Ernährung

Fasten- Zeit der Einkehr

Hallo liebe Gäste in nah und fern… am Aschermittwoch ist alles vorbei- nein keine Angst, ich werde jetzt keinen Beitrag über die Vermeidung des Karneval- Katers bringen- es geht um eine der wichtigsten Heilmethoden unserer Breiten- das Fasten. Das Fasten ist in allen Religionen vertreten- Fasten wie aus dem Gotischen von „fastan“- (fest)halten, bewachen bzw. beobachten. Aus dieser Geschichte heraus gibt es die Fastenzeit- Einkehr, sich selbst beobachten, sich selbst „bewachen“- seine Gesundheit bewachen. Natürlich haben die Fastenzeiten der Religionen etwas mit dem Glauben zu tun. In meinem Beitrag geht es in erster Linie um das Bewahren der Gesundheit bzw. das begleitende Behandeln von bestimmten Erkrankungen. Auf keinen Fall sollte für eine Gewichtsreduktion gefastet werden, das hilft nur sehr kurzfristig und schadet eher, als das es nützt!

Beim Fasten wird ganz bewusst auf bestimmte Nahrungsmittel, Genussmittel, Gewohnheiten oder Verhaltensweisen verzichtet. Bei bestimmten Erkrankungen wird gefastet, um den Körper nicht mit der Verdauungstätigkeit zu belasten. Was bringt der Verzicht für den Körper und den Geist?

  • Entgiftung
  • Entlastung
  • innere Reinigung
  • Regeneration
  • Besinnung auf das Wesentliche und bewußter Verzicht auf Belastendes
  • Einkehr
  • Ruhe für Körper und Seele
  • Rückkehr zu einfachen Freuden
  • Einstieg in eine ausgewogene und individuell geeignete, gesunde Ernährung…

Methoden des Fasten sind:

  • Fasten nach Buchinger mit Fastentee, Wasser, Fastenbrühe und ggf. etwas verdünntem Gemüsesaft- eine der strengsten Fastenmethoden und nicht für jeden geeignet,
  • Fasten nach Mayer mit trockenen, harten Brötchen und Milch- ebenfalls eine sehr strenge Fastenmethode, nicht für jeden geeignet,
  • Fasten mit ausschließlich basischen Lebensmitteln- eine moderate Fastenmethode, die alltagstauglich und für jeden Menschen geeignet ist,
  • Fasten gemäß den Richtlinien der chinesischen Medizin – sehr individuell abgestimmt auf den Einzelnen und seine Bedürfnisse, mit dem Verzicht auf tierische Lebensmittel,
  • Fasten nach Hildegard von Bingen, bei diesen Methoden spielt Dinkel eine Hauptrolle und sie ist ebenfalls für jeden Menschen geeignet…

Für das Fasten sind folgende Aspekte zu beachten:

  • Check up beim Heilpraktiker/ der Heilpraktikerin oder bei einem speziell ausgebildeten Facharzt(Internist mit Zusatzqualifikation Naturheilkunde),
  • Fasten bedeutet auch Zeit- die berufliche Belastung sollte in dieser Zeit nicht sehr stark sein bzw. auf ein minimales Maß beschränkt werden,
  • Fastenpläne erstellen lassen- bei mir bekommen Sie den maßgeschneiderten Fastenplan mit der Beratung und ggf. unterstützende Rezepturen an Tee, Schüssler- Kombinationen oder speziellen Kräutern,
  • Machen Sie sich mit der Methode des Klistiers vertraut- ohne Reinigung des Enddarmes bringt Fasten nicht den gewünschten Effekt!
  • Kaufen Sie alles, was Sie benötigen vor dem Beginn des Fastens ein bzw. entsorgen Sie alles, was Sie nicht mehr benötigen.
  • Sinnvoll sind eine Hautbürste, ein Klistierball oder Klistierbehälter mit Rohr, ein Körnerkissen bzw. Steinkleekissen, Fencheltee, Mundöl nach Hildegard von Bingen und basische Zusätze für Fuß- oder Ganzkörperbäder.
  • Lassen Sie sich beim Fasten begleiten, d.h. vereinbaren Sie im Vorfeld Termine beim Heilpraktiker oder Arzt, um Sie ggf. „aufzufangen“, denn Fasten kann für den Körper sehr anstrengend sein.
  • Planen Sie bewußt Zeiten für Spaziergänge, Sauna oder Bewegung im Wasser ein- Bewegung muss zwangsläufig beim Fasten dazu gehören, um bspw. das Leber- Qi zu entspannen und die Entgiftung des Körpers zu unterstützen.
  • Üben Sie die Meditation… diese hilft Ihnen, Fastenkrisen zu meistern und ist ein guter Einstieg in die tägliche geistige Reinigung.
  • Trinken Sie ausreichend- mehr als sonst und mindestens 2 Liter abgekochtes, lauwarmes Wasser oder dünnen Fastentee- die Fastenschlacken müssen ausgeschieden werden.
  • Achten Sie auf eine regelmäßige Darmentleerung- täglich- und wenden Sie ggf. alle zwei bis drei Tage einen Klistier an. Vorsicht! Bitte nehmen Sie keine Abführmittel, die reizen zu stark den Magen und Darm. Ebenso sollten Sie Gemüsesäfte wie Sauerkrautsaft oder Mischsäfte nur verdünnt trinken und dann immer lauwarm.

Egal für welche Fastenmethode Sie sich entscheiden, Sie starten damit immer in eine Wandlungsphase- der Blick wird geschärft, Körper und Seele „entmüllt“- viel Erfolg!

089-20.06.2008-von Hünfeld nach Nazza

Bitterstoffe

Bitterstoffe dienen dem Organismus zur Gesunderhaltung, ohne diese würde unser Stoffwechsel nicht richtig funktionieren. In vergangenen Zeiten waren viele Gemüsesorten noch reich an Bitterstoffen. Diese wurden aber oft zugunsten des Geschmacks für unsere verwöhnten Gaumen „herausgezüchtet“. Dadurch gibt es in unserer Zeit nur noch wenig reine Gemüsesorten, Getreide oder Kräuter, die reich an Bitterstoffen sind.

Bitterstoffe gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, die ähnlich wie primäre Nahrungsstoffe(Eiweiße, Kohlenhydrate…) wichtige bioaktive Funktionen erfüllen. Der Verlust von Bitterstoffen in der Nahrung hat einen großen Nachteil für unseren Organismus- Galle und Leber sprechen nicht mehr so gut an und die „natürliche Essbremse“ der Bitterstoffe funktioniert nicht mehr, wenn es kaum Bitterstoffe in der Nahrung gibt. Der eher süße Geschmack der Nahrung lässt vermehrt Insulin ausschütten, dadurch wird der Teufelskreis des ständigen Appetites/ vermeintlichen Hungers in Gang gesetzt. Das Stoffwechselgefüge und unser Geschmacksempfinden haben durch zu süße Nahrung, durch ein Zuviel an raffinierten Zucker und künstliche Geschmacks- und Aromastoffe kein Gleichgewicht mehr. Damit lassen sich die Zunahme an Zivilisationskrankheiten und auch von Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten mit begründen.

Die wesentlichesten Gründe für Bitterstoffe sind:

  • Bitterstoffe verbessern das Blutbild,
  • … stärken die Immunabwehr,
  • … helfen gegen Sodbrennen,
  • …sind natürliche Gewichtsregulatoren,
  • …aktivieren die Leber- und Galletätigkeit,
  • … regen die Verdauungstätigkeit an,
  • … helfen gegen Blähungen, Verstopfungen und Völle,
  • … regenerieren den Darm,
  • … entsäuern und entschlacken,
  • … erhöhen die Verwertung der Nährstoffe,
  • … sind eine Hilfe zur Senkung der Blutfettwerte auf Normalität,
  • … unterstützen bei Stoffwechselerkrankungen( Gicht, Rheuma, Diabetes…).

So wirken zahlreiche Bitterkräuter:

  • Angelikawurzel– wirkt antibakteriell, wirkt gegen Pilze, steigert die Immunabwehr, reinigt das Blut, reguliert bei Blähungen, wirkt gegen Erschöpfung, Depressionen/ Melancholie, stabilisiert im Klimakterium, reguliert den Kreislauf,
  • Artischocke– ein sehr gut schmeckendes Gemüse-, wichtige Arzneipflanze zur Regulierung der Galle und Leber, der Blutfettwerte, der Verdauung und ist ein wichtiges Leberschutzmittel,

    Artischocke(aus Heilpflanzenpraxis Heute)

    Artischocke(aus Heilpflanzenpraxis Heute)

  • Blutwurz- bei Blutarmut, Durchfall, Entzündungen, im Mund/ Rachen/ Darm, Zahnfleischbluten, Rachenentzündungen, zum Stillen von Blutungen, Linderung von Verbrennungen und auch bei Zahnschmerzen, als Bitterstoff kräftigt er die Schleimhaut von Magen und Darm,
  • Enzianwurzel– enthält sehr viele Bitterstoffe, Magentonikum, bei allen Beschwerden des Verdauungstraktes, der Leber und Galle, hilft bei Nervenschwäche, Ohnmacht und Übelkeit,
  • Galgant- ein wunderbares Gewürz und Heilmittel aus der Hildegardmedizin/ Klosterküche, wird wie Ingwer genommen, die Wurzel muss älter als sieben Jahre sein, dann kann diese verwendet werden, wirkt bei Appetitlosigkeit, mangelnder Fermentproduktion und Magensaftsekretion, Verdauungsbeschwerden, entzündungshemmend, krampflösend und antibakteriell,
  • Ingwer– wirkt wie der Galgant, zusätzlich auch bei Reisebeschwerden, entgiftend, hustenstillend, bei Schwangerschaftsübelkeit und sein Enzym Zingibain fördert die Nährstoffaufnahme aus dem Darm, wirkt auch bei Blutdruckproblemen und wird in der chinesischen Medizin in vielen Rezepturen zur Stärkung des Qi eingesetzt,
  • Kardamom- wirkt entblähend und verdauungsfördernd, senkt die Pepsin- und Säureproduktion im Magen, steigert die Gallesekretion, wirkt antibakteriell, gegen Pilze(antimykotisch) und virustatisch, gegen Erbrechen und Durchfall, bei übermäßigem Harndrang,
  • Kurkuma– ist eine sehr wirksame Heilpflanze zur Behandlung von Erkrankungen der Haut, des Verdauungstraktes, der Atemwege und bei Blutungen, Curcumin wirkt krebshemmend und entzündungshemmend, dementsprechend Vielfältig ist das Einsatzgebiet,
  • Mariendistel– ebenfals eine Heilpflanze aus der Hildegardmedizin, wirkt bei Lebererkrankungen durch den Inhaltsstoff Silymarin, wirkt regenerierend auf die Leberzellen, wirkt bei Trigenimusneuralgien, Gallebeschwerden, Migräne, Pfortaderstörungen und generell bei Störungen des Verdauungstraktes,
  • Zimtrinde– verwendet wird die Ceylon- Zimtrinde, wirkt antibakteriell, fungistatisch und motilitätsfördernd, wird in zahlreichen Rezepturen der chinesischen Medizin z. B. bei Kälteerkrankungen eingesetzt und finder seine Verwendung bei Beschwerden im Magen- Darm- Trakt, bei Völle und Blähungen,
  • Löwenzahn– findet seinen Einsatz als Heil- und Küchenkraut, wirkt im Frühjahr wunderbar entschlackend, leberreinigend, wird als Heilkraut bei Lebererkrankungen eingesetzt, leitet Hitze aus und sorgt für eine Harmonisierung im Verdauungstrakt, wirkt bei rheumatischen Erkrankungen und wird auch zur Unterstützung der Ausscheidung/ Entgiftung über die Leber und Nieren eingesetzt,

Es gibt noch viele Pflanzen, die Bitterstoffe enthalten, die Aufzählung beiinhaltet die wichtigsten. Nutzen Sie die Pflanzen in der Küche und Sie werden sehr schnell bemerken, dass leichte Beschwerden der Verdauung verschwinden oder trinken Sie einmal/ Woche über den Tag verteilt eine Mischung aus:

je ein Teelöffel Löwenzahnkraut, Brennnesselkraut, Mariendistelkraut – mit 1000 ml Wasser 5 Minuten leicht köcheln lassen, abseihen und legen dazu einen „veganen“ Tag mit Gemüse, Bittersalaten und Reis ein, das entlastet und sorgt für eine wunderbare Regeneration. Im Frühjahr hilft dieser Entlastungstag gegen „Frühjahrsmüdigkeit“.

Bleiben Sie gesund!

Ein gesundes Jahr 2015

Jahreswechsel

Wir haben heute den 29.12.2014- das Jahr neigt sich dem Ende zu.

