Haut

Zeit der Lampionfrüchte…

…auch in unserer Region- über die Physalis gibt es zwar auf meiner Seite bereits einen Beitrag(http://spiritandbalance.de/orange-gelb-sauer-und-suess/); allerdings haben sich neue Erkenntnisse in den letzten Jahren ergeben, die ich gerne mit Euch teilen möchte.

Die Physalis lässt sich mit entsprechenden widerstandsfähigen Sorten auch bei uns ernten; jetzt ist die Zeit dazu 🙂 wie auf dem unten stehenden Bild meiner guten Bekannten erkennbar…

Die bei uns vertretene Physalis- Andenbeere- Kapstachelbeere- gehört wie alle Physalisarten zu den Nachtschattengewächsen. Nun bin ich ziemlich sicher, dass Hildegard von Bingen die Physalis nicht kannte 😉 – zwar sind Nachtschattengewächse in der Klosterheilkunde nicht oder nur maßvoll zu konsumieren; allerdings überwiegen die modern erkannten und erforschten guten Eigenschften:

  • 100 Gramm des essbaren Anteils der Kapstachelbeeren enthalten 36 µg Vitamin A als Carotine, 2,8 mg Niacin (Vitamin B3 ), 11 mg Vitamin C; mehr als 1 mg Eisen und 1,9 Gr Protein.
  • Eine positive bis heilende Wirkung der Physalis auf die Augen ist von der Wildform überliefert und mit dem Fruchtsaft der Wildform mit dem „Draize-Test“ bestätigt worden.
  • Die positive Wirkung gegen Krebs, Diabetes sowie Rheuma soll laut traditioneller Überlieferung aus Südamerika mehr von der (giftigen) Wurzel und den (giftigen) Krautteilen, allerdings weit weniger von den ungiftigen Früchten ausgehen.
  • Der Extrakt aus den Pflanzenteilen wirkt antioxidativ- dazu gibt es Studien(https://www.jstage.jst.go.jp/article/bpb/28/6/28_6_963/_article und https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18579763/ ).
  • Das Kernöl enthält Anteile an Vitamin K sowie essentielle Fettsäuren, diese schwanken allerdings von Sorte zu Sorte stark.

Als Vitaminbombe, guter Lieferant für Spurenelemente und Mineralien können 100 Gramm Physalis durchaus bezeichnet werden(Quelle: Fachliteratur Ernährungstherapie) :

  • Vitamin A – Retinol150 μg
  • Vitamin A – Beta-Carotin 900 μg
  • Vitamin E – 500 μg
  • Vitamin B1 – 60 μg
  • Vitamin B2 – 40 μg
  • Vitamin B3 – 2.583 μg
  • Vitamin B5 – 200 μg
  • Vitamin B6 – 50 μg
  • Vitamin B7 – 0,1 μg
  • Vitamin B9 – 8 μg
  • Vitamin C – 28 mg
  • Eisen 1,3 mg
  • Zink 0,11 mg
  • Kupfer 0,115 mg
  • Mangan 0,35mg
  • Kalium 170 mg- 200 Gramm der Früchte decken den durchschnittlichen Tagesbedarf
  • Iodid 1 µg
  • Omega-3-Fettsäuren 84 mg
  • Omega-6-Fettsäuren 352 mg

Für Obst enthält Physalis einen relativ hohe Proteingehalt mit einer bemerkenswert idealen Aminosäure – Zusammensetzung- 100 Gramm decken mit 8,4 % Omega-3-Fettsäuren den Tagesbedarf an diesen; für die Omega-6-Fettsäuren sind 10 Gramm täglich notwendig- das sind immerhin 3,5%.

Die Anwendung zu Heilzwecken der Pflanzenteile(alle leicht bis stark giftig in der Überdosierung; auch die Lampion-Häutchen)- außer der ungiftigen Früchte- obliegt Fachleuten, die eine entsprechende Ausbildung erhalten haben!!

Kosmetische Anwendung der Früchte- als besonderer Tipp 🙂 :

  • Der Saft von zwei Früchten wird mit 100ml starkem grünen Tee(abgekühlt) gemischt und dann als Kompresse jeweils auf die Augen gelegt- wirkt abschwellend, aufpolsternd, gegen Müdigkeit und Stress- sorgt für einen tollen Augenaufschlag 🙂
  • Die Früchte können für ein versorgendes Peeling genommen werden- die Haut dazu erst leicht warm reinigend, vielleicht eine Kompresse vorher nutzen, um die Haut in den Genuss der versorgenden Frucht-Säuren kommen zu lassen. Dazu einfach zwei, drei Früchte zerdrücken und in etwas Quark oder Sahne geben- mit dieser Mischung das Gesicht sanft abreiben- kurz einwirken lassen. Danach wird das Naturpeeling mit warmem Wasser entfernt und eine gewohnte Tages- oder Nachtpflege aufgetragen 🙂 – die Haut strahlt eine Frische und Kraft aus…

Achtung! Bei bekannten Allergien bzw. Kreuzallergien zu Nachtschattengewächsen sollten Physalis nicht konsumiert werden; Schwangere und Kinder sollten nicht mit den Hüllen und anderen Pflanzenteilen in Berührung kommen, da diese mehr oder weniger giftig sind(Hautreaktionen).

Physalis- nicht nur schön anzusehen, sondern voller Kraft und Geschmack- nutzen wir dies für einen guten Energieschub in diesen Zeiten!

