Kira Schwarzrock

Rauhnacht-Yoga Teil 7

Hast Du Dich manchmal gefragt, warum Du bei Erkrankungen intuitiv für Dich das richtige Heilmittel findest oder- anders- Dir nicht zu helfen weißt?  Die Antwort liegt in uns- es ist die Heilerin, die magische Frau, die Helferin und Schamanin, die in uns ruht und manchmal nur geweckt werden muss. Denk immer daran, alles ist in uns, es geht um Heilung, aber auch um Reinigung, Befreiung, Rückschau. Oft werden diese Themen unterdrückt- wir werden mit „Lehrmeinungen“ konfrontiert, lassen uns vielleicht zu sehr von vermeintlichen Respektspersonen unterdrücken…

  • Die Aspekte, die mit der Heilerin in uns in Verbindung stehen sind Intuition, Heilung, Ganzheitlichkeit, Traditionen, uraltes Wissen, Verbindung zwischen den Welten und unsere Ahnen- die Heilerin ist nicht umsonst dem Monat Juni zugeordet, das Tierkreiszeichen ist Zwilling; es ist der Monat der Sommersonnenwende– wieder eine sehr magische Zeit

In alten Zeiten waren Heilerinnen/Heiler. Schamanen, Druiden für die Heilung der Menschen zuständig; die Verwurzelung in den spirituellen Dimensionen war sehr tief- bedingt durch den Zugang zu beiden Welten. Helfen gehört zu den ureigensten Aufgaben; bei manchen von uns bis zur Selbstaufgabe(Helfersyndrom), was natürlich nicht gewünscht ist. Heilung heißt heute wie damals aber auch, auf Ebenen zu arbeiten, die manchmal unerklärlich sind, was wiederum zu Unverständnis bis Angst führte. Früher wurden Menschen, die heilen konnten, geächtet- ja mit Verfolgung und Tod bestraft; heute stoßen sie oft auf Unverständnis bei den sogenannten wissenschaftlich fundiert Arbeitenden- altes Wissen lässt sich nun einmal nicht immer wissenschaftlich auseinanderklabüstern und erklären- es ist einfach da. Heilen und Spiritualität blüht oft im Verborgenen, tritt nicht reißerisch in die Öffentlichkeit- diese tiefe Verwurzelung mit dem Gesunden in uns ist angebunden an das Große. Wir müssen nicht darum bitten, es ist einfach in uns, nur manchmal verschüttet. Kannst Du Dich vielleicht noch erinnern wie es war, wenn Du als Kind krank warst und Mutter oder Großmutter, eventuell auch der Vater oder Großvater Dich beruhigt, den Kopf gestreichelt oder Dir vorgesungen haben? Wie schnell besser ging es Dir- die Heiler/Heilerin in uns nimmt manchmal durch solche einfachen Taten, die aber aus Herz und Geist heraus geschehen, die Krankheit mit sich fort.

  • Die Heilerin/der Heiler in uns führt uns intuitiv zu den Dingen und Maßnahmen, die für Deine Genesung notwendig sind, die die Selbstheilungskräfte aktivieren. Erinnere Dich: vielleicht hast Du vor einiger Zeit Kräuter genommen, die in den ersten Tagen als angenehm empfungen wurden, aber dann irgendwann Ablehnung hervorgerufen haben oder Du sie vergessen hast. Wann passierte das- als es Dir besser ging? Die Heilerin/der Heiler in uns weiß ganz genau was nötig ist, um gesund zu werden- erinnern wir uns daran!
  • Unser heilerischer Aspekt führt uns zur Eigenverantwortung gegenüber unserer Gesundheit, lässt uns intuitiv die Dinge tun, die wichtig für ein gesundes Leben oder die Gesundung sind- wenn wir diesen Aspekt in uns wirklich abrufen und aktivieren und nur dann- ist dieser Aspekt verschüttet, glauben wir ihn verloren, dann führt uns die Meditation dahin zurück.
  • Gleichgewicht existiert nicht nur auf körperlicher Ebene- alles ist in uns bis in die kleinste Zelle und bis in unsere Seele gespeichert- daher ist es notwendig, dass sowohl auf physische wie auf seelisch- spiritueller Ebene gearbeitet wird. Es geht um die Wurzel der Erkrankung, die Heiler/Heilerin erkennen und bearbeiten.
  • Wichtig adebi ist auch, dass Heilung nur dann erfolgen kann, wenn Körper und Geist „entspannt „sind- Stress ist einer der Faktoren, die uns erkranken lassen- also sorgt die innere Heilerin/der innere Heiler dafür, dass wir Stress erkennen und ihn gar nicht erst zulassen.

Komm nun mit mir auf die Reise zu Deiner inneren Heilerin/ innerem Heiler- ich lade Dich ein:

  • Begib Dich an Deinen Kraftort und richte Dich dort ein- atme tief ein und in einem „OM“ aus- schließe die Augen und versetze Dich in die Natur, an einen Ort, der voll ist mit Kräutern, klarem Wasser, einem reich gedeckten natürlichen Tisch aus Obst, Nüssen, Gemüse… alles frisch und sauber; Du atmest köstliche, lieblich duftende Luft und du fühlst, wie diese Reinheit in Dich hinein strömt- das ist Deine innere Heilerin. Du kannst Sie bitten, Dir den Weg zu Deiner Gesundung zu zeigen, die Wurzeln Deines Unwohlseins oder Deiner Krankheit auszuzeigen und dich erkennen lassen, was DU tun kannst, um wieder gesund zuwerden. Verschließe Dich dem nicht, finde keine Argumente dagegen, lass Dich von Deiner Intuition leiten und lege nun Deine Hände auf den Bereich, der Dich am meisten anspricht- stell Dir vor, wie alles Frische, Saubere, Reine in Dich hineinströmt, Deine Schmerzen, Übelkeit, Unwohlsein mit sich fort nimmt- atme ganz bewusst in diese Bereiche- bei jeder Einatmung tiefer und bewusster zum Ort der Krankheit und jede Ausatmung spült das Kranke, Verbrauchte mit sich fort. Fühle, wei Dich Dein Atem, Deine innere Heilerin/Heiler bis in die kleinste Zelle mit Reinheit und Erneuerung versorgt und gebe nun vor Deinem geistigen Auge folgenden Gedanken Raum:
  • Ich erkenne an, das Krankheit, Schmerz und Unwohlsein ein Hilferuf meines Körpers und meiner Seele ist, ich nehme wahr, dass ich nicht im Gleichgewicht bin…
  • Ich vertraue mir, werde frei und lasse falschen Dingen, Menschen und Ereignissen keinen Raum mehr…
  • Ich achte und würdige meinen Körper, Geist und meine Intuition, ich vertraue mir und meinen Kräften- ich bin stark für mich…
  • Ich trage Weisheit und das Wissen für Gesundheit in mir und ich entdecke die Wege, die mich dahin führen…
  • Ich verdiene Gesundheit und Heilung, den Schlüssel dafür trage ich in mir- Gesundheit ist ein natürlicher Zustand für mich…
  • Ich bin bereit, die Heilung auf körperlicher und geistiger Ebene meines Seins abzurufen und zu erhalten!
  • Lächle Deinem Körper und Deinem Geist zu, sieh Dich mit Wohlwollen an und fühle Dich wohl; denke an das, was Dich kräftigt, Dich gesund fühlen lässt und aktiviere diese Momente, die Personen, die Situationen; spüre wie Dein ganzer Körper von diesem Lächeln, dieser Kraft erfasst wird…
  • Wenn Du Dich nun wohl und ernährt fühlst, kannst Du wieder tiefer einatmen, die Hände zum NAMASTE vor deinem Herzen zusammen führen und Dein Mantra für heute laut oder in Deinem Inneren sprechen“ Ich bin frei, kräftig und bereit Gesundheit und Heilung auf allen Ebenen meines Seins geschehen zu lassen und danke meiner inneren Heilerin/ meinem ineren Heiler dafür“- atme noch einmal tief ein und in einem „OM“ aus- öffne die Augen und komme achtsam in den Stand; wärme Dich auf, lass Dich bei Deinen Bewegungen intuitiv von Deinem Geist treiben; schüttler den Körper von Kopf bis Fuß durch….wenn Du bereit bist, Dich warm und Deine Gelenke und Muskeln geschmeidig fühlst, dann komm in den Vierfüsslerstand und …
  • …in die Position der Katze- führe diese mehrfach aus, probiere verschiedene Körperhaltungen und Atemtechniken aus, lass Dich auch dabei von Deiner Intuition treiben…

  • …gehe nun in den herabschauenden Hund

  • …und aus diesem in die Position des Drachen- machtvoll und aktivierend für Deine Selbstheilungskräfte:…bring einen Fuß nach vorne zwischen die Hände. Achte darauf dass das vordere Knie keinen spitzen Winkel macht und rutsche mit dem hinteren Bein so weit zurück, dass du eine angenehme Dehnung in der Hüfte spürst. Die Hände können auf der Matte bleiben oder auf einem Block abgelegt werden, der Nacken ist entspannt oder in Verlängerung der Wirbelsäule. In der Hälfte der Zeit kann man das vordere Knie seitlich nach außen fallen lassen und auf die Außenseite des Fußes kommen. Diese Position ist eine der fordernsten Yin-Asanas und erzeugt sehr viel körpereigene Kraft. Achtet hier besonders darauf, den Kiefer locker zu lassen. Im Anschluss wird die zweite Seite ebenfalls drei bis fünf Minuten gehalten

  • Gehe zurück wie gekommen und lege Dich achtsam in die Bauchlage oder Baby-Krishna-Position und entspanne Dich…nach der Entspannung(einige Sekunden bis zu einer Minute) bring Dich in der Bauchlage in Spannung und…
  • …bring deine Ellbogen unter die Schultern zur Position der Sphinx. Ist die Anspannung im unteren Rücken zu groß bring die Ellbogen und Unterarme etwas weiter nach vorne. Versuche herauszufinden ob die Rückbeuge entspannender ist wenn der Kopf und die Schultern ein wenig nach unten sinken dürfen, ansonsten bleiben sie in Verlängerung der Wirbelsäule. Halte auch diese Position für einige Atemzüge und lass Dich hinein fallen. Danach komm wieder zurück, wie gekommen und ruhe nach…

  • … komm über die Katze in die Rückenlage und führe die Beine zusammen- begebe Dich in eine gespannte- aber trotzdem lockere Rückenlage, richte die Beine, den Rücken, die Arme…
  • …schiebe nun die Hände/Arme unter Dein Gesäß, Deinen unteren Rücken, so dass sie dort wie eine Stütze wirken, aktiviere Deinen Beckenboden, zieh das Schambein in Richtung Bauchnaben und presse die Beine fest in den Boden- den Oberkörper aufrichten und den Blick zu den Füßen bringen; wölbe jetzt den Oberkörper der Zimmerdecke zu und führe achtsam den Kopf so nach hinten, dass Du zur Decke oder leicht hinter Dich blicken kannst, lege den Hinterkopf, Scheitel am Boden ab- atme und bleibe in dieser Position des Fisches- lege ggf. eine dünne Decke unter den Kopf oder stelle zu Beginn ggf. die Beine auf oder dehne den Oberkörper nicht zu weit nach oben- komm nun zurück, wie gekommen

  • Lege Dich in eine bequeme Rückenlage- atme hier noch einige Male tief ein und aus und komm dann über die Seite zum Sitzen- bequem und fest- schließe die Augen, die Hände ruhen auf den Knien- atme tief ein und in einem „OM“ aus; führe die Hände zum NAMASTE vor Dein Herz, verneige Dich und bedanke Dich bei Dir und Deiner inneren Heilerin für diese Yogapraxis…

Alle Übungen heute wirken besonders auf die Meridiane Leber, Gallenblase, Lunge, Magen, Milz, Nier und Blase- das sind die Meridiane, die maßgeblich Deiner Gesundung zuträglich sind.

