 % Stärke und Pentosane, 6 % Gerbstoffe (z.B.: Tannin) und farbgebende Bestandteile, 5 % Wasser, 2.6 % Mineralstoffe und Salze, 2 % organische Säuren und Geschmackstoffe, 1.2 % Theobromin, 1 % verschiedene Zucker, 0.2 % Koffein und noch ca. weitere 300 aktive Substanzen wie Anandamid, Arginin, Dopamin (Neurotransmitter), Epicatechin (Antioxidantien), Histamin, Magnesium, Serotonin (Neurotransmitter), Tryptophan (dient dem Körper u.a. als Vorstufe für Serotonin), Phenylethylamin, Polyphenole (Antioxidanz), Tyramin und Salsolinol sowie Flavonoide( Quelle: therapeutika.ch)
  • Durch den Eiweißgehalt und die enthaltenen positiven Substanzen ist ein Kakao wie oben zubereitet ein natürliches Mittel zur Regeneration nach anstrengender Arbeit, bei Erschöpfung und auch nach dem Training. Der Körper erholt sich relativ schnell und durch die wärmende Wirkung des Kakao’s regenerieren die Muskeln deutlich schneller. Positiv ist auch, dass durch den Kakao der gewünschte „Nachbrenneffekt“ anhält und somit den Stoffwechsel positiv beeinflusst.
  • Gute Nachricht- in Maßen Kakao bremst den Heißhunger auf Süßes, denn die Bitterstoffe wirken positiv auf die Leber und somit hat „Süßhunger“ keine Chance 🙂

Also kein schlechtes Gewissen bei Kakao oder Schokolade mit viel Kakao- „… die Dosis macht das Gift“

 

Echinacea- die Heilpflanze der nordamerikanischen Ureinwohner…

 

…ist seit vielen Jahren auch bei uns ein treuer Begleiter durch die Sommerzeit- Echinacea purpurea oder Sonnenhut hat nicht nur ein tolles Aussehen in den Gärten, sondern einen immense Heilkraft:

  • Verwendete Pflanzenteile sind die Wurzel; diese ist aus Sicht der TCM vom Geschmack her scharf, bitter, leicht süss und wirkt auf die Funktionskreis Lunge, Niere, Blase und Milz;
  • Mit den Inhaltsstoffen Polysaccharide, darunter Arabinogalactane, Kaffeesäurederivate wie Cichoriensäure, Alkamide, Flavonoide, ätherisches Öle und Polyne wirkt der Sonnenhut Immunsystem stärkend, er verhindert allgemein Infektionen, entzündliche Prozesse der Haut und im Urogentialsystem, wirkt antimikrobiell, antiviral, antibakteriell, verstärkt antibiotische Eigenschaften, wirkt blähungs- und gärungswidrig, stimulierend, wundheilend, wirkt anregend auf die Insulinbildung, fördert die Durchblutung in geschwächten Geweben und – ein Segen- wirkt schweissbildend durch die Erhöhung der Körpertemperatur( erzeugt künstliches Fieber);

  • Die Hauptwirkungen aus Sicht der chinesischen Medizin sind Wind- Hitze eliminierend, Hitze und Toxine ausleitend, Nässe und Schleim- Hitze ausleitend, Schleim- Hitze auflösend, Qi tonisierend- hier besonders das WeiQi und auch Wind- Kälte eliminierend- die Anwendungsgebiete reichen von Immunstärkung, über Erkältungskrankheiten, Bronchitis, allen Entzündungen im Bereich Lunge und oberen Erwärmer, Fatigue, Erschöpfung, Diabetes Typ 2, psychische Labilität… und noch vielen mehr;
  • Cave! Kontraindikationen: Bei Überempfindlichkeit und Allergien gegen Korbblütengewächse darf Echinacea nicht genommen werden und nicht anzuwenden bei Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, AIDS und HIV-Infektion, Cortisontherapie, progredienten Systemerkrankungen wie Tuberkulose, Leukosen, Kollagenosen (entzündliche Bindegewegs-erkrankungen)- da Echinacea diese Erkrankungen verstärken kann!!!
  • Verwendt werden die Wurzeln, aber auch Kraut und Blüten- bekanntermaßen als Tinktur, aber auch in Teemischungen als Kräuterbestandteil.
  • Von den Einwohnern Nordamerikas wurde Echinacea vor allem zur Verstärkung von magischen Ritualen eingesetzt- er wurde den Göttern geopfert, Geburten als heilige Handlungen fanden häufig an Plätzen statt, wo der Sonnenhut zu finden war und auch bei Beerdigungen wurde er als Grabbeigabe mitgegeben.