Alles Liebe wünscht Euch

Kira

Haut- und Seelengeflüster…

…oder die Haut als Spiegel der Seele; und die Ringelblume ist ein Seelen- und Haut-Kräutlein:

  • Calendula officinalis wirkt frisch-kühl, hat einen leicht bitteren Geschmack und wirkt auf die Funktionskreise Magen, Gedärm, Lunge, Uterus, Leber, Herz und Milz.
  • Durch die Inhaltsstoffe Faradiol und Taraxasterol; Triterpensaponine (Oleanolsäureglykoside), ätherische Öel mit Cadinol als Hauptbestandteil, Carotinoide, Flavonoide und Polysaccharide wirkt diese gelb- orange, vom Mai bis in den November blühende Gartenblume entgiftend, menstruationsfördernd, entzündungshemmend, wundheilend, galletreibend, geschlechtstriebhemmend, Prolaktin hemmend, Hypothlamus-Hypophysen-Korpus luteum wirksam, Progesteron anregend und auch Östrogen anregend.
  • In der Chinesischen Medizin wird die umfassende Wirkung auf Körper und Seele sehr geschätzt- die wichtigste ist Hitze und Toxine ausleitend- besonders bei Hauterkrankungen und bei der Wundheilung- Ringelblumendekokte, Urtinktur, Tinkturen in Kombination mit anderen Kräutern, Salben und Cremes werden bei allen Hautproblemen, Schleimhautentzündungen äußerlich und innerlich und auch bei Pilz- oder Warzenerkrankungen eingesetzt;
  • Desweiteren wirkt die Ringelblumenblüte Qi- und Blut bewegend, Nässe/Hitze ausleitend und auch aufbauend auf Blut und Qi- gerade in der Frauenheilkunde ist die Ringelblume sehr beliebt und findet einen breiten Einsatz!
  • Blüten wirken ja auch besonders gut im Bereich des oberen Erwärmers; Ringelblumenblüten finden daher auch Einsatz bei Erschöpfung, Energiemangel, Konzentrationsstörungen…eben für das seelische Gleichgewicht 🙂 🙂

In der heimatlichen Naturheilkunde und auch der Klostermedizin kennen wir die Goldblume oder Warzenblume ob ihrer:

  • abschwellenden, adstringierenden, antibakteriellen, anregenden entzündungshemmenden, krampflösenden, pilztötenden, reinigenden und schweisstreibenden Wirkung bei
  • Juckreiz im Bereich der Haut und des Analbereiches, Angstzuständen, Ekzemen, Furunkeln, Warzen, allen entzündlichen Hauterkrankungen, Menstruationsbeschwerden und -unregelmäßigkeiten, Leberbeschwerden und -schwäche, Übersäuerung und Ausleitungsschwäche, Geschwüren, Warzen, Hautkrebs, Windeldermatitis, wunden Brustwarzen(Stillen)… und noch zahlreichen anderen Beschwerden.

Zum Einsatz kommen:

  • Dekokte
  • Salben
  • Tinkturen
  • Bäder
  • Dampfbäder
  • Auszüge

Alle Zubereitungen können leicht selbst hergestellt werden; es gibt sie allerdings auch in Drogerien oder/und Apotheken von zahlreichen Herstellern zu kaufen.

Fussbad

Die Ringelblume ist einfach zu ziehen und „wohnt“ schon seit dem 12. Jahrhundert in den Bauern- und Klostergärten. Sie vermehrt sich über die zahlreichen Samen und erfreut das Auge mit gelb bis orangen Blüten.

Tee aus Blüten

Bekannt ist das Verwenden der Blüten; aber auch die Blätter können zu einem Frischpresssaft verarbeitet werden- dieser kann auf die Haut aufgetragen werden oder Smoothies zugesetzt werden.

So gewöhnlich- und so vielfältig und heilend- die Ringelblume.

Gute Gesundheit und eine gute Woche wünscht Euch

Kira

Ringelblumen in meinem Garten

Alles in Balance mit…

 

dem Schüssler Salz Nummer 1- Calcium fluoratum(Cafl), denn dieses Mineral sorgt für eine guten Ausgleich zwischen Yang und Yin:

  • Cafl finden wir in der Oberhaut, im Zahnschmelz, in allen elastischen Fasern(Faszien, Bindegewebe…), aber auch in der Knochenoberfläche.
  • Ist die Bewegung der Cafl-Moleküle gestört, kommt es zum Verlust der Elastizität, aber auch der notwendigen Spannung im Gewebe- „Cafl macht Hartes weich und Erschlaffendes fest bzw. straff“.
  • Es ist  d a s  Mittel gegen Chronizität von krankhaften Zuständen und wird über lange Zeiträume verordnet bzw. eingenommen- alles Chronische besteht über Jahre, dementsprechend ist die Einnahme von Cafl nicht nach einem Monat zu Ende 😉
  • Cafl ist neben der Nummer 11- Silicea- das zweite- sehr wichtige- Bindegewebemittel in der Mineralstofftherapie.
  • Cafl wirkt sowohl auf Yang- zusammen ziehend bei zu starker Ausdehnung- als auch auf Yin- Ausdehnung bei zu starkem Zusammenzug-; Cafl stellt auf die Elemente bezogen, die Erde für die Bewegung von Yang/Yin dar- eine Störung im Cafl-Haushalt lässt den Körper im einen oder anderen Zustand verharren.