„Es kommt darauf an, den Körper mit der Seele und die Seele durch den Körper zu heilen“- Oscar Wilde

 

 

Rauhnacht- Yoga Teil 6

Mit Magie und tiefer Freude offenbart sich die Weggefährtin in uns- der Stier als Tierkreiszeichen zeigt den Monat Mai an- der Wonnemonat… und doch geht es nicht nur um die Weggefährtin in einer Ehe; sondern vielmehr auch um eine Seelenschwester, Verbündete, Vertraute und Kameradin:

  • Der Archetyp der Weggefährtin bearbeitet Themen wie Beziehungen, Freundschaften und deren Würdigung und Hege.
  • Worum geht es? Was zeichnet eine Weggefährtin aus? Erst einmal steckt die Bedeutung schon in der Bezeichnung- man geht einen Weg gemeinsam; der kann länger oder kürzer sein- manchmal geht man einen Lebensweg zusammen, manchmal nur durch eine Situation, eine kurze Zeit… es geht um Respekt, Loyalität, Begegnung, Verständnis, Augenhöhe(aus meiner Sicht mit am wichtigsten), intuitive Verständigung, Verbindung in Seele und Denken…
  • Beschäftige Dich heute ruhig mit den Fragen, was Du selbst von anderen Frauen/Freunden/ Gefährten lernen kannst, was sie Dir geben, ob Du die Nähe suchst und findest, welchen Platz Du selbst einnimmst, ob Du Dich wohl oder eher unwohl fühlst. Frage Dich auch, ob Du Nähe zulassen kannst, Du Respekt und Augenhöhe bietest, Du immer so handelst, wie Du selbst behandelt werden möchtest und wen Du als Freundin/Freund/Gefährten erkennst?
  • Wertschätzender und liebevoller Umgang mit Respekt sind die Grundlage einer jeder Beziehung. Ohne echte Freundschaft/ Kameradschaft ist der Mensch einsam und verloren- dazu zählt auch, dass man sich selbst Wertschätzung und Achtung/ Dankbarkeit gegenüber empfindet; nur dann kann man diese auch gegenüber anderen ausdrücken- komm mit mir in eine Meditation für echte Freundschaft…
  • Begib Dich an Deinen Kraftort und nimm einen Stift, Papier(kleine Zettel), eine Kerze, Räucherwerk mit dazu…begib Dich in eine Dir angenehme Sitzhaltung, zünde die Kerze und das Räucherwerk an und…
  • schreibe nun die Namen Deiner Freundinnen/ Freunde, Gefährten auf je einen Zettel und verteile diese Zettel um Dich- sinnvoll ist eine kreisförmige Anordnung…
  • atme tief ein und aus zu einem OM- atme ruhig weiter und schließe die Augen- lege Deine rechte Hand auf Dein Herz und stelle Dir nun der Reihe nach Deine Freundinnen/Freunde/Gefährten vor… formuliere im Geist oder auch laut dreimal hintereinander die Worte des Dankes und der Wertschätzung “ Ich bin dankbar, dass es Euch gibt und ich mich bei Euch aufgehoben fühlen darf; ich danke Euch, dass Ihr für mich da seid. Ihr sollt beschützt, sicher getragen und gesund sein!“ Wenn Du alle Deine Freunde/Gefährten bedacht hast, atme nun wieder tief ein und in einem OM aus, lass die Augen dabei geschlossen- führe die Hände vor der Brust zusammen zum NAMASTE und verneige Dich vor Deinen Freunden/ Gefährten.

Ich habe für mich selbst festgestellt, dass die Asanas Kobra und Katze in verschiedenen Ausführungen  wunderbare Darstellungen einer Gefährtin sind:

  • Wärme Dich mit Verantwortung und Achtsamkeit auf; danach begib Dich in den Vierfüsslerstand- lege Dir ggf. eine Decke unter die Knie, diese hüftschmal aufgestellt, die Hände unter den Schultern, das Schmbein zum Bauchnabel gezogen, mach dich mit dieser Position vertraut, sieh selbst welche Bewegungen fließen möchten… vielleicht atmest Du ein paar mal ein und gehst dabei in den Katzenbuckel, in der Ausatmung zurück zur Katze; oder Du variierst die Knieposition nach hinten, weite nach hinten…

  

  • Lass dabei den Atem kommen und gehen und der Atem trägt Dich durch die Praxis- fließende Bewegungen, die durch den Atem getragen werden- vertrau Deiner Intuition…
  • Begib Dich nun über Brust und Bauch nach vorne in die Bauchlage, setze die Unterarme und Hände in Höhe Deiner Rippen auf, drücke das Schambein fest in den Boden, die Füße liegen mit dem Spann auf, auch die Kleinzehe und richte Dich jetzt aus der Kraft des oberen Rückens zur „Kobra“ auf- weite das Herz dabei und sende kraftvoll das Signal der Anerkennung…auf dem Bild siehst Du eine große aufgerichtete Kobra… übe Deinen Möglichkeiten entsprechend; wenn Du nur einige Zentimeter nach oben kommen kannst, ist das ausreichend- es geht um „Rückgrat“ haben- für einander einstehen…

  • nach einigen Atemzügen lege Dich wie gekommen, so zurück wieder ab- ruhe kurz und wiederhole achtsam mehrfach diese Position.
  • Du kannst auch Katze und Kobra im Wechsel durchführen- spüre dabei nach, wie es sich anfühlt… bei welcher Asana Du mehr die Gefährtin in Dir spürst…
  • Wenn Du die Praxis beenden möchtest, dann lege Dich in die Bauchlage oder „Baby-Krishna-Position“ und atme einige Male tief durch, setze Dich dann bequem auf, lege die Hände locker auf die Knie, atme tief ein, in einem kraftvollen OM aus- führe die Hände zum NAMASTE vor der Brust zusammen und verneige Dich vor Deiner inneren Gefährtin und Deinen Freundinnen/ Freunden/Gefährtinnen/Gefährten “ In Dankbarkeit und Respekt verneige ich mich, danke dass es Euch gibt; ich wertschätze alle meine Beziehungen und bin die Gefährtin, die ich mir selbst wünsche“

Ich kenne den Verfasser der folgende Worte nicht- finde sie aber sehr passend:

“ Freunde sind die Menschen, welche nicht nach Deinem Weg fragen, sondern ihn einfach mit Dir gehen“

 

 

Rauhnacht- Yoga Teil 5

Die Nacht vom 27. zum 28.12. offenbart uns den Monat April, der Widder erscheint am Himmel und die Muttergöttin in uns möchte Lebenskraft geben, Blockaden lösen, als Hüterin das Mütterliche weitergeben:

  • Die Mutter in uns ist einer der bedeutsamsten Archetypen der Frau- „Mutter“ ist für uns alle ein Wort, welches Gefühle, Emotionen, Gedanken und oft viel Wehmut auslöst! Es geht um Fürsorge, Güte, Liebe, Sicherheit, Geborgenheit, Unterstützung, Nähren, Wachstum und Loslassen, Rhythmus, Zyklus und Fruchtbarkeit und Geben…
  • Sie steht für Schutz, Fruchtbarkeit, aber auch für die dunkle Seite- gerade in alter Zeit stand Fruchtbarkeit auch für das Gebären und dies war oft mit Leid oder auch Tod verbunden
  • So wie ich als Tochter meine Mutter als Kinde erlebe, entsteht das Bild von Mütterlichkeit in mir- ich will sein und geben, was meine Mutter mir gab- oder ich will nie so sein, wie meine Mutter war…
  • Jeden Monat geht es bei uns Frauen ab dem 11.-15. Lebensjahr bis zum Alter um die 49 Jahre um den Ursprung allen Lebens- die Fruchtbarkeit, welche Ausdruck im weiblichen Zyklus findet. Auch dabei spielen unsere weiblichen Ahnen eine große Rolle- wie empfanden sie diese Zeit der Reinigung und Erneuerung…
  • Eine starke Mutter gibt Schutz, Geborgenheit, Fürsorge; eine schwache Mutter ist überfordert, schenkt wenig oder keine Liebe… als Kind fühlt man sich verstoßen, missachtet, ungeliebt und alleingelassen- eine schwache Mutter lässt Aufmerksamkeit und Liebe schmerzlich vermissen;gleichzietig ist Erhalten ein wesentliches Merkmal- Heliocoptermütter sind sicher bekannt- das Loslassen, Freilassen und freies Entwickeln fällt schwer, da sie alles durch sie Erschaffene festhalten wollen…
  • Du begegnest der Mutter in Dir in unterschiedlichen Facetten jeden Tag- mal mehr mal weniger… es geht gar nicht darum, ob Du selbst schon Mutter bist, noch eine Mutter hast- es geht um solche Themen wie Fürsorge, Geborgenheit, Liebe und Schutz, Wachstum und Loslassen…sicher setzt Frau sich noch mehr damit auseinander, wenn Kinder geboren werden; aber es geht auch um unsere geistigen Kinder(Projekte, Vorhaben…):

Wenn Du möchtest, lade ich Dich heute und jetzt zu einer Meditation und Yogapraxis als Reise zu Deiner Mütterlichkeit ein:

  • Suche Deinen Kraftort auf, zünde eine Kerze an(Salbei ist die Ahnenkerze)an – richte Dich ein- atme tief ein und in einem kraftvollen „Om“ aus- schließe dabei die Augen, die Hände/Finger formen dazu das GYAN-Mudra-