Echinacea ist ein Schatz der Natur- allerdings mit starker Wirkung und somit sollte dieses Kräutlein nicht im Alleingang eingesetzt werden- die Anwendung und Verordnung gehört in Fachhände!

Erschöpft? Und nun…

 

stellt sich natürlich die Frage, was Man(N)/Frau dagegen tun kann:

  • Aus Sicht der chinesischen Medizin gibt es verschiedene, oft sehr tiefsitzende Ursachen für eine Erschöpfung- manifestierte pathologische Faktoren wie Hitze und Feuchtigkeit, aber auch Qi- und Xue(Blut)-Mangel in verschiedenster Form…, Yin-Mangel in den Funktionskreisen Niere und Herz und Mangel-Hitze, Yang-Mangel der Nieren…
  • …führen zu den unterschiedlichsten Erscheinungsformen der Erschöpfung.
  • Ursachen sind oft falsche Ernährung, Mineralstoff- und Vitaminmangel, Dauerstress, Perfektionismus, zu langes Arbeiten und ein schlechtes Work- Balance-Verhältnis, aber auch schleichende Erkrankungen, Schlafstörungen, Hormonschwankungen…. die Liste ließe sich noch beliebig fortführen.
  • Möglichkeiten der Behandlung sind: Ernährungsumstellung auf eine individuelle Ernährung, Änderungen im Alltag wie Arbeitszeiten überdenken, Zeitmanagment überprüfen, Entspannungszeiten einlegen, Schlaf überprüfen, Akupunktur, Kräutermedizin, ggf. Nahrungsergänzung z.B. bei Sportlern, Vegetariern und Veganern…
  • Aber auch hier gilt es, konsequent zu sein.
  • Sinnlose Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bringt häufig nicht den Erfolg und/oder ist sogar gefährlich

Meine Tipps aus der Erfahrung heraus:

  • Essen Sie morgens warm bzw. gegart- Porridge mit Obst, Suppe, Pfannkuchen, Rührei- Brot wird schlecht verdaut, Milchprodukte und Obst ersticken das Vedauungsfeuer und machen müde, Smoothies sind gesund, werden aber häufig nicht gut verwertet, da sie aus Rohkost bestehen- das ist eher etwas für die Mittags/Luch-Zeit…

Haferporrigde mit Kirschgrütze, Cashewkernen und Gojibeeren

  • Achten Sie auf eine gute Schlafhygiene- vor dem Schlafen mindestens 10 Minuten lüften oder besser noch einen kurzen, entspannten Spaziergang machen; ggf. einen Leberwickel anlegen und möglichst kein Fernsehen bis in die Puppen- Konstantes auch hier- gleiche Zeiten, alle E-Geräte raus aus dem Schlafzimmer, ggf. kann WLAN stören…
  • Halten Sie Pausen ein- Frühstück muss nicht um 6 Uhr sein(siehe Beitrag hier über die Organuhr), aber Frühstück ist wichtig… Mittag zwischen 12 und 14 Uhr, Abendessen zwischen 17 und 19 Uhr- danach nicht mehr essen, nur noch trinken…
  • Gehen Sie regelmäßig zu Präventivbehandlungen- Akupunktur, Shiatsu, TuiNa, Kräutermedizin wirken bei bereits bestehender Erschöpfung oder präventiv
  • Atmen Sie- führen Sie Atem- oder Meditationsübungen durch- das baut Stress ab.
  • Bewegung- regelmäßige Bewegung täglich für 30 bis 60 Minuten versorgt den Körper mit Sauerstoff und erhöht die Eisenbindung und -bildung; Eisen ist wichtig für Energie und Kraft.
  • Nutzen Sie frische Nahrungsmittel und kochen Sie selbt- Fertignahrung, TK-Nahrung, verarbeitete Nahrung machen schlapp und müde!