Spaziergänge unterstützen

Cafl schafft ein geschmeidiges, gesundes, fest- elastisches Bindegewebe-Qi und kann bei den folgenden Qi-Störungen eingesetzt werden:

  • Hartes Qi– alle verhärteten Gewebe- Sehnen, Bänder, Überbeine, derbe und zu feste Haut(Neurodermitis), steife Wirbelsäule, steife Gelenke, viel Hornhaut;
  • Störung des elastischen Qi– Schmerzen jeglicher Art; alles wird durch Wärme besser, schlimmer durch Feuchtigkeit, feuchtes Wetter, Kälte. Schmerzen zu Beginn der Bewegung oder beim Übergang von Ruhe in Bewegung- die Zunge zeigt sich rissig, borkig, trocken und oft bräunlich;
  • Schlaffes Qi– Fußfehlbildungen, Schlottergelenke, Krampfadern , Hämorrhoiden;
  • Brüchiges Gewebe-Qi– Hornhaut mit tiefen Furchen an den Fersen, Risse in der Haut und an den Lippen, Schrunden;
  • Wenn das Qi seinen Platz verlässt– Organsenkungen;
  • Knochen-, Zähne- und Nägel-Qi- lockere Zähne, durchsichtige Zahnsubstanz, Karies, Knochenschwäche, schlechte Fingernägel;
  • Cafl charakterisiert den energetischen Zustand des zu harten, zu steifen und zu laschen Qi, welches auch oft nicht in der Lage ist, alles da zu halten, wo es hingehört; es wirkt ausgleichend und die energetische Wirkung zielt je nach Bedarf auf Ausdehnung oder Zusammenzug.

Leitsymptome und Lebensrhythmus:

  • Elastizität- Verlust oder zu stark(Hypermobilität…)
  • Bindegewebsschwäche
  • Gewebeverhärtungen
  • Gewebeerschlaffungen
  • Cafl ist das ausgleichende und verbindende Element zwischen Yin und Yang- es ist für den gesamten Lebensrhythmus entscheidend.
  • Als Mittel der Mitte ist es das Mittel der Wahl ab der eigenen Lebensmitte- also ab dem 35. Lebensjahr gehört es zum absoluten Muss!
  • Cafl und die Psyche- ist das Qi nicht elastisch, ist der Betroffene erstarrt oder hat keinen fixen Standpunkt- es bestehen Ängste vor dem Tagespensum- alles ohne Grund; allerdings besteht eine schwache Konzentrationsfähigkeit und geringe Arbeitslust, eventuell auch ein Mangel an Initiative

Anwendungen und Hinweise:

  • Schüssler Salz Nummer 1 Cafl in der Potenz D12 als Mittel bei chronischen Zuständen- bis zu achtmal täglich ein bis zwei Pastillen lutschen
  • Salbe Cafl – oft in Verbindung mit der Salbe Nummer 11- bei allem was Haut, Nägel, Verhärtungen, Falten im Gesicht… betrifft.
  • Cafl ist das Mittel bei allen chronischen Krankheiten, da alles Chronische das Qi erschöpft!!!
  • Das Qi kann bewegt und elastisch bleiben durch sanfte Hautbürstungen bzw. Kneippsche Anwendungen.

Ernährung unterstützt das Qi

„So wie jede Gesundheit ist auch die Krankheit immer ein Ausdruck unserer inneren Natur“– C.W.Hufeland

Wenn das Qi schläft hilft…

 

… es ist die Nummer 11 in der Mineralstofftherapie und hilft uns bei Yin-Trockenheit:

  • Silicea- Kieselerde- finden wir im gesamten menschlichen Körper. Interessant ist nicht nur das Vorkommen in der Haut, den Haaren und Nägeln… sondern besonders auch in den Nebennieren und den Lymphdrüsen;
  • Die Störung der Silicea-Moleküle führt zu einer Erschöpfung, einer Schwäche des Gewebes- zu einem vorzeitigen Altern.
  • Silicea ist das biochemische Kosmetikum- wichtig für das Bindegewebe neben Calcium Fluoratum(Elastizität); Silicea zeichnet für das aktive Leben des Bindegewebes Verantwortung.
  • Kommt es zu einer Störung der Silicea-Moleküle in ihrer Bewegung oder dem Vorkommen ist das Bindegebe im Yin(Alter, Ruhe, Schlaf, Kälte, Trockenheit…) fixiert und es herrscht ein Yang-Mangel vor. Das Gewebe wird trocken, kalt, unbeweglich, starr, faltig- alle Stoffwechsel“Schlacken“ bleiben im und mit dem Gewebe verhaftet- es erfolgt eine schnelle Alterung, die Geschmeidigkeit geht verloren, die Funktionen sind verlangsamt, die Energie(Qi) hat sich komplett nach innen gezogen.
  • Silicea-Moleküle werden durch ausreichende Bewegung(Yang), ein gesundes Maß an Aktivität und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ernährung- Bewegung-Ruhe in Aktion gehalten. Der Mangel an Yang, Wärme und Energie führt zu einer tiefen Chronizität der Krankheiten.
  • Silicea ist der Turbo für das Yang-Qi des Bindegewebes- es weckt das „schlafende“ Bindegewebe auf- somit kann es zu einer Resorption/Abtransport von Flüssigkeiten kommen(Eiter, Fistelflüssigkeit, alte Blutergüsse, abgelagerte Harnsäure).
  • Silicea erwärmt und durchfeuchtet im nötigen Maß- immer bei Kälte und Trockenheit; gekennzeichnet durch vorzeitiges Altern, Runzeln, sprödes und brüchiges Gewebe, Steifheit, bei starker Neigung zu chronischen Krankheiten, bei großer innerer Kälte(Kälte-Typ- andauernd frierend).
  • Silicea immer dann, wenn das Yang-Qi in Haut, Haaren und Nägeln fehlt- also bei chronischen Erkrankungen von Haut, Haaren, Nägeln, bei Brüchigkeit, Haarausfall, glasiger Haut und starker Faltenbildung.
  • Silicea immer dann, wenn das Wei-Qi sehr schwach ist- es dient der Anregung und Aktivierung der Immunabwehr.
  • Silicea immer dann, wenn die Symptome in der Nacht, bei Bewegung und durch Kälte schlimmer werden; d.h. Wärme und eine wärmendes Umhüllen bessert die Befindlichkeiten.
  • Den energetischen Zustand des Betroffenen kann man mit kalt, trocken, schwach beschreiben- es herrscht eher eine Kälte-Yin-Leere- nicht mehr wollen und können durch Kälte.
  • Siliceas energetische Wirkung ist wärmend, belebend, aktivierend, ausdehnend, Kälte vertreibend, verjüngend und in gesundem Maß Yang aktivierend- daher findet Silicea Einsatz bei dauernder inneren Kälte, Neigung zu chronischen Krankheiten, Eiterungen, Blutergüssen, Gewebeschwäche, Haar- und Nagel-Auffälligkeiten, stinkendem und scharfem Schweiß, Überempfindlichkeit, bei stark alterndem Gewebe, Gicht und Rheuma, chronischen Blasenproblemen und auch beim Abbau des Bindewebes(tief liegende Augen und durchscheinender Haut).Leitsymptome:
  • kalt und trocken, immer fröstelig, frühzeitige Alterung, eher unterernährte Konstitution, Schwäche der Haut, Hautanhänge und der Schleimhaut, Erschöpfung, Eiterungen;
  • Der Lebensrhythmus des Silicea zielt auf wärmend, befeuchtend, Yang aktivierend;
  • Die Psyche des Silicea-Bedürftigen zeigt sich zurückziehend, zaghaft, ängstlich, schreckhaft, sehr sanft und nachgiebig, unentschlossen- jedoch auch reizbar, hilflos mit großer Unruhe-Neigung, muskelschwach, altklug, Kinder sind oft eigensinnig, schreiende Reaktion auf sanftes Sprechen und sich versteckend hinter der Mutter.