  • …lege die Hände ab, wie Du magst- nach oben oder unten zeigend;  konzentriere Dich auf eine ruhige Atmung, die Dich tief zu Deinem ManipuraChakra führt und atme gleichmäßig wie eine Welle…
  • Während Du atmest konzentriere Dich auf Deine Mutterseite- was benötigst Du, um gut für Dich zu sorgen; was tut Dir gut, was nährt Dich; wann hast Du Dich das letzte Mal nur um Dich selbst bemüht und gekümmert; welche ungestillten Bedürfnisse in Bezug auf das Mütterliche trägst Du in Dir; welche Frauen sind dir bekannt, die das Mütterliche in sich verkörpern; kümmerst Du Dich ausreichend um Deine geistigen Kinder, oder bringst Du diese hervor, ohne für sie zu sorgen, vergehen sie dadurch- was bleibt da auf der Strecke; kannst Du alles, was Du aus der Mütterlichkeit heraus gebierst auch zum richtigen freigeben- oder ist es eher so, dass Du erst freigibst, wenn aus Deiner Sicht mit Perfektionismus alles zum Ende gebracht wurde?
  • Frage Dich ganz bewußt: trage ich noch an Wunden der Mütterlichkeit- ist es Zeit, diese zu schließen; Welche Mutter hatte ich- was hat meine Mutter mir mitgegeben, was habe ich vermisst- schließe damit bewußt ab, denn Du hast jetzt die Kraft, Deine eigene Mütterlichkeit zum Nähren zu nehmen!
  • Erinnere Deiner weiblichen Ahnen-stelle Dir Deine weiblichen Ahnen vor; beginne mit Deiner Mutter, dann die Großmütter….es ist völlig egal, ob Du sie kennen gelernt hast- sie sind an Deiner Seite und in Dir! Schau sie an- sie stehen an Deiner Herzseite(linke Seite)– schau auf alle diese Frauen, die sich in Dir vereinen… sieh noch mehr- Schwestern Deiner Ahninnen, Tanten, Großtanten- heiße alle diese Frauen in Deinem Herzen willkommen, spüre Verbundenheit, Dankbarkeit und Liebe; wir alle sind Schwestern im Herzen und im Geist- bitte bei der großen Urmutter um Liebe, Licht und Heilung für alle Deine Ahninnen und dich- lass zu, dass alles was quält, schwer oder schädlich ist, aus aller Erinnerung und Prägung verschwindet- erlaube der weiblich- göttlichen Energie über alle weiblichen Vorfahren bis zu Dir und weiter zu Deinen weiblichen Nachkommen fließen kann…Du kannst mit den weiblichen Ahninnen Deiner Vaterseite genauso verfahren- sie reihen sich an Deiner rechten Seite auf…
  • Spüre, wie durch Dein bewußtes Atmen und diese Meditation Dein Herz frei wird und voller Liebe und Dankbarkeit Deiner weiblichen Ahninnen gedenkt: „Meine lieben Ahninnen, Mutter, Großmütter, Urgroßmütter- liebe große Mutter- ich danke Euch, dass mein Leben durch Euch sein kann und zu mir gekommen ist; danke für Eure Weisheit und Eure Erfahrungen, die in mir weiterleben. Ich achte mich und mein Leben, wertschätze Euch und mich; ihr habt auf immer einen Platz in meinem Herzen- dank Euch und Eurer Kraft nähre ich mich und finde Unterstützung und Trost in allem, was ich tue“
  • Dein Mantra für heute könnte sein: “ Ich spüre die Kraft und Liebe meiner Ahninnen und der großen Mutterkraft in mir- ich gebe diese voller Glück und Freude an meine Nachkommen weiter“(es ist egal, ob Du Tochter oder Sohn hast, oder ob Du ein Kind adoptiert hast…irgendwann sind weibliche Nachkommen da; solltest Du noch kein eigenes Kind haben, gib Deine Liebe und Kraft an andere Nachkommen Deiner Familie weiter…)
  • Beschließe diese Meditation mit einem tiefen Einatmen und Ausatmen im „Om“- öffne langsam die Augen und richte Dich für…

…die Yogapraxis mit einer Asana-Reihe ein: Wärme Dich selbst auf und gehe dann über:

  • in die Katze(EA) und Katzenbuckel(AA)- wiederhole mehrfach- zeige dabei viel Herz…eine Katze ist das Sinnbild des Mütterlichen in uns…

        

  • gehe nun in Stellung des Kindes- so wie Du es für richtig empfindest- die Hände nach vorne oder nach hinten abgelegt, den Kopf am Boden oder auf dem Kissen…:

  • aus dem Kind gehe noch einmal in die Katze und setze Dich dann ab- die Beine zeigen nach vorne und gehe langsam mit ausgerichtetem Becken, geradem Rücken, Hals in Verlängerung der Wirbelsäule und in einer tiefen Ausatmung in die Vorbeuge:

  • bleibe hier und öffne Dein Herz- die Vorbeuge als Vorübung für den Spagat zeigt recht gut, was Mütterlichkeit auch bedeutet- Weite, weites Herz, Spagat zwischen Verpflichtung und Wollen, Mühe aber auch Hingabe…Verneigung vor allem, was Mutter bedeutet…
  • richte Dich sachte wieder auf, schüttle die Beine aus und komme über die Seite noch einmal in die Katze; aus dieser durch das Zurückbringen des linken/rechten Beines in den Sprinter, zuerst stütze Dich ruhig auf das vordere Knie:

  • dann führe die Hände vor dem Herzen zusammen und öffne Dein Herz- sei stolz auf die Mutter in Dir…
  • Übe jeweils beidseitig- immer in der Katze oder im Kind als Möglichkeit des Ruhens und Sammelns.
  • Zum Abschluss lege Dich in Bauchlage- spüre nach… danach setze Dich auf; atme tief ein und mit einem „Om“ aus- führe die Hände zum NAMASTE und bedanke Dich bei Dir für Deine Praxis.

“ Mutterherzen zählen nicht auf, Mutterherzen geben Dich nicht auf, Mutterherzen sind immer bei Dir- sie geben mit Liebe, Liebe ist so viel“

 

 

 

Rauhnacht- Yoga Teil 4…

… gehört dem Archetyp der Priesterin- dem Mondmonat März, den Fischen als Tierkreiszeichen- Du bis die heilige Helferin, die mitfühlende Trösterin in wirklich schweren Zeiten:

  • In der heutigen Rauhnacht geht es um Herzheilung, Herzöffnung, Vergebeung und wirklich tiefe Gefühle- oft auch schmerzhaft oder aufwühlend…
  • Es geht um bedingungslose Liebe(nicht Selbstaufgabe), um Versöhnung, Vergebung und Urvertrauen, um die Sinnhaftigkeit des Lebens, die Intuition, Trost und Verheißung

Begebe Dich an Deinen Kraftort- bereite alles vor und setze Dich wie gewohnt… Atme und begebe Dich zu Deinem inneren Ruheort- der Ort, von dem Du alles beobachten kannst, aber ganz bei Dir bleibst- setze Dich nun, während Du weiter ruhig und gleichmäßig atmest mit folgenden Fragen auseinander:

  • Bist Du gerne allein oder in Gesellschaft?
  • Schwächt oder stärkt Dich die Gemeinschaft mit anderen?
  • Was gibst Du an die Gemeinschaft, Gesellschaft weiter?
  • Du besitzt Spiritualität- teilst Du diese mit anderen?
  • Fällt Dir Annehmen und Lieben- bedingungsloses- schwer oder leicht?
  • Bist Du in wirklichen Notsituationen mitfühlend und gibst Trost?
  • Du bist selbst in Not- an wen wendest Du dich oder wendest Du Dich überhaupt an jemanden?
  • Wen kennst Du, der selbst eine Priesterin verkörpert?

Atme nun weiter tief bis zum Herzchakra und lege eine Hand auf Dein Herz:

  • Es geht um die bedingungslose Liebe- nicht fordern, nicht aufrechnen, ohne wenn und aber lieben- es geht um Wertschätzung ohne Kritik, Annahme ohne Ausnahme, nicht um Verändern und nach unseren Wünschen formen- einfach nur Liebe um des Menschen willen, der uns begegnet- es ist eine Entwicklung, die vollzogen wird und es geht Schritt für Schritt- beginne aber sofort und heute!
  • Lerne auch dabei dich selbst zu lieben- mit Deiner Vergangenheit, der Gegenwart, mit Deinem Leben, Deiner Herkunft, Deinen Wurzeln- es kann sein, dass Du dabei anfängst zu weinen, Du tief durchatmen musst- tue es- es ist nicht wichtig, wichtig, ist, dass du Dich annimmst- bedingungslos und mit allem, was du bist, Dich ausmacht- Du bist Du!
  • Lass Die Hand auf Deinem Herzen und formuliere:“ Ich liebe- bedingungslos- mich, meinen Partner/Partnerin, Menschen die mir begegnen- ohne Bedingung lieben“… es fällt Dir vielleicht nicht gleich beim ersten Mal leicht, aber es wird von mal zu mal leichter- wiederhole diese Worte täglich- das Gefühl stellt sich ein, jeden Tag ein bisschen mehr!
  • Dein Mantra für diesen Tag“ Ich fühle Güte in meinem Herzen, bedingungslose Liebe und lasse diese zu allen Lebewesen strömen- mögen alle Lebewesen Glück, Liebe und Harmonie erfahren“- erinnert Dich das an “ Lokah samasta sukhino bhavantu“? Ja… natürlich… wir haben alle eine  Verbindung- somit gleichen sich Segnungen in irgend einer Weise!

Welche Asana gibt nun die Priesterin wieder- schwierig… aber es könnte der Baum, die Tänzerin und Shiva sein- alle drei verwurzelt, das Herz öffnend und mit der Gewissheit, dass alle Weisheit in ihnen ist- egal wie jung oder alt sie sind…

Übe die Asanas achtsam- wärme Dich vorher wie bekannt auf und erzwinge nichts! Lass Dich von der Gewissheit leiten, dass Dein Herz Dir den Weg zur Asana zeigt!

„Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden ohne dass ihr Licht schwächer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird.“ – Buddha

Rauhnacht-Yoga Teil 3

Spüre die Magie der Heldin in Dir- so der Sinn der Raunacht vom 25. zum 26.12.- sie entspricht dem Monat Februar- der Wassermann regiert das Himmelszelt:

  • Es geht um innere Stärke, deine innere Stimme, um Führung, Selbstbestimmung, Grenzsetzung- dies alles mit Durchsetzungskraft, einem Maß an Selbstschutz und Abgrenzung, Mut, Besonnenheit und Konzentzration.. sicher zeichnen die Heldin in Dir noch mehr Eigenschaften aus!
  • Es geht jedoch auch um Heilung- die Heilung von älteren und jüngeren Wunden, die Dir zugefügt wurden, oder die Du unwissentlich oder wissentlich selbst jemandem zugefügt hast- die Meditation beinhaltet heute ein Verzeihen/ Vergeben-Ritual…
  • Übung für Deinen Alltag ab jetzt und in Zukunft, immer dann, wenn Du „Nein“ sagen willst: Stelle Dich fest und trotzdem geschmeidig vor einen Spiegel- rufe Dir die Situation/Person vor Deinem geistigen Auge hervor und sage zu dieser Situation/Person kraftvoll, laut und deutlich “ N E I N „- sieben mal und werde immer fester in Stimme, Gestik und Mimik- Dein Stand sollte wie in einer leichten Heldinnen-Position(1) sein, ein Fuß leicht zurück gesetzt, hüftschmal auseinander, das Gewicht auf beiden Füßen- denke immer daran: freundlich bestimmt heißt nicht lächeln beim NEIN, offener Blick heißt nicht flirten beim NEIN…
  • Begib Dich zu Deinem Kraftplatz– erinnere der Elemente und richte Dich in einem bequem- festen Sitz ein- atme tief durch, atme ein und in einem kraftvoll- langen „OM“ aus- konzentriere Dich auf Deine Atmung und schließe die Augen- Dein Atem strömt kraftvoll- gleichmäßig in Dich hinein und hinaus, lasse keine Störung von außen zu und konzentriere Dich auf Deine innere Heldin…atme ruhig weiter und arbeite mit den Heldinnen-Fragen:  Wofür kämpfst Du? Wann kämpfst Du, wann flüchtest Du? Setzt Du die Grenzen, die notwendig und angemessen sind? Wo gibt es in Deinem Leben Grenzüberschreitungen, wo solltest Du stärkere Grenzen setzen? Erlaubst DuDir das Wort „NEIN“ auszusprechen, zu meinen, zu sagen? Kennst Du Frauen, die in sich die Heldin tragen- und was nimmst Du von Ihnen an? Suche nicht nach Antworten- stelle Dich diesen Fragen und die Antworten kommen zu Dir- so wie der Atem kommt und geht! Atme jetzt kräftig einmal aus und ein- forme dabei noch einmal „OM“, recke und strecke Dich und öffne die Augen- begib Dich über die Seite achtsam in den Stand- fest verwurzelt, wie ein Baum, schwinge Deinen Körper, Deine Arme erst langsam, dann immer kräftiger und schneller, atme dabei tief ein und aus und komm dann zurück…
  • Übe nun etwas zügiger mit Achtsamkeit die Asana Ausgangsposition Tadasana (EA)- Berg(AA)- Berg mit Armen die 45 Grad zum Körper stehen(EA)- Ausgangsposition(AA)- Berg(EA)- halbe Vorbeuge(AA)- Stuhl(EA)-ganze Vorbeuge(AA)- gerader Rücken(EA)- Berg(AA-EA)-NAMASTE(AA)… das mindestens 15X

  • Nun ist Dein Körper für die Heldin 1-3 vorbereitet- nimm Tadasana(Ausgangshaltung) ein und stelle den linken Fuß hüftschmal zurück- Hüfte ist gerade nach vorne, vorderes Knie über dem Fußgelenk, hinterer Fuß zeigt nach vorne, Hüfte sinkt vom Schwerpunkt her mittig nals Lot nach unten- Hals in Verlängerung der WS, Blick nach vorne, Arme langsam über vorne nach oben führen( auch möglich als U nach vorne, im Winkel 45 Grad…)- immer nach Deinen Möglichkeiten…bleibe hier und atme, spüre die Kraft und Energie, mit der nächsten Ausatmung…
  • …nimmst du die Arme an die Hüfte, dreh den hinteren Fuß mehr nach innen und die Hüfte nach links- die Arme hebst Du aus der Mitte heraus nach vorne/hinten bis in Schulterhöhe, Handrücken zeigt nach oben, Hände sind gestreckt, die Schulter weg von den Ohren, der Blick geht über die vordere Hand…atme und spüre- die Hüfte bleibt aufrecht wie im Sitz- „fest und dennoch bequem“…
  • … mit der nächsten Ausatmung nimm die Hände an die Hüfte, drehe den hinteren Fuß so, dass er nach vorne zeigt und hüftschmal hinten steht, verlagere das Gewicht auf das vordere Bein und strecke dieses leicht- aus dieser Streckung heraus führe das hintere Bein nach oben- beuge gleichzeitig den Oberkörper- wie eine Waage, die sich auspendelt; wenn der Oberkörper parallel zum Boden, der Blick zum Boden ist, dann führe die Arme aus der Kraft der Mitte heraus neben den Kopf nach vorne- auch hier ist der Weg das Ziel- über so, wie es Dein körperlicher Zustand erlaubt- immer langsam und achtsam, nie über einen Schmerzpunkt hinweg und…a t m e!!!
  • Wie gekommen so zurück- wenn Du wieder im Stand bist, löse die Haltung auf- lockere und beginne mit der anderen Seite wie oben…
  • Zum Abschluss bleibe in Tadasana- stehe fest und bequem, schließe die Augen und spüre Deine Praxis nach- wie fühlt es sich an, die Heldin in Dir geweckt zu haben? Atme tief durch, führe die Arme zum NAMASTE und bedanke Dich bei Dir und Deinem Sein, verneige Dich vor Deiner Leistung und sei befreit- Dein Mantra sei“ Ich bin mir meines Körpers bewußt- mutig, stark und unabhängig; ich weiß, wann ich m e i n e Grenzen setzen muss, um für mich und meine Lieben einzustehen“

Der Stern- von W.Busch
Hätt‘ einer auch fast mehr Verstand
als wie die drei Weisen aus Morgenland
und ließe sich dünken, er wäre wohl nie
dem Sternlein nachgereist, wie sie;
dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
fällt auch auf sein verständig Gesicht,
er mag es merken oder nicht,
ein freundlicher Strahl
des Wundersternes von dazumal.

Zum Weihnachtsfest…

wünsche ich allen meinen Patientinnen und Patienten, den Menschen die mich kennen oder hier meine Seite besuchen eine friedvolle und besinnliche Weihnacht mit Ihren Herzensmenschen!

„Lokah Samasta Sukhino Savantu“- ist Sanskrit und bedeutet “ Mögen alle Lebewesen Glück und Harmonie erfahren“

 

Advent von R.M. Rilke

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus: den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rauhnacht-Yoga Teil 2

Die Magie des 24.12. eines jeden Jahres begründet sich aus der Ankunft- es ist der Mondmonat Januar, der sich im 24.12. spiegelt, der Steinbock als höchstes Tierkreiszeichen regiert den Himmel:

  • Nicht nur die Christenheit feiert die Ankunft Jesu, auch unsere Ahnen und alten Völker haben einen besonderen Bezug zum „heiligen Abend“-die Kelten feierten immer noch den Neubeginn, die Wikinger feierten Lichtfeste und die Ankunft des Lichts…
  • Für uns Frauen ist es die Zeit der „wilden Frau“- dem ersten Archetyp der Frauen;
  • Wir begründen mit diesem Typ in uns Stabilität, Basis, Wurzeln, Erdung- die Aspekte sind sehr vielfältig, mit denen sich die Wilde Frau in uns auseinandersetzt: Reflexe, Triebe, Urinstinkte, Wildheit, Selbstbewusstsein, Urvertrauen, Fesseln sprengen…
  • Das Ritual an diesem Tag soll uns mit der Erde verbinden und unser Urvertrauen stärken!

Die folgenden Asanas solltest Du nur üben, wenn Du Yoga- erfahren bist, Neulinge und Ungeübte bleiben in der Meditation oder üben unter Anleitung!

Yoga an diesem Tag kann wie folgt aussehen(für Geübte):

  • Begebe Dich an Deinen Energieplatz und stelle Dich aufrecht- fest, aber frei – hin, die Füße hüftschmal, das Gewicht gleichmäßig auf beiden Füßen verteilt- fädele Deine Wirbelsäule auf; wie eine Perlenkette, die mit dem Himmel verbunden ist; Deine Füße verwurzeln sich mit der Erde- atme ruhig und gelassen, lenke den Atem zu den Füßen- schließe die Augen- atme!
  • Spüre, wie Dein Atem zu den Füßen vordringt und aus diesen Wurzeln in die Erde dringen, die Dich im Alltag halten werden- spüre die Verbundenheit mit Mutter Erde und danke dafür, dass diese Kraft auf Dich übergeht;
  • Danke Deiner Mutter, Großmutter, Urgroßmutter für die Weitergabe Deines Urvertrauens und verzeihe Ihnen Grobheit, Zank und Maßregelung- befreie Dich aus Ungewolltem und verwurzele Dich mit Kraft, Stärke und Vertrauen in das eigene Ich und Sein- atme diese Kraft ein und komme dann in den Raum und das Jetzt zurück;
  • Lockere Dich ein wenig auf- schwinge die Arme vor dem Körper oder seitlich, gehe dabei locke in die Knie- diese Übungen bereiten Dich auf die zwei Asanas vor…
  • Stelle Dich nun wieder ausgerichtet und geerdet hin- beginne mit der Berghaltung und einem NAMASTE;
  • Dann führe das linke Bein nach hinten…dein linker und dein rechter Fuß stehen um einen großen Schritt (etwa eineinhalb Meter) auseinander; dreh nun den rechten Fuß und dein Bein um 90 Grad nach außen. Deinen vorderen Fuß hast du fest auf dem Boden stehen, deine gespreizten Zehen drückst du in den Boden. Streck deine Arme seitlich aus; bei der nächsten Ausatmung kippst du deinen Oberkörper – der dabei gestreckt bleibt – nach rechts, bis du mit der rechten Hand deinen Fuß – Knöchel berührst. Dein linker Arm ist gerade nach oben gestreckt. Dreh dein Knie in die Richtung deines rechten Fußes; setze deine rechte Hand so weit nach vorne, dass dein Arm eine gerade Verlängerung deiner Schultern bildet. Gleichzeitig kannst du langsam dein linkes Bein seitlich in die Lüfte heben. Achte auch hier darauf, es zu strecken. Deine Hüfte ist dabei dein Zentrum, aus ihr geht die Bewegung aus; fühle dich wie eine Waage: Dein Oberkörper ist ganz gerade, ebenso deine beiden Beine. Die ebenfalls gespreizten Zehenspitzen deines linken Beins zeigen vom Körper weg. Wenn es dir noch an Stabilität fehlt, stell einen Block oder ein festes Kissen aufrecht so hin, dass du deine rechte Hand darauf abstützen kannst…Dein Blick geht an die linke Hand, dabei den linken Arm Richtung Decke strecken. Dein Brustkorb ist geöffnet, deine Schultern schiebst du nach hinten. Dein Oberschenkel, deine Bauchmuskeln und Gesäßmuskeln sind angespannt. In dieser Ardha Chandrasana – Haltung bleibst du ein paar Sekunden, deine Einatmung und Ausatmung ist ruhig, konzentriert und gleichmäßig…bleibe hier, spüre die Kraft der Haltung und atme in sie hinein- spüre das Yin der Übung, die Tiefe…
  • Langsam und gestreckt senkst du deine Körperteile wieder ab, bleibst kurz im bequemen Stand und wechselst dann die Seiten…spüre nach, wenn Du beide Seiten des Mondes kennengelernt hast 😉