Banane und GoJi- versorgen mit Vitaminen und Spurenelementen gegen Erschöpfung

  • Trinken Sie wenig Kaffee- irgendwann führt Kaffee eher zu Erschöpfung als zum Aufbau!
  • Krafttraining- baut Muskeln auf und sorgt somit für einen ausgeglichenen Energiehaushalt- und es stärkt alle Muskeln, auch oder gerade das Herz!
  • Yoga und QiGong- es gibt Übungen, die Erschöpfung entgegen wirken- fragen Sie gezielt nach!

  • Nutzen Sie frische oder getrocknete Kräuter für die Mahlzeiten und beim Kochen.

Teerezept:

  • Gojibeeren(5-10)+ zwei Teelöffel Rosmarin+ ein Gramm Süßholz(bei Hypertonie weglassen) mit 250 ml Wasser kochend überbrühen und 5-8 Minuten ziehen lassen- ersetzt langfristig den Kaffee morgens und kann bis 15 Uhr unbedenklich getrunken werden ; das ist ein toller Energiegeber und besser als Kaffee
  • Schüssler Salze allgemein: Schüssler Salz Nummer 5(D12) Kalium phosphoricum- 3x täglich 2 Pastillen auf der Zunge zergehen lassen und morgens Schüssler Salz Nummer 7 Magnesium phosphoricum(D12) als heiße 7 mit 12 Pastillen trinken
  • Morgens nüchtern mit warmem Wasser den Saft einer halben- ganzen Zitrone trinken(Wasser maximal 60 Grad)- Erschöpfungen können durch latente Entzündungen entstehen, diese werden durch die basisch wirkende Zitrone abgebaut

Ich wünsche einen kraftvollen Tag und Ihnen allen gute Energie!

 

Rote Versuchung im Winter…

…sind die Kirschen, die ich im Sommer eingeweckt bzw. zu Kirschgrütze eingekocht habe. Es ist ein Highlight im trüben nordischen Winterwetter, mit einem roten Tupfer im Frühstück in den Tag zu starten. Außerdem sind Kirschen aus Sicht der chinesischen Medizin mit zahlreichen Segnungen für den Körper ausgestattet:

  • Die Kirsche wird vom Geschmack her süss bis leicht sauer- je nach Sorte- und vom Temperaturverhalten wärmend eingeordnet.
  • Aus dieser Einordnung ergibt sich die positive Wirkung auf die Funktionskreise Milz, Leber und Niere.

Das Wirkspektrum aller Kirschsorten ist sehr vielfältig:

  • Die Haupteigenschaft- die Kirschen tonisieren das Blut, besonders Leber-und Herz-Blut, somit kann der Einsatz von Kirschen in der Ernährungstherapie positiv bei Anämie, Taubheitsgefühl der Extremitäten, Schwindel, Schlaflosigkeit, Palpitationen, Herzklopfen, Mundtrockenheit, Zungentrockenheit und bei trockerner Haut sein.
  • Gegen trockene Haut bzw. generell bei Leber- und Herz-Blut-Mangel könnte das nachfolgende Rezept positiv wirken: 40 Gramm getrocknete Kirschen in 1 Liter Rotwein ansetzen- nach täglichem Schütteln ist nach einer Woche der Stärkungswein fertig- morgens täglich ein Likörglas einnehmen…
  • Kirschen transformieren Schleim und lösen Feuchtigkeit auf- leiten diese aus dem Körper aus- sie wirken einer Übersäuerung des Körpers entgegen, wirken Blut reinigend und können erhöhte Cholesterinwert senken;
  • Kirschen sind ein besonderes Therapeutikum bei Rheuma und Gicht- leiten also Wind-Kälte und Nässe-Hitze(Bi-Syndrom) aus: bei Gicht, Rheuma, Arthritis, Muskelschwäche, Sehnenschwäche, Knochenschwäche, Hüftschmerzen, Knieschmerzen, Gliederschwäche mit Bewegungseinschränkung, Taubheit, Paralyse und auch bei Lähmung der Extremitäten kann folgende Rezeptur Linderung verschaffen: 250 g Kirschen in 1 Liter klarem Branntwein 1-2 Wochen einlegen- täglich 1/2 Tasse auf 3 Portionen verteilt einnehmen;
  • Kirschen tonisieren das Qi- besondersLeber-, Milz- und Nieren-Qi- d.h. sie wirken bei Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Energiemangel, Erschöpfung und bei vorzeitiger Ejakulation;
  • Bei Harnwegsentzündung wirken eher die Stiele- ein Tee aus Kirschenstielen kennt man auch in der Klostermedizin/ Medizin nach Hildegard von Bingen, bei einem ständig kalten unterer Rücken hilft ein angewärmtes Kirschkernsäckchen 😉 und täglich ein wenig Kirschenkompott
  • Achtung! Frische Kirschen und kaltes Wasser können unter Umständen sehr starke Blähungen und Koliken auslösen!

Holen wir uns ein bisschen Wärme in das Grau- im Sommer also nicht nur Kirschen naschen, sondern auch fleißig einkochen- dann hat man länger was davon.

Blutdruck zu niedrig?

Zu Hypertonie habe ich ja schon Einiges geschrieben, aber es gibt ja noch die Hypotonie- den zu niedrigen Blutdruck:

  • Häufig betroffen sind sehr schlanke und junge Frauen- zu dünn, zu blass, zu wenig Muskeln, zu wenig gutes und gesundes/ regelmäßiges Essen- das schwächt Blut und Qi und die Betroffenen haben häufig einen Blut- und/oder Milz-Qi-Mangel.
  • Natürlich leben Sie mit niedrigem Blutdruck lange und gesund- aber auf Dauer raubt es die Kraft- da heißt es…Ausdauersport in Maßen, Krafttraining in Maßen, Blutaufbau durch regelmäßige und warme Mahlzeiten, Maß bei allem aus Weißmehl, Weißzucker, Genussmitteln und scharfen, kalten und extrem heißen Nahrungsmittel/ Gewürzen.

Hervorragend sind die folgenden Nahrungsmittel:

  • Beerenfrüchte
  • Brokkoli
  • Datteln
  • Eigelb
  • Karotten und Süßkartoffeln
  • Linsen und Adzukibohnen
  • Petersilie mit Kraut und Wurzel
  • Pinienkerne und Walnüsse/Pekanüsse, Mandeln
  • Rote Bete und alles Wurzelgemüse
  • Schwarzer Sesam (mörsern)
  • Gelee royale
  • Süßreiscongee
  • 150 ml Rote Bete-Saft täglich nach einem warmen Frühstück für 3 Wochen baut sehr gut das Blut auf.
  • Rosmarin- ist das Kräutlein aus unserer westlichen Naturheilkunde- ein Tee aus Rosmarin steigert den Blutdruck moderat, gibt Wärme und Energie- auch als Fußbad sehr hilfreich oder als Badezusatz.

Achten Sie auf regelmäßige Nahrung- und vor allem- machen Sie mal Pause!