Anwendung:

  • Silicea ist die Nummer 11 der Schüssler Salze in der Regelpotenz D12;
  • Es ist  d a s Mittel bei Chronizität.
  • Dosierung: sechs- achtmal eine bis zwei Pastillen unter der Zunge zergehen lassen
  • Akute Eiterungen: alle Stunde zwei Pastillen nehmen
  • Die D3-Verdünnung: diese wirkt besonders stark Qi- aktivierend und bringt Eiterungen in geschlossenen Höhlen in die Verstärkung- daher bei diesen die D3 Verdünnung n i c h t  anwenden!!!
  • Salben: alle Hautprobleme, Geschwüre, Abzesse, Hämorrhoiden, Krampfadern, Kreuzschmerzen. Nackenschmerzen mit knirschender Halswirbelsäule
  • Bewegung ist wichtig, um das Yang-Qi zu aktivieren- aber dosiert und immer mit Ausgleich; tägliche kurze kalte Waschungen, Luftbäder, sanfte Hautbürstungen sorgen für eine Aktivität der Silicea-Moleküle.

„Wer rastet, der rostet“- bleiben Sie in Bewegung!

 

Die Schüsslersalze in der TCM- Calcium fluoratum(Cf) D12

Über die Komplextherapie mit den JSO Bicomplexen habe ich an dieser Stelle schon einmal geschrieben.

Wie sieht es nun aber mit den Einzelsalzen gemäß TCM aus:

  • Zehn Grundmineralien werden in Yang- und Yin-Mittel aufgeteilt; dazu kommt dann noch das Ausgleichmittel, welches sowohl für Yang als auch für Yin- Zustände genutzt werden kann.
  • Das Ausgleichsalz  ist Calcium fluoratum– es reguliert die Mitte, bringt beide Energien zur Mitte zurück.
  • Das Mittel der Mitte finden wir im menschlichen Organismus in der Oberhaut, den Knochen, im Zahnschmelz und den elastischen Fasern.
  • Ist das Verhältnis von Calcium fluoratum im Körper gestört, kommt es zu einem Verlust von Elastizität, Spannungen im Gewebe verschieben sich, es treten Erweichungen im natürlicherweise festen Gewebe und Verhärtungen in weichen Strukturen auf.
  • Bei chronischen Krankheiten, die gemäß TCM bereits die tieferen Schichten- die Nährschicht – erreicht haben, ist Calcium fluoratum das Mittel der Wahl!!!
  • Es hat gemäß der TCM einen ausgedehnten Yang und einen zusammenziehenden Yin-Aspekt- dabei ist es weder Yin noch Yang; es zieht zusammen, wenn eine zu starke Yang-Ausdehnung erfolgte und dehnt aus, wenn das Yin zu stark zusammen zieht. Dauerhaft zusammengezogenes Gewebe verhärtet und versteift, zu stark gedehntes Gewebe wird schlaff- somit kann bei chronischen Zuständen keines der unterschiedlichen Gewebearten im Körper zurück zu seinem Ursprung finden.
  • Die Hauptmerkmale von Calcium fluoratum D12 wirken vor allem auf das Qi der unterschiedlichen Strukturen- es wirkt auf zu hartes Qi in den Muskeln, Sehnen und Bändern, bei Steifheit der Wirbelsäule und der Gelenke, bei zuviel Hornhaut…
  • Tritt im Körper Schmerz auf, wirkt Calcium fluoratum auf das struktive, elastische Qi;
  • Fußfehlstellungen, Muskelschwäche der Füße, schlotternde Gelenke, Krampfadern, Hämorrhoiden… zeugen von schlaffem Qi- daher erfolgt ein langfristiger Einsatz von Cf;
  • Risse in der Haut, starke Hornhaut mit Rissen, Schrunden… zeugen von einem brüchigen Gewebe-Qi- Cf Einsatz über mindestens 6 Monate verändert das Gewebe positiv.
  • Organsenkungen unterschiedlicher Genese zeugen von einer schwachen Haltefähigkeit des Qi- speziell des Milz-Qi- auch hierbei bringt der Einsatz von Cf eine positive Wendung.
  • Letztendlich– Zähne, Knochen, Fingernägel- also alles, was den Bezug zur Nierenenergie besitzt, wird positiv durch Cf beeinflusst.
  • Konstitutionelle Symptome: Elastizität, Bindegewebeschwäche, Verhärtungen des Gewebes und dessen Erschlaffungen- häufig lagen im Kindesalter schon derartige Schwächen der Haut, Wirbelsäule, Füße, Brüche… vor; im Erwachsenenalter sind es dann tiefgreifende Schwächen wie starke Karies bis Zahnverlust, Organsenkungen, Schmerzen, Ischias und ähnliche Rückenbeschwerden, Hautprobleme, Gefäßverhärtungen und -verkalkungen…selbst in der Psyche zeigen sich deutliche Merkmale- der Betroffene/ die Betroffene haben Starrheit im Handeln, in den Gedanken oder umgekehrt keine Festigkeit im Tun; Ängste ohne Grund und sind in Konzentration und Handeln gestört- es fehlt an Initiative für sich, andere und teilweise auch für das Leben generell- es sind „Binde“ gewebs „Schwächlinge“- alles typische Merkmale für eine schwache Nierenessenz.
  • Anwendung- Schüssler Salz Nummer 1 ist Cf- immer in der Potenz D12, da es sich um chronische Zustände handelt und n i e bei akuten Erkrankungen eingesetzt werden sollte. Die Tagesdosis beträgt 3-8x täglich eine bis zwei Tabletten- unter der Zunge zergehen lassen; wichtig wäre noch, dass Wärme und Bewegung(maßvoll) im allgemeinen die Symptome lindern.
  • Die Salbe Cf ist ebenfalls ein wunderbares Mittel, um von außen die betroffenen Regionen mild zu behandeln. Fragen Sie gezielt nach den Einsatzmöglichkeiten.