  • Es gibt noch eine zweite Variante- diese wird aus der Übung „Katze “ oder knieender Sitzhaltung( Vajrasana) heraus eingenommen- gib das rechte Bein nach hinten- beide Hände liegen auf dem vorderen Knie. Das dehnt ganz wunderbar den Oberschenkel und die Psoas-Muskeln. Bleib hier für einige Zeit- falte die Hände vor dem Brustkorb, strecke dann die Arme nach oben und dann nach hinten aus soweit es geht(im Becken fest verwurzelt)- genieße die Tiefe der Dehnung und des Gleichgewichts- spüre Deinen Atem; gehe nun wie gekommen so zurück…
  • Beide Varianten sind Verwurzlungs- und Gleichgewichtsübungen, es werden Manipura, Anahata, Vishuddha und Ajna Chakra angesprochen, beide Varianten lassen dich deine körperliche und innere Stärke spüren und an Stabilität gewinnen
  • Gehe nun in die Ruheposition- Baby-Krishna oder Bauchlage, atme einige Male durch und gehe in die Position der Kobra- in dieser wie gewohnt  ausrichten-die F üße mit dem Spann gerade nach hinten auflegen fest in den Boden pressen, Bein- und Bauchmuskulatur anspannen, Steißbein nach hinten ziehen, die Knie und ggf, die Beine vom Boden abheben, gesamten Oberkörper mit geöffneter Brust nach hinten beugen, Becken leicht nach vorn kippen, um ein Hohlkreuz zu vermeiden, Handgelenke unter den Schultergelenken aufsetzen, jeweils die gesamte Hand belasten, Schultern und Oberarme nach außen drehen und sich mit Kraft aus den Schultern drücken, Unterarme nach innen drehen- der Blick geht nach oben-vorne, der Nacken bleibt in der Verlängerung der Wirbelsäule Urdhva Mukha Shvansana- der heraufschauende Hund oder Wolf passt ganz wunderbar zu diesem Tag- kraftvoll, mit festem Blick, mit Lebendigkeit wird der Brustkorb weit aufgedehnt, die Schultern gedehnt, die Lunge füllt sich kraftvoll mit Sauerstoff und ganz von selbst wächst Du aus allem, was Dich behindert und fesselt- spüre Deine Kraft.

  • Gehe nun achtsam zurück, wie gekommen… aus der Kobra in den herabschauenden Hund oder bleib in Bauchlage- eine „Wilde Frau“, weiß, wenn Sie Ruhe benötigt; spüre nach- was haben die Übungen mit Dir gemacht?
  • Setze Dich auf- schließe die Augen- führe die Hände vor dem Herzen zusammen und verneige Dich vor Dir und Deiner „wilden Frau“… und spreche ein kleines Mantra: “ Ich verspüre die Verbundenheit mit der Erde, unserer aller Mutter. Ich spüre die Wurzeln und die Kraft daraus, die tief in mein Innerstes hinein sinkt. Ich wünsche allen Frauen dieser Welt diese Kraft- ich verbinde mich mit dieser Kraft „- NAMASTE

Ich danke Dir für Deine Praxis- nimm in den nächsten Tagen wahr, wie diese Übungen in Dir nachwirken- folge Deinem Instinkt- genieße die Zeit und lass Dich von Deiner Spiritualität tragen- Ankunft, Wachstum und Wandel!

Fisch zum Abend…

…ja, unbedingt- zum Beispiel Doradenfilet mit roter Bete, frischem Apfelmeerrettich und Roggenvollkornbrot:

  • Das Doradenfilet(oder jedes andere beliebige Fischfilet) einfach mit fließendem Wasser reinigen, leicht säuern und dann mit dem Kontaktgrill garen; es kann auch in Backpapier und mit etwas Weißwein im Ofen gedünstet werden… erst danach mit Kräutern und einer Prise Salz würzen, damit entfaltet sich der Geschmack besser; zwei Scheiben Roggenvollkornbrot antoasten und mit Butter einstreichen; die rote Bete als Carpaccio schneiden und dazu frischen Meerrettich und Apfel reiben, etwas Avocado- oder Arganöl darüber geben und mit etwas Pfeffer würzen; ich nehme immer roten Boskop dazu- wenn der Fisch gar ist, alles auf einem Teller nett anrichten und fertig ist ein einfaches, schmackhaftes und gesundes Abendessen…
  • …welches besonders interessant aus Sicht der TCM ist; zu den Zutaten rote Bete … habe ich ja schon mehrfach hier an dieser Stelle geschrieben; was ist aber nun mit dem Fisch? Der Fisch gilt als salzig bis süß/je nach Fischart und ist vom Temperaturverhalten her neutral bis leicht kühlend- er stärkt das Wasserelement, wirkt aber insgesamt auf die Meridiane Leber, Milz und natürlich Niere,

  • Fisch tonisiert ganz hervorragend das Nieren-Yin, daher ist er zum Abend besonders zu empfehlen; er regt die Zellneubildung an, stärkt die Säfte und kann als Therapeutikum bei zahlreichen Beschwerden, die mit einem Yin-Mangel in Verbindung stehen(Hitze am Abend, brüchige Haare, Wechseljahresbeschwerden…), eingesetzt werden,
  • Gleichzeitig wirkt Fisch aber auch Yang-, Blut- und Qi tonisierend- das heißt bei Energiemangel, Müdigkeit, Erschöpfung, Kältegefühl(da eher geräuchert und gegrillt), bei Anämie und deren Folgeerkrankungen, Hauterkrankungen… und vielem mehr sollte Fisch mindestens einmal/ Woche auf dem Speiseplan stehen oder täglich eine Fischbrühe gegessen werden;
  • Aber nicht nur als Tonicum eignet sich Fisch- er löst Schleim auf, scheidet Nässe aus(Hypertonie, Cholesterin erhöht, Rheuma…) und er wirkt Hitze ausleitend und Toxine eliminierend(BioQualität!)
  • Achtung! Fischhaut bzw. das Fett enthält viele Purine!! Daher müssen Menschen mit Gichterkrankung vorsichtig sein und gerade bei fettem Seefisch maßvoll konsumieren; viel abgekochtes, heißes Wasser dazu trinken neutralisiert!

Fisch ist nicht nur bekömmlich, sondern auch ein hervorragender Eiweißlieferant und VitaminD-Spender- also, öfter mal Fisch frisch auf den Tisch 😉 … und als Abendessen einfach unschlagbar.

Rosenkohl; oh wie…

…ich ihn liebe- meine Familie leider gar nicht. Somit nutze ich die Zeit, wenn meine Familie nicht da ist und esse Rosenkohl 😉 … nun nicht jeden Tag, aber öfter:

  • Das Rezept zu meinem Rosenkohl- Möhren- Topf ist einfach: eine Zwiebel und etwas mageren Schinken in einem Teelöffel Kokosöl anschwitzen, dann etwa 300 Gramm geputzten Rosenkohl, drei gewürfelte Möhren, zwei Kartoffeln oder Süßsskartoffeln, eine Hand voll gewürfelten Sellerie, Majoran, Liebstöckel, Bertram, Galgant, Quendel und Steinsalz(Kräuter 4 Gramm, Salz 1 Gramm) dazu geben, etwas anbräunen lassen und dann mit 250ml Gemüsebrühe ablöschen und köcheln, bis das Gemüse weich, aber nicht labberig ist(ich nehme wie gewohnt den Schnellkochtopf, da reichen 2 Minuten 😉 )…dazu passen alle herzhaften Knackwürste und Fleischsorten, ich bin ja eher nur der Sonntags- Fleischesser, also mir reicht der magere Schinken…vegan- also ohne Schinken schmeckt es auch
  • Mein Tipp- Nehmen Sie generell BioGemüse- das spart das Putzen und hat durch die verbleibende Schale deutlich mehr Ballast- und Bitterstoffe!

Was macht nun den Rosenkohl so interessant für den Winter und aus Sicht der chinesischen Medizin?

  • Rosenkohl wärmt, im Winter wichtig; er bedient die Geschmäcker süß und bitter- also absolut perfekt für die Meridiane Milz, Magen, Leber, Därme und auch Herz;
  • Seine Hauptwirkungen sind sedierend / beruhigend, entgiftend, antioxidativ, blutbildend und er zerstört Krebsvorläuferzellen im Darm – also kann auch präventiv gegen Darmkrebs eingesetzt werden. Wissenschaftlich hat er folgende Inhaltsstoffe: Vitamin C -110 mg decken den Tagesbedarf, A, Folsäure, Vit. B1 125 Microgramm decken 10% des Tagesbedarfs, Kalium, Eisen, Kalzium, Schwefel / Glucosinolate (Sinigrin macht den leicht bitteren Geschmack) Zitronensäure 200 mg Apfelsäure 350 mg, hoher Gehalt an Zellulose, Oxalsäuregehalt 6 mg- bisschen vorsichtig bei Steinleiden, Methionin(Angaben aus therapeutika.ch)- also ein wahres Kraftpaket für die kalten Jahreszeiten.
  • Gemäß der TCM tonisiert, reguliert und bewegt er das Qi(Leber, Herz, Magen. Milz, Därme), löst Nässe auf und transformiert Schleim(Schlankmacher- Milz ansprechend 😉 , er tonisiert das Blut(Herz und Leber), reguliert die Därme(Peristaltik) und dient der Dickdarmprophylaxe

Ein wesentlicher Vorteil aus meiner Sicht ist die saisonale und regionale Verfügbarkeit- manchmal ist es nur ein kleiner Schritt, um wieder zu Altbewährtem zurück zufinden.

Guten Appetit und viel Freude beim Nachkochen!

Yoga und die Rauhnächte Teil1

Herzlich Willkommen– die Rauhnächte sind die Tage und Nächte um den Jahreswechsel- in den nächsten Tagen begleite ich Dich/ Sie durch diese königlich- mystische Zeit- Kommt/ Kommen Sie mit mir auf eine kleine Reise durch die Rauhnächte!

Mythos oder Alltag- noch vor gar nicht langer Zeit waren die Riten zu den Rauhnächten  ganz praktischer Alltag.

Die Zeiten/Tage vom 21. Dezember(Wintersonnenwende) bis zum 6. Januar waren heilig. Und es hieß und heißt bei bewußt lebenden Menschen noch immer, in ihnen könne man bereits das ganze kommende Jahr in Kurzform erkennen. In dieser mystischen Zeit waren die meisten Arbeiten verpönt- wer kennt es nicht: keine Wäsche aufhängen z.B…. meine Oma hat immer gesagt, dass sich „de Düvel darin verfangen deit un Unglück över Minsch und dat Veeh bringt“. Die Wikinger, Germanen und andere Völker sahen Odin und seine wilde Schar durch die Lüfte brausen, wehe er verfing sich in einer Leine- dann bedeutete das Odin’s Zorn 😉

Undenkbar, an diesen Tagen einfach den alltäglichen Beschäftigungen nachzugehen. Stattdessen zog man sich ganz bewusst in die Familien zurück, feierte, sang und bewegte sich sehr achtsam- beobachtete, was geschah. Es hieß nämlich, jeder diese Tage stehe für einen Monat des nächsten Jahres. Und was in diesen 24 Stunden passierte, war ein Deutungsmuster für den entsprechenden Monat.