Die Funktion des Herzens in der CM

Das Herz ist der Kaiser im Körper- es gehört zur Wandlungsphase Feuer und kontrolliert den Kreislauf des Blutes und anderer Körperflüssigkeiten (z.B. Lymphe, Schweiß, Speichel, Tränen). Im Herz sitzen die Freude und Shen- die himmlische, konstellierende Kraft. Eine gesunde Ernährung und ein kräftiges Herz stärken  Shen. Depressionen, Konzentrations- und Schlafstörungen oder mangelnde Lebensfreude sind Anzeichen für geschwächten Shen. Das Herz und dieser Funktionskreis sind also:

Herrscher des Xue(Blut)
Kontrollierender der Gefäße
Spiegel sind das Gesicht und die Augen
Sitz des Shen als himmlische Kraft
Öffner über die Zunge- “ Man trägt das Herz auf der Zunge“
Kontrolleur der Körperflüssigkeiten, besonders vom Schweiß

Der Funktionskreis des Herzens entspricht dem höchsten Yang, dem Tai Yang. Wenn man in der alten Literatur liest, dann sind alle Funktionskreise mit Beamten in einem idealen Staat vergleichbar- das Herz entspricht dem Regenten- er entspricht dem Sitz des Geistes Shen. Er ist die  Instanz der Koordination- alle Befehle gehen von ihm aus. Der Funktionskreis Herz repräsentiert die gesamte Dynamik. Das Herz symbolisiert die ausgeglichene Heiterkeit, ist es in Dysbalance erscheint eher die Begierde und die übertriebene, gekünstelte Fröhlichkeit oder das Gegenteil, die Depression.
An kosmischen Entsprechungen sind zu nennen der Sommer, der Mittag, die feuchte Sommerhitze.
Aus der Funktion der Koordination entsteht die Fähigkeit zu zielgerichtetem Handeln, selbstbewusstem Auftreten, klarem und vernetztem Denken/ Argumentieren. Das Herz stellt unsere Persönlichkeit dar bzw. mit diesem Funktionskreis wird sie ausgebildet. Ist meine Gesamtpersönlichkeit intakt ist, ist der Funktionskreis des Herzens intakt und umgekehrt.

Der Funktionskreis des Herzens ist verbunden mit dem Funktionskreis des Dünndarms, eine Verbindung besteht ebenfalls zum Funktionskreis des Perikards, Herz ist Yin, die beiden anderen stellen eher das Yang dar. Physiologisch zum ausgleich Gegensteuerung dient derFunktionskreis der Niere- jedoch die Niere ist unser kleines Herz.

Bitterkeit im Leben und im Geschmack stellen einen Herzbezug dar-die Eigenschaft des Bitteren ist die Hemmung einer zu starken Aktivität. Bitteres ist in der Lage Feuchtigkeit zu trocknen, wichtig für die chinesische Arzneimitteltherapie.

Wärme/ Hitze entspricht dem Funktionskreis des Herzens und dieses Temperaturverhalten beeinflußt das Herz am stärksten. Allerdings nicht direkkt, sondern indirekt über das Pericard- als Schützer und Leibwächter des Kaisers(siehe Teerezept)!

Ursachen für Dysbalancen:

Herz-Blut-Mangel: Shen kann durch extreme Emotionen(Freude, zuviel „Spaß“… also auch positive) gestört werden. Dann entsteht Hitze und das Herzblut „verbrennt und verdickt“.

Zuviel Aufregung, Stress, Unruhe schwächen das Herzblut- ebenso chronischen Zeitdruck – die Hetzerei von einem Termin zum nächsten bringt das Herz ungesund in Aufruhr. Ein weiterer Aspekt, der das Herzblut angreift, sind chronische Krankheiten. Auch das Falsche zur flaschen Zeit oder ständig konsumiert ist eine Ursache:

  • häufiges scharfes Essen
  • viel Alkohol,Kaffee, schwarzer Tee und Rauchen
  • zu wenig bzw. nährstoffarmes und denaturiertes Essen
  • zu viel Fleisch in Form von Frittiertem, Gepöckeltem, scharf Gebratenem

Symptome für den Herz-Blutmangel sind:

  • starkes Herzklopfen mit Aussetzern
  • Schreckhaftigkeit
  • Ängstlichkeit
  • Einschlafstörung
  • Träume, die Unruhe bringen
  • Schwindel und Müdigkeit/ Erschöpfung

Bei einem lange anhaltenden Herz-Blut-Mangel wird das Yin angegriffen, die Nieren können das Herz nicht mehr versorgen und der Körper „rutscht“ in einen Herz-Yin-Mangel:

  • Herzrasen
  • Durchschlafstörungen
  • Nachtschweiß
  • Hitzewallungen
  • Panikattacken
  • rote Wangen bei blasser Haut
  • starke innere Unruhe

Ist das Yin des Herzens bereits geschädigt, dann ist es zwingend notwendig, alles Belastende zu meiden, da ein Yin-Mangel tief im Körper verankert ist und nur sehr langsam abgebaut werden kann!