Am 19.Februar 2015 beginnt auch das „asiatische“ Neujahr- 2015 wird das Jahr des Schafes(Ziege). Wenn in China Neujahr gefeiert wird, dann werden die zukünftigen Träume beschworen, Fenster und Türen werden geöffnet, um das Glück hinein zu lassen. Das chinesische Neujahr richtet sich nach dem chinesischen traditionellen Bauernkalender und liegt zwischen dem 20. Januar und dem 21. Februar eines Jahres. Es beginnt mit dem neuen Mond des ersten Monats des neuen Jahres. Obwohl in China inzwischen offiziell auch der gregorianische Kalender gilt, wird das Neujahrsfest immer noch nach dem Mondkalender und als ein sehr traditionelles Fest begangen.

Noch ein paar Tipps gegen den Neujahrskater:

  • Alkohol meiden;) und nicht zuviel essen:)…
  • Nux vomica D12- nach einer durchgefeierten Nacht mit Sekt, Racelett, Berlinern und Co. nehmen Sie 3x täglich 5 Globulie, dann sollte der 1.1.2015 kein „Kopfschmerztag“ werden,
  • Neujahrsspaziergänge an der frischen Luft und dazu dreimal am 1.1.2015 den Trunk „Heiße 7“- 12 Pastillen vom Schüssler Salz Nr. 7 in heißem Wasser auflösen und langsam trinken,
  • leichte Speisen mit Gemüse und Fisch,
  • ein Tee aus Fenchel, Kümmel, Anis und Melisse- jeweils zu gleichen Teilen- sollte den „Kater“ vertreiben und für einen aufgeräumten Magen sorgen,
  • den Tag über mindestens 2 Liter abgekochtes, lauwarmes Wasser trinken, mit etwas Ingwer hilft es gegen eventuelle Übelkeit

    Tee, Ingwer, Obst und Kräuter helfen gegen den Neujahrskater

    Tee, Ingwer, Obst und Kräuter helfen gegen den Neujahrskater

Nun bleiben mir folgende Wünsche für Ihren Weg ins Jahr 2015:

Ein neues Jahr heißt neue Hoffnung, neues Licht, neue Gedanken und neue Wege …mögen Sie alle in Gesundheit, Freude und Zufriedenheit durch das Jahr 2015 gehen!

 

 

 

Hypertonie- Krankheit oder Symptom?

Die Hypertonie- ein zu hoher Blutdruck– wird häufig als Volkskrankheit der neuen Zeit bezeichnet. Was ist “ er “ denn jetzt- Krankheit oder Symptom?

Aus Sicht der „Schulmedizin“ wird die Hypertonie als Krankheit angesehen- eigene Medikamente- ketzerisch gesagt natürlich mit den entsprechenden Nebenwirkungen, häufig noch gleich ’ne Wassertablette und der Cholesterinsenker dazu- voila und fertig ist der “ chronisch kranke Patient“. Bitte verstehen sie mich nicht falsch, Hypertonie ist sehr ernst zu nehmen…. aber nicht als Krankheit, sondern als Symptom einer sehr ernst zunehmenden tieferliegenden Dysbalance.

Schulmedizinische Betrachtung: ... gehört die Hypertonie zu den primär essenziellen, idiopathischen Erkrankungen, also zu jenen Erkrankungen, bei denen die Ursache des Entstehens (außer 5 % der Hypertonie, die in seltenen Fällen sekundär durch eine Geschwulst, Stenosen der Blutgefäße, hormonelle Instabilität hervorgerufen wird) unbekannt- für die Schulmedizin–  ist. Daher entspricht auch die Behandlung aus schulmedizinischer Sicht dieser Gegebenheit, ist somit symptomatisch und bedeutet “ lebenslänglich“- siehe oben beschrieben. Lediglich 10 % der Patienten werden kausal (d.h. nach der Ursache) behandelt. Der optimale Blutdruck sollte bei Erwachsenen im Bereich von 120/80 mm Hg bis maximal 140/90 mmHg liegen. Wie alles beim Menschen ist auch die Ursache der Hypertonie individuell und relativ, abhängig vom Alter, von der körperlichen Verfassung und dem Charakter des Patienten. Die Grenze für das Monitoring des Blutdruckes ist der Wert 130/85, die Grenze für die Behandlung oft schon der Wert 140/90- 160/90 als Grenzwerte lt. WHO.
Der Blutdruck besteht aus zwei Komponenten – der höhere gemessene Wert entspricht dem Druck des Herzens (Systole), welches das Blut verdrängt, der niedrigere gemessene Wert entspricht der Elastizität der Blutgefäße (Diastole), die das Blut unter Druck in das Herz zurückführt. Der Blutkreislauf ist von weiteren physiologischen Faktoren abhängig:

  • von der Größe der Herzkontraktion, der „Pumpe“, wobei bei der Herzinsuffizienz das Volumen an gefördertem Blut geringer ist,
    Therapie: Kardiotonika (herzstärkende Mittel) – dieser Zustand kann in der chinesischen Medizin der Insuffizenz von Blut- XUE – entsprechen,
Weißdorn stärkt das Herz und reguliert

Weißdorn stärkt das Herz und reguliert sanft ohne Chemie

  • von der Elastizität der Blutgefäße (die Elastizität der Blutgefäße nimmt mit zunehmendem Alter ab)- Therapie ist häufig der Einsatz von Betablocker oder Antihypertensiva (ACE, ARB) – dieser Zustand kann in der chinesischen Medizin dem unkontrollierten Anstieg des Leber-Yang GAN YANG SHI, des inneren Windes NEI FENG und des Leber-Feuers GAN HUO entsprechen,
  • vom Widerstand der Blutgefäße im Körper,  Therapie dabei häufig die Anwendung von Alphablocker, Kalziumblocker – dieser Zustand kann in der chinesischen Medizin dem Schleim TAN entsprechen,
  • von der Blutmenge im Organismus, denn je mehr Blut, desto mehr Wasser wird im Körper zurückbehalten, die schulmedizinische Therapie erfolgt mit Diuretika (harntreibende Mitteln „Wassertablette“) – dieser Zustand kann in der chinesischen Medizin dem Mangel an  Nieren YANG  entsprechen,
  • von der Dichte des Blutes, Therapie erfolgt dabei mit Antikoagulantien (Blutgerinnungshemmer) – dieser Zustand kann in der chinesischen Medizin einer Blut- Stagnation entsprechen.

Wie betrachtet die chinesische Medizin die Hypertonie- wie oben schon beschrieben als Symptom einer tiefen Dysbalance!

Es gibt mehrere Voraussetzungen, um ein Ungleichgewicht im Körper zu entwickeln, welches sich durch Hypertonie äußern kann- hier die Fakten dazu

1. VERERBBARKEIT

Kein Mensch entsteht plötzlich aus sich selbst,  sondern er ist das Ergebnis und „Essenzprodukt“ der Generationen in seiner Familie, die mit ihrer Lebensweise eine Grundlage und Veranlagungen für das mögliche Entstehen von Krankheit oder Gesundheit geschaffen haben. Bei dem Symptom Hypertonie wird die Vererbung sowohl körperlich als auch mental wirksam. Sofern unserer Vorfahren untersetzt, dick oder hoch emotional, zornig und cholerisch waren, können diese vererbten Voraussetzungen ein Grund sein. Wer also auf solche Ahnen zurückblickt, der sollte sich allem enthalten, was eine Hypertonie hervorrufen kann. Was “ das Fass zum Überlaufen bringen kann“ sind übermäßige oder negative Emotionen: Angst, Gereiztheit, innere Unruhe, unterdrückte Wut und Zorn, oder im Gegenteil unkontrollierte und häufige Wut- und Zornausbrüche – dies alles schadet dem Organismus und entfacht ein Feuer, welches oft nur noch schwer zu kontrollieren ist.

2. Lebenshygiene/ Lebensführung

Regelmäßige tagtägliche Gewohnheiten wie Bewegung, Schlaf und Arbeit verleihen unserem Körper Ordnung. Sie entwickeln sich ab der Kindheit bei entsprechender sozialer Kompetenz der Eltern, sind tief verwurzelt. Werden diese Gewohnheiten abgelegt- gefährdet ist das „Mittelalter“ also alle um die 40 bis 50, dann kann dies zur Hypertonie führen.
Sport sollten wir jeden Tag möglichst zur gleichen Zeit absolvieren, wobei die Bewegung angemessen sein sollte, mit allmählicher Erhöhung der Dosis. Sofern wir unregelmäßig „sporteln“, z.B. nur  zweimal wöchentlich, ist dies aus Sicht der chinesischen Medizin nicht gut, da es zu einer Beeinträchtigung des Blutkreislaufes und zu einer Verletzung (Schwächung) des Jing- der Essenz- kommt- das führt unter Umständen zu einer Hypertonie. Gar keine Bewegung oder exessive Bewegung- beides ist schlecht, der Körper wird über- oder unterfordert und auch dieses Missverhältniss kann eine Hypertonie zur Folge haben.
Schlaf, der unzureichend (kurz) und nicht intensiv (oberflächlich mit zwischenzeitlichem Aufwachen) ist, führt mit der Zeit zur Schwächung des Jing- der Essenz, was wiederum zur Hypertonie führt.
Übermäßige körperliche oder geistige Arbeit ruft Ermüdungs- und Überarbeitungsymptome hervor, die das Blut Xue und die Energie Qi( besonders von Milz und Leber) schwächen und allmählich eine Hypertonie bewirken.

3. EMOTIONEN

Extreme Emotionen- wie alles Extreme- können eine Hypertonie hervorrufen. Jegliche Emotionen, ob positive oder negative, wenn sie übermäßig oder lange andauernd sind, führen in ihrer Konsequenz zu einem so genannten Herzfeuer und / oder zum unkotrollieren Ansteigen des Yang,  die Konsequenz- Hypertonie! Die Emotionen sind bei einer Hypertonie ein sehr ernst zu nehmender Faktor, teilweise stärker im Einfluss als die Ernährung.
Stress beim Essen- auch wenn dieses noch so gesund ist- ist einer der Gründe beim Entstehen von Hypertonie und Ärger, der ständig geschluckt wird, ist Stress für den Körper, Trauer, die nicht verarbeitet wird, ist Stress für den Körper…
Die Veranlagung zur Hypertonie haben Menschen, die meist folgende Eigenschaften und Verhaltensmuster besitzen:

  • anspruchsvolle und extreme Perfektionisten, die nicht in der Lage sind, über den Dingen zu stehen (sich über etwas hinweg zu setzen),
  • ohne Empathie, egoistische, eifersüchtige, engstirnige, unnachgiebige, nicht anpassungsfähige, lediglich ihren eigenen Standpunkt durchsetzende,
  • trotzige, wetteifernde, mutige, riskierende, neidische, unzugängliche, intolerante, geltungsbedürftige, zugeknöpfte, alles auf sich beziehende,
  • sich „abschottende“ und in sich eingeschlossene,
  • wütende, zornige, cholerische, aggressive,
  • unangemessen freudige, ängstliche, gestresste, frustrierte,
  • ihre Möglichkeiten überschätzende, irreal denkende, nach Ruhm, Erfolg, Macht und Geld strebende Menschen,
  • ferner Menschen mit übersteigertem Ego, Workoholiker,
  • affektierte Menschen und jene, die etwas tun, wozu ihnen die Voraussetzungen fehlen…

Alle diese Emotionen und Charaktere sind zwar Yang-Merkmale, ihnen fehlen aber die Mittel zur Verwirklichung- das Yin. Und je größer das Yin-Defizit, desto größer das Ungleichgewicht zwischen dem vorhandenen Yang und dem fehlenden Yin- Konsequenz Hypertonie!
Die wichtigsten Emotionen sind Zorn/ Wut, übermäßige Freude und unangemessene Sorge!
Hypertonie aus emotioneller Belastung entsteht durch stetige und langanhaltende Schwächung der Energie Qi, dadurch steigt Qi als Yang zu stark nach oben(Yang-Emotion wie Freude und Zorn) oder Qi sinkt zu stark nach unten (Emotionen wie Trauer, Angst und Sorgen).

4. ERNÄHRUNG

Bei der Hypertonie sind folgende Fakten entscheidend:

  • Art der Zubereitung – jedes Lebensmittel, das mit zuviel Hitze/Feuer(stark braten, grillen, pökeln…) zubereitet wird, ruft im Organismus toxische Hitze  hervor, die eine Hypertonie bewirken kann. Auch Gerichte aus der Mikrowelle wirken wie ein Zuviel an Moxa, diese sollten ausreichend abgekühlt werden, am besten gar keine Mikrowelle verwenden. Hypertoniker sollten nur sanfte Garmethoden verwenden- Dünsten, sanftes Kochen und Braten.
  • Geschmack – eine Nahrung, die stark gewürzt, scharf, salzig, schnell zubereitet ist („Fast food“), mit starker Hitze, von markantem Geschmack – dies alles führt zur Entwicklung der inneren Hitze RE und später zur Entstehung der Hypertonie.
  • Fette – der übermäßige Konsum tierischer Fette schwächt die Milz und fördert das Entstehen des Schleims TAN, der sich in den Blutgefäße absetzt- der Durchmesser verengt sich und dadurch steigt der Druck- einfache Physik! Die chinesische Medizin bevorzugt zwar Butter/ Ghee, aber nur in Maßen, ansonsten sind natürliche Öle in der Ernährungslehre der CM ebenfalls enthalten(Nussöle, Kernöle …). Synthetischen Fette in Margarinen… sind unserem Körper natürlich fremd, unser Organismus kann diese nur sehr schwer und unter großem Kraftaufwand (Erschöpfung des Milz-Qi) abbauen bzw. verdauen. Denken Sie an Schmieröle oder Schmierfette der Industrie… so in etwa reagiert unser Körper auf künstliche hergestellte Margarine!
  • Alkohol– hat stets Yang-Charakter und bringt Hitze RE in den Organismus, die später Hypertonie hervorrufen kann. Der “ seelig machende Trank“ zerstreut die Energie Qi, insbesondere in Verbindung mit Emotionen. Immer noch glauben viele, dass sich der Mensch nach dem Trinken eines Gläschens „entspannt“.alkohol ist zwar ein Yang- Stimulanz, aber so wie ein „Gegenbrand“ ein Buschfeuer zum Ersticken bringt zerstreut „Teufel Alkohol“ noch mehr Yang und führt zu ein „Yang- Verlust“. Damit fehlt uns das Yang, welches wir zum körperlichen Gleichgewicht benötigen und dieser Verlust kann in Kombination mit exessiven Emotionen zu Hypertonie und auch zu Depressionen führen!
  • Regelmäßigkeit– unregelmäßige Ernährung, übermäßige oder häufige Nahrungsaufnahme schwächen die Milz, die dann nicht genügend Energie Qi und Blut XUE produzieren kann. Ein Mangel an Blut XUE XU führt zum Anstieg des Leber-Yang GAN YANG SHI was langfristig zum Entstehen des inneren Windes NEI FENG(Schlaganfall, bekannte schwere Erkrankungen) führt. Das Herz muss aufgrund des geschwächten Blutes schneller arbeiten, wird dadurch überlastet und… Konsequenz Hypertonie!
  • zu starke Gerüche-  Reinigungsmittel, langfristige Arbeit mit Chemikalien, jedoch auch eine Chemotherapie bewirken das entstehen von Blut- Hitze RE DU- Entstehung von schweren Erkrankungen wie Krebs und… Hypertonie!
  • Allgemein wird bei der Hypertonie empfohlen, stimulierende Substanzen wie schwarzer Kaffee, Alkohol, gewürzte Gerichte, fettes Fleisch, Hähnchen, Wildhase, Lammfleisch, Wildbret, Salz und Gewürze einzuschränken. Geeignete Lebensmittel sind viele Gemüsesorten wie Aubergine, Sellerie, Tomaten, Knoblauch, Getreide, Reis, gekochtes helles Fleisch oder Rindfleisch, Fisch und unter Umständen auch maßvoll Quark, Buttermilch und Meeresfrüchte. Als Getränke empfehlen sich Jiaogulantee, grüner Tee mit Chrysanthemen und milde Teesorten( siehe Beitrag über Tee).
5. Das Liebesleben- oft ein Tabuthema

Eine ausgelebte natürliche Sexualität, die der physischen Konstitution, der Essenz der Nieren, dem Alter, der Jahreszeit und der Ernährung entspricht, ist der Gesundheit förderlich und verletzt nicht die Nieren- Energie und Essenz. Schädigend ist auch wieder der Exzess! Alles was maßlos praktiziert wird und dann auch noch im Zusammenhang mit einem zuviel an Sexualität, ja dann … wird für Hypertonie gesorgt ! Sex ist Yang, der natürlich zu einem Rückgang des Yin führt- ein Zuviel schädigt Yin und damit den Ausgleich- Hypertonie! Man sollte der Quelle (Essenz JING) stets eine bestimmte Zeit zur Regeneration lassen, damit sie sich wieder mit klarem Wasser (Yin) füllen kann, sonst „versiegt die Quelle“!
Was ist „übermäßiger Sex“?
Sexuelle Aktivität, die nicht mit dem Orgasmus abschließt- so die asiatische Sicht-, schwächt nicht die Essenz der Nieren. Normale sexuelle Aktivität schwächt die Nierenessenz nicht , wenn die Erholung und Erneuerung der Essenz der Nieren erfolgt(siehe auch „Der Weg der Kaiserin“ von Li und Krautwald). Was normale oder übermäßige sexuelle Aktivität ist, ist individuell unterschiedlich. Was für einen Menschen mit schwacher Konstitution übermäßig ist, kann für einen Menschen mit normaler Konstitution gesundheitsförderlich sein…
Eine übermäßige sexuelle Aktivität erkennen sie an: Anzeichen von Ermüdung, Schwindel, unscharfem Sehen, Rückenschmerzen, „schwache Knie“ und häufiges Urinieren nach dem Sex. Da Sex sehr stark „konsumiert“, also den Körper schwächen kann, sollte bei Energie Qi und Blut Xue- Mangel sowie bei der Insuffizienz der Essenz Jing die sexuelle Aktivität vermindert oder auch für einige Zeit eingeschränkt werden. aber keine Angst- Kuscheln ist erwünscht!  Auch die Jahreszeiten spielen eine Rolle- Yang ist der Sommer, yin ist der Winter- entscheiden Sie selbt… Impotenz bei Männern oder z. B. eine vorzeitige Entbindung bei schwangeren Frauen kann die Folge einer übermäßigen sexuellen Aktivität sein und H y p e r t o n i e  als Folge verstärkt diese Symptome noch.

Eine gesunde sexuelle Kraft entspricht ebenfalls einer gesunden und starken Nierenenergie. Die Schwäche im Nieren- Yang führt zu einem Rückgang der sexuellen Lust mit der Unfähigkeit, den Sex zu genießen und den Orgasmus zu erreichen. Die Schwächung des Nieren-Yin hat in schweren Fällen das Entstehen des leeren Feuers HUO XU zur Folge. Ein solcher Mensch kann lebendige erotische Träume haben, die zum nächtlichen Samenerguss bei Männern oder im Orgasmus bei Frauen führen.

Das Entstehen und die Entwicklung der Hypertonie kann allmählich (Mangel- Zustände wie Yin-Mangel oder Essenz-Mangel)) oder schnell (bei Überschuss- Zuständen wie aufsteigendem Leber-Yang GAN YANG SHI) geschehen:

  • 1. Etappe– ist ohne jedwede Symptome, lediglich der diastolische Druck (d.h. der zweite, niedrigere Zahlenwert) ist auf 90 erhöht, sei es zeitweilig oder ständig. Er hat gewöhnlichen einen Bezug zur Vererbbarkeit – siehe oben.
  • 2. Etappe– verläuft bereits mit beginnenden Symptomen, die allmählich auch bei normalem Blutdruck in Erscheinung treten: Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Ohrenpfeifen, schwankender Blutdruck, insbesondere nach dem Essen liegt der diastolische Druck zwischen 90 – 100.
  • 3. Etappe– tritt voll auch durch die sonstigen Symptome in Erscheinung, wie Schlaflosigkeit, Unruhe, Kribbeln und Prickeln der Gliedmaße, gerötetes Gesicht und dauerhaft hoher diastolischer Druck auf 120 – 130. Dieser Zustand kann in einem schnellen Prozess oder in den Gehirnschlag „umkippen“.
    Die schnelle Entwicklung verläuft innerhalb mehrerer Monate und die Symptome zeigen sich binnen 1 Jahres. Betroffen sind her jüngere Jahrgänge und der Zustand hängt mit der Vererbbarkeit und einer falschen Lebensweise zusammen. Der diastolische Druck liegt dauerhaft zwischen 120 und bis zu 140, wobei die Schuld überwiegend das steigende Leber-Jang GAN YANG SHI und der innere Wind NEI FENG tragen. Es treten die Symptome in Erscheinung, wie heftige und beißende Kopfschmerzen, Sehstörungen mit Schwindelanfällen, mitunter der Gehirnschlag mit einer Desorientierung, Ohnmacht, Sprachstörungen und Lähmung des halben Körpers. Gemäß der chinesischen Medizin kann das Kribbeln einer Körperhälfte, insbesondere der linken, oberen, die Vorankündigung des inneren Windes NEI FENG sein, der, sofern er nicht richtig behandelt wird, binnen 3 Jahren gerade mit diesen Anzeichen oder mit einem Gehirnschlag in Erscheinung treten kann.

Nach der chinesischen Medizin sind für das Entstehen der Hypertonie vier Hauptfaktoren verantwortlich:
1. innerer Wind NEI FENG mit zwei Formen(Mangel an blut, Yin und Yang und zweitens Übermaß an Yang und Feuer)
2. Feuer HUO
3. Schleim TAN
4. Blockade des Blutes YU XUE

Was unterscheidet nun die „schulmedizinische“ Behandlung von der Behandlung nach den Regeln der chinesischen Medizin bei Hypertonie?

Da Lachen gesund ist, ich möchte ich ein lustiges Beispiel aus dem Leben nehmen:
Stellen wir uns die Hypertonie als Patienten in einer zu weiten Hose vor: der Bund- ein elastischer Gummibund in einer gerne genommenen Jerseyhose- ist das Blutgefäß, der Patient das, was durch das Gefäß hindurchfließt. Mit den Jahren kommen hier und da ein Pfündchen mehr auf die Rippen, der Patient wir kräftiger und bekommt einen Bauch. Die „westliche“- „Schul- Medizin“ lockert den Hosenbund mit  Medikamenten – Betablocker und Vasodilatatoren – Arzneien zur Erweiterung der Gefäße (dehnen das Bündchen) und mit den allbekannten „Wassertabletten“ – um so das Volumen des Bauches zu verringern. Der Druck wird „natürlich“zeitweise geregelt. Natürlicher wäre aber die Gewichtsreduktion durch Ernährungsumstellung und Sport und somit die Beseitigung der Ursache. Diese „Reduktion“ besteht gemäß der chinesischen Medizin in der Verringerung des erhöhten Yang, das auf die Gefäße ( unser Bündchen) drückt. Nach einer bestimmten Zeit wirken die teuren Medikamente nicht mehr, da sich der elastische Bund mit der Zeit immer mehr dehnt. Die Hose rutscht und damit unser „Patient“ nicht „barhosig“ durch die Gegend läuft bekommt er was? Hosenträger oder einen Gürtel! Das sind die Dreierkombinationen weiterer westlicher Medikamente. Unser „Schulmediziner“ hat wenig Zeit, ständig die volle Praxis und die Krankenkassen mit ihren Katalogen… und…unser Patient ist ein leidenschaftlicher Esser und eher ein Couchpotato, er passt eigentlich bereits nach kurzer Zeit nicht mehr in seine Hose.  Diese schnürt ihn ein, was der stärker werdenden Fülle in den Blutgefäßen (Blutstagnation) entspricht. Nun kann jedoch der Hosenbund nicht mehr gedehnt werden, Reißen wäre die Konsequenz und auch die Hosenträger/ der Gürtel halten die Hose nicht mehr und nun…. werden Medikamente und Methoden verwendet, die eine Ansammlung der Blutplättchen verhindern- Antikoagulantien und Bypässe, was dem Einsetzen eines Keils oder das Ersetzen des Gummibandes durch ein längeres entsprechen würde, damit alles wieder hinein passt???
Die viele Fülle führt aber unter Umständen vorher zum Zerreißen- eine solche Situation wäre der Schlaganfall: beim Reißen der Hose handelt es sich um einen schwachen Apolplex, bei welchem noch eine Gesundung möglich wäre- wir setzen einen Flicken auf die Hose, aber beim Reißen des Gummis sind die Folgen unumkehrbar – Lähmungen, Sprachstörungen, Behinderungen anderer Art oder der Tod. Hypertonie führt schulmedizinisch zu vielen Medikamenten, aber auch in eine Sackgasse- Apoplexie! „Der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht“- “ Der Gummi wird so lange gedehnt, bis er reißt“!
Manchmal möchten wir alte Hosen gerne gegen neue, größere tauschen, leider ist dieses Ware nicht auf Lager- ausverkauft! Die Gesundheit ist keine Hose im Shop – wir haben nur eine und so sollten wir auch mit ihr umgehen!
Patienten mit Hypertonie kommen zu mir in die Praxis bzw. gelangen zu alternativen Methoden erst nach einer gewissen Zeit! Sie sind  von den vielen( oft bis zu 8 Medikamente) westlichen Arzneien „geheilt“ sind und die Hosenbunde sind sehr stark ausgeleiert. Die Behandlung umfasst:

  • Klärung der Ursache- eventuell auch einer orthopädischen(Halswirbelsäule und Spannungszustände im Schulter-Nacken- Bereich)
  • Ernährungsumstellung- langfristig und effizient, individuell und praktikabel
  • Kräutermedizin- angepasst und unter Umständen langfristig
Arnika wird bei bereits vorhandenen Beschwerden eingesetzt

Arnika wird bei bereits vorhandenen Beschwerden eingesetzt

  • Bewegungstherapie und Entspannungstraining mit Qi Gong, Meditation, Ausdauertraining…
  • Akupunktur zur Feinregulierung
  • Ordnungstherapie- “ Bringe Dein Leben ins Reine- erkenne Deine Schwachstellen“

Das wichtigste dabei ist das Gespräch und der Patient muss wirklich wollen!

Das war jetzt kein Feldzug gegen die modernen Medikamente, es soll nur ein Anregung zum Nachdenken sein und vielleicht sprechen Sie Ihren Hausarzt das nächste Mal- beim nächsten Rezept:)- auf Alternativen an oder suchen sich selbst Alternativen- natürlich mit der gebotenen Vorsicht und Kontrolle!

In diesem Sinn- achten Sie auf Ihren „Hosenbund“ 🙂

Novemberzeit- Rote Bete- Zeit

Rote Bete- als Kind habe ich diese roten Knollen gar nicht essen wollen. Aber seit ich mich in der Praxis regelmäßig mit der Ernährungstherapie beschäftige, rückt diese(r) Tausendsassa immer wieder in den Focus…. und das nicht nur auf meinem Speiseplan!

Hier kommen die Fakten:

  • Rote Bete- ein Knollengemüse- kommt ursprünglich aus der Mittelmeerregion und ist mit Mangold verwandt. Wie so viele Errungenschaften kam diese „Rübe“ mit den Römern nach Mitteleuropa.
  • Nur 200 Gramm der „tollen Knolle“ reichen, um bspw. 20 Gramm der täglich notwendigen Eisenmenge in unseren Körper zu schleusen- Anämie und Konzentrationsstörungen ade! Eisen sorgt für eine ausreichende Sauerstoffbindung im Körper und im Gehirn!
  • Sportler und auch alle „Nicht- Sportler“ aufgepasst- Rote Bete wirkt auf die Ausdauer und Leistung- ein Glas Rote- Bete- Saft/ Tag reicht aus, um die Muskeln nicht so schnell ermüden zu lassen- bitte nicht mehr trinken, da der Nitratgehalt in der Knolle sonst zu unerwünschten Nebenwirkungen führt- “ Die Dosis macht das Gift“!
  • Rote Bete ist eine rein pflanzliche Vitamin B12- Quelle! Dieses Vitamin benötigen wir für die Zellteilung und Blutbildung.
  • Die Knolle muss mit der Schale gegart werden, sonst verliert sie den Farbstoff. Die Schale wird nach dem Kochen geschält und gegen rote Finger helfen Einweghandschuhe und/ oder Zitronensaft/ Essig.
  • Kalzium, Magnesium und Vitamin C stecken in den Blättern- also diese immer mit verwerten und ein paar Peakanüsse dazu geben- deren Fett hilft bei der Verwertung von Betacarotin!
  • Schlechte Laune, Melancholie oder Müdigkeit- essen Sie Rote Bete! Betanin – einer der Inhaltsstoffe- sorgt für die Ausschüttung von Serotonin- dem Glückshormon.
  • Rote Bete ist ein Immunstimulanz- Betanin setzt die Aktivität von Viren und Bakterien herab- deshalb können sie sich bei Schnupfen bspw. auch Rote Bete-Saft in die Nase träufeln- natürlich ohne Zusatzstoffe und Gewürze- einfach eine Knolle saften lassen und dann mit einer Pipette einträufeln- 1-2 Tropfen reichen.
  • Der Saft der „tollen Knolle“ wirkt positiv auf einen zu hohen Blutdruck- zwei Gläser Rote Bete Saft senken den Blutdruck und im Zusammenhang mit Staudenselleriesaft verdoppelt sich der Effekt. Ich verordne generell bei Hypertonie eine Mischung aus Staudensellerie und Roter Bete, um so begleitend zu therapieren. Das ist keine Erkenntnis der neuen Zeit, die alten Heilkundigen seit Hildegard von Bingen wussten schon um diese Eigenschaften, auch wenn es den Begriff „Hypertonie“ in der Zeit noch nicht gab.
  • Rote Bete und Kosmetik- jaaaaa! Kieselsäure(Selen) ist gut für Haut, Haare und Nägel, Betacarotin ist ein Radikalfänger und wirkt gegen Falten und Stress!
  • Kaufen Sie die kleinen Knollen und dann natürlich in Bio- Qualität! Bereiten Sie die Rote Bete als Rohkost immer mit etwas Zitrone/ Orange zu, denn das darin enthaltene Vitamin C verhindert die Umwandlung des Nitrat in der Roten Bete in Nitrosamin.

Rezepte mit Roter Bete finden Sie mittlerweile in vielen Kochbüchern und im Internet, mein Favorit im Herbst:

Gemüsesuppe mit Roter Bete, Möhren, Paprika und einem Hauch Sanddorn

Gemüsesuppe mit Roter Bete, Möhren, Paprika und einem Hauch Sanddorn

Schauen Sie beim nächsten Einkauf mal auf den Wochenmarkt der Region- Rote Bete in Bio- Qualität finden Sie sicher!

“ Der Winter ist die Sünd‘, die Buße Frühlingszeit. Der Sommer Gnadenstand, der Herbst Vollkommenheit“ – Angelus Silesius

eingelegte Rote Bete zu Kartoffel- Gemüse- Püree

eingelegte Rote Bete zu Kartoffel- Gemüse- Püree

Stressesser- Stresskiller

Sicher kennen Sie solche Situationen- Ärger auf Arbeit, Stress im Straßenverkehr, auf dem Weg zur Arbeit, Ärger mit …. und dann… viele von uns fangen an zu futtern- Süßes, Salziges, Fettes oder es wird gar nicht gegessen,  Kaffee gleich in Litern getrunken oder der Griff zur Zigarette soll entspannen. Dann ärgern sich viele wieder über die Folgen- Gewichtszunahme oder Völle.  Aber genau das ist ein Teufelskreis! Dieser lässt sich durch die richtige Auswahl an Gegenmaßnahmen durchbrechen und auch dazu benötigen Sie nur das eigene Bewußtsein, ein wenig Selbstreflektion und die richtigen Nahrungsmittel/ Naturmittel:

  • Nahrungsmittel sind die einfachsten und preiswertesten Mittel, um dem Stress zu begegnen- Vollkornprodukte, Fisch, Hülsenfrüchte, Nüsse, Avocado stecken voller Vitamin- B- Komplexen, welche positiv auf die Entwicklung und Regeneration der Nerven wirken. Löffeln Sie doch einmal eine halbe Avocado mit ein paar Peakanüssen und etwas Vanille anstatt der fettigen Bratwurst- Sie können förmlich spüren, wie der Körper sich erholt.
  • Magnesium ist ein kleines Wundermittel- aber nicht künstlich als Sprudeltablette oder irgend welchen teuren Nahrungsergänzungsmitteln… sondern als gesunde Mahlzeit in Form von Nüssen, Spinat, Hülsenfrüchten und … schon wieder Avocado. Soll es schnell gehen, dann nehmen Sie Schüssler Salz Nr. 7 als Heißgetränk- 10 bis 12 Pastillen in heißem Wasser auflösen und langsam trinken- Entspannung folgt prompt. Das Mittel gibt es mittlerweile auch als trinkfertiges Pulver in vielen Apotheken.
  • Omega-3-Fettsäuren hemmen das Stresshormon Adrenalin- pflanzliche Öle wie Leinöl oder Arganöl sind da die Vorreiter in der veganen Variante, Seefisch wie Lachs, Hering, Sardine und Makrele eine wunderbare Bereicherung auf dem Speiseplan und die Lieferanten für die wichtigen Fettsäuren.
  • Kalzium und Kalium müssen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen- ggf. lassen Sie das über eine Blutuntersuchung abprüfen, denn wer sehr anfällig gegenüber einer Belastung ist, kann bei diesen Spurenelementen durchaus ein Missverhältnis haben.  Auch Kalzium und Kalium können über viele gute Nahrungsmittel aufgenommen werden und… bitte nicht zuviel Wasser trinken! Wer mehr als 2 Liter Wasser am Tag trinkt und das auf Dauer riskiert eine Verschiebung des biologisch notwendigen Kalium- Kalzium- Verhältnisses und das kann sich schädigend auf das Herz- Kreislauf- System auswirken. Der Körper benötigt ca. 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag, bei Sport und körperlicher Betätigung ca. 2 Liter. Damit ist aber nicht nur reines Wasser gemeint, sondern auch die Flüssigkeit in der Nahrung. Trinkkuren mit Wasser können bei Stress durchaus sinnvoll sein, dann aber mit entsprechenden Spurenelementen versetzt- Schüssler Salze wie Magnesium, Selen, Zink, Mangan- sprechen Sie mich an, ich stelle Ihnen Ihre persönliche Mischung zusammen.
  • Das Glückshormon Serotonin hilft in stressigen Situationen- einen guten Kakao trinken(echten Kakao), ein Stück gute Schokolade(mehr als 85%Kakao) oder auch eine reife Banane helfen dem Körper bei der Produktion!
  • Vitamine C und E schließen den Kreis der Stresskiller bzgl. der Nahrung- Paprika, Kohlsorten, Äpfel sollten in stressigen Zeiten immer zur Mahlzeit gehören, ebenfalls Nüsse( siehe Beitrag über die Nüsse als Gesundheitstipp).
  • Nehmen Sie die Mahlzeiten immer in Ruhe ein, nicht am Schreibtisch oder beim Auto fahren- Sie benötigen 15- 20 Minuten, um in Ruhe essen zu können und… essen Sie sich satt, aber nicht voll- ich denke, den Unterschied verstehen Sie sehr gut!
  • Mein persönlicher Stresskiller ist das Atmen- Fenster auf oder raus an die frische Luft und mehrmals tief einatmen und langsam stark ausatmen, dabei tief in die Hocke gehen und beim Ausatmen die Hände kräftig wegstoßen und wieder aufrichten.
  • Schaffen Sie sich kleine Oasen- Kerzen, Blumen, ein Glas Tee, Fenster mit freiem Blick in die Natur, der Spaziergang in der Mittagspause, ein nett gedeckter Tisch auch im Alltag, ein Telefonat mit der Liebsten/ dem Liebsten…

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  • Reden Sie Ärger weg- Sprechen Sie Situationen, die Ihnen Stress bringen- an! Schlucken Sie nicht alles runter, sonst „implodieren“ Sie irgendwann, in der chinesischen Medizin nennen wir es „Leber-Qi-Stagnation“.
  • Reflektieren Sie Ihren Tag, wenn Sie ständig im Stressmodus und Stressesser sind! Was ärgert Sie? Wer ärgert Sie? Was führt bei Ihnen zu Stress- mangelndes Zeitmanagment, mangelnde Kommunikationskompetenz ….. Seien Sie ehrlich zu sich selbst, dann können Sie Stressfallen besser erkennen und abwenden! Müssen Sie zu allen Festlichkeiten gehen, müssen die Fenster alle zwei Wochen geputzt werden, sind die Arbeiten im Haushalt gleichmäßig verteilt, muss es der 150% Perfektionismus sein, müssen Sie immer „ja“ sagen, wenn Sie „nein“ meinen…….
  • Akupunktur, TuiNa und Kräutermedizin helfen sehr gut, wenn Sie gar nicht allein aus dem Stresskreislauf heraus kommen! Folgendes Kräuterrezept ist einfach als Tee zu genießen und heißt “ Des Mönches Ruhe“(Klostermedizin):

Je 20 Gramm Eisenkraut, Kamillenblüten, 15 Gramm Stiefmütterchenkraut, 10 Gramm Borretschkraut und 25 Gramm Melissenblätter werden gemischt. Von dieser Mischung kocht man einen Esslöffel mit 250 ml Wasser sanft 5 Minuten, dann wird abgeseiht und voila! der Tee ist trinkfertig.

Dosierung: täglich 2- 3 Tassen für eine Woche, dann maximal zwei Tassen täglich und eher zum Abend(Ruhephase) trinken. Die maximale Anwendungszeit beträgt drei Wochen!

Hinweis: Borretschkraut bekommen Sie nicht mehr in der Apotheke, da diese Arzneidroge Pyrrolizidin-Alkaloide enthält, welche bei unsachgemäßer und ständiger Anwendung die Leber schädigen können. Trotzdem ist es unbedenklich für eine kurze Zeit und in geringer Dosierung einsetzbar. Wie immer- die Dosis macht das Gift! Wenn sie sicher gehen wollen, dann lassen Sie Borretsch weg und nehmen 20 Gramm Mädesüßblüten.