Warum wir heute nicht mehr in diesen Traditionen leben??? Bewußtes Auseinandersetzen mit Altem, Riten, Überlieferungen hat noch niemandem geschadet, im Gegenteil- häufig findet man gerade in solchen Ritualen und an solchen Tagen seine Wurzeln wieder!

Die Raunächte sind ein guter Anlaß, mal ganz bewusst einen Schritt zurück zutreten, alle nur möglichen Sinne zuschärfen und genau zubeobachten was passiert. Können wir eigentlich diese Zeit der Stille nach dem Fest noch so begehen, dass es eine Wohltat für uns ist? Und können wir diese Zeit der Dunkelheit, der Rituale und Traditionen auf unsere ganz eigene Art genießen? Welche unterschwelligen Emotionen, Gedanken und Verhaltensmuster tragen mit uns herum? Wieviel unnötiger Ehrgeiz, Aufopferung, Unehrlichkeit und versteckter Unmut brodeln  womöglich noch im Inneren unseres Seins?

Wir hören es nicht gerne- noch weniger gerne sehen wir genauer hin. Aber genau dazu sind die Rauhnächte eine Einladung: Die „dunkle Seite“ genau zu betrachten, hinzusehen und „des Pudels Kern“ tief innen genau zu erkennen. Uns begleiten die Kleshas(Mühsale, Leiden, den Geist belastende Gedanken…) durch das Leben- leider- aber wenn wir uns in den Rauhnächten und auch generell damit auseinandersetzen, diese erkennen- dann können sie verschwinden! Wenn das nicht Yoga ist! Achtsamkeit im Alltag, Zen, kleine Schritte auf dem Weg des Verstehens und Verständnisses. Solltest du/ sollten Sie vor lauter Stress zwischen den Jahren, vor Alltag oder auch Besuchsverpflichtung keine Zeit für die Yoga-Praxis mit den Asanas finden, dann mag dies auch gut und richtig sein: Mit reiner Aufmerksamkeit, Bewusstsein und Ehrlichkeit dir/ sich selbst gegenüber kannst du/können Sie Yoga praktizieren- es ist auf keinen Fall einfacher als Asanas üben- vielmehr ist es d i e hohe Kunst ganz bei sich zu bleiben- im Auge des Orkan’s ist es still! Oft ist dieses Freuen- dieser magische Moment der inneren Zufriedenheit mehr wert, als körperliche Übung!

Egal wie- diese Tage und Nächte des Jahres sind eine wundervolle Einladung zum ganz bewußten Leben.  Es bringt einfach Freude sich vom Alten auch mal lenken zu lassen…

Die Reise beginnt:

  • Es beginnt am Thomastag(Zwillingstag, da Thomas als Zwilling von Jesus angesehen wurde)- dem 21.12.- wir verabschieden uns vom alten Jahr an diesem Tag; denn es ist Wintersonnenwende und nach alten Bräuchen das Ende des Alten!  Damit keine negative Energie ins neue Jahr übernommen wird, darf an diesem Abend alles gründlich mit Kräutern durchgeräuchert werden: Haus oder Wohnung, früher auch Ställe und Felder. Damit vertreibt man böse Geister, die sonst die nahende „heilige Zeit“ stören würden.
  • Nach dem Räuchern(Beitrag vom 19.12.2017) überlege Dir, was Du an Wünschen für das neue Jahr hast-13 Zettel geben eine kleine Orientierung für die Tage und… was man aufschreibt hat Bestand- Dazu dienen die 13 kleine Zettel – schreibe auf jeden einen wichtigen Wunsch für das neue Jahr- nun gleichmäßig falten- sorgsam und mit Bedacht und in ein Glas, eine Schachtel oder ein Säckchen geben- das Gefäß als kostbar ansehen!
  • 22./23.12.: Ankommen aus dem Alltagsmodus herauskommen, praktiziere das Ankommen im Stand, im Sitzen oder Liegen, atme bewußt und übe verschiedene Atemtechniken, konzentriere dich ganz auf Deinen Atem, nutze den roten Jaspis der Heilsteine , um den Geist zu beruhigen, das Herz zu weiten und den Geist auf Dich und Deine Lieben zu lenken…

Die Herzmeditation führt Dich(ich bleibe beim Du/Dich) durch diesen Tag:

  • Suche Dir einen Kraft- oder Ruheort in Deinem Zuhause oder in der Natur- richte ihn Dir ein, wie Du Dich wohlfühlst. Vielleicht zündest du eine Kerze an, nimmst Dinge oder Farben dazu, die den Bezug zu den Elementen herstellen- ein Stück Holz- braun oder grün- für das Holzelement, die Kerze für das Feuer- rot-, Salz oder einen Stein für die Erde- gelb, ein Stück Metall für das Metallelement-weiß und ein Schälchen mit Wasser für das tiefe Yin- das Wasserelement-blau oder schwarz…
  • Nimm eine bequeme Haltung ein- im Stehen, Sitzen oder Liegen- und nimm ggf. den Jaspis in die linke Hand- konzentriere Dich auf Deine Haltung “ Bequem und doch stabil“- schließe nun die Augen und atme ruhig und gelassen- nimm Deinen Atem und den Rhythmus wahr, lasse Dich ganz von Deinem Atem führen- er kommt und geht ohne Dein zutun- keine Gedanken stören diese Konzentration, alles fließt frei und ohne Gedanken…
  • Atme jetzt ganz bewusst zum Solarplexus(RenMai15, Herzalarmpunkt)- dem MANIPURAChakra; fühle, wie der Atem zu Deinem Kraftzentrum strömt- von dort kommt die Kraft, die Intuition; fühle, wie der Atem diese Kraft mehrt und den Brust- und Bauchraum weitet; atme weiter und weiter und dehne Dich vom Kraftzentrum aus…
  • Atme weiter und tiefer- zum unteren Dantian(RenMai 6,5,4;)- dem SWADHISTHANAChakra- Deinem Zentrum der Weiblichkeit/Männlichkeit und Kreativität- spüre, wie Dein gesamter Körper vom Atem erfasst wird und dich trägt, wärmt und ausweitet…
  • Dein Atem führt den Körper durch Wärme und Licht- er atmet den reinen Sauerstoff und Du fühlst grenzenlose Leichtigkeit, Weite und Ruhe- lass den Atem kommen und gehen- stell Dir vor wie alles in Deinem Inneren von Licht und Freude erfüllt wird…
  • Atme nun ganz bewußt wieder tiefer- lege die Hände auf das Dantian und vertiefe den Atem noch einmal stärker- stelle Dir vor, wie Du diese Weite und Wärme in Dir behältst- wann immer Du willst, kannst Du sie abrufen…
  • Beschließe diese Herzmeditation mit einem Räkeln und Strecken mit geschlossenen Augen- fange an zu blinzeln und erst, wenn Dein Blick klar wird öffne die Augen- spüre kurz nach und …
  • führe Deine Hände vor dem Herzen zu „NAMASTE“ zusammen- bedanke Dich, vielleicht singst oder hörst Du noch ein Mantra…
  • und bewahre dieses Gefühl- das ist Deine Aufgabe für die nächsten Tage- Atme und weite Dein Herz!

Das Räuchern zu den Rauhnächten…

wurde von unseren Ahnen richtig zelebriert- geräuchert wurde nicht nur im Haus, sondern auch im Stall, in den Vorratskellern, auf dem Gelände- die bösen Geister, der Teufel oder einfach nur das Schlechte sollten keine Chance haben, gleichzeitig war es ein Aussöhnen mit dem Vergangenen und Fürbitte für das Kommende:

Es ist wichtig, die richtigen Kräuter zu nehmen:

  • Salbei – hat eine starke Reinigungskraft,
  • Kampfer – löscht alte Informationen im Haus,
  • Angelikawurzel – erhellt die Raumschwingung,
  • Weihrauch – bringt Segen, erhöht die Energie,
  • Wacholder – vertreibt negative Einflüsse,
  • Myrrhe – desinfiziert, klärt, reinigt und schenkt Ruhe,
  • Myrthe – sorgt für Klarheit, Reinheit und bringt Frieden,
  • Thymian – reinigt und stärkt die Energie,
  • Styrax – gibt Wärme und Geborgenheit, öffnet für die Liebe,

…nehmen Sie eine Räuchermischung, damit werden alle Vorhaben abgedeckt, ich persönliche beginne mit einem Wacholder- und Salbeizweig und nehme dann eine Mischung aus Weihrauch, Kampfer, Myrthe, Thymian und Styrax.

Für die einzelnen Meditationen und Übungen an den Rauhnächten nehme ich Angelikawurzel und Myrrhe.

Das Räuchern ist einfach- es bringt Ruhe und Frieden:

  • Ein Räucherschälchen oder Gefäß mit den Kräutern füllen, vorher etwas Sand hineingeben und dann die Kräuter auf einem Räucherkohlestückchen anzünden- das Flämmchen ausblasen und mit den Kräutern … schaut Euch das Video an(siehe am Ende des Beitrages)
  • …jede Nacht(Nachmittag, Abend) durch alle Zimmer gehen, blasen Sie den Rauch in alle Ecken und stellen Sie sich vor, dass sich alles Negative der Vergangenheit in ihm auflöst und daraus Positives entsteht. Sie können dazu Gebete sprechen oder Ihre Wünsche und Hoffnungen in eigenen Worten formulieren. Widmen Sie sich in den ersten sechs Nächten dem alten Jahr, in den anderen sechs dem neuen. Passen Sie die Kräuter dem Wunsch an, nehmen aber immer Reinigungskräuter mit dazu.
  • Neben dem reinigenden Räucherwerk legen Sie kleine gerollte Zettelchen(siehe Beitrag 1) auf die Kohle, auf die Sie alles aufgeschrieben haben, was Sie belastet und von dem Sie sich befreien wollen: schlechte Eigenschaften, traurige Ereignisse oder unerfreuliche Begegnungen. Während die Zettelchen verbrennen, lösen Sie sich vom Negativen und geben schönen Gedanken, dem Verzeihen und dem Neubeginn Raum.
  • Entzünden Sie jeden Tag eine Kerze mit der Absicht, „ein Licht“ ins Haus(Herz)  zu bringen.

Probieren geht über Studieren- ich wünsche Freude und Inspiration und gutes Gelingen!