Es gibt viele Nahrungsmittel, die das Herz unterstützen: Weizen(siehe Tee), Cashewkerne, Eigelb, Endiviensalat, Hafer, Trockenfrüchte besonders Maulbeeren und Goji, Melone(kühlt aber sehr stark) Bohnen besonders Mungbohnen, rotes Rübengemüse und auch ein leichter Rotwein.

Tee für ein ruhiges Herz und einen kühlen Kopf zur Nacht: 2 EL Weizenkörner und einen halben  Liter Wasser etwa 20 Minuten köcheln, nachmittags und abends trinken-  kühlt das Herz bei zuviel Herz-Feuer, beruhigt den Geist und stärkt das Nieren-Yin(die Niere wird auch als kleines Herz bezeichnet).

Trinken Sie diesen Tee mehrere Wochen lang. Er wirkt sehr mild und erst nach längerer Anwendung.

Haben Sie ein ruhiges Herz, einen kühlen Verstand und eine harmonische Freude in dieser Zeit!

Wasser- Quelle der Energie….

Gesundheitstipp 72

Gesundheitstipp 69

und unseres Mutes. Wir befinden uns jetzt im „Großen Yin“ des Jahres und damit im Wasserelement.

Dieses wird durch die Meridiane Blase und Niere repräsentiert.  Aus der Nierenenergie entspringt die Kraft aller anderen Organe. Wasser hat die Eigenschaft kraftvoll zu fließen und immer den Weg nach „unten“ zu nehmen- der Fluß entspringt einer Quelle und diese fließt abwärts zum Meer oder See. Es speichert Nährstoffe und Temperatur. Die Niere in der CM: Das yin der Niere ist unsere Ursprungsenergie, die Essenz, welche uns von den Eltern gegeben wird, das yang der Niere bildet die Grundlage der Wärme und der Aktivität des ganzen Körpers. Dem Wasserelemet zugeordnet sind Angst, der Mut und die Willenskraft.

Der Naturkreislauf spiegelt sich 1:1 in unserem Körper, in unserem Leben wieder- jedes Organ hat bestimmte Hochphasen mit größerer Aktivität und bestimmte Ruhephasen. Der Winter ist die Zeit des Wasserelements. Im Winter ist es Zeit,  die Energie zu bewahren und damit zu haushalten, sich zu besinnen und zurück zu ziehen.
Wie die Tiere sollten auch wir Menschen an Rückzug, Einkehr und Ruhe denken. Wenn wir im Winter weiter wie im Sommer spät ins Bett gehen, früh aufstehen und mit vielen Aktivitäten unterwegs sind, besteht die Gefahr, dass wir uns schnell verausgaben und krank werden. Ab dem 40. Lebensjahr ist diese Einkehr besonders wichtig, denn unsere Nierenessenz schwindet, auch wenn wir uns noch nicht älter fühlen und nach neuesten Aussagen die 40er die neuen 30iger sind 😉

1.Stress und Angst gehen an die Nieren
Was die Nierenenergie besonders schwächt, ist zuviel Stress, wenig Schlaf und ein unregelmäßiger Lebensstil. Auch Dauerlärm, zu leichte Kleidung, schlechte Ernährung und der exessive Konsum von Genußmitteln, Nikotin und ggf. anderen „Drogen“ schaden der Nierenenergie. Neben diesen äußeren Einflüssen sind es aber vor allem bewusste oder unbewusste Ängste, die die Nieren schwächen. Menschen mit schwacher Essenz haben wenig Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, haben ständig Ängste unbestimmter Art. Sie haben Angst, „nicht gut genug zu sein“ und verfangen sich zu hohen Ansprüchen, rigiden Regeln und Verpflichtungen.

