Hallo an Dich- in dieser Woche- in dieser kurzen Zeit vor der Frühlings- Tag-und Nachtgleiche. Während ich diese Zeilen schreibe, steht die Sonne tief über dem Tollensesee. Der Horizont leuchtet orange-rot, der Himmel hat ein subtiles BLAU und die Vögel zwitschern leiser im Wald und in den Hecken. Und wieder stelle ich fest, dass sie diesen großen Rhythmus des Lebens doch so viel besser kennen als wir… den Rhythmus von Vergehen und Neubeginn… von Rückzug und Aufbruch.
Dieses Wochenende war wiede mal ein großes Geschenk an Zeit… ein paar Tage innehalten.. dem Körper zuhören… und manchmal erkennen, welche „Züge“ im eigenen Leben gerade sinnvoll und wichtig sind… einer wahr dieser wunderbare Workshop zum 8.März- dem Weltfrauentag- nicht laut mit Sekt und Singen, sondern angefüllt mit tatsächlich nährenden Begegnungen für Körper, Geist und Seele.
UND… mit der bewußten Entscheidung, Dich einzuladen- einzuladen, dieser jetzt letzten Reise durch die Baumgeister zu folgen und zwar zum WACHOLDER:
Natürlich ist der Wacholder nicht ein typischer Baum, eher so ein DAZWISCHEN, so wertvoll, dass Du die „Knie beugen“ darfst…
Der Wacholder (Juniperus communis) gehört zu den ältesten Heil‑ und Ritualpflanzen Europas. In schamanischen Traditionen kennen wir ihn als starken Schutz- und Reinigungsbaum, während er in der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM)und der Klassischen Chinesischen Medizin (CM) vor allem mit Verdauungskraft, Wärme und der Bewegung stagnierender Energie verbunden wird. Sein aromatischer Duft, seine Beeren und sein Rauch werden seit Jahrtausenden genutzt, um Körper, Geist und Räume zu klären.
Der Baumgeist des Wacholders im Schamanismus
Der Wacholder wird als Hüter der Schwelle und Reiniger der Energiefelder betrachtet.
- Sein Rauch wurde traditionell zum Ausräuchern von Häusern, Ställen und Heilräumen verwendet.
- In schamanischen Ritualen symbolisiert er Schutz, Klarheit und geistige Reinigung.
- Der Baumgeist des Wacholders gilt als Wächter gegen fremde Energien und als Begleiter auf spirituellen Reisen.
- Seine nadelige Struktur steht für Wachsamkeit und klare Grenzen.
Runen und Wacholder
Energetisch wird der Wacholder häufig mit der Rune Algiz (ᛉ) verbunden.
Rune ᛉ – Algiz
- Bedeutung: Schutz, Verbindung zum Höheren
- Symbolik: Geweih oder erhobene Arme zum Himmel
- Energie: Schutzschild, spirituelle Wachsamkeit
Algiz steht für Schutz des Energiefeldes und spirituelle Ausrichtung, ähnlich wie der Wacholder, der in vielen Kulturen als Schutzpflanze am Haus gepflanzt wurde.
Wirkung in der Traditionellen Europäischen Medizin
In der europäischen Kräuterheilkunde ist Wacholder eine klassische wärmende und reinigende Heilpflanze.
- fördert Verdauung und Stoffwechsel
- wirkt harntreibend und entschlackend
- unterstützt Leber, Nieren und Blase
- regt die Durchblutung an
- wird traditionell bei Völlegefühl, Rheuma und Müdigkeit eingesetzt
Seine Beeren enthalten ätherische Öle, Bitterstoffe und Harze, die stark anregend auf die Verdauungsorgane wirken.
Wirkung im Kontext der CM
Energetisch lässt sich Wacholder gut in das System der CM integrieren…
Energetische Qualität
- Temperatur: warm bis heiß
- Geschmack: scharf, aromatisch, leicht bitter
- Wirkrichtung: bewegend und trocknend
Zuordnung der Organe
- Milz und Magen – stärkt die Verdauung und transformiert Feuchtigkeit
- Niere und Blase – bewegt Wasser und unterstützt die Ausscheidung
- Leber – löst stagnierendes Qi
Der Wacholder bewegt stagnierendes Qi und Feuchtigkeit, zwei häufige Ursachen für Schweregefühl, Müdigkeit, Verdauungsprobleme, rheumatische Beschwerden…
Norddeutsches Gesundheitsrezept: Wacholder‑Heide‑Trunk
In unseren norddeutschen Regionen wurde Wacholder traditionell in Getränken und Speisen genutzt, besonders in den heimischen Heide‑ und Küstenlandschaften.
Zutaten
- 1 Liter Wasser
- 1 TL zerdrückte Wacholderbeeren
- 1 kleines Stück frischer Ingwer
- 1 TL Heidehonig
- etwas Zitronenschale
Zubereitung
- Wasser aufkochen.
- Wacholderbeeren und Ingwer hinzufügen.
- 10 Minuten sanft köcheln lassen.
- Abseihen und mit Heidehonig und Zitronenschale verfeinern.
Dieses Getränk wird nach schweren Mahlzeiten oder im Frühjahr getrunken, um den Stoffwechsel anzuregen und den Körper zu klären. Bei Kälte in den Gelenken ist dieser Trank ebenfalls sinnvoll 🙂
Interpretation des Rezepts -CM
| Zutat | Energetische Wirkung in der CM |
|---|---|
| Wacholder | bewegt Qi, trocknet Feuchtigkeit |
| Ingwer | wärmt Milz und Magen |
| Honig | harmonisiert und stärkt Qi |
| Zitrone | bewegt Leber‑Qi |
Die Kombination stärkt besonders die Mitte (Milz und Magen), fördert die Verdauung und bewegt stagnierende Energie. Dadurch kann sich der Shen, der Geist des Herzens, klarer entfalten.
Was bleibt- die Essenz für den Alltag
Der Wacholder verbindet Schutz, Reinigung und Vitalität. Schamanisch klärt er Energiefelder und schützt Räume, während TEM und CM seine wärmende und bewegende Kraft für Verdauung und Stoffwechsel schätzen. Als Ritualpflanze und Heilgewürz gibt er Dir die Erinnerung, dass echte Gesundheit erst beginnt, wenn Blockaden gelöst und Lebensenergie wieder in Bewegung gebracht werden.
Pflanze einen Wacholder- er bleibt in deinem Leben und selbst im Topf- klein bleibend- spürst Du seine Kraft, seine Energie, seine reinigende Wirkung- alles Liebe und am Freitag dann voller Freude in die letzte Woche vor der Frühlings-Tag-und Nacht-Gleiche!
Kira
„Der Wacholder reinigt den Weg, damit Geist und Herz klar sehen können.“





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Was du für ein tiefgründiges und umfangreiches Wissen hast!
Vielen lieben Dank liebe Sigrun- einen schönen Tag Dir und liebe Grüße
Vielen lieben Dank und einen schönen Tag Dir!