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Bärwurz-Birnen-Honig

Hildegard-Medizin par exellence ist der Bärwurz-Birnen-Honig- mit einfachen Mitteln den Darm sarnieren und somit eine Vielzahl von Symptomen lindern:

  • Die Pulvermischung besteht aus Bärwurz, Galgant, Süßholzwurzel und Pfefferkraut- diese gibt es in gut sortierten Reformhäusern oder in Hildegard-Läden(Internet) zu kaufen.
  • Rezept: mit 100 g Bärwurz- Gewürzmischung, Birnen schälen, entkernen, in einem halben Liter Wasser fast weichkochen und durch ein Sieb schütten, den Honig ebenfalls zum Kochen bringen und abschäumen. Die Birnen pürieren und in einen sehr großen Topf geben. Den abgeschäumten Honig und die Bärwurzgewürzmischung zugeben. Bei kleiner Hitze noch ein paar Minuten köcheln lassen und dann in 3 – 5 heiße Gläser steril abfüllen.
  • Anwendung: morgens vor dem Frühstück ½ -1 TL, zum Mittagessen 2 TL und vor dem Schlafengehen 3 TL bis alle Gläser aufgebraucht sind- das ist ein Kurdurchgang…

  • …dazu kommt noch die Ernährungstherapie zur Darmsarnierung- Dinkel in verschiedenen Varianten, Gemüse, Äpfel, Birnen, Quittenprodukte, Kornelkirschenprodukte, wenig Geflügelfleisch, Maronen…. den individuellen Plan erhalten Sie bei mir nach einer Diagnostik und Anamnese.

  • Bei der Darmsarnierung sollte unbedingt auf die Zufuhr gesunder Darmbakterien geachtet werden- es gibt zahlreiche Produkte dazu(Symbioflor, Mutaflor, Acidophilus Jura…)
  • Bitte beachten Sie, dass sich der Darm erst langsam erholt- er braucht etwa 3 Monate bis zur vollständigen Erholung- dafür aber mit Naturprodukten und ohne belastende Medikamente.

 

Adventsfrühstück mit Pancake

Pancake- Eierkuchen- Plinsen- es gibt so viele Bezeichnungen und bestimmt tausende Rezepte- ich habe auch noch zwei 😉

Ich liebe Eierkuchen zum Frühstück- egal ob in der Variante mit Ei oder vegan mit Cashew- oder Mandelmus:

  • Variante mit Ei: ein bis zwei Eier mit einem halben Esslöffel Kokosblütenzucker oder Rohrohrzucker und je einem halben Teelöffel Vanillie und Zimt(gepulvert) schaumig schlagen, dazu kommen zwei bis drei Esslöffel Dinkelvollkornmehl, ein halber Teelöffel Weinsteinbackpulver, ein Esslöffel gemahlene Mandeln und eine Tasse Dinkeldrink/Mandeldrink- alles gut verrühren, ggf. noch etwas Flüssigkeit dazu geben und dann in einer beschichteten heißen Pfanne und ohne Fett die Masse stocken lassen(niedrige Temperatur und mit Abdeckung, die perforiert ist- ich nehme immer den Spritzschutz),
  • Variante mit Mandel- oder Cashewmus: wie oben, nur als Eiersatz nehme ich zwei Esslöffel Mandel- oder Cashewmus, bei dieser Variante hebe ich auch gerne noch gepufftes Quinoa oder Amaranth unter, das macht die Küchlein besonders fluffig
  • Nun zum Belag: Pekanüsse, Mandarine und ich habe heute Calvadosgelee(drei Teelöffel, Rezept demnächst hier 🙂 ), natürlich wäre auch ein Kornelkirschen- oder Quittelgelee perfekt oder… Ihr nehmt ganz einfach rote Grütze, Pflaumenmus oder eine Konfitüre Eurer Wahl… natürlich wäre aus gesundheitlichem Aspekt da der Zuckergehalt zu beachten 😉

hier mal im Waffeleisen gebacken und mit verschiedenen Mussorten

  • Die gesundheitlichen Aspekte liegen auf der Hand: zu den Zutaten habe ich hier auf dieser Seite schon einiges geschrieben- schaut einfach unter dem jeweiligen Stichwort nach… Ihr bekommt ein warmes Frühstück- stärkt die Mitte und facht das Verdauungsfeuer an; Ihr habt Spaß bei der Zubereitung und freut Euch über frische Zutaten; Genuß ohne ein schlechtes Gewissen, denn die Mengen sind so ausgewogen, dass Eiweiß und komplexe Kohlenhydrate überwiegen und der Anteil an gesunden Fetten optimal ist- kein extra Bratfett ist nötig- und nun…

G e n i e ß e n!!! Einen schönen dritten Advent Euch!

Weihnachten– von J.K.B. Freiherr von Eichendorff

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Eintopf – wie perfekt zum…

Winter und am Abend, zum Mittagessen im Büro- bei mir könnte es immer Eintopf geben  😉

Eine besonders delikate Variante möchte ich heute vorstellen:

  • Die Zutaten sind eine große Zwiebel, eine große Süßkartoffel, eine viertel Knolle Sellerie, Kichererbsen(ein Glas) oder am Abend vorher eingeweicht(etwa drei Hand voll), eine Möhre(groß), Gwürze nach Gusto wie Galgant, Curcuma, Bertram, Liebstöckel und Majoran- Salz wird erst nach dem Kochen dazu gegeben…

Süßkartoffeln

  • Das Gemüse wird geputzt und gewürfelt, dann wird erst die Zwiebel und dann nach und nach das Gemüse in einem Esslöffel Kokosöl angedünstet, dazu kommen zum Schluss die Kichererbsen(Einweichwasser oder Wasser aus dem Glas wegschütten) und die Gewürze(ich nehme je einen Teelöffel)- das ganze mit einem halben Liter Gemüsebrühe aufgießen und köcheln lassen, bis das Gemüse und die Erbsen weich- aber nicht labberig- sind. Der Schnellkochtopf verkürzt die Zubereitung auf 5 Minuten 😉 😉

Video zum Eintopf IMG_4818

Die Wirkung gemäß TCM:

  • Die Süßkartoffel habe ich bereits hier an dieser Stelle beschrieben, ebenso die anderen Lebensmittel und Gewürze- die -süße-Kicherebse ist neutral in ihrer Wirkung, wirkt auf die Meridiane Milz, Leber, Niere, Herz und Gedärme und wirkt tonisierend auf Qi, Jing und Xue, reguliert den Stuhlgang, wirkt beruhigend auf Herz und Shen, löst Feuchtigkeit auf und wirkt Qi regulierend(bei PMS, Regelbeschwerden…)
  • Diese Mahlzeit ist besonders zuträglich am Abend- da sie nicht schwer ist und die positive Wirkung auf Herz und Geist hat.
  • Das Einweichen der Kichererbse, die relativ kleine Menge und die Gewürze verhindern, dass sich Blähungen einstellen. Tipp- essen Sie regelmäßig kleine Mengen von Hülsenfrüchten, dann wird die Bildung der notwendigen Verdauungssäfte angeregt. Menschen mit Neigung zu Rheuma oder Gicht sollten wegen des Puringehaltes eher maßvoll bis wenig Hülsenfrüchte essen, aber in kleinen Mengen sind sie auch in Ordnung!

Kiwi zum Frühstück?

Kiwi ist eine exotische Frucht, die sich aber seit mittlerweile wohl dreißig Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut- und das nicht umsonst:

  • Diese süss-säuerliche Frucht wirkt auf die Funktionskreise Magen und Blase, besitzt einen glykämischen Index von 75, wirkt antioxidativ und entgiftend…
  • Die Haupteigenschaft der Kiwi als kaltes Lebensmittel– Hitze eliminierend und Feuer reduzierend zum Beispiel bei Magen-Hitze(Sodbrennen), Fieber, Pharyngitis oder auch bei trockenen Rachenentzündungen(heiß, Durstgefühl, Reibeisengefühl im Rachen),

Desweiteren wirkt die Kiwi:

  • Nässe/Feuchtigkeit und Hitze aus dem mittleren und unteren Erwärmer ausleitend zum Beispiel bei schmerzhafter Miktion, blutenden Hämorrhoiden.Gelbsucht- feuchte-Hitze in der Leber (roh, oder 60-120 g Kiwi schälen; quetschen und etwas Honig zuführen; zusammen mit einem Glas Wasser kochen und dann trinken oder löffeln);
  • Auflösen von Nahrungsstagnation eher durch Hitze- bspw. bei Spannungsgefühl, Magendruck, Schmerzen im Epigastrium, Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Verdauungsblockaden, verlangsamter Verdauung, Eiweißverdauungs-schwäche (dagegen werden 180 g Kiwi und 30 g frischen Ingwer getrennt ausgepresst; zusammengemischt und auf 3 Portionen verteilt eingenommen)
  • Yin und Blut(Xue) tonisierend- die Kiwi baut die Säfte auf- das bedeutet, sie sorgt dafür, dass alles an YinJe wieder frei fließen kann und überhaupt erst wieder produziert wird- bspw. bei Symptomen wie Anämie, verminderter Miktion und Harnverhalt, Trockenheit, Hitzegefühl…
  • Toxine aus dem Blut ableitend- begleitend bei Infektionskrankheiten
  • Ein weiteres Einsatzgebiet sind Wechseljahresbeschwerden am abend mit Hitze, Trockenheit und Säftemangel(Yin, Schlafstörungen)- hier kann der Verzehr einer Frucht Abhilfe schaffen 😉

Kontraindikationen:

  • Bei Kälte in Milz und Magen(Kältegefühl, kein Durst, Verstopfung) und generell bei einer Milz- Qi-Schwäche sollte keine oder nur sehr wenig Kiwi- z.B. nur nach einer warmen Mahlzeit- gegessen werden.
  • Rohe Kiwis vertragen sich nicht mit Milchprodukten. Die Speise wird nach wenigen Minuten bitter, weil das Enzym Actinidin das Milcheiweiss spaltet.

Mit einem wärmenden Congee oder Porridge(siehe Beitragsbild) und Gewürzen wie Curcuma, Zimt und Vanille zusammen wird die kühlende Eigenschaft gemildert und somit ist die Kiwi auch eine Frucht für das Frühstück.

Übrigens- es gibt mittlerweile auch Sorten, die bei uns wachsen- es lohnt sich, der Kiwi im Garten oder auf dem Balkon Raum zu geben!

Was keiner haben möchte…

…ist ein schmerzender, steifer Nacken- egal ob bei einer Erkältung, nach Zugluft oder einem längeren Flug…

Sollte es doch einmal passiert sein, dann helfen natürlich die Hausmittel und ggf. eine Spritze vom Arzt- aber das dauert!