Im Klassiker der CM-„Der gelbe Kaiser“ Huang di- heißt es:

„Die drei Monde des Winters sind die Zeit der Sammlung und Bewahrung…Nun ist von Nutzen: Früh zu Bett und spät sich zu erheben,mit der Sonne aufzustehen,die Gefühle innen zu hütenund Ruhe zu bewahren.“ 

Existenzängste können sich mit dem Gefühl, den Boden zu verlieren, mischen und manch einer glaubt, dem Leben einfach nicht mehr gewachsen zu sein. Manchmal kommen solche Gedanken, aber beim Gesunden setzen diese sich nicht fest. Menschen mit schwacher Nierenenergie neigen jedoch dazu, diese tief verwurzelten Ängste mit Überaktivität und übertriebenem Ehrgeiz zu überspielen und sich dadurch noch mehr zu verausgaben. Das führt irgendwann zu einer totalen Erschöpfung bis hin zum Burnout und Depressionen.

2. Anzeichen einer Nierenschwäche
In dieser Phase zeigen sich häufig die ersten körperlichen Symptome: Bei einem Nieren Yang-Mangel sind dies fast typisch kalte Hände und Füße, zu häufiges Wasserlassen, Kälte und Schmerzen im unteren Rücken. Menschen mit einem Nieren Yin-Mangel zeigen sich mit Erschöpfung und extreme Müdigkeit, Schlaf- und Denkstörungen, Tinnitus, und/oder Potenz- und Libidostörungen. Fast immer finden sich auch Haarausfall, schlechte Zähne und Knochenprobleme.
Schwere chronische Krankheiten der Organe Niere und Blase können sich ausprägen- Blasenentzündungen, Nierenerkrankungen…

Die Blase wiederum besitzt die wichtige Aufgabe, die verbrauchten Flüssigkeiten des Körpers auszuscheiden.Sie ist der Verwalter unser täglich benötigten „Basis“- Energie. Haben wir davon zu wenig, kann dies zu Rückenschmerzen führen. eine kräftige Blase steht für Anpassungsfähigkeit und Willensstärke – stehen wir „gerade und fest“ und sind wir „biegsam und anpassungsfähig“?

3. Was tun sprach Zeus:- Selbsthilfe für das Wasserelemt

  • Wichtig ist ein regelmäßigen Tagesablauf mit ausgewogenen Aktivitäts- und Ruhephasen. Auch ein langer, erholsamer Schlaf und lange gekochte Hühnersuppen mit speziellen Kräutern und Gemüsesorten stärken die Nieren.
  • Besonders im Winter sind abendliche warme Fußbäder mit einer zerkleinerten Ingwerknolle (circa 15 Minuten bei 50 Grad Celsius) empfehlenswert- aber nur bei Kältegfühl.
  • Bei Rückenschmerzen, denen eine Nierenschwäche zugrunde liegt, kann neben Akupunktur und Akupressur auch eine spezielle Wärmebehandlung des Blasenmeridians mit Chinesischem Moxakraut helfen. Gleichsam stärkend ist die Nierenmassage mit Weinrautencreme nach Hildegard von Bingen.
  • Kindern sollte von Beginn an viel Grundvertrauen und Geborgenheit gegeben werden, damit sich Angstmuster gar nicht erst so leicht entwickeln können.

Menschen mit einer starken Nierenenergie handeln aus ihrer inneren Kraft und besitzen Selbstvertrauen. Sie haben einen starken Willen ohne starrsinnig zu sein und stellen sich den Herausvorderungen des Lebens und des eigenen Weges. Gleichzeitig übernehmen sie Verantwortung für sich und andere ohne in die eigene Überforderung zu gehen- sie kennen und respektieren die eigenen Grenzen.

Nehmen Sie sich Zeit für Ruhe und Geborgenheit: „Im Winter hält die Natur einen Schönheits- und Gesundheitsschlaf“ unbekannt

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