  • Regelmäßige Übungen aus dem Autogenen Training, der Muskelrelaxation nach Jacobsen oder Qi Gong helfen Ihnen, den Stress erst gar nicht an sich heran zulassen- probieren Sie es aus:

Qi Gong- Der kleine Kreislauf

  • Nehmen sie sich eine Ruhezeit und legen oder setzen Sie sich in einen ruhigen Raum- kein Telefon, keine Musik!
  • Die Augen schließen und entspannt den Atmen fließen lassen.
  • Die Gedanken wandern zum:
    Bereich zwischen Anus und Geschlechtsteil
    über den Steiß
    über die Lendenwirbel3/4 und die LWS
    über die Brustwirbelsäule
    über den Halswirbel 7 und die HWS zum…
    Halswirbel 1 und 2 und Übergang zum Schädel
    über den Scheitelpunkt und den Kopf bis…
    zum 3.Auge- Bereich an der Stirn zwischen den Augenbrauen
    über die Schilddrüse zum…
    Punkt genau mittig des Brustbeins/ zwischen den Brüsten
    zum Solar Plexus- Bereich unter dem Brustbein und weiter bis zum…
    Punkt etwa zwei Finger breit unterhalb des Bauchnabels und wieder zum Ausgangspunkt.
  • Neuer Beginn oder Abschluss
  • Dieser kleine Kreislauf wird mit einer bewussten Atmung im Bereich der Korrekturstellen so oft wiederholt, bis sich ein wärmendes, angenehmes Gefühl einstellt und der Körper entspannt ist.Zum Abschluss werden die Arme seitlich angehoben und dann vor dem Körper gesenkt, beide Hände auf den Punkt unterhalb des Bauchnabels gelegt und noch einmal ruhig 7x/8x ein- und ausgeatmet.Diese Form der Entspannung gehört zum Inneren Qi Gong, welches bewusst zur Schmerzbehandlung und Korrektur des inneren Körperzustandes eingesetzt wird.
    Der "Kleine Kreislauf" aus dem Qi Gong

    Der „Kleine Kreislauf“ aus dem Qi Gong

    ( Das Bild ist urheberrechtlich geschützt/ Grafikdesign Katrin Weymann exklusiv für diesen Beitrag- siehe Impressum )

Die oben aufgeführte Übung lässt sich leicht erlernen. Sie kann morgens im Bett nach dem Aufwachen praktiziert werden- probieren Sie es aus!

Ach ja… lassen Sie sich nicht vom Konsum und der Hektik in der Vorweihnachtszeit anstecken! Niemand darf Ihnen vorschreiben, wie Sie diese Zeit des Besinnens und Rückzugs verleben. Regenerieren Sie sich lieber und denken Sie daran:

Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.“

(Francois de La Rochefoucauld)

Lavendel für einen entspannenden Tee

Lavendel für einen entspannenden Tee

Linsen, Bohnen & Co.

Sie führen oft ein tristes Dasein im Küchenschrank oder werden komplett vernachlässigt- die Hülsenfrüchte.

Dabei sollten Sie in unserer Ernährung einen hohen Stellenwert einnehmen. Linsen, Erbsen und Bohnen liefern bis zu 34 % pflanzliches Eiweiß und stellen eine sehr gute, gesunde und fettarme Alternative zu Fleisch- und Milchprodukten dar. In der chinesischen Ernährungstherapie und Ernährung generell werden die Hülsenfrüchte dem Erdelement und den neutral wirkenden Lebensmitteln zugeordnet. Das bedeutet eine große Einsatzvielfalt, gerade für die Therapie bestimmter Dysbalancen. Hülsenfrüchte haben reichlich Ballaststoffe, damit halten Sie den Darm gesund. Sie sättigen lange, enthalten jede Menge Vitamine des B- Komplexes, Magnesium und Lecithin- wichtig für Leistung und Konzentration. Die Bitterstoffe senken das LDL- Cholesterin, Linsen bspw. senken den Blutzucker und können auch blutdrucksenkend wirken(Sorten). Weiterhin besteht ein positiver Einfluss auf das Immunsystem und die Versorgung unseres Körpers mit dem Spurenelement Eisen.

Kombinieren wir Hülsenfrüchte mit Vollkornreis oder Sesam, erhöht sich die Eiweißverwertbarkeit und die Kombination mit bestimmten Gemüsesorten(Vitamin C haltige) sorgt für eine bessere Eisen- Verwertbarkeit.

Die Zubereitung und was es sonst noch zu wissen gilt:

  • Hülsenfrüchte nie roh essen! Sie enthalten Purine und im rohen Zustand auch Lektine, welche für den Darm gesundheitsschädlich sind. Diese Giftstoffe werden auch beim „Keimen“ vernichtet- Sprossen aus Hülsenfrüchten sind noch eiweißhaltiger, sollten vor dem Essen nur kurz blanchiert werden.
  • „Keimen“- ist mit unbehandelten und ungeschälten Kichererbsen, Mungo- und Sojabohnen möglich. Diese werden nur kurz gewaschen und ca. 12 Stunden in lauwarmen Wasser eingeweicht. Danach kann man sie in einem Weckglas oder einem anderen Behälter auf der Fensterbank/ im Wintergarten für 4 Tage keimen lassen. Dabei sollte das Keimgut täglich zweimal mit lauwarmen Wasser gespült/ abgetropft werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Getrocknete Hülsenfrüchte immer aus der Packung nehmen und in einem luftdichten Behälter gut verschlossen dunkel aufbewahren. Sie sind so maximal zwei Jahre haltbar.
  • Die getrockneten Erbsen, Bohnen u.s.w. sollten immer ca. 8- 12 Stunden in Wasser eingeweicht werden. Hat sich die Menge verdoppelt, dann kann das Wasser abgegossen werden- dieses Wasser nie zum Garen verwenden!
  • Die Garzeiten liegen bei 45- 120 Minuten, sollten sie einen Schnellkochtopf verwenden, dann geht es deutlich schneller.
  • Gewürze und Salz immer erst nach dem Kochen dazu geben, sonst werden die Hülsenfrüchte beim Kochen nicht weich!
  • Frische Bohnen und Erbsen sind deutlich schneller gegart- da reichen schon 10 Minuten.
  • Hülsenfrüchte und Blähungen- „Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen, jede Erbse einen Knall“- 😉 – das muss nicht sein. Geben Sie etwas Fenchel, Kümmel und Anis zu Ihren Hülsenfrüchten dazu oder lassen diese ca. 2 Stunden ohne Hitze nachquellen, dann können die enthaltenen Oligosaccharide nicht mehr so stark für eine Gasbildung im Dickdarm sorgen.
  • Linsen sind generell leichter und schneller zuzubereiten- rote Linsen sind nach ca. 30 Minuten gar und alle Linsensorten kommen ohne langes Einweichen aus. von neutral bis nussig liegen die Geschmacksrichtungen und Linsen lassen sich sehr gut als Salatzutaten nutzen.
  • Zuckerschote- oh… süße… Kindheit- ab in Omas Garten und Zuckerschoten frisch vom Strauch- da bestand und besteht auch heute noch keine Gefahr- die Zuckerschoten sind eine tolle Beigabe zu Wok- Gerichten, sie sind auch roh bekömmlich, da Ihnen die ungenießbare Pergamentschicht an der Innenseite der Hülse fehlt.
  • Bohnen- Sojabohnen sind auch nach dem Garen noch knackig und sind gut für Frauen, welche den Hormonschwankungen in den Wechseljahren vorbeugen möchten. Weiße Bohnen sind sehr schmackhaft im Zusammenspiel mit Suppengrün und Majoran, Bohnenkraut& Co. als Eintopf. Freie Radikale haben mit dunklen Bohnen(Adzuki, Kidney) wenig Chancen- je dunkler die Bohne, desto besser dabei!
  • Kombinieren Sie Hülsenfrüchte mit allem, was es an Gemüse gibt, immer gut würzen und Sie erhalten wunderbare Suppen, Salate und Beilagen, die ganz einfach auch mit zur Arbeit genommen werden können(Thermoskanne).

Rezept- schwarz- weißer- Kokos-Linsen-Reis:

  • 100 Gramm Wildreis, je 20 Gramm Kokoschips und Ingwer, 2 Teelöffel Ghee(geklärte Butter), 200ml Kokosmilch, 3 Limettenblätter, 300ml Gemüsefond/ Gemüsebrühe, 1 Bund Koriandergrün, 200 Gramm weiße Linsen, 2 Teelöffel Limettensaft und Salz/Pfeffer
  • Wildreis kurz abspülen und dann ca. 55 Minuten sanft garen(200ml Wasser),
  • Nach der Hälfte der Kochzeit beginnt die „Restarbeit“, Ingwer schälen und im Ghee andünsten, mit der Brühe ablöschen, Kokosmilch dazu geben und kurz aufkochen lassen, Limettenblätter einschneiden und dazu geben,
  • Linsen mit dieser Mixtur 20 Minuten köcheln, den Reis abgießen und mit den Linsen mischen, alles mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, mit dem gehackten Koriander und den Kokoschips anrichten…. sehr, sehr lecker und… gibt Kraft und harmonisiert bei zuviel an Stress!!

 

verschiedene Linsen, Bohnen und Erbsen, Gewürze

verschiedene Linsen, Bohnen und Erbsen, Gewürze

 

Also, keine Angst vor Hülsenfrüchten- nutzen Sie die Chance, sich damit gesund und eventuell auch fleischreduziert zu ernähren!

 

 

 

 

 

 

 

 

Wissenswertes über Nüsse

Nüsse und Mandeln haben gerade jetzt in der Yin- Zeit des Jahres Hochkonjunktur. Sie stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe, die unsere Abwehr stärken, die Mitte nähren und dafür Sorge tragen, dass wir uns auch an dunklen Tagen glücklich fühlen!

Was also macht Nuss und Mandel so wertvoll:

  • Nüsse und Mandeln sind der Stresskiller schlechthin- sie stecken voll mit Magnesium, welches die Ausschüttung des Müdigkeitshormons Melatonin verhindert. Damit bleibt dann die Konzentration nicht auf der Strecke.
  • Die enthaltenen Vitamine B1 und B6 stärken die Nerven.
  • Macadamianuss- mmhh… lecker, am besten ungeröstet und ungesalzen! Sie ist zwar die fettreichste Nuss, aber es sind die ungesättigten Fettsäuren, die für einen niedrigen Cholesterinspiegel des „schlechten“ Cholesterins LDL sorgen.
  • Mandeln enthalten viel  Vitamin E- bieten so Schutz vor freien Radikalen und außerdem senken Mandeln(ungeschält) den Blutdruck und kurbeln die Verdauung an.
  • Walnüsse spenden sehr viel Selen, enthalten außerdem alpha- Linolensäure und Ellagsäure, gute Gerbstoffe, welche in Kombination mit dem Selen die Immunabwehr stärken.
  • Die exotische Kokosnuss hat viele Vorzüge. Sie hat zwar eher gesättigte Fettsäuren, aber stellt uns Mangan und Biotin zur Verfügung. Mal abgesehen von der Nuss- das Kokoswasser hat kaum Fett, aber viele Spurenelemente und kann gut als Getränk- auch im Winter- genossen werden.
  • Pistazien und andere Kerne stecken voller Kalium und auch Eiweißverbindungen- unentbehrlich für die Fettverbrennung und den Muskelaufbau.
  • Pekannüsse- Diese Nussart ist mit unseren Walnüssen verwandt, hat aber einen milderen und lieblicheren Geschmack. Sie sind kraftvolle Nährpakete: Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen wirken sich günstig auf die Knochen und auf verschiedene Stoffwechselvorgänge aus. Der hohe Proteingehalt und verschiedene B-Vitamine tun den Nerven, dem Gehirn und den Muskeln gut-  das ebenfalls reichlich enthaltene Vitamin A schützt Augen und Schleimhäute. Die vielen ungesättigten Fettsäuren in Pekannüssen sind eine Wohltat und sehr wichtig für Herz, Gefäße und Kreislauf. Der mäßige, aber regelmäßige Verzehr von Pekannüssen bringt positive Effekte bei einem erhöhten Blutdruck und Cholesterinspiegel. Positiv sind die Ballaststoffe für Darm und Figur.

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Kaufen Sie heimische Nüsse und achten Sie bei Importware auf ein Bio-Zertifikat. Nüsse und Kerne sollten nicht behandelt/ begast sein, also nicht gesalzen oder gebrannt. Lose Ware in der Schale ist geschützter vor Pilzbefall und außerdem ist das Nüsse knacken manchmal auch herrlich entspannend.

Nüsse gehören in der chinesischen Ernährung/ Ernährungstherapie immer dazu- ein warmer Frühstücksbrei wird damit nicht nur knackig, sondern liefert wertvolle Fette und wertvolles Eiweiß. Der „kleine Hunger “ kommt kaum vor, wenn Nüsse und Kerne maßvoll täglich auf dem Speiseplan stehen.

Probieren Sie es aus- nehmen sie sich täglich eine Hand voll Kerne mit und verzehren diese zur Mittagsmahlzeit- sie werden bald kein „Nachmittagstief“ mehr spüren.

Fröhliches Knacken und Knabbern! Genießen Sie Nüsse und Kerne für Ihre Gesundheit!

Entgiften, Entlasten- Mit neuer Energie ins Yin des Jahres

Viele Menschen stellen sich jedes Jahr die Frage: Wie komme ich kraftvoll und gesund durch die dunklen Jahreszeiten?“

Durch alle Medien geistern Patentrezepte, kluge und weniger kluge Aussagen dazu und natürlich ein Überangebot an Ergänzungsmitteln in den Apotheken und Onlineshops.

Die Antwort- ich weiß kein Patentrezept, ich weiß aber, dass ein Leben mit der Jahreszeit, mit den „Früchten“ des Herbst und Winter und einer angemessenen Betätigung unserem Organismus Erholung und Kraft geben. Dazu benötigen wir keine Chemie und keine teuren Ergänzungsmittel!!

Wir starten in die Zeit des Yin- Metall und Wasser sind die entsprechenden Elemente, die uns die Richtung weisen. Die Erde, die Natur mit der Pflanzen- und Tierwelt zieht sich zurück- die Feldfrüchte sind eingebracht, die Ernte ist fast- bis auf das Spätherbst- und Wintergemüse- eingelagert. Und was machen wir Menschen?? Die Tageszeit wird unter Umständen mit langem Fernsehen, Computerarbeit oder was auch immer künstlich verlängert, die Geschäfte locken schon jetzt mit „Weihnachtsnaschereien“ und einem Run auf die Geschenke- oder was man dafür halten soll…

Wir als Menschen sollten es der Natur in gewissem Sinn nachmachen und uns auch zurück nehmen. Das bedeutet ja nicht gleich zurück zur Steinzeit. Nein, es heißt Besinnung, Ruhe halten, wo immer möglich und sich nicht mit Schwerem belasten. Gut beraten ist Man(n)/ Frau, wenn die Zeit des Herbst mit einer Fastenwoche/ Entgiftungswoche a la Chinesischer Medizin beginnt:

  • Fasten im Sinn der TCM und Diätetik bedeutet die Reduzierung der Nahrung auf das Wesentliche, nicht unbedingt die Reduzierung der Kalorien und auf keinen Fall nur die Einnahme von Flüssigkeiten. Ansonsten wird die Mitte geschwächt und das Fasten erreicht nur das Gegenteil, schwache Verdauung und energetische Dysbalance!
  • Wichtig ist die Zeitwahl, ausreichend Bewegung in Form von Spaziergängen an der frischen Luft und der Schlaf/ die Ruhephase am Nachmittag( maximal 1 Stunde) und in der Nacht(spätestens ab 22:30 Uhr und mindestens bis 05:00 Uhr früh).
    Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die eigene Person und der Umgang mit dem eigenen Körper. Wer durch Arbeitszeiten an der Nachmittagsruhe gehindert wird, der sollte zumindest mehrfach eine Pause von einigen Minuten einhalten und dabei frische Luft tanken!
  • Die Fastenzeit wird mit einem Entlastungswochenende eingeleitet, an dem nur Reis(Vollkorn), gedünstetes Obst und Gemüse und eventuell etwas gedünsteter Fisch gegessen wird. Gewürzt wird mit Kräutern und etwas Himalayasalz oder Meersalz und verdauungsfördernden Gewürzen(Kümmel, Beifuß, Majoran u.s.w.). Etwa 30 Minuten nach den Mahlzeiten wird ein halber Liter Fastentee(Reformhaus) getrunken. Einmal wird ein Klistier gesetzt.
  • Leberreinigung– in der „Zeit der Besinnung und Einkehr“ mindestens 5 x durchführen, ideal ist der Zeitraum zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr/ der Mittagsruhe, für Berufstätige abends vor dem Schlafen: Es werden 10 ml Sesamöl mit 2 Tropfen ätherischem Ingweröl und 1 Tropfen Patchouliöl gemischt, etwas Ölmischung zwischen den Händen verreiben und dann die rechte Flanke mit kleinen bis großen Kreisen einreiben, die zweite Hand liegt dabei auf der Körperrückseite, die Leber wird also zwischen beide Hände genommen. Nach dem Einreiben wird ein Gästehandtuch heiß- feucht auf die Lebergegend aufgelegt, darüber die eingewickelte Wärmflasche gelegt und der Rumpf fest in eine wärmende Decke eingewickelt. Das Ruhen mit dem Wickel sollte 10- 20 Minuten betragen, das Nachruhen mindestens 20 Minuten. Während der Anwendung sollte absolute Ruhe herrschen.
    Ernährung während der Fastenzeit: 3 Portionen Basmatireis(6EL) einzeln im Topf trocken anrösten, dann mit 2 EL Mungobohnen und 0,5 Liter Wasser über Nacht einweichen, am nächsten Tag jeweils eine Portion morgens, mittags, abends aufkochen und mit 1 dünnen Scheibe frischem Ingwer, 1 Msp. Kreuzkümmel, Curcuma, Meersalz oder Ursalz eine Stunde köcheln lassen. Vor dem Servieren mit frischer und gewiegter Petersilie würzen und etwas Spirulinapulver(Reformhaus oder Apotheke) dazu geben. Selbstverständlich dürfen die Portionen auch vorgekocht werden.
    Am 4. Tag erfolgt nüchtern einmal ein Abführen mit 1 El Rhizinusöl plus einer Tasse lauwarmen abgekochtem Wasser, Saft einer halben Zitrone, einer Msp. Salz und getrocknetem Ingwer, danach wird eine Reissuppe gegessen und der Fastenzyklus noch einmal wiederholt.
  • Nach dem zweiten Abführen erfolgt noch einmal eine Reismahlzeit, danach wieder zwei Tage nur Gemüse, Reis und Fisch essen.
    Nach Abschluss der Fastenzeit ist der Körper an eine ausgewogene in erster Linie teilvegetarische Nahrung zu gewöhnen.
    Während der Fastenzeit wird direkt nach dem Aufstehen abgekochtes, lauwarmes Wasser oder Ingwerwasser getrunken, welches ruhig mit etwas Honig und wenig Zitronensaft gespritzt werden darf.
  • Ingwerwasser(1 Liter Wasser mit drei Scheiben frischem Ingwer 20 Minuten köcheln, Wasser nachgießen, in die Thermoskanne füllen und über den Tag immer wieder kochendes Wasser auffüllen) wird generell über den Tag getrunken, da dies den Darm saniert und in Bewegung hält.

Bevor Sie aber voller Tatendrang mit dieser Entgiftung/ dem Fasten starten- für absolut Gesunde gibt es keine Einschränkungen- ist eine Konsultation in der Praxis angeraten. Währed dieses Termins werde ich mit Ihnen die für Sie nötigen Besonderheiten absprechen und ggf. einen Start- Check up durchführen- Blutdruckmessung, EKG, Sauerstoffsättigung u.s.w.

Bitte denken Sie daran- es geht nicht um eine Gewichtsreduktion, sondern das Einstellen von Körper und Geist auf eine Zeit der Einkehr, Besinnung und Ruhe!

Nach dem Fasten/ Entgiften ist es ratsam, sich an eine basische Ernährung zu halten, die Aufstellung der geeigneten Lebensmittel und Ihren individuellen Ernährungsplan entsprechend Ihres Musters( nach der Anamnese gemäß der chinesischen Medizin) erhalten Sie von mir.

Unterstützen Sie Ihre Entlastungszeit mit folgenden Schüssler Salzen:

  • 1.- 4. Tag: 7-11Uhr 9 Pastillen Nr. 3 in der Potenz D12, 12-15 Uhr 7 Pastillen Nr. 8 in der Potenz D6, 16-21 Uhr 9 Pastillen Nr. 6 in der Potenz D6
  • 5.-8. Tag: 7-11 Uhr 9 Pastillen Nr. 10 in der Potenz D6, 12-115 Uhr 7 Pastillen Nr. 8 in der Potenz D6, 16-21 Uhr 9 Pastillen Nr. 9 in der Potenz D6
  • 9.-13. Tag zur Regeneration: Zeiten wie oben- 9 Pastillen Nr2 in D6, 7 Pastillen Nr.8 in D6 und 9 Pastillen Nr11 in D
  • Badezusatz mit folgenden Salzen: Nr. 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 und 12- je Salz 5 Pastillen auf ein angenehm warmes Wannenbad, für ein Fußbad je 2-3 Pastillen nehmen

Ich wünsche Ihnen einen guten Einstieg in die Yin- Zeit des Jahres- genießen Sie Ruhe und Besinnlichkeit, Kerzenlicht und nette Gespräche, vielleicht das Kaminfeuer und… d a s L e b e n !

herbstliche Impressionen mit einer Frühstückssuppe aus Zwetschgen mit Dinkelnocken und Mandeln

Herbstliche Impressionen mit einer Frühstückssuppe aus Zwetschgen mit Dinkelnocken und Mandeln

 

 

 

Der Wandel der Zeit- Ein Beitrag nicht nur für Frauen

Mein heutiger Gesundheitstipp richtet sich in erste Linie- aber nicht nur – an die Frau.

Gemäß den Überlieferungen aus alten Schriften- nicht nur der alten chinesischen Ärzte- leben wir in einem bestimmten Rhythmus- die Frau im 7- Jahres- Rhythmus, der Mann im 8- Jahres- Rhythmus. Alle 7/ 8 Jahre ändert sich etwas in unserem Leben, unserem Körper oder einfach nur in unseren Einstellungen zum Alltag. Es müssen keine stark einschneidenden Erlebnisse sein, manchmal sind es nur Kleinigkeiten- aber… die wichtigsten Änderungen finden um das 14./ 16. Lebensjahr und dann wieder im Alter 35/40 bis 49/56 statt. Die Pubertät und der Eintritt in die Wechseljahre(Klimakterium) sind für den Körper sehr entscheidende Abschnitte im Leben von Frau/ Mann… ja auch bei Männern gibt es “ Wechseljahre“- wenn auch etwas anders.

Bei der Frau beginnen bereits ab dem 35. Lebensjahr die ersten Anzeichen der Umstellung des Körpers- die Haare werden dünner, die Haut regeneriert sich nicht mehr so schnell, der Schlaf wird oberflächlicher, die Menstruation kann sich bereits verändern. Um das 49. Lebensjahr herum können dann folgende Symptome auftreten:

  • Veränderungen/ Unregelmäßigkeiten im Zyklus, ausbleibende Blutung,
  • Hitze- oder Schüttelfrostanfälle, Depression, Angst, Müdigkeit, Lethargie, Gereiztheit, Nervosität, Schlaflosigkeit, Vergesslichkeit, gemindertes Konzentrationsvermögen, Kopfschmerzen.
  • Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Erkrankungen der Herzkranzgefäße, koronare Herzkrankheit, Angina pectoris, zeitweilige oder permanente Hypertonie, da Hormonumstellung Stress für den Körper bedeutet und bei Stress erhöht sich der Blutdruck,
  • beginnende Arteriosklerose,
  • Rückgang der Knochendichte,
  • Hautproblemedie Haut wird dünner- nicht nur körperlich auch mental, sie kann jucken und langsamer heilen,
  • Schleimhäute- trockene Vagina, Rückgang der Schleimhaut, verminderte Libido

Wie bereits geschrieben, diese Symptome k ö n n e n , müssen aber nicht auftreten. Viele Frauen kommen ganz ohne Symptome durch diese “ Wandelzeit“ und Wechseljahre sind keine Krankheit. Was passiert also mit der Weiblichkeit?

Im Wesentlichen handelt es sich bei den Wechseljahren um einen physiologischen Zustand, um eine normale physiologische Veränderung im Leben der Frau von der fruchtbaren Phase des Lebens in eine Phase der Ruhe. Frauen, die eine genügende „Ausstattung“ oder Reserve von Jing, Yin und Yang haben, werden diese Umstellung ohne Symptome erleben. Einige Frauen verspüren jedoch einer bestimmten Unruhe im Körper- es hängt  vor allem vom Nieren-Jing- der Nieren- Essenz – ab, wie „Frau“ dem Wandel begegnet.  Das Jing und Yin der Nieren wird besonders durch emotionalen Stress geschwächt. Befürchtungen, Angst, Gram, Sorgen – das alles schwächt das Jing und Yin der Nieren. Ist diese wichtige Essenz erst einmal schwach, dann können die Essenz des Herzens und der Leber auch nicht mehr ausreichend ernährt werden und es kommt zu Symptomen wie Herzklopfen, Schlaflosigkeit, Schwindelgefühl, Kopfschmerzen u.ä.

Die zweite Hauptursache für das geschwächte Jing und Yin der Nieren ist eine relative oder absolute Überarbeitung/ Überbelastung.  Lange andauernde Arbeit ohne ausreichende Erholung, Arbeit in Nachtschichten- in Kombination mit unregelmäßiger Ernährung und Schlaf – diese Aspekte sind für eine Schädigung der Essenz verantwortlich. Ein weiterer Grund sind viele Schwangerschaften, kurz nacheinander auftretende Schwangerschaften oder sehr starke Blutverluste, die eine Schwächung der Essenz bedeuten können. Auch alle Exzesse- ob andauern oder in der Jugendzeit- spielen eine Rolle!