Was das ganze an der Wurzel packt und zudem noch recht schnell Linderung bringen kann, ist Akupunktur, gepaart mit Moxa und Kräutermedizin, Taping + Bewegungstherapie:

  • Wind und Kälte dringen durch die oberen Schichten in den Körper ein und lassen die Muskeln krampfhaft zusammenziehen- das ist als Bewegungseinschränkung zu merken; der Schmerz entsteht durch Stagnation von Xue- Wind und Kälte lassen Xue stagnieren(Blut kann nicht frei fließen)…
  • Die Akupunktur an Dünndarm 3 habe ich schon einmal beschrieben, generell helfen aber sehr gut die Akupunktur bzw. noch besser die Moxibustion an einem Extrapunkt an der Hand- L u o Z h e n- “ steifer Nacken“ und kleine Moxakegel im Verlauf der betroffenen Region + GuaShaFa
  • LuoZhen kräftigt das Qi und lässt es freier fließen, das trifft auch auf Xue(Blut) zu- und das vor allem in der Halsregion
  • Wichtig bei der Behandlung ist- es wird nur einseitig(Schmerzseite) genadelt mit starker Stimulierung/ gemoxt und der Patient bewegt seinen Nacken/Hals während der Behandlung langsam und kontrolliert in alle Richtungen- ganz bewusst drehen und wenden, vor und zurück- erst danach wird die Halsregion akupunktiert/ gemoxt und weiter behandelt. durch die Bewegung wird die Ausleitung der pathogenen Faktoren unterstützt.
  • Danach erfolgen entweder GuaShaFa oder Taping- hängt vom Schweregrad ab, der Patient bekommt eine Kräutermedizin, die regional und überregional wirkt und einige Übungen.
  • Diese Behandlung wird ggf. dreimal wiederholt an den folgenden Tagen, bei sofortiger Besserung reicht oft die Kräutermedizin + Bewegung und eine zweite Behandlung kann auch nach einer Woche erfolgen.
  • Achtung!!! Wichtig ist, dass Wind und Kälte zuverlässig ausgeleitet werden, ansonsten kann es zu chronischen Zuständen kommen(Dauerschmerz, Schwindel, Kopfschmerzen, Schlafstörungen….)

Die kleinen Moxakegel können auch mitgegeben werden zur häuslichen Anwendung nach Einweisung

“ Wind und Kälte sind die Feinde, die am schnellsten und hartnäckigsten die Burg(den Körper) bedrängen“- geben Sie diesen unangenehmen Gesellen keine Chance 😉

Schröpfkopfmassage bei Schmerzen durch Wind-Kälte

Akupunktur an GB20- FengChi, um Wind auszuleiten

Ein Akupunkturpunkt mit starken Seiten…

ist der Akupunkturpunkt Lunge 10- YuJi- in der Übersetzung auch Fischbauchgrenze(auf Grund der Lage in der Mitte des Daumenballens, an der Grenze zwischen dem roten und weißen Fleisch), Region der Fische oder Zeitpunkt der Fische genannt. Was verbirgt sich hinter diesem Punkt, der bei der Nadelung durchaus zu merken sein kann:

  • Lunge 10 ist ein Bach-Punkt- sprudelnd schnell einer Quelle gleich, die zum Bach wird und somit ist der Punkt in der Lage eine enrgetische Situation rasch zu klären… so wie ein schnell dahin schießendes Wasser alles klärt…
  • Gleichzeitig entspricht er einem Feuer-Punkt, dem Bezug zum Herzen und dem Element Feuer im Lungenmeridian, spricht somit direkt die Körperseele Po an- Po, der weiße Dämon, ist die Schattenseite unserer Seele, der Anteil, der am Triebhaften hängt und Instinkte, Leidenschaften und Begierden erregt. Die Körperseele entspricht dem stofflichen Aspekt im menschlichen Dasein, sie haftet am und unterhält den Körper und kehrt im Tod zur Erde zurück, wo sie zerfällt…“
  • Das Qi der Lunge ist andieser Stelle sehr üppig vorhanden, so dass es ausgehend von diesem Punkt zu Stauungen, Hitze… kommen kann. Das Setzen der Nadel an dieser stelle wirkt wie ein Öffnen, so dass sich die Pathogene verflüchtigen, das Qi frei fließen kann und der Lungenmeridian frei wird.

Die Funktionen sind recht vielfältig:

  • korrigiert gegenläufiges Lungen-Qi,

  • klärt Lungen-Hitze,

  • harmonisiert den Magen und das Herz,

  • kühlt Blut-Hitze,

  • wirkt fiebersenkend und schweißtreibend (bei akuten lnfekten), wandelt Schleim besonders in Verbindung mit Hitze um,

  • befreit die Kehle (bei Entzündungen im Rachenraum), in der Durchstichtechnik zu oder von Dickdarm 4( HeGu) wirkt er positiv bei Migräne, Kopfschmerzen, schwerem Kopf…

  • Zitat nach dem Zhen Jiu Ju Ying: “ Krankheiten durch Alkohol, Abneigung gegen Wind und Kälte, Hitze im Inneren, gelbe Zunge, Wärme des Körpers mit Kopfschmerzen, Husten mit Brechreiz, Schweisslosigkeit bei Kälteerkrankungen, im Brustkorb und dem Rücken ist ein starker Schmerz, der daran hindert, sich zu bewegen, wanderndes Bi, Unruhe und Besorgtheit wegen Atemnot, Bauchschmerzen mit Unmöglichkeit, zu essen, Kontrakturen der Ellbogen und Schwellungen der Glieder, Trockenheit in der Kehle“

Im Übrigen steht der Fisch für freie Entfaltung, für die Befreiung von allen Zwängen, für Reichtum, harmonische Partnerschaft und eine gute Reproduktion(Potenz und Fruchtbarkeit)…

Weihnachtsplätzchen für Groß und Klein

Weihnachten ist die Zeit, in der ich oft alte Backrezepte heraus krame bzw. das alte Backbuch( führe ich seit 1977- ohhh, wie die Zeit vergeht) zur Hand nehme und Plätzchenrezepte lese- welche nehmen wir denn in diesem Jahr 😉  😉 :

  • Ja- Mürbeteigplätzchen nach einem Rezept meiner Oma Alwine- mit Mandeln und Vanille…
  • Das Rezept: Butter(250 Gramm- weich), 400 Gramm Dinkelmehl(Type 630), 100 Gramm gemahlene Mandeln, einen Teelöffel Weinsteinbackpulver, einen Esslöffel echtes Vanillepulver, zwei Eier, eine Prise Salz und anstelle des weißen Zuckers- wie früher üblich- nehme ich 50 Gramm Kokosblütenzucker und 100 Gramm Rohrohrzucker- etwas weniger als im Rezept, aber immer noch süß genug…

alle Zutaten sind in der Schüssel

  • …alle Zutaten mit der Hand kräftig verkneten, zu mehreren Rollen formen und für 30 bis 45 Minuten abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen…
  • … nach der Ruhephase die Rollen etwa 0,3 bis 0,5 cm fein ausrollen und Formen ausstechen, wer es einfach möchte kann auch die Rollen einfach in 1 cm dicke Scheiben schneiden…IMG_4733
  • … im Backofen dann bei 180 Grad Umluft für 10- 15 Minuten(bis die Plätzchen leicht braun werden) backen- heraus nehmen und auf einer Unterlage(Holz oder perforiert) auskühlen lassen…
  • …der Belag ist unterschiedlich, entweder eine Zitronen- Puderzuckerglasur anrühren, ein Eigelb und Sahne verquirlen oder eine Schokoglasur anfertigen(Bio-Couvertüre aus der Manufaktur…) und entsprechend auf die Plätzchen auftragen und noch mit Streuseln oder Mandeln verzieren…IMG_4736

…und nun kann das Naschen losgehen- viel Spass dabei!

Wintersalat ohne Salat ;)

Sie kennen das ja, man möchte auch im Winter Vitamine zu sich nehmen, jedoch ist ein Salat aus Rohkost im Sinne der Blattsalate nicht für jeden geeignet bzw. im Winter nicht zu empfehlen( zu kalt, baut zuviel Feuchtigkeit auf, ist unter Umständen nicht saisonal…)- was also tun?

Eine Alternative sind „Salate“ aus Winter- Wurzelgemüse, wie bspw. der nachfolgende:

  • Eine Knolle rote Bete schälen, eine Möhre, eine viertel Knolle Sellerie und Topinambur putzen, einen Boskop-Apfel(rot) ordentlich waschen und halbieren- alles mit der Küchenmaschine oder einer Reibe fein reiben(oder schneiden- siehe unten) und in eine Schüssel geben; darüber wird Argan- oder Avokadoöl gegeben, mit Galgant abschmecken, Pinienkerne oder Walnüsse (gehackt) mit untermengen und gut zwei Stunden durchziehen lassen- fertig!
  • Der Salat passt wunderbar als Mittagsmahlzeit zu einer kräftigen Brühe oder auch als Abendessen zum Beispiel zu einem Vollkorn- Dinkel-Sandwich mit Serranoschinken und Bergkäse(Kontaktgrill oder Sandwichgrill) oder einfach nur zu einer Scheibe getoastetem Dinkelvollkornbrot mit Butter.

Saisonal, regional, ohne großen Aufwand- aber vitaminreich, voll mit Spurenelementen und Ballaststoffen- ein Sattmacher zum verlieben- probieren Sie es aus!

Was macht eigentlich der Tymus?

Der Thymus gehört zu den primär- lymphatischen Organen und besteht aus zwei asymetrischen Lappen, die miteinander in Verbindung stehen. Er liegt im oberen Mediastinum hinter dem Brustbein(Sternum) und ventral dem Pericard(Herzbeutel). Bei Erwachsenen ist er zurück gebildet, spielt trotzdem eine wichtige Rolle. In der embryonalen Phase entwickelt sich der Thymus aus allen drei Keimblättern, spielt bei der Ausreifung und Differenzierung der T-Lymphozyten eine entscheidende Rolle. Nach der Pubertät wird das Parenchym durch Fettgewebe ersetzt.Die Gliederung in Läppchen und die Abgrenzung in Rinde und Mark ist nur noch schwer möglich:

  • … ist entscheidend für das Immunverhalten des Körpers. Ist die Funktion eingeschränkt, dann ist unser Immunsystem geschwächt.
  • Die Pathologie geht von Dysplasie bis zur Entartung- dementsprechend muss bei Beschwerden im oberen Brustbereich auch an den Thymus gedacht werden.

Aus Sicht der TCM gehört der Thymus zum Mark- wird durch das Jing gespeist und hat entscheidenden Einfluss auf das Qi, speziell des WeiQi.

Nun spielt der Thymus aus westlicher Sicht im Erwachsenenalter keine so große Rolle mehr- die TCM sieht es anders- siehe oben. Wichtige Meridiane, wie:

  • Niere, RenMai, Luo von Milz, Herz und Lunge

laufen durch die Region Thymus und somit nimmt der Bereich Einfluss bei:

  • Husten, Miktionsstörungen, Beklemmungen und Ängsten, Palpitationen, Atembeschwerden, Schluckbeschwerden, Schlafstörungen durch aufsteigendes Magen-Qi…

Besänftigen Sie die Region durch regelmäßiges Beklopfen im Uhrzeigersinn- siehe Video unten

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