Nutzen wir also die guten Erfahrungen des Dr. Schüssler im Zusammenhang mit den Erkenntnissen der TCM- zum Wohle der Betroffenen und uns selbst- gutes Gelingen.

 

Schöllkraut…

…ist so ziemlich in Vergessenheit geraten. Dabei völlig zu unrecht, denn es ist eines unser Kraftkräuter:

  • …wirkt auf die Meridiane Leber, Gallenblase, Därme, Magen und Lunge- somit ergeben sich die Einsatzgebiete für bzw. gegen…
  • Lebererkrankungen jeglicher Art- Hepatitis, Ikterus, bei bitterem Mundgeschmack, gelben Skleren, Katarakt, Grauer Star, Augenlinsentrübung, Augenrötung, tränenden Augen, Kopfschmerzen hinter den Augen, Kopfschmerzen rechts, Gesichtsrötung, Cholezystitis, Gallenblasenentzündung, Ekzem, Ausschlag, Dermatitis, Hauterkrankungen, Rheuma, Gicht,Warzen, Krebs, Magenkrebs, erhöhten Cholesterinwert, Bronchitis, Pertussis…- einfach um Hitze zu elemenieren, Feuchtigkeit zu trocknen und abzuleiten.
  • eine weitere Eigenschaft ist die Qi- regulierende und bewegende- z.B. bei (chronischem)Krampfhusten, Asthma, Verspannung, Gallenblasenschmerzen, Cholelithiasis, Gallensteine, Gallenkolik, Magenkrämpfe, Darmkrämpfe, Obstipation, Verstopfung, Schulterschmerzen, Blutdruckstörungen, Hypertonie, Hypotonie, Reizbarkeit, Depressionen, Zornausbruch, Wutausbruch und Albträumen.
  • Cave!!! Wegen der leicht toxischen Eigenschaft sollte Chelidonium majus in prozessierter Form, z.B. spagyrisch oder als Dilutation/ Urtinktur verabreicht werden. Nicht während der Schwangerschaft anwenden und nicht bei Uteruskontraktionen einsetzen. Die krampflösende Wirkung schließt nicht den Uterus mit ein, sondern verursacht Uteruskontraktionen.
  • Nebenwirkungen: Bei Überdosierung treten Brennen im Munde, Magneschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, blutige Durchfälle, Hämaturie, Schwindel und Benommenheit auf. Der Kontakt des Auges mit dem Milchsaft sollte vermieden werden. Wenn es auch bei der Anwendung in sinnvoll verordneten Mengen nicht zu Nebenwirkungen kommt, ist zu bedenken, dass die Pflanze mehrere Alkaloide enthält und somit strenggenommen zu den Giftpflanzen zu zählen ist.
  • Anwendung: Urtinktur nur nach Verordnung, der gelbe Saft der Stängel kann direkt auf Warzen, Ringelflechte oder auch Geschwüre aufgetragen werden, die Spagyrik (Sprühflasche) kann bis zu 3x täglich etwa 30 Minuten vor den Mahlzeiten(Galle…) mit 3-5 Sprühstößen eingenommen werden.
  • Eine Abkochung des Krautes kann als Kompresse gegen verschiedene Hauterkrankungen(Hitzezeichen) eingesetzt werden- eine Handvoll frisches Kraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen bzw. 5 Minuten sieden lassen, abseihen und den Sud als Kompresse verwenden; damit lässt sich auch ein Lebrwickel durchführen.
  • Die Urtinktur setze ich als Entgiftungsmittel bei Hitze in Leber und Gallenblase ein.

In wohldosierter Konzentration ist das Schöllkraut sehr hilfreich- halten Sie aber immer Rücksprache mit dem Arzt/ der Ärztin oder Heilpraktiker/ der Heilpraktikerin!

Holunderzeit…

ist die Zeit der roten Finger, aber auch die Zeit der Vorsorge für die Erkältungszeit, denn….

