Taigawurzel- Menschwurzel aus Sibirien

Nicht umsonst gibt es bei den sibirischen („Ur“) -Einwohnern oft sehr alte Leute, trotz Entbehrungen, schwerer Arbeit und nicht immer optimalen Lebensbedingungen. Neben weiner Vielzahl von Heilmitteln, zum Beispiel dem Chaga, wächst in Sibirien eine Wurzel, die ähnlich dem Ginseng wirkt- die Taigawurzel(Eleutherococcus senticosus)- Ci wu ju-:

  • Taigawurzel wird in der chinesischen Medizin zur Steigerung von Qi eingesetzt, ebenso bei Schlafstörungen mit vielen Träumen, bei Rücken- oder Nierenschmerzen, bei Erkrankungen im Bereich des Lungenfunktionskreises, bei einem Mangel an Yang in der Niere oder Milz, bei Schwäche der Mitte mit Appetitlosigkeit und zur Steigerung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und/oder Stress- sie wirkt auf die funktionskreise Lunge, Niere, Herz und Leber.
  • Sie ist warm, scarf und bitter, wirkt trocknend, analgetisch, adaptogen, verbessert die Durchblutung und als Immunstimulanz– darf aber bei unkontrolliert aufsteigendem Leber-Yang auf keinen Fall eingesetzt werden!
  • Die Taigawurzel gehört zu den Adaptogenen, die physikalische, biologische und psychologische Verbesserung in unserem Körper herbeiführen. So wird die Resistenz gegen verschiedene negative Einflüsse erhöht, körperliche und geistige Fähigkeit gesteigert und das Allgemeinbefinden gebessert. Krankheiten, Vergiftungen, Nebenwirkungen von Medikamenten und Schäden durch Bestrahlung können abgemildert werden. Das zentrale Nervensystem wird stimuliert, die Geschlechtsdrüsen aktiviert, Zucker und Cholesterin im Blut verringert, der Appetit verbessert, durch die Wirkung auf das Leber-Blut ist indirekt auch ein Einfluss auf die Sehkraft gegeben.
  • Für Frauen ist die östrogenähnliche Wirkung interessant, da mit der Taigawurzel als Bestandteil von Rezepturen Hormonschwankungen ausgeglichen werden.
  • In Russland laufen seit den 70er Jahren zahlreiche Studien mit der Taigawurzel, die eine Wirkung im medizinischen Bereich, besonders bei Schwäche, Leukopenie nach der Chemo und Erkrankungen der Luftwege belegen. Ebenso wird weiter an der kanzerogenen Wirkung geforscht- gute Ergebnisse liegen bereits bei Brustkrebs, Magenkrebs, Eierstockkrebs und Mundkrebs vor.

In der Praxis ist die Taigawurzel für mich eine echte Alternative zum sehr teuren weißen Ginseng. Wichtig wäre noch, dass die Einnahme die Wirkung von Antibiotika und Digitoxinpräparaten erhöht, d.h. wer solche Medikamente einnimmt, muss unbedingt Rücksprache mit dem Therapeuten halten!

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