In der modernen Medizin werden einige Symptome gar nicht dem Wandel zugeschrieben, sondern losgelöst voneinander behandelt- ein völlig falscher Ansatz. Sicher muss abgeklärt werden, ob organische Erkrankungen vorliegen, es geht auch nicht darum, die moderne Medizin in Frage zu stellen- sondern es geht um Rückbesinnung- der Mensch ist untrennbar- nicht n u r  Körper oder n u r  Seele- nein ein untrennbares Ganzes! Die Behandlung in der modernen Medizin ist häufig von Hormonersatztherapie geprägt- damit wird nur substituiert, nicht aber gestärkt und das dicke Ende kommt dann häufig, wenn die Hormone abgesetzt werden oder auch schon während der Behandlung- nicht selten haben die Betroffenen dann erst richtig mit den o.g. Symptomen zu kämpfen oder es kommt zu unerwünschten Nebenwirkungen- Gewichtszunahme, psychische Dysbalancen, Müdigkeit u.s.w.

In der chinesichen Medizin wird die geschwächte Essenz gestärkt, das Blut genährt, Herz und Leber gestärkt- Kräutermedizin, Akupunktur, Ernährungsumstellung/ Ernährungstherapie und Qi Gong stehen zur Verfügung- wir arbeiten wie Gärtner:

Stellen Sie sich einen Beerenstrauch vor, der viele Jahre wunderbare Früchte getragen hat. Die Jahre gehen ins Land und der Strauch blüht noch wunderbar, aber Früchte trägt er nicht mehr- was also tun? Der Strauch ist wunderschön mit Blüten und Laub- also versucht ein guter Gärtner, diese Schönheit zu bewahren- so bleiben Hege, ein gesundes Maß an „Nahrung“ und Wasser und der Strauch erfreut unser Auge noch viele Jahre, auch ohne die Früchte.

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Die Naturheilkunde/ chinesische Medizin löst diese Aufgabe komplex und kausal . Es ist angebracht, Lebensmittel zu sich zu nehmen, die ungesättigte essentielle Aminosäuren enthalten, z.B. Borretsch, Hülsenfrüchte, täglich Walnüsse und Mandeln, Propolis oder Nachtkerzenöl. Positiv wirken Lebensmittel kalten und bitteren Charakters, die die Hitze reduzieren und kühlen, ferner leicht feuchte Lebensmittel, die ein „Austrocknen“ verhindern. Empfohlen werden vor allem grüne Frühlings- und Sommersalate, Wegwarte, Endivie, Aubergine, Gurke, Melone, Kürbis, Meeresalgen. Umgekehrt stammen nicht empfohlene Lebensmittel aus dem Bereich der heißen und trockenen Kategorie, wie z.B. scharfe, gebratene, gegrillte Gerichte, ein regelmäßiger und starker Konsum von Genussmitteln wie Kaffee, Alkohol und Nikotin Sie selbst kennen sicher auch Frauen, die nach einem Tropfen Alkohol im Gesicht und am Dekolleté sofort rot werden und … diese müssen nicht mal in den Wechseljahren sein-  da ist die Essenz bereits geschwächt und zeigt schon falsche, erschöpfende Hitze in den Nieren durch fehlendes Yin und fehlende Essenz Jing.

  1. Therapie des Essenzmangels der Nieren- Jing- Schwäche-mit begleitendem Yin-Mangel

    Symptome sind häufig-  Hitzewellen, Trockenheit der Vagina, Melancholie bis Depressionen, ständig gerötetes Gesicht, Schwitzen und Schwitzattacken, nächtliche Hitze oder Hitze in den Handflächen, an den Fußsohlen oder auf der Brust, nachlassende Gedächtnisleistungen und mangelndes Konzentrationsvermögen, Angst, Schwindelgefühl, Ohrengeräusche, Schlafstörungen, häufige Träume, Schmerzen im Bereich des Beckens/ der LWS, Trockenheit im Mund, harter Stuhl/ veränderter Stuhl und/oder kleine Mengen dunkleren Urins,

    Geeignete Kost: z.B. Süßholztee, Aubergine, rote Datteln, Honig, süße Kartoffeln, Sellerie, Meeresalgen (Braunalgen), Muscheln (Miesmuscheln),

    Es stehen zahlreiche Kräutermischung zur Verfügung, welche die Essenz der Nieren stärken und die „unproduktive, krankmachende“ Hitze abkühlen.

  2. Unzureichendes oder Dysbalance des Yang der Nieren, gekoppelt mit Blutmangel/ Qi-Mangel

    Symptome sind häufig: nächtliches Schwitzen, kalte Extremitäten, Schüttelfrost oder auch erhöhte Temperatur/ Fieber, dunkleren Teint( fleckige Haut, “ unbeweglicher“ Geist, Appetitlosigkeit,  Ödeme des Bauches und Wassereinlagerungen, weicher/  dünnflüssiger Stuhlgang, häufiges Harnen, Harninkontinenz, ödematöses Gesicht und geschwollene Extremitäten, Gewichtszunahme…

    Geeignete Kost: z.B. Hülsenfrüchte, mildes Fleisch, Getreide wie Hirse, Gerste, Dinkel… ungeeignet sind. z.B. rohes Obst, kalte und kühle Lebensmittel, Salz, Muscheln (vor allem in der Zeit der Menses),

    Auch dafür gibt es zahlreiche Kräutermischungen, die das Yang der Nieren stärkt und  wärmen, das Blut und Qi- die Energie- aufbauen.

Bei den meisten Frauen mit Symptomen liegen Mischformen der Dysbalancen vor, d.h. immer ganz genau auf den eignen Köper hören und ggf. auch täglich die Nahrung wechseln, die Kräutermischungen genau anpassen und regelmäßig die Belastung des Alltags überprüfen.

Ein gut regulierendes Teerezept, welches für einen allgemeinen Ausgleich sorgt, nennt sich “ Das Leuchten im Herbst“:

20 Gramm Rotkleekraut, 20 Gramm Rhabarberwurzel,20 Gramm Johanniskraut oder Melissenkraut(bei Lichtsensibilität lieber Melisse nehmen), 20 Gramm Mönchspfeffersamen und 20 Gramm Traubensilberkerzenwurzel-  der Tee wird mit 10 Gramm der Mischung und ca. 200ml Wasser zubereitet- 10 Gramm Teemischung mit 200ml Wasser kurz für 2-3 Minuten aufkochen und leicht köcheln lassen, dann abseihen und langsam in kleinen Schlucken trinken. Die Dosis liegt bei 30- 50 Gramm/ Tag, je nach Beschwerdebild und Schwere der Symptome. Es ist aber, wie bei allem “ Die Dosis macht das Gift“- also, es ist immer besser kurz Rücksprache zu halten oder eine Konsultation in meiner Praxis zu vereinbaren.

Für alle Leseratten unter Ihnen und um sich ein wenig mit dieser Zeit der Wandlung und der neuen Horizonte zu beschäftigen:

  • „Wechseljahre- Wandeljahre“ von Andrea A. Kaffka,
  • “ Der Schein des Mondes auf dem Wasser“ von Zhao Xiaola und Kanae Kinoshita

Als Qi Gong- Übungen empfehle ich die Sequenzen “ Acht Brokate „, die Sequenzen der 5- Elemente- Übungen und Varianten des Duft- Qi Gong.

Ich wünsche Ihnen Gelassenheit im Umgang mit dem Wechsel- Shēn Tǐ- achten Sie auf Ihre Gesundheit!

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Ein Tag im Geist der Fünf Elemente

Bild aus " Handbuch Traditionelle chinesische Medizin" Haug Verlag
Bild aus “ Handbuch Traditionelle chinesische Medizin“ Haug Verlag

Die Ernährungsphilosophie der Asiaten richtet sich nach den „Fünf Elementen“- Holz(Frühjahr), Feuer(Sommer/Hochsommer), Erde(Spätsommer/Herbst), Metall(Herbst) und Wasser(Winter). In der westlichen Naturheilkunde wird ebenfalls das “ mit den Jahreszeiten essen“ propagiert, regional und saisonal- so ist es gesund, erzeugt keine Völle und ist einfach köstlich!

Ein Tagesplan gemäß der 5- Elemente- Lehre kann so aussehen:

  • Nach dem Aufstehen einige Sequenzen Fünf- Elemente- Qi Gong, ein Glas abgekochtes, lauwarmes Wasser, um Gifte aus dem Körper zu spülen und dann…

Frühstück: Apfel- Nuss-Schmarren mit Couscous

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  • 2 Tassen Wasser(Element Wasser), 1 Tasse Couscous(Element Holz), 1 EL. Rosinen oder Gojibeeren, 2 Äpfel, 20 Gramm Butter, 1 Prise Zimt, 2 EL. gehackte Walnüsse(Element Erde), 1 TL. Ingwer- gerieben -(Element Metall), 1 Prise Kakaopulver- echter Kakao – (Element Feuer)
  • Das Wasser erhitzen, Couscous, Rosinen und Ingwer in einer Schüssel mit dem kochenden Wasser überbrühen, alles mit den anderen Zutaten gut verrühren und 5 Minuten quellen lassen.
  • Die Äpfel waschen und entkernen, in Scheiben schneiden und mit der zerlassenen Butter in einer Pfanne kurz andünsten, mit Zimt würzen, dann die Couscousmischung und die Nüsse dazu geben- alles kurz anschwenken.
  • Honig oder Agavendicksaft sind die möglichen Süßmittel, der Kakao gibt dem Gericht “ Wärme “ und Exotic.
  • Sollten Sie morgens wenig Zeit haben, dann bereiten Sie die Couscous- Mischung am Abend vor und es müssen morgens nur noch 5 Minuten für die Äpfel investiert werden.

Ich habe- wie auf dem Bild ersichtlich-  die Äpfel durch Heidelbeeren ersetzt und die Walnüsse durch gehackte Mandeln- der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Mittag: Kürbissuppe mit Maroni

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  • 1 Zwiebel und Mixpfeffer aus der Mühle (Metall), 400 Gramm Hokkaido- Kürbis, 10 gekochte/ gebackene Maroni, 1 EL. Rapsöl, 1 El. Honig(Erde), 500ml Wasser oder frischer Gemüsefond, eine Prise Salz(Wasser), 1/2 Tl. Kurkuma(Feuer), 4 EL. Kresse(Holz)
  • Das Gemüse säubern und in grobe Würfel schneiden, das Wasser/ den Fond mit dem Kurkuma in einem Suppen- Topf erhitzen, das Gemüse dazu geben und gut 15 Minuten weich kochen. Die Maroni schälen und würfeln und mit dem Öl in einer Pfanne knusprig anbraten- den Honig dazu geben und leicht karamellisieren.
  • Die Suppe wird püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, dann in ein Schälchen oder einen Teller füllen und mit den Maroni und der Kresse anrichten.
  • Dieses Gericht ist besonders zur Stärkung der Mitte(Milz-Magen-Nieren) geeignet und wird in der Ernährungstherapie bei Herz- und Gefäßerkrankungen eingesetzt.

Abend: Omelettstreifen mit Gemüse

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  • 4 Eier, 4 El. Olivenöl, 300 Gramm Gemüse der Saison z. B. Zucchini, Staudensellerie, Paprika, Kohlrabi u.s.w.(Erde), Pfeffer aus der Mühle(Metall), 2 El. Sojasauce, 1 El. Wasser, eine Prise Salz(Wasser), Petersilie(Holz), Basilikum(Feuer)
  • Eier verquirlen, dazu die Gewürze und die Sojasauce geben und in einer Pfanne mit dem Olivenöl zu 3 Omelettes ausbacken.
  • Gemüse säubern, in Streifen schneiden und in der Pfanne mit dem Olivenöl knackig garen, mit den Gewürzen abschmecken, die Kräuter(gehackt) zum Gemüse geben, dann die Omelettes in Streifen schneiden und mit dem Gemüse vermischt heiß servieren.
  • Dieses Gericht ist auch für die „Low Carb“- Küche geeignet, das Eigelb auf eins reduzieren und Gemüse mit wenig Kohlenhydratanteil wählen(Kohlrabi, Porree, grüne Prinzeßbohnen u.s.w.)- also perfekt für Krebspatienten, für die Gewichtsreduktion und Diabetiker.

 

Alle drei Gerichte sind leicht, auch abends bekömmlich und ohne viel Aufwand zu kochen, außerdem…sehr lecker! Probieren Sie es aus- ich wünsche…

“ wei kou hao – Guten Appetit „

 

Zitronentymian gibt eine frische Note

Zitronenthymian gibt eine frische Note

 

 

 

 

Der Spätsommer

Spätsommer- der Urlaub geht langsam zu Ende, die Schule beginnt wieder, die Tage werden schon spürbar kürzer.

Die Regeneration des Sommers können wir uns lange bewahren:

  • Sauerstoff tanken, wann und wo es immer geht.
  • Das Qi bewegen- Sportarten, die einfach durchzuführen sind, wie Walking, leichte Gymnastik, „Federball“ oder Badminton in der heutigen Zeit und Schwimmen- bewegen das Qi perfekt und machen dabei noch gute Laune.
  • Gehen Sie, wenn möglich, gleich früh barfuss auf den Rasen, nur fünf Minuten und nehmen Sie bewußt die gereinigte Luft und das Wohlgefühl des „Tau“ frischen Rasens unter den Fußsohlen wahr.
  • Sollten Sie bereits Taiji chuan/ Qi Gong praktizieren, dann nutzen Sie die frühen Morgen- oder späten Abendstunden für einige Sequenzen.
  • Sonne, Sonne, Sonne- wohldosiert  ist diese natürliche Wärmequelle eine Wohltat für den Körper und die Seele. Sonne regt die Vitamin- D- Produktion im Körper an und beugt so Depressionen und anderen Dysbalancen vor.
  • Achtung! Jetzt haben Erkältungen Hochkonjunktur! In den asiatischen Ländern weiß man, dass alles Saure die Poren/ die Körperoberfläche öffnet, also isst man dort zu dieser Zeit bis etwa Ende September keine sauren Speisen(eingelegte Gurken o. Ä.). Damit bleibt die Körperoberfläche „versiegelt“ und die Pathogene Wind/Kälte oder Hitze haben keine/weniger Angriffsmöglichkeiten.
  • Die Ernährung sollte leicht, abwechslungsreich und eher noch gemüselastig sein(siehe Rezept unten).
  • Schüssler Salze als Kur sorgen für einen ausgeglichenen Mineralstoffhaushalt und für eine bessere Aufnahme der Nährstoffe aus der Nahrung: Nr. 5, 8 und 10- täglich einen Cocktail aus je 9 Pastillen einnehmen(3x täglich je Salz 3 Pastillen)- diese Kombination sorgt für einen ausgeglichenen Stoffwechsel und Wasserhaushalt, wirkt gegen Wetterfühligkeit, lindert die Begleiterscheinungen von Insektenstichen und sorgt für eine  Stabilität bei zu starker Wärme.

Das Rezept- Gurken- oder Zucchini- Schiffchen mit Lachs:

  • 100 Gramm Lachsfilet, 1 TL. Kapern- wer mag- oder gehackte Cashewkerne gut einen Esslöffel, 1 TL. Senf- mild/süß, 2 EL. Naturjoghurt, je eine Prise Salz und bunter Pfeffer, 1 Salatgurke oder Zucchini- mittelgroß,
  • Das Lachsfilet wird in Folie im Ofen gegart(ca.8-12 Minuten bei 175 Grad) und anschließend zerdrückt/ zerkleinert, mit den Zutaten vermischt,
  • Die Gurke/ Zucchini halbieren, entkernen und mit der Lachsmischung füllen und dann…Guten Appetit!
  • Dazu kann eine leichte Sommer- Gemüse- Brühe oder ein Sommersalat gegessen werden.CIMG0996

Freuen Sie sich auf einen der nächsten Beiträge- da dürfen Sie auf einen Tagesspeiseplan a la chinesischer Ernährungslehre gespannt sein.

Zhù hǎo- Alles Gute!

 

Du bist, was Du isst!

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen!

Ja, genau, wir benötigen Essen und Trinken um gesund zu werden oder zu bleiben- aber wie ist es richtig?

Na, da halten Sie es doch mit dem Spruch:

“ Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Bürger und abends wie ein Bettler „

…natürlich in abgewandelter Form.

Sich richtig zu ernähren ist wirklich eine Kunst. So schwierig ist es aber auch wieder nicht, es geht nur darum, sich bewusst zu machen, was dem eigenen Körper gut tut und was ihm schadet. Seine eingefleischten Gewohnheiten zu verändern, das ist das Schwierigste, denn der Mensch ist von der Natur aus bequem und findet immer tausende Gründe, um seine Fehlgriffe zu rechtfertigen. Anderenfalls wird er aber mit unvergesslichem Gefühl der Frische, Kraft und Freude über ein hochwertiges Leben aufgrund von körperlicher und geistiger Gesundheit belohnt.

Jedes Essen wirkt unter Umständen auch als Arznei und wer seine Ernährung nicht umstellt, dem bringen auch Medikamente- ob Kräuter oder anderes- gar nichts. „Die Heilung basiert aus drei Zehntel auf Medikamenten und aus sieben Zehntel auf richtiger Ernährung“ – soweit das Reich der Mitte!
Aus qualitativer Nahrung wird dann auch qualitativer „Brennstoff“ (Energie und Blut), der für die gesunde Funktion des Organismus notwendig ist. Eine falsche Ernährung/ übermäßige Nahrungsaufnahme ist die Ursache vieler Erkrankungen.
Qualität schmeckt nicht nur besser, sondern ruft auch Wohlbefinden hervor. Fühle ich mich nach der Mahlzeit wohler als vorher?  Dann habe ich das für mich Richtige gegessen. Nicht?? Müde, Völle, schläfrig und aufgebläht nach dem Essen? Dann war das Essen zu schwer, zu fett, zu kalt, zu feucht… und nicht das Richtige oder… Sie haben schon eine Verdauung, die nicht mehr “ in Balance“ ist.

Für eine gesunde „Mitte“- Verdauung-  sind (nach der chinesischen Medizin) vor allem die Magen- und Milzleitbahn verantwortlich. Die Milzleitbahn ist von größter Bedeutung für die Produktion von lebenspendender Energie QI und Blut Xue, welche/welches sie dann in alle anderen Organe und Bereiche unseres Körpers transportiert. Gleichzeitig wird Überschüssiges von den Nahrungsessenzen als Reserve für schlechte Zeiten in der Nierenleitbahn „geparkt“. Bei geschwächter Milzleitbahn wiederum (z. B. infolge von falscher Ernährung) werden als Verdauungshilfe die Reserven aus der Nierenleitbahn eingesetzt, was zur allmählichen Senkung des gesamtes energetischen Potenzials des Organismus führt. Für die richtige Funktion der Milzleitbahn ist “ innere Trockenheit “ erforderlich, d. h., dass Speisen, die „Feuchtigkeit“  in den Körper einbringen, die Verdauung schwächen. Diese Speisen bilden “ einen faulen Sumpf“, in dem die richtige Funktion der Milzleitbahn wörtlich „versinkt“. In diesem Terrain gedeihen dann verschiedene Mikroben, Viren und Schimmelpilze und der Teufelskreis beginnt.
Speisen, die am meisten die Milzleitbahn schädigen, da sie übermäßige Feuchtigkeit, Kälte und Hitze in den Organismus bringen, sind:
• alle Speisen aus weißem Zucker und weißem Mehl (d. h. Süssigkeiten, Weißbrot, Kuchen)
• alle Kuhmilchprodukte (Milch, Sahne, Käse, Jogurt, Quark, Buttermilch, Butter…)
• alle gebackenen, gebratenen, gegrillten und frittierten Speisen (Fleisch, Käse, Pommes, Steak…)
• im Übermaß rohes Gemüse und Obst
• alle kalten und süßen Getränke, Eis
Dabei gilt der Grundsatz des Maßvollen, dann dürfen auch diese Nahrungsmittel konsumiert werden.

Speisen, die die Milzleitbahn stärken, da sie diese mit Energie versorgen und übermäßige Feuchtigkeit, Kälte und Hitze aus dem Organismus ausscheiden, sind:
• alle Getreidearten (Hirse, Buchweizen, Vollkornreis, Hafer, Graupen…)
• alle Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen, Soja…)
• Gewürze (Zimt, Ingwer, Koriander, Süßholz)
• alle gekochten, gedünsteten und gedämpften Speisen (Fleisch – vor allem weißes Fleisch wie Fisch, Geflügel, Gemüse – vor allem Karotten und Kürbis)
• Geflügelsuppen (besonders aus Huhn, Perlhuhn, Pute…)
• Kürbisgemüse (Zucchini, Kürbis…)
• alle Speisen mit neutralem, milden Geschmack
Halten Sie es für unmöglich, sich in Deutschland so gesund zu ernähren?  Sie brauchen nur das nächste Reformhaus, den nächsten Bauernhof- möglichst Bio-  oder ein vegetarisches Restaurant zu besuchen und Ihr Herz wird sicher über das Angebot von Biolebensmittel, von denen Sie früher nicht die leiseste Ahnung hatten, vor Freude jubeln. Ich betone erneut, dass es hier nur darum geht, sich mit dieser Thematik mehr zu befassen und sich nicht von den „Fast Food“ Essern in Ihrer Umgebung von Ihrem Ziel abbringen zu lassen. Schließlich handelt es sich nur um allgemeine Empfehlungen und um keine universale und einzig richtige Diät, alles ist individuell – was einem zusagt, muss dem anderen nicht entsprechen. Jeder muss seinen Speiseplan selbst zusammenstellen und lernen, mit einem gewissen sechsten Sinn zu ergründen, was ihm gut tut und was nicht. Dazu dienen auch diese Empfehlungen, die von unseren „alten Heilern“ Hildegard von Bingen und Co., asiatischen Ärzten und östlichen Lebensweisen über Jahrtausende hinweg erprobt und als günstig befunden wurden. Um mit Goethe zu sprechen “ Diesen faulen Pfuhl auch abzuziehen, das wäre das höchst Errungene“(Faust II)

Die asiatische Ernährungsweise wünscht keine Askese, verbietet und bevorzugst nichts. Es werden Empfehlungen gegeben, die im Einklang mit der Natur, dem Wandel der Jahreszeiten und zur Gesundheit des Menschen dienen. Es ist- manch einer von Ihnen wird sich noch erinnern- das, was/wie die Großeltern noch gegessen haben:

Morgens:

Die wichtigste Tageszeit für die Milzleitbahn und daher auch fürs Essen. Man sollte iMMER frühstücken, möglichst zum gleichen Zeitpunkt und in Ruhe. Morgens empfiehlt es sich immer warm zu essen, am besten ein Hirsebrei (ggf. gekochte Getreideflocken oder Polenta) mit Zimt und gedämpftem Obst (ggf. Rosinen oder Kompott), evtl. mit Gemüse, frischen Kräutern und Pilzen, und zwar in Wasser gekocht und davor 3x mit Wasser überbrüht (200 g Hirse). Diese sättigt sehr gut ohne Völle zu verursachen und ist ein Diätprodukt, welches die Milz stärkt und die im Organismus gespeicherte Feuchtigkeit austrocknet. Man fühlt sich danach leicht und voller Energie und begegnet mit Freude den Erlebnissen des neuen Tags. Innerhalb von wenigen Tagen verschwindet die dringende Lust auf Süßes und nach einigen Wochen können Sie Übergewicht- so vorhanden – abbauen! Als Frühstücksgetränk eignet sich ein Tee aus Perlgraupen(Yi yi Ren) oder Kräutern. Fleischliebhaber können auch eine Geflügelsuppe mit Gemüse oder Hirse und Knäckebrot ohne Hefe (Wasa) zu sich nehmen.
Mittag:

Nach dem sättigenden Frühstück werden Sie am Mittag keinen so großen Hunger haben, deshalb empfiehlt sich z. B. ein leichtes Gemüsesandwich oder ein Gemüse-Risotto aus Vollkornreis oder gedünstetes Fleisch mit Gemüse und Karotten.
Abend:

Möglichst zu regelmäßigen Uhrzeiten (am besten etwa um 18.00 Uhr), z. B. eine Hand voll Vollkornnudeln ohne Ei mit Gemüse und Pilzen oder Tofu und gönnen Sie sich ein wenig natürliche Süße für eine gute ruhige Nacht , wie z. B. getrocknete nicht geschwefelte Rosinen, Aprikosen, Feigen, Kokosscheibchen u. ä. Es sollten nur wenig und gute Kohlenhydrate genommen werden, damit die Verdauung nicht zu stark belastet wird, wer möchte, kann ganz darauf verzichten.
Während des ganzen Tages sollte (je nach Durstgefühl) schwacher grüner Tee z. B. LUNG JING  getrunken werden, der Schadstoffe aus dem Organismus ausspült, wodurch eine Übersäuerung gemindert wird. Die Übersäuerung ist Folge von schlechter Verdauung oder falscher Ernährung (siehe oben) und schafft alle Voraussetzungen für die Entstehung des bereits erwähnten „Sumpfes“.
Die Nahrung sollte mäßig, abwechslungsreich und regelmäßig sein. Man sollte so gut essen, dass es einem dabei auch gut geht. Essen sollte immer ein Genuss und Erlebnis sein und Freude bringen. Gourmet und kulinarischen Entdeckungen schließen gesundes Essen nicht aus- im Gegenteil!

Bei Dysbalancen gehört die Ernährungstherapie in meiner Praxis zum Behandlungskonzept- individuell, adaptiert und umsetzbar.

Im September dürfen Sie sich auf einen spannenden Beitrag zum „Fasten“ aus asiatische Sicht freuen.

Alles Liebe und genießen Sie gesunde Kost!

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