Holunder ist eines der ältesten Erkältungs- und Fiebermittel in Europa und wirkt:

  • …mit seinen Inhaltsstoffen, den Glycosiden, ätherischen Ölen, Flavonoide, Cholin, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Gerbsäure und natürlich ganz viel Vitamin C bei einer sehr großen Anzahl von Beschwerden…
  • …bei Abwehrschwäche, Allergien, Atemwegserkrankungen, Koronaren Herzerkrankungen, Hauterkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Gelenkerkrankungen, Hauterkrankungen, Hämorrhoiden, Rückenerkrankungen, hohem Fieber, Blasen- und Nierenerkrankungen, Pilzerkrankungen, nervalen Erkrankungen, Erschöpfung… die Liste ließe sich noch beliebig fortführen- alleine bei ca. 60 Beschwerdebildern wird auf Holunder- Sambucus nigra- verwiesen.
  • Holunder ist kein Allheilmittel, aber eines der größten westlichen Naturheilmittel und wird als Tee, Saft, Wein oder Urtinktur eingesetzt.
  • Holunder allgemein: Bei Erkältungskrankheiten und Fieber kann man die Holunderblüten als Tee trinken und sich danach zum Schwitzen ins Bett legen. Zur Stärkung des Immunsystems eignet sich ebenfalls ein Holunderblüten-Tee.Durch die harntreibenden und blutreinigenden Wirkung ist Holunderblüten-Tee auch bei Krankheiten wie z.B. Rheuma und Hautunreinheiten geeignet bzw. die entgiftenden Eigenschaften der Holunderblüten unterstützen Kuren für die Stoffwechselaktivierung, die Gewichtsabnahme und Entgiftung.
  • Die Beeren enthalten sehr viel Vitamin-C, als Saft getrunken sind sie geeignet die Abwehrkräfte im Winter zu steigern, so dass es gar nicht erst zu Erkältungen kommt. Bei Verstopfung und schwerem Stuhl wirkt der Saft auch leicht abführend.

reifer Holunder an der Erdbeerhofstraße hinter Mönchhagen

reifer Holunder an der Erdbeerhofstraße hinter Mönchhagen

  • Eine stärkere abführende Wirkung weisen Blätter und Rinde auf. Diese sind jedoch leicht giftig, so dass das Anmischen eines Tee’s mit diesen Bestandteilen in die Hände des Fachmanns/ der Fachfrau gehören!! Die Blätter haben auch eine heilende Wirkung bei Hauterkrankungen und werden für Kompressen verwendet oder man kann sie als Salbe gegen Quetschungen, Verstauchungen und Hautwunden einsetzen.
  • Der Saft- mit lauwarmem Wasser gemischt- senkt zu hohes Fieber, heißer Holundersaft wärmt nach einem kalten Wintertag sehr gut durch.
  • Gemäß der CM hat Holunder eine Wirkung auf die Funktionskreise Lunge, Leber, Dickdarm, Blase und Niere und das Herz.
  • Ich setze in erster Linie die Urtinktur bzw. einen Mix aus Brennnessel und weiteren Kräutern ein, z.B. bei Allergien, Hitze im Darm mit Verstopfung und stark riechendem Stuhl, bei Hauterkrankungen – das Wirkspektrum ist sehr vielfältig.

Greifen Sie ruhig beim Besuch des nächsten Bauernmarktes zu- mittlerweile gibt es die Säfte in guter Qualität und man spart sich die blau- schwarz- rot verfärbten Hände- die Farbe hält- so meine Erfahrung- ewig 😉

Süße Früchtchen Nummer eins, in blau…

…und mit großer Heilwirkung sind die Blaubeeren. Nicht nur als Kind bin ich gerne durch die Darßer Wälder gestreift, ein kleines Eimerchen dabei und mehr dieser süß- herben blauen Früchte im Mund und Gesicht als im Gefäß- auch heute verwende ich die Heidel- oder Blaubeere in vielerlei Hinsicht:

  • Hildegard von Bingen hat die Pflanze nebst Frucht als eine der Ersten in’s „heilkundige“Gespräch gebracht…einsetzbar ist die Pflanze innerlich gegen Durchfall, Mund- und Rachenentzündungen, Verdauungsstörungen bei Kindern, bei Diabetes und Entzündungsprozessen(Rheuma, Gicht, Arthrose) im Körper, denn sie wirkt antibakteriell und entzündungshemmend…
  • …äußerlich als Tinktur, Pulver oder Sud(Kompresse) gegen Flechten, Ekzeme, juckende Ausschläge und schlecht heilende Geschwüre.

Heidelbeerstrauch nach der Ernte in meinem Garten

Heidelbeerstrauch nach der Ernte in meinem Garten

  • Die Inhaltsstoffe sind sehr vielfältig, verwendet werden die Beeren und Blätter mit: Gerbstoffen, Glykosid Arbutin, Myrtillin, Neomyrtillin, Vacciniin, Hydrochinon, China, Vitamin C und organische Säuren.
  • Die Wirkung gemäß der chinesischen Medizin ist auf die Funktionskreise Lunge, Dickdarm, Milz und Leber ausgesprochen stark, ich nehme die Blätter sehr gerne in Mischungen aus westlichen und chinesischen Kräutern auf.
  • Mittlerweile ist man nicht mehr nur auf die Waldsammlung angewiesen, auch die im Garten einfach anzubauende (auch auf dem Balkon) Pflanze vereinfacht das Sammeln, zumal die Pflanzen häufig Blüten und Früchte von Juli bis Oktober tragen(bei guter Witterung).

Heidelbeeren- frisch geerntet aus meinem Garten

Heidelbeeren- frisch geerntet aus meinem Garten

Genießerrezept mit heilender Wirkung: Crumble aus Heidelbeeren, Johannis,- Him- und Brombeeren mit Dinkel-Mandel-Streusel…Heidelbeeren in eine kleine Backform(Auflaufform geben), leicht mit einem halben Teelöffel Rohrohrzucker bestreuen, die Streusel aus Butter, Dinkelmehl(T630), gestifteten Mandeln und etwas Vanille kneten und über die Beeren krümeln, etwas Rohrohrzucker darüber streuen und für 15 bis 20 Minuten bei 150 Grad im Ofen garen—der Crumble ist fertig, wenn die Früchte „Blasen“ schlagen und die Streusel gelb- braun werden- trotz des enthaltenen Zuckers ein gutes Rezept, denn Blaubeeren enthalten kaum Fruchtzucker und sind somit hervorragend für Groß und Klein geeignet- auch sehr lecker als warmes Frühstück für die Süßmäuler unter Ihnen 😉 😉

DSCI0317

Passion heißt Berufung…

…die Passionsblume ist berufen, uns in der Gesundung zu unterstützen. Die wunderbar blühende Kletterpflanze kommt aus den wärmeren Regionen Amerikas und gehört zu den Heilpflanzen der amerikanischen Ureinwohnern, den Indianern. Passiflora incarnata ist nicht nur eine Augenweide ob der ca. 300 verschiedenen Blütenformen und Blütenfarben, sondern sie unterstützt mit:

  • Flavonoiden, Vitexin, Cumarin, Umbelliferon, Maltol, Harmin, Passiflorine, Stigmasterol, Sitosterol, Luteolin, Kaempferol bei unterschiedlichen Beschwerden und hilft bei…
  • Ängsten, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Herzneurosen, Durchblutungsstörungen, Nervosität, Reizdarm, Reizmagen, Schlafstörungen und Wechseljahresbeschwerden. Auch bei Juckreiz aus unterschiedlichen Gründen ist die Passionsblume einsetzbar(siehe unten).
    Ängsten durch die adstringierende, angstlösende, beruhigende, krampflösende und schweisstreibende Wirkung.
  • Die Anwendung des gesamten oberirdischen Krauts einschließlich der Blüten erfolgt als Tee oder Tinktur.
  • Tee gegen Juckreiz: je 20 Gramm Sternanis, Ehrenpreis und Johanniskraut, dazu 15 Gramm Kamillenblüten, je 10 Gramm Hauhechelwurzel- und Passionsblumenkraut und 5 Gramm Kornblumenblüten werden gut miteinander vermischt ggf. gemahlen- das Mahlen oder auch Mörsern setzt die ätherischen Öle besser frei- ein Esslöffel der Mischung wird ca. 10 bis 15 Minuten mit 300ml Wasser zum Sieden gebracht, dann durch einen feinen Filter abseihen und das 3-4/ Tag trinken- man kann den Tee auch abkühlen lassen und die Haut damit betupfen(nicht auf offene Stellen). Die Anwendung sollte nur bis zum Abklingen der Beschwerden erfolgen.
  • Eine Art der Passionsblume ist die Maracuja- vielen von Ihnen als wohlschmeckende Frucht bekannt. Besonders im Sommer lässt sich daraus ein wohlschmeckender Erfrischungstrunk bereiten- Wasser und Maracuja geben der Haut und unserem Inneren einen Frischekick.

Maracujadrink

Maracujadrink

Weiden Sie Ihre Augen an dieser herrlichen und heilsamen Pflanze- ach ja, ein Sud aus Passionsblume hilft gegen Augenringe ;)- vor dem nächsten Date einfach als Kompresse auflegen und die Augen strahlen!

Haut und Seele

Heute möchte ich Ihnen einige Erfahrungen aus der Praxis bzgl. einer stark zunehmenden Hauterkrankung- gerade bei Kindern- näher bringen- die Neurodermitis oder auch atopisches Ekzem genannt. Unsere Haut ist immer ein Ausdruck unserer Seele- geht es uns mental gut, sind wir in Balance, dann ist auch unsere Haut im „Reinen“.  Kinder haben eine hochsensible Seele- reagieren deutlich empfindlicher auf Äußeres oder Belastungen und sind somit deutlich schneller von Störungen betroffen, als Erwachsene.

Sensible Seelen leben in sensiblen- oft noch nicht oder nur ungenügend reaktionsfähigen- Körpern. Diesen fällt es deutlich schwerer, sich ausreichend vor dem hektischen Alltag und dem vorherrschenden Zeit- und Anpassungsdruck zu schützen. Da dieser Körper die massiv auftretenden Reize nicht ausreichend verarbeiten kann, reagiert er mit Abwehr. Die Haut wird “ dünn „- unser großer äußerer Schutzwall wird durchlässig, für alles was krank macht und zeigt sich gerade bei Kindern gerötet, juckend, aufgerissen… Kindern fällt es weit aus schwerer, „Grenzüberschreitungen“ abzuwehren und deutliche Signale zu geben.

Jeder Mensch hat seinen eigenen Rhythmus, jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen- dieses auch im Alltag zu leben, ist schwer, besonders heute, wo alles „genormt“ sein muss, immer wieder auch teilweise gegen das eigene Selbst gelebt oder gearbeitet wird.

Darum geht es aber bei unserem größten Organ- Schutzorgan- die Haut dient unserem Körper und Geist, uns in der Gesamtheit von der Umwelt und deren negativen Einflüssen g e s u n d  abzugrenzen.

Eine verletzte Haut bedeutet, es hat eine Grenzüberschreitung stattgefunden!

Leider finden selbst heute moderne Ärzte bei der schulmedizinischen Betrachtung des atopischen Ekzems in keiner Weise, dass es in erster Linie äußere Faktoren sind, die das Auftreten bedingen:

  • Druck und Stressoren in und durch die Gesellschaft
  • Leistungsdruck und Anpassungsdruck in der Schule
  • Terminpläne für Kinder, die einem Manager gleichen
  • Ernährungsfehler und teilweise schlechte Nahrung durch Schulspeisung und das, was an „Lebensmitteln“ zur Verfügung steht

Der Geist- nicht nur bei hochsensiblen Kindern, kommt dadurch nicht zur Ruhe. Diese Unruhe- in der CM Hitze- kann sich bei Hauterkrankungen in so genannten Schüben, begleitet von starkem Juckreiz, nässenden Ekzemen, Hautinfektionen, Unverträglichkeiten und Allergien zeigen.

Und da aus Sicht der CM Haut, Darm und Lunge eine Einheit bilden, kommen zu diesem äußeren Bild nicht selten noch Verdauungsstörungen wie Durchfall, Verstopfung und Blähungen sowie Atemwegserkrankungen, vor allem Asthma, dazu.

Kindern, denen Mimosenhaftigkeit und/oder Introvertiertheit, Konzentrationsschwäche, Unaufmerksamkeit und/oder Hyperaktivität zugesprochen wird, sind nicht selten auch von Asthma und/oder Hauterkrankungen betroffen.

Tun kann man vieles, es muss aber ein ganzheitlicher Ansatz sein:

  • die eigene Veranlagung erkennen,
  • Umweltfaktoren und Störfaktoren im sozialen Umfeld erkennen und verändern
  • die eigene Familien- und Lebenshygiene überarbeiten

Das Bewusstsein für dieses Zusammenspiel erleichtert es, mit Dingen umzugehen, die nicht änderbar sind.

Bewusstes Leben heißt, bewusst und achtsam mit sich und seinem Körper umzugehen, wahrzunehmen, was ihm gut tut, wo die eigene Grenze liegt und wo Grenzen zu setzen sind.

Die Bewusstheit fängt bei den Eltern an und muss an die Kinder weiter gegeben werden:

  • Achten Sie auf bewusste, dem Typ gemäß der Diagnose nach der CM und auf das Hautbild abgestimmte Ernährung.
  • Wichtig ist eine stressreduzierte und geordnete Umgebung für die Familie und besonders für das Kind. Laut CM ist die Haut dem Element Metall zugeordnet. Metall steht für Struktur und Klarheit- jegliche Struktur im Alltag sorgt in der Endkonsequenz für den Wohlfühlaspekt.
  • Hauterkrankungen werden gebessert, wenn ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht- achten Sie auf frische Luft in den Zimmern und immer mal wieder auf die bewußte Atmung – Atemtraining heißt die einfache Übung- leiten Sie Ihr Kind an, die Hände auf den Bauch zu legen und dann mit Konzentration (ev. mit geschlossenen Augen) gegen die Hände zu atmen, frische Energie in den Bauchraum zu schicken, von wo sie sich im ganzen Körper verteilt. Lassen Sie das Kind und sich selbst regelmäßig nach draußen ;)- eine Luftdusche ist gerade für gereizte Haus eine Wohltat.
  • Stressreduktion und Freiräume schaffen- eine der große Herausforderungen, vor allem bei schulpflichtigen Kindern- aber mal ehrlich, muss ein Kind mit 4 Jahren schon zum Chinesisch-Kurs- ganz ketzerisch gesprochen, oder macht es nicht mehr Sinn, dass Kind als Persönlichkeit zu akzeptieren und es nach seinen Bedürfnissen und Neigungen zu fragen und diese dann auch umzusetzen??
  • Streicheleinheiten- liebevoller Umgang mit dem Betroffenen–  geade Betroffene von Hauterkrankungen „spüren2 eine Linderung, wenn leichte Berührungen stattfinden- ein Zeichen, das Vertrauen herrscht und Kinder das GEfühl von Geborgenheit vermittelt. Oft helfen auch regelmäßige, sanfte Körperbehandlungen wie beispielsweise Shiatsu, damit die Kinder lernen in ihrem Körper zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen.
  • K e i n  D r u c k – Druck überschreitet die Hautbarriere- das fängt mit der Bekleidung an und hört mit irgendwelchen unsinnigen- durch die Gesellschaft suggerierten- Vorgaben auf.

Noch ein Wort zur Ernährung:

  • Zu meiden sind alle Extreme- zu süß, zu salzig, zu scharf, zu heiß- die Wahl sollte auf leichte, milde und eher neutrale Lebensmittel fallen.
  • Zucker, Weißmehl, Schweinefleisch, zu viel Fleisch, Mikrowellen- und Großküchenessen, Milch und Milchprodukte und scharfe Gewürze gehören nicht auf den Plan bei Hauterkrankungen, ebenfalls Aufschnitt und Fertignahrung. Angefangen von Geschmacksverstärkern über Rückstände von Medikamenten bis hin zu starker Erhitzung(Mikrowelle) taugen diese Mittel nicht zu einer „Haut“- gesunden Ernährung.
  • Lassen Sie gemäß der CM den Typ bestimmen- danach kann die Individualernährung zusammen gestellt werden- es hilft dem Betroffenen/ Kind nicht weiter, wenn die Eltern/ die Familie sagt “ Och, das ist aber schwer, teuer, kompliziert…“- nur, weil man Lebensmittel bewußter auswählt, kann es dem Betroffenen besser gehen(siehe auch Beitrag des NDR „Die Ernährungsdoc’s“).

Mein Schlusswort- Menschen und besonders Kinder- mit „dünner“ Haut nehmen sehr vieles aus der Umwelt wahr, was anderen oft verborgen bleibt – das kann auch eine große Begabung sein und fordert einfach die Unterstützung, damit diese Begabung im Alltag kein Handicap sondern Bereicherung wird